Gestank

    • (1) 09.02.18 - 07:20
      Inaktiv

      Hallo,

      Mein Mann und ich wohnen in einer Mietwohnung. Unter uns wohnt noch ein Rentner.

      Dieser Rentner ist ein wirklicher Kettenraucher. Er raucht in seiner Wohnung ( sein gutes Recht ) lüftet aber nie seine Wohnung. Wirklich nie. Wenn er mal frische Luft haben möchte, macht er einfach seine Wohnungstür auf. Der ganze Rauch zieht in den Hausflur und somit auch in unsere Wohnung.

      Wir haben ein Fenster in unserem Treppenhaus. Dieses kippen wir nach Bedarf, damit wir wenigstens etwas frische Luft im Treppenhaus haben. Leider macht der Rentner das Fenster immer und immer wieder zu.

      Auch hortet er Gemüse und Obst vor seiner Wohnungstüre. Dieses verschimmelt und es entsteht ein unangenehmer Geruch. Er kocht regelmässig und