Hausübertragung auf Mann - wo bleibe ich?

    • (1) 18.01.18 - 09:36
      Inaktiv

      Guten Morgen,

      vielleicht kann mir jemand mit seiner Erfahrung helfen.
      Das Elternhaus meines Mannes soll auf ihn überschrieben werden und wir bauen um. Die Eltern bleiben mit drin wohnen.
      Ich werde nich unerheblich darin investieren. Daher fragen wir uns nun, wie es am einfachsten in allen Fällen ist, damit ich auch abgesichert bin. 50% des Hauses auf mich übertragen? Ein Ehevertrag mit einer Auszahlung von Betrag X im Falle einer Scheidung? Gar nichts wegen Zugewinn-Gemeinschaft? Aber ich will ja auch abgesichert sein, wenn meinem Mann was zustößt?
      Mein Mann ist für alles offen, er ist froh, dass ich das überhaupt mitmache.

      Ich freue mich auf eure Hilfe!

      Viele Grüße

      Aus Muttersicht:
      Im Leben käme ich nicht darauf zu Lebzeiten mein Haus an den Ehepartner meines Kindes zu übertragen.

      Auch den Ehevertrag mit Auszahlung Betrag X würde ich als Berater der Eltern/des Mannes ablehnen.

      Überleg doch mal selbst.
      Du hast ein Kind, willst das Familienwohnhaus vorab deinem Kind schenken, du sicherst dir selbst ein Wohnrecht oder noch besser Nießbrauch und das lediglich angeheiratete Schwiegerkind hält nun die Hand auf.
      Im Falle einer Scheidung wird das Haus dann veräußert, die eine Hälfte ist das Kind dann ja sowieso schon los und die Eltern haben zwar das Wohnrecht, aber einen fremden Eigentümer vor der Nase.

      Du finanzierst einen nicht unerheblichen Teil durch Umbau mit, wieviel finanzierst du mit, 100.000 EUR?

      Wenn dem so ist, dann entsteht doch eine Wertsteigerung durch den Umbau und dieser wird im Rahmen des Zugewinnausgleichs im Falle einer Scheidung definitiv mit ausgeglichen, da das Haus zum Zeitpunkt der Schenkung ohne Umbau ja weniger wert war.

      • (5) 18.01.18 - 15:17

        Das Überschreiben würde ja auch mein Mann machen und nicht die Eltern. Aber die wissen davon und haben keine Einwände.
        Aber du hast schon Recht. Das war auch damals einfach die erste Idee, aber mittlerweile komm ich da auch immer mehr weg davon.
        Es ist schwierig eine gute Lösung für alle zu finden!
        Nicht nur wegen Scheidung. Auch im Sterbefall!
        Veräußern können wir - oder ich - es übrigens nicht mitsamt Schwiegereltern, das ist vertraglich abgesichert und ja auch richtig so.

        Ja so hab ich es mir auch gedacht. Mit dem Zugewinn.
        Aber ich hoffe du verstehst, dass man sich schwer Gedanken macht. Ich hab viele Jahre gespart und steck das jetzt alles in das Haus. Übrigens weitaus weniger als mein Mann selbst. Aber klar, für die Abzahlung des Kredites in Zukunft bringt er mehr ein als Vollverdiener. Und natürlich der jetzige Hauswert

        Ich werde darüber nachdenken, danke

        • Beim Todesfall deines Mannes erbst du neben seinen Kindern, leben seine Eltern noch, erben diese nichts.
          Sind keine Kinder da, aber leben die Eltern noch, so erbst du neben den Eltern.

          In jedem Fall erbst du also anteilig auch was vom Haus.

    Lass Dir doch eine Grundschuld eintragen in Höhe Deiner Investitionen. Dann hätte Dein Mann im Falle einer Scheidung die Möglichkeit, dich auszuzahlen und sein! Elternhaus trotzdem zu behalten.

    Viele Grüße

(11) 19.01.18 - 06:50

Wir haben ein sehr großes Haus und unsere Tochter und ihr Mann haben einen Teil übernommen.
Den Umbau haben wir bezahlt.
Sie zahlen jetzt eine kleine Miete und die Nebenkosten.
Diese Tochter übernimmt später mal diese Haushälfte, sowie die anderen 2 Töchter auch gut versorgt sind.

Solange wir aber noch rüstig sind und noch auf zwei Beinen stehen überschreiben wir nichts an die Kinder.

Wir habe keine Lust das wenn wir das Haus den Kindern überschreiben,im Todesfalle meiner Tochter eine neue Frau einzieht.

Zudem wissen wir nicht was wir mal für Schwiegersöhne bekommen oder wie sich der vorhandene Schwiegersohn mal entpuppt.
Am Ende überschreiben unsere Kinder die Häuser ihren Männern und später wird sich dann getrennt und Tochter kann denn Mann nicht auszahlen oder das Haus ist dann total verschuldet und wird uns untern Allerwertesten weggepfändet.

Sollten wir mal in ein Altenheim müssen können sie uns die Häuser abkaufen, wenn nicht erben Sie sie.

  • (12) 19.01.18 - 10:23

    Abkaufen oder Erben ist halt immer so eine Sache... Ganz ehrlich, im Erbfall läuft es in die Erbmasse und man muss genau anteilig die Geschwister auszahlen, wenn man es haben möchte. Von Umbauarbeiten etc. ganz zu schweigen. Da kommt man besser weg, neu zu bauen oder kaufen und das Elternhaus zu verkaufen

Mir wäre das aus jeder Perspektive zu riskant.
Deine Schwiegereltern hätten im Fall einer Trennung oder des Todes deines Mannes die Schwiegertochter, gegebenenfalls mit neuem Partner im Haus.
Du hättest, falls alles doch nicht richtig funktioniert mit den Schwiegereltern, dein Vermögen in ein Haus investiert, in dem du dann nicht bleiben willst. Und verkaufen könnte man es mit den Schwiegereltern auch kaum.
Eltern und Schwiegereltern und andersherum Kinder und Schwiegerkinder können noch so nett sein, aber das Risiko wäre mir zu groß...
Warum wollt ihr das denn machen?

  • (14) 20.01.18 - 17:48

    Ja das stimmt, aber ich könnte es immer noch vermieten.

    Für meinen Mann war immer klar, das Haus zu übernehmen. Er kann sich nicht vorstellen, wo anders zu wohnen. Bzw.jetzt wohnen wir auch wo anders in Miete, aber auf Dauer möchte er das nicht.
    Natürlich soll das Haus auch in Familienbesitz bleiben.

Meine Eltern haben auch Eigentum und je nach dem wer zuerst stirbt, bekommt der andere Ehepartner dies. Sterben beide, erbt einer von uns 3 Kindern dies. Aber da meine älteste Schwester schon verheiratet ist und mit ihrem Mann bei anderen Verwandten zur Miete wohnt, will sie das nicht und mein Bruder hat auch gesagt, er will das nicht.
Aber dass ist auch nicht mehr unser Elternhaus, was sie vor 10 Jahren gekauft haben. Weil wir uns wenn wir dort zu Besuch sind, so gar nicht wohl fühlen. Aber wie gesagt: Andere Geschichte.
Unser eigentliches Elternhaus wurde früher immer an den ältesten Sohn überschrieben (vererbt) und es war fast 100 Jahre im Familienbesitz, So war das auch ursprünglich geplant, dass einer von uns dies bekommt. Leider waren meine Eltern zu verschuldet um ein großes Bauernhaus zu sanieren, da es ein Faß ohne Boden war.

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