Haus komplett renovieren - wer hat Erfahrungen bzgl. Kosten?

    • (1) 30.11.17 - 14:49

      Hallo ihr Lieben,

      vielleicht kann mir die eine oder andere von euch aus eigener Erfahrung ein bisschen was zur Hausrenovierung erzählen.

      Wir haben gerade angefangen, uns nach einem Haus umzusehen, bzw. ggf. wollen wir auch neu bauen. Nun steht ein Haus in unserem Ort zum Verkauf, das aber quasi komplett renovierungsbedürftig ist. Baujahr ist 1946, es hat 150 Quadratmeter Wohnfläche.

      So wie ich das jetzt als Laie abschätze, braucht man mindestens eine neue Heizung, die Fenster müssen alle neu gemacht werden, ggf. auch eine Isolierung. Neue Böden, neues Bad/WC, neue Küche etc. Außerdem die Fassade außen. Vielleicht auch das Dach.

      Jetzt kann ich mir garnicht vorstellen, was sowas ungefähr kostet. Das Haus an sich wäre nicht teuer, ggf. könnten wir den Preis auch noch runterhandeln.
      Dann wären in unserem Budget noch ca. 200.000 Euro für die Renovierung übrig. Kommen wir damit hin? Wir brauchen jetzt keine Luxusausstattung, normaler Standard reicht uns. Wir können aber nicht viel selbst machen, ggf. Wände streichen, das war es dann auch schon.

      Ist natürlich schwer zu beurteilen, und ihr seid ja vermutlich auch alle keine Bau-Experten, aber vielleicht hat jemand von euch schon Erfahrung mit so einer kompletten Renovierung?

      • Hallo,
        uuui, Baujahr 1946, spannend. Nach dem Krieg wurde ungefähr alles verbaut, was so aussah, als ob es den Winter überstehen könnte - woraus sind denn die Wände?
        Hat das Haus einen Keller? Falls ja, verbergen sich hier oft echte Geldgräber.
        Mit Sicherheit ist die Bodenplatte von unten ja nicht isoliert - wie wollt Ihr heizen? Fußbodenheizung, nehme ich an. Welches Medium?
        200.000 sind schnell weg. wenn Ihr 200.000 zur Verfügung habt, kannst du davon schon mal 19% für die MwSt. abziehen - also habt ihr nur ca. 162.000 für die Bauleistungen.
        Beim Dach würde ich mal schauen lassen, ob der ganze Dachstuhl runter muß, oder ob es mit neuer Dämmung und Belag getan ist. Bei dem Baujahr kann es aber gut sein, daß auch hier am Material (Stärke / Querschnitte) gespart wurde.
        Elektro ist sicher auch ein Thema. Die Leitungen verlaufen vermutlich kreuz und quer, und Sicherheit war damals auch kein Thema - mußte halt schnell Wohnraum her. Im Grunde kommt auf Euch eine komplette Entkernung zu... das ist kostenmäßig schon eine Hausnummer und für 160000 € würde ich's mir gut überlegen.
        Aber wenn das Haus richtig toll ist (oft sind bei alten Häusern ja auch die Grundstücke schön groß), dann holt Euch doch mal für die großen Posten Kostenvoranschläge ein - dann könnt Ihr es abschätzen.
        #winke

        • (3) 30.11.17 - 15:57

          Die Mehrwertsteuer ist nur interessant, wenn man in Netto alles ermittelt und vergleicht. Wenn man eh alles in Brutto zusammenrechnet, dann kann man auch mit 200.000 rechnen. Allerdings sind es netto 168067,23€ und nicht 162.000 (200.000/1,19).

          Aber ich gebe dir Recht, dass große Kosten aufkommen können. Hängt auch davon ab, wann das letzte Mal etwas gemacht wurde.

          - Dämmung (da kann man mit Putz etc. 30.000 brutto rechnen)
          - evtl. noch Dachdämmung
          - Dach (dachdecken, dämmen)
          - Heizung (gab es schon eine Zentralheizung? Ölöfen? Nachtspeicher?)
          - Elektroleitungen (in den 70er wurde auch noch kreuz und quer verlegt, aber vor allem der FI-Schutzschalter fehlt meistens)

          - Es muss der Keller noch begutachtet werden, ob er evtl. feucht ist. wie ist der Keller beschaffen?

          Vieles hängt davon ab wie der Zustand ist, was man alles machen muss, was optional ist. Alles, was ihr selber machen könnt, reduziert die Kosten.

      Hallo

      Was wurde denn knottenberg der Zeit saniert?

      Ich bin in einem Haus aus dem 19. JHD aufgewachsen. Da wurde einmal groß kernsaniert in den 80ern. Auch ca 25 Jahre davor. Jetzt wurde noch mal die Heizung gemacht und das Dschungel gedämmt. Also hat sich das entwickelt.

      LG

    Hollt euch doch ersteinmal einen Bausachverständiger,
    Der Erzählt euch denn was gemacht werden muß. Ist der Keller troken usw.. Wie sind die Wasserleitungen und die Kanalsisation.
    Ansosnten kann alles von bis Kosten grade in Küche und Bad geben viele sehrviel Geld aus.

    Hallo,

    ich würde auf jeden Fall das Geld für einen Gutachter investieren, der Euch sagen kann, was dringend gemacht werden muss.
    Der kann auch die Kosten überschlagen.

    Kosten für Küchen und Bäder sind sehr variabel, je nachdem, was man gerne hätte.

