Haus der Schwiegereltern übernehmen

    • (1) 20.09.17 - 14:08
      Inaktiv

      Hi Zusammen

      Hat jemand von euch Erfahrung mit einer Hausübertragung?
      Nachdem ich mich nun 1 Jahr dagegen gewehrt hab übernehmen wir nun doch das Haus der Schwiegereltern, bauen um und ziehen dort dann mit ein. Im Oktober ist der Anwaltstermin und dann sollen wir sagen was wir wollen.
      Was ist denn da zu beachten?

      Danke euch!

      LG

      • (2) 20.09.17 - 14:22

        In erster Linie müsst ihr Euch einig sein, wer das Haus überschrieben bekommt.
        Ich gehe davon aus, dass dies zu 100 Prozent Dein Mann ist.
        Eigenes Geld würde ich an Deiner Stelle aber nicht in nennenswerter Höhe ins Haus stecken.

        Solltest Du auch einen Anteil vom Haus bekommen, musst Du Schenkungssteuer bezahlen, da Dein Freibetrag nur bei EUR 20.000, liegt. Dein Mann hat 400.000,
        .
        Hat Dein Mann noch Geschwister, dann müsst Ihr Euch alle einigen, auf welche Weise hier ein finanzieller Ausgleich erfolgen soll. .

        Die Eltern werden ein lebenslanges Wohnrecht, im Grundbuch eingetragen, haben wollen.

        Auch über die Aufteilung der laufenden Kosten sollte man vorher mal gesprochen haben.

        ...so, mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein...

        • "Hat Dein Mann noch Geschwister, dann müsst Ihr Euch alle einigen, auf welche Weise hier ein finanzieller Ausgleich erfolgen soll...."

          Warum muss man sich einigen. Es geht ja hier um Schenkung zu Lebzeiten und da sollte man lediglich überlegen, wie man vorgeht, wenn der "Schenker" innerhalb von 10 Jahren nach Schenkung verstirbt.

          @TE: für mich wäre die Aufteilung der Räumlichkeiten (separater Eingang, Nutzung von Garten, Keller etc.) wichtig. Denn erfahrungsgemäß wird das Haus gefühlsmäßig oft sehr lange noch als Eigentum der Vorbesitzer gesehen.

          Welche "Gegenleistung" müsst ihr für die Übernahme erbringen?

          • Warum muss man sich einigen. Es geht ja hier um Schenkung zu Lebzeiten und da sollte man lediglich überlegen, wie man vorgeht, wenn der "Schenker" innerhalb von 10 Jahren nach Schenkung verstirbt.

            Natürlich würde ich mich mit meinen Geschwistern einigen wollen. Warum sollte ich Alleinerbin sein? Auch als Eltern fände ich es nicht richtig nur ein Kind zu bevorzugen.

            • (5) 21.09.17 - 15:08

              >>>Warum sollte ich Alleinerbin sein?<<<

              Es geht nicht um ein Erbe, sondern um eine Schenkung.

              Für diese "Bevorzugung" haben die TE und ihr Mann die Eltern bis zu deren Tod "am Hals", darauf würde ich gerne verzichten.

              • (6) 21.09.17 - 15:36

                Das ist deine persönliche Meinung. Nicht alle Kinder sehen ihre Eltern nur noch als Ballast. Ich fände es als normal, dass sowas die ganze Familie miteinander bespricht.

                • (7) 21.09.17 - 16:38

                  Natürlich war das meine persönliche Meinung.

                  Im Übrigen sähe ich auch keinen Grund, mit der ganzen Familie zu besprechen, was ich mit MEINEM Haus mache.

                  • (8) 21.09.17 - 18:00

                    Wenn die Familie nicht wichtig ist, hat man auch keinen Grund dazu. Mir sind meine Kinder wichtig und daher würden wir solche Dinge gemeinsam entscheiden, wenn dadurch ein Kind bevorzugt wird. Das Haus wird ja nicht verkauft um den Erlös zu verpulvern.

      Hallo,

      Vorweg: ich kenne aus meiner Kindheit ein Mehrgenerationen Haus, deswegen war die Entscheidung nicht so schwer.

      Ich wohne schon viele Jahre mit meinem Mann und seiner Familie unter einem Dach. Inzwischen hat er das Haus auch übernommen. Als ich eingezogen bin wohnten dort seine Eltern und seine Großeltern, jeweils in einer eigenen Wohnung.
      Wir haben ausgebaut und haben ebenfalls unsere eigene Wohnung. DAS ist eigentlich das allerwichtigste, ein eigener Bereich mit einer Möglichkeit abzuschließen.
      Zudem klare Absprachen was den Alltag angeht. Das z.B. nicht erwartet wird jeden Sonntag mittag gemeinsam zu essen, oder nicht einfach so in die Wohnung gegangen wird, auch wenn man anwesend ist. Und man Probleme SOFORT anspricht.
      Was ist mit gemeinsam genutzten Dingen: Garten, Keller, Waschmaschine usw. ?

