Deutlich erhöhter Stromverbrauch

    • (1) 17.10.17 - 07:44

      Hallo!

      Wir sind vor 2 Wochen von einer 100qm Wohnung in ein 120qm Haus gezogen.
      Es ist ein neu errichtetes Fertigteilhaus KfW55. Wir haben außer der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung keine neuen technischen Geräte angeschafft.
      Wir hatten in der Wohnung einen Jahresverbrauch von 2000kWh. Die Küche ist neu allerdings sind die Geräte ähnlich (hatte davor 4 Jahre lang neues Induktionsfeld und Backofen von AEG, jetzt wieder, den Kühlschrank haben wir mit genommen).
      Der Fernseher ist noch der gleiche. Ich bin zu den gleichen Zeiten zu Hause/außer Haus, koche weiterhin regelmäßig.
      Wir hatten in der Wohnung Ölheizung, jetzt Fußbodenheizung über Luft-wasser-wärmepumpe. Dass die über Strom läuft ist mir bewusst, allerdings haben wir 2 getrennte stromzähler für Heizung und Haushalt. Auf dem Haushaltzähler stehen nun schon 170kWh für 2 Wochen. Da komme ich ja wenn ich es hochrechne auf über 4000kWh im Jahr, also den doppelten Verbrauch. Kann das sein? Habe ich nen Denkfehler? Hat jemand Erfahrungswerte? Google spuckt mir 3000kWh für ein Haus in der Größenordnung mit 3 Personen aus, das sagt auch unser Vertreter.
      LG und her mit euren Ideen ;)

      (4) 17.10.17 - 07:50

      Nachtrag. Ich habe grade erfahren dass das Innengerät der Heizung auch über den Haushaltsstromzähler läuft und nur das Außengerät über den gesonderten Zähler, weil es sperrzeiten der Heizung gibt und dafür der Strom günstiger ist. Das Außengerät sollte ja aber die Heizarbeit bis -15 Grad selbst erledigen ohne die Inneneinheit über Strom hinzu ziehen zu müssen. Und wir haben ja im Moment noch deutlich höhere Temperaturen. Wir sind auch mit klempner und Elektriker in Kontakt aber ich dachte ich frage hier mal nach Erfahrungswerten.

      Schon mal danke vorab

      • Genau so ist es bei uns auch. Wenn du Heizung und Strom zusammenrechnest, müsstest du auf einen ähnlichen Wert wie vorher kommen, nur eben 20 % mehr. Wobei man ja jetzt auch Licht im Treppenhaus hat und nicht mehr Nachbarn rechts links oben unten hat, die für einen mitheizen.

        Die Lüftungsanlage läuft ja komplett mit Strom, die kannst du dazurechnen. Wir planen für die Zukunft eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, um unabhängig zu sein. Kostet halt auch eine Menge Geld.

    (7) 17.10.17 - 08:22

    Du berücksichtigst bei Deiner Hochrechnung aber schon auch, das mal wieder Sommer wird und Du die Heizung im Optimalfall 5 Monate gar nicht brauchst und Du nun keine mitheizenden Nachbarn hast.
    Einsparpotential gibt's immer bei der Beleuchtung - wenn ihr nicht schon auf LED umgestiegen seid. Das hat allerdings ebenfalls zur Folge, das man mehr heizen muss. Ich denke auch, das man in einem neuen Haus einfach eine gewisse Zeit braucht um sich einzugewöhnen/einzurichten und am Anfang einfach mehr Strom verbraucht.

    • (8) 17.10.17 - 09:35

      Ja den Punkt haben wir auch im Hinterkopf. Nur brauchen wir im Moment bei 20° die Heizung ja auch nicht /kaum und sie sollte ja eben nicht über den Strom laufen da keine minus 15° sind und der Verbrauch ist trotzdem hoch. Mitheizende Nachbarn kamen bei der vorherigen Wohnung eher nicht zum Tragen da Erdgeschoss und nur ein direkter Nachbar über uns der ganztags außer Haus war.
      Lampen haben wir vielleicht 2 mehr als vorher und die aber LED.
      Das eingewöhnen hatten wir auch als ersten Gedanke aber WAS soll denn jetzt im Moment so viel Strom verbrauchen. Die Heizung läuft auf Minimum, die Lüftungsanlage ebenfalls.

Wie macht ihr Warmwasser?

Am Anfang kann es sich schon ein bisschen summieren.
Der Kühlschrank muss erst wieder runter kühlen, man saugt noch überall einmal gründlich durch, sortiert am Abend (mehr Licht) noch den Schrank ein, braucht mehr Warmwasser zum putzen, montiert und schraubt noch was, braucht 3 Stunden mehr am Fernseher um die ganzen Sender neu zu sortieren, usw usf.

LG

(10) 17.10.17 - 12:53

Fahrt ihr denn auch mal in den Urlaub normalerweise? Das sind im Jahresschnitt ja auch mal 3 Wochen, in denen man fast nichts an Strom verbraucht.

(11) 17.10.17 - 13:14

Hallo,

2 Wochen sind überhaupt nicht aussagekräftig, 3 Monate sollten es mindestens sein.

# Wir haben außer der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung keine neuen technischen Geräte angeschafft. #

Ihr habt also einen Superverkäufer getroffen, der die Naturgesetze aufheben konnte ?

freundliche Grüsse Werner

  • (12) 17.10.17 - 13:23

    Wieso Naturgesetze aufheben? Dass die Anlage Strom verbraucht ist mir schon klar. Wollte damit nur verdeutlichen dass sich sonst nix geändert hat. Kann ja sein dass jemand noch 2 Fernseher zusätzlich auf Standby laufen hat die vorher nicht da waren oder was weiß ich.

    • (13) 17.10.17 - 18:57

      Einen kleinen Unterschied gibt es schon zwischen Wohnung und Haus:
      die Heizung braucht immer etwas Strom - nicht zum heizen, sondern für die Zündflamme, die Uhr, Temperaturfühler und solche Kleinigkeiten.
      Im Jahr so ca. 80 Euro.

Hallo,

wie wird das Warmwasser zubereitet? Du schreibst, die Heizung sei noch nicht gelaufen. Dann schau doch mal auf den Stromzähler, wenn auch sonst alle elektrischen Verbraucher außer Kühlschrank ausgeschaltet sind.

Liebe Grüße Andrea

Hallo,

wir verbrauchen so ca. 3300 - 3800 kw pro Jahr für zwei Personen. Der Grossteil unserer Geräte wird bei Nichtgebrauch vom Netz genommen, kaum Geräte auf StandBy.

In einem Jahr waren die Kosten (trotz LED Lampen und A++K Geräten) geradezu explodiert. Wir haben uns dann mit einem Zwischenstecker, der den Energieverbrauch anzeigt, auf die Suche nach den Energieschleudern gemacht und waren sehr überrascht!

Energieschleuder 1 war unser Küchenradio, welcher permanent eingesteckt war, wegrn der Uhr, ebenfalls Energieschleudern waren unsere „Touch-Nachttischlampen“ die eingesteckte Küchenmaschine sowie eingesteckte Wassmaschine und Trockner. Seit wir diese Geräte vom Netz trennen, ist der Energieverbrauch extrem gesunken.

Evtl versucht ihr dies auch mal?

Beim Haus musst Du bedenken, dass Keller/Flur/Eingang/Garage nun komplett auf Euch gehen, in einem Mehrfamilienhaus dagegen wird dies auf die Parteien gerechnet.

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