Angst vor Hauskauf / Finanzen

    • (1) 08.11.17 - 10:01

      Hallo ihr lieben,

      Mich überkommt gerade die Angst. Wir sind dabei ein Haus zu kaufen. Ich bin momentan schwanger. Wir haben auch nach der Schwangerschaft ca 4000 Euro netto zu Verfügung. Jetzt ist es so, dass ca 1450 Euro Hausrate jeden Monat anfällt.
      Irgendwie mach ich mir sorgen dass die Kosten zu hoch werden. Bei diese Rate ist unser Haus aber komplett renoviert. Es werden in den nächsten Jahren also keine Größeren kosten mehr anfallen.
      Wieviel bezahlt ihr den so ab. Die Finanzierung läuft über 25 Jahre.

      • Crossposting!

        Hallo, die Angabe, was wir abzahlen und wie lange, nützt dir doch gar nichts. Kommt doch immer auf die Einnahmen und Ausgaben an, ebenso darauf, was du für einen Lebensstandard hast / haben möchtest.
        Wir haben IMMER nur auf 1 Gehalt kalkuliert und Extrasachen Kindergeld, Bonus etc. nie mit eingerechnet. Ich finde es wichtig, sich immer die Hose anzuziehen, die einem passt. Wenn du Bedenken hast, dass ihr euch eine zu große Hose anzieht, noch ist Zeit, Stopp zu sagen.
        VG

        • wir haben mit einem Auto., Versicherungen, Nebenkosten für Lebensmittel Kleidung haus usw noch ca zusätzlich 1800 euro kosten. so dass uns dann noch 700 euro übrig bleiben. ich mach mirirgendwie trotzdem Sorgen. Obwohl ich weiß dass in den nächsten jahren auch noch ein Zuschuss meiner Familie von ca 20.000 euro kommt

          • Wir denken da wohl ganz anders....ich würde NIE NIE NIE einen eventuellen, mal irgendwann geplanten, erwähnten "Zuschuss" einkalkulieren! IHR wollt doch ein Haus und IHR müsst (auch ohne eventuelle Zuschüsse) ein gutes Auskommen haben. Du hast Zweifel, da würden bei mir - in deinem Fall - die Alarmglocken angehen.
            Alles Gute!

            • Ja da hast du auch recht. Aber selbst wenn das Geld nicht kommen wuerde waere es ja eigentlich schon möglich das Haus zu finanzieren. Mein Partner sagt auch dass wir das so Stämmen können da wir momentan auch jeden Monat. Insgesamt ca 1200-1500 Euro zur Seite trotz Miete. Morgen haben wir den nächsten Banktermin und ich werde mich heute Abend nochmal hinsetzen und nochmal alle Fixkosten zusammen zu rechnen

      Hallo,
      wie sieht's denn mit der Zinsbindung aus? Wieviele Jahre habt Ihr die derzeitigen Niedrigzinsen sicher? Die Zinswende kommt, das ist klar.
      Wir haben in den alten Unterlagen unseres Hauses gefunden, daß die Erbauer in den 70ern satte 15% Zinsen gezahlt haben #schwitz - goldene Zeiten für die Banken.
      Die von Dir erwähnten 700 € "Rest" pro Monat wären mir persönlich definitiv zu wenig, vor allem über die kommenden 25 Jahre....
      Andererseits müßte man ohne den Hauskauf ja auch Mietkosten bezahlen. Solange die Rate nicht die Höhe der sonst fälligen Miete übersteigt, kann es klappen. Allerdings nicht die laufenden Kosten vergessen wie Gebäude- und Hausratversicherung, Grundsteuer, etc. pp.. Diese sollte man monatlich umlegen und auf die Ratenkosten draufrechnen, damit sich ein stimmiges Bild der monatlichen Belastung ergibt.
      Viel Glück!! #winke

      • (9) 08.11.17 - 15:54

        Wir haben ein Haus aus den 60er Jahren gekauft und die Kredite wurden kostenlos finanziert, wenn die Käufer bei der Bundeswehr waren! Krass!
        Wir haben beim Hauskauf nur mit den Gehalt meines Mannes gerechnet. Mein Gehalt, Teilzeit, ist extra Geld, aber soviel das ich damit komplett die Rate inkl Nebenkosten zahlen kann.
        So spitz hätte ich nie finanziert.