      Nach fast 17 Jahren kann ich sagen, das ich es nicht bereue. Die Familie meines Mannes ist aber auch wirklich umgänglich ( inzwischen ist nur noch meine Schwiegermutter da). Unser Sohn hatte und hat immer liebevolle (Ur-) Großeltern, die uns natürlich auch das Leben sehr erleichtern.

      Also mit den richtigen Personen kann das gut gehen und eine echte Bereicherung sein.

      LG
      Tanja

      (10) 21.09.17 - 12:14

      Ihr zieht "mit ein" nie,nie,nie würde ich das machen.

      Wenn die Schwiegereltern ausziehen und euch das Haus verkaufen okaaaayyyy, wäre für mich auch nicht die optimalste Lösung, aber niemals zusammen in ein Haus. Meine Meinung.

      Was heißt denn "WIR übernehmen das Haus"? Wer steht im Grundbuch? DU und dein MANN zu je 50% oder NUR dein Mann?
      "WIR bauen um" - je nach Grundbuchanteil stellt sich mir die Frage, wer den Umbau bezahlt.
      "Wir zieht MIT ein" #schock - niiiiiiiiiiie würde ich das machen, NIE. Nicht mit den nettesten Eltern/Schwiegereltern/Tanten/Freunden etc.pp. - Kumpanie ist Lumperie und endet fast immer in Streit. Das wäre mir kein Geld der Welt wert. Ein paar km sind heilsam und wunderschön - finde ich zumindest.
      Klärt die rechtlichen Aspekte, bevor DU mit zahlst, DIR aber nie die Hälfte der Hütte gehören wird.
      VG

      (12) 22.09.17 - 16:19

      Hallo,

      was bedeutet eigentlich #übernehmen# ?
      gekauft, gestohlen, geliehen oder was ?

      Bei so schwammigen Worten wirst du keine vernünftige Antwort erhalten.

      freundliche Grüsse Werner

      (13) 22.09.17 - 19:53

      Hallo zusammen,

      erstmal vielen Dank für eure vielen Antworten! Sorry, dass ich erst jetzt komm, ich kam einfach nicht an den PC.

      Als übertragen heißt in dem Fall tatsächlich schenken. Die Auszahlungsthemen sind bereits geklärt.
      Wir werden natürlich eine eigene Wohnung haben und das sogar mit eigener Haustür, wir müssen uns also nichtmal das Treppenhaus teilen. Meine Schwiegereltern sind klasse Menschen. Aber natürlich muss man realistisch nachdenken und ich hab auch Angst, ob es funktioniert. Letztendlich ist es mir aber wichtiger, dass sich jemand kümmert und das Haus nicht irgendwann an Fremde verkauft wird.

      Mir wird das Haus auch zu 50% gehören, ich bekomm es aber von meinem Mann im 2. Schritt, nicht im 1. Schritt von den Eltern. Die wissen aber, dass es so laufen wird.

      Liebe Grüße

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        Knallhart - wie sähe es bei einer Scheidung aus für Dich? Versprechen sind die eine Sache - schriftliche Festlegung die andere. Du wirst sicher auch Geld ins Haus stecken, das soll ja nicht verloren sein.
        Es ist schön, dass Deine Schwiegereltern nette Menschen sind, aber wie sähe es aus bei Pflegebedürftigkeit? Das kann nicht jede(r) leisten und wird ohnehin meist von der Frau verlangt. Das muss Dir auch klar sein.
        Wenn ihr alles an einem Tisch besprechen könnt, dass jedem sein Freiraum bleibt und Probleme sofort angesprochen werden, kann es durchaus klappen. Nicht überall ist Streit und Mißgunst, ich kenne durchaus auch Familien, in denen drei Generationen unter einem Dach wohnen - jeder in seinem eigenen Bereich - und weder die Kinderbetreuung ein Problem ist noch wenn Oma mal nicht selber einkaufen kann. Immerhin ist es noch nicht mal soooo lange her, wo das Selbstverständlichkeit war, z.B. auf Bauernhöfen, da ist es heute noch so. Würde ich nur nicht machen, wenn es jetzt schon viele Unstimmigkeiten gäbe.
        LG Moni

        (15) 22.09.17 - 23:03

        >>>ich bekomm es aber von meinem Mann im 2. Schritt<<<

        Wird das schriftlich festgehalten?

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