    Es ist ja nicht nur das Baujahr ausschlaggebend, sondern auch, was an dem Haus zwischendurch gemacht wurde.
    Allerdings denke ich auch, dass ein Haus von 1946 ein Überraschungs-Ei ist. Damals hat man verbaut, was man kriegen konnte, und die Leitungen sind vermutlich so verlegt, dass man möglichst wenig Kabel oder Leitung brauchte. Eventuell sind da sogar noch Bleileitungen drin.
    Meine Großeltern hatten so ein Haus. Das war auf den alten Keller eines Trümmerhauses aufgesetzt, und dieser Keller war feucht und kalt. Super für Wein, blöd für alles andere...

    Was dringend renovierungsbedürftig ist, liegt auch mit im Auge des Betrachters. ;-)
    Hässliche Bäder aus den 70er Jahren können z.B. durchaus noch funktionstüchtig sein, und dann kann man sie erstmal nur etwas aufhübschen und später renovieren.
    Wir haben hier auch noch die Elektrik aus den 70ern, mit Ausnahme der Küche und des großen Bades, die wir erneuern lassen haben. Damals sagten diverse Bekannte, man müsste die komplette Elektrik im Haus neu machen lassen.
    Also, ich sage mal so, wie wohnen hier jetzt seit 10 Jahren mit allem, was man so an Elektronik heutzutage hat, und es funktioniert...

    Unser Haus ist Baujahr 1971 da war wenig dran gemacht, als wir es gekauft haben. Wir haben erstmal die Heizung, einige Fenster, manche Bodenbeläge und die Küche neu machen lassen. Die Fassade haben wir auch dämmen lassen. Das hätten wir aber eventuell erst später gemacht, wenn die nicht sowieso gruselig ausgesehen hätte, nachdem wir das Efeu abgerissen hatten. (Welcher Schwachmat lässt eigentlich an einer normal verputzten Wand Efeu ranken?! #klatsch)

    Nach und nach haben wir noch das Dach isolieren lassen (Grundsätzlich tut das alte Dach noch.) und Reparaturen an Gaube und am Kamin vornehmen lassen, den Garten hergerichtet, das große Bad renoviert, die Außentreppen renoviert, eine neue Markise gekauft (die kostet in der Größe 3000 Euro), die restlichen Fenster ausgetauscht, den Abfluss von der Kellertreppe zum Pumpensumpf machen lassen und einen zweiten Stellplatz anlegen lassen.
    Demnächst fällig sind die Terrasse, der Flur und das Gäste-WC.

    Ich finde, das ist ein Vorteil an alten Häusern. Vieles geht erstmal noch, und man muss nicht alles auf einmal bezahlen, wie bei Neubauten.

    LG

    Heike

    naja, ein Haus von 1946 wurde noch sicherlich schon renoviert und saniert.
    Wenn absolut nichts gemacht worden ist, würde ich es komplett lassen, denn mit 200.000€, wenn ich selber keine Arbeit leisten kann, bringt es euch nichts.

    Es muss energetisch sanidert werden...Fassadendämmung, Heizung, Dach, Fenster.
    Wasser-Elektroleitungen im ganze Haus....dann womöglich Kernsanierung innen komplett, sprich Bäder, Fussböden, Vergrößerung der Räume, etc.etc.

    Denkt daran, wenn dann jetzzt schon alles behindertengerecht fürs Alter zu gestalten.

    Wenn ihr selber was leisten könnt z.B. die Räume innen selber komplett den den nächsten Jahren nach und nach zu sanieren und das wichtigste Fachleuten machen lasst, dann wäre es eine Möglichkeit.

    lg
    lisa

    Hey,

    das Haus, in dem wir wohnen (1957) hatte ähnliche Größe. Im Jahr 2000 wurde es kernsaniert und ein Anbau wurde gemacht. Nun hat es 250 qm, neue Fenster, neue Heizung, neues Dach, ausgebsutes DG, Solaranlage, komplett gedämmt (jetzt Niedrigenergie), neue Elektrik & Wasserleitungen....
    Die Renovierung hat insgesamt an die 300.000€ gekostet. Neu bauen wäre nicht viel teurer geworden, dann wäre natürlich kein Altbau-Charakter vorhanden.

    Grüßle

    Das ist mega unterschiedlich..wir hatten zwei Elektro Firmen angefragt.. da gab es Unterschiede von knapp 30.000.

    Unser Maler hatte zb ein Azubi im 3.Jahr.. der hat vom Stundenlohn nur 50% uns gekostet als sein Kollege. Da auch nochmal gut gespart

    Heizung haben wir inkl wasserrohre und heizrohre neu machen lassen.. einer im Ort mit Firma nimmt zb nur 35euro/stunde wenn es im Ort ist.. alle anderen mindesten 45euro die wir angefragt haben.

    Dämmung.. rigips..Boden verlegen..Dusche etc..das haben wir alles selbst gemacht.
    Fenster waren überwiegend erst 10jahre..daher haben wir nicht alle getauscht.. aber kellertür und Haustür.

    Allein die handwerker (Heizung.. Elektro.. maler) haben ca 90.000 Euro gekostet.. die Materialien in Eigenleistung sowie die Türen inkl Einbau auch noch ne Menge.
    Aber da man Fliesen für 10-100€/m2 bekommt ist das natürlich sehr individuell wie teuer das wird.

    Terrasse/Garten machen wir erst im Frühjahr.. werden aber bei Eigenleistung auch locker 30.000 Euro

    Huhu also wir haben uns auch ein jaus gekauft und machen sehr viel selbst sich Böden Fliesen Putz usw bekomm ich teilweise umsonst oder zum Einkaufspreis. Das Haus hat 140 qm und ich kenne die meisten Handwerker auch.
    Ich kann dir wenn du magst mal die Kostenaufstellung schicken

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