        (10) 08.11.17 - 16:07

        also die zinsbindung ist bis das haus abbezahlt ist in 25 jahren gesichert. das war uns wichtig und wir haben dann auch keine restschuld mehr.
        meine Rechnung war folgende
        4000 Euro
        -1500 Ratenzahlung
        -450 Nebenkosten für das haus
        -1500 Euro sonstige kosten wie Kleidung Versicherungen, Lebensmittel usw.

    ich finde es tatsächlich sehr viel geld - vor allem über sehr viele jahre. 25 jahre...

    gerne gebe ich dir zum vergleich, wie wir "leben":
    wir haben 4500 netto, wir zahlen 1000 euro fürs haus ab. auf 12 jahre.
    wir haben ab und zu schönheitsreparaturen, der zustand ist gut und neuwertig.

    wir leben gut, fahren gerne weg und essen auch gerne ordentlich. wir wollen nciht am alltag sparen, auch nicht an den kindern. hobbies haben wir keine , die geld kosten.

    dennoch ist das geld am ende des monats weg.

    wenn ich überlege, dass ich noch mehr auf so lange zeit abzahlen müsste, würde das bedeuten, dass ich jeden monat nachrechnen müsste.
    jeder urlaub müsste durchgerechnet werden.

    und nein, das wäre e mir nciht wert :-D

    • (14) 09.11.17 - 06:53

      >> wir zahlen 1000 euro fürs haus ab. auf 12 jahre.<<

      Selbst bei 0% Zinsen, wäre das eine Kreditsumme von grade mal 140.000€ - damit bekommt man in dem Gebiet wo ich aufgewachsen bin, mit viel Glück 70qm ETW, einfacher Standard, dann kommen allerdings erhebliche Pendelkosten on top.
      In der Region wo ich jetzt lebe bekommt man für die Summe vielleicht eine etwas grössere Garage.
      Ein Haus hier für unter 400.000€ ist völlig illusorisch, am alten Standort liegt die Schwelle bei 300.000€, bei beiden einfacher Standard. Allerdings sind an beiden Standorten auch die Mieten entsprechend hoch. Ein einfaches EFH bekommt man nicht für 1.000€/mtl finanziert... womit es dann natürlich auch schwer wird, Geld fürs Haus anzusparen.
      Gibt Regionen, da muss man sich in der Tat entscheiden, ob man gut leben oder gut wohnen möchte, wenn man "nur" ein mittleres Einkommen hat.

      • du gehst jetzt von einer nullfinanzierung aus. wäre für uns nie in frage gekommen, aus o.g. gründen. 30 jahre auf alles verzichten wg einer immobilie - nein danke.
        dann müssen eben kleinere brötchen gebacken werden.

        das gefühl, 25 jahre so einen batzen abzahlen zu müssen, würde mich nicht mehr ruhig schlafen lassen.

        aber irgendwie scheint das gerade ein trend zu sein, irre teure häuer komplett zu finanzieren.
        :-(

        • Empfinde ich auch so. Und dann reißen sich alle die Arme und Beine aus, um die viel zu hoch gewählte Rate zu stemmen. Dabei geht das Familienleben futsch, Kleinstkinder werden in Fremdbetreuung gegeben, Hort bis 17 Uhr, Stress bei allen Beteiligten - aber Hauptsache Haus, auch wenn es erst in 25 Jahren zum Eigentum wird!

      (17) 09.11.17 - 10:39

      Das ist doch Blödsinn! Es kommt auch auf die Menge Eigenkapital an plus Sondertilgungen. Wenn man nur 140.000€ aufnehmen muss, um einen super Palast zu finanzieren, klasse! Wer mit dem Betrag vollfinanziert, hat eben keinen Palast oder lebt in Hintertupfingen. Aber aufgrund der Rate auf das Haus zu schließen oder auf "seine eigene Wohngegend" ist Quatsch!

(18) 09.11.17 - 06:35

Hallo,
ich finde euer Einkommen klingt für euer Vorhaben erstmal ganz gut.
Bei uns hätte es mit diesen Zahlen nur funktioniert solange wir kinderlos waren. Jetzt mit 2 Kindern würden wir diese hohe Rate nicht mehr stemmen oder viel schwerer stemmen können.

Ich fand bei uns allerdings die Beratung durch die Bank super, wir hatten einen sehr kompetenten Berater.

Viel Erfolg wünsche ich euch.

LG Kathyb

(19) 09.11.17 - 07:18

Hi, darf ich mal fragen, was die Immobilie kostet? 1450 über 25 Jahre kommt mir sehr viel vor. Habt ihr Eigenkapital?
Wenn ihr mit dem Einkommen nicht in der Lage wart Eigenkapital zu schaffen, dann ist es dei Frage, wie ihr mit dem "engen Gürtel" für so viele Jahre klar kommt.
Für die nächsten Jahre klingt das mit der Finanzierung erstmal ok, aber habt ihr noch ein kleines Polster für ungeplante Ausgaben (Auto kaputt, Kanaldichtigkeitsprüfung oder andere schöne Dinge, die die Kommunen sich ausdenken können).
Wenn ich von der Höhe der Rate auf die Größe des Hauses rückschließe, dann kommen mir die Nebenkosten eher gering vor.
LG
ros dubh

  • Das Haus kostet 290.000 Euro. Wir werden es aber komplett renovieren (inkl. Neue Leitungen Rohre usw.)
    Eigenkapital haben wir 70.000 Euro. Möchten aber nur 50.000 davon nutzen.
    Ich hab alles an Handwerken in der Familie

    • Was zahlt ihr denn dann an Zinsen? Habt ihr die Möglichkeit zur Sondertilgung?
      Könnt ihr den Tilgungssatz ändern?
      Soweit klingt das alles erstmal machbar, grade wenn in der Familie viel Arbeit angefangen werden kann. Aber mit Kind sollte man auch flexibel sein und nicht den Zwang haben das Kind zu jung in Fremdbetreueng zu stecken, wenn es nicht passt. Rate abzahlen geht immer noch, das Kind ist nur einmal klein.

      Wir haben in unserem Vertrag die Möglichkeit pro Jahr 8500 Sondertilgung zu machen in bis zu drei Schritten und während 10 Jahren Vertragslaufzeit dreimal Tilgung zu ändern.
      Das sehr gut, besser als ne Rate an der Schmerzgrenze und man kommt gut runter von den Schulden.

      • (22) 17.11.17 - 15:41

        Sondertilgung und Tilgungswechsel war uns auch wichtig. Sollte man drauf achten und die meisten Banken bieten das kostenfrei an im Moment.

        Können bis zu 15.000€ pro Jahr Sondertilgen und haben 2 Tilgungswechsel frei.

        Wir haben uns daher für einen niedrigeren Tilgungssatz entschieden und jedes Jahr Sondertilgungen zu machen. So ist man flexibler. Setzt aber auch voraus, dass man es auch gewohnt sich mal was zur Seite zu legen, wenn man monatlich was übrig hat und nicht auf biegen und brechen immer alles auszugeben.

        Haben vor dem Kauf immer 1.800€ konsequent jeden Monat zur Seite gelegt und davon wurde nur ein jährlicher Urlaub bezahlt. Nun sind es noch 1.200€ die in die Sondertilgung fließen, solange es halt so gut läuft. Und wenn es mal schlecht läuft, haben wir eine niedrige Rate.

    Was denn jetzt?
    Erst schreibst Du

    Bei diese Rate ist unser Haus aber komplett renoviert. Es werden in den nächsten Jahren also keine Größeren kosten mehr anfallen.

    Dann wieder

    Wir werden es aber komplett renovieren (inkl. Neue Leitungen Rohre usw.)

    Heißt das, dass bei der Rate die noch bevorstehenden Renovierungskosten schon mit einbezogen sind? Wenn es so ein altes Haus ist, dass ihr alle Leitungen ( welche, was für alle ) und Rohre erneuern müsst, dann gehe mal davon aus, dass vieles dazu kommt, was man jetzt noch nicht sieht.

    Weiterhin schreibst Du von "Partner". Auch eine Ehe ist schnell geschieden, aber ist es es eben nur ein Lebensgefährte? Der kann mo0rgen weg sein. Ohne Trauschein trennt man sich vielleicht doch schneller. Was wird dann aus dem Haus?

    • (24) 17.11.17 - 15:36

      Wieso sollte man sich ohne Ehe schneller trennen?
      Habe grade eine Scheidung im Bekanntenkreis miterlebt. Die Scheidung lief einfach und schnell. Ich denke da bindet ein gemeinsamer Kaufvertrag 50:50 mehr, als eine Ehe.

Es scheint mir etwas risky. Vielleicht lieber die Rate mit 1.200 € kalkulieren, dann seid ihr auf der sicheren Seite. Aber vielleicht nochmal überlegen, ob auch wirklich nichts mehr an zusätzlichen Kosten anfällt. Ich habe hier eine Übersicht gefunden mit den anfallenden Kosten: https://ratgeber.immowelt.de/a/nebenkosten-beim-hauskauf-oder-hausbau.html. Viel Erfolg!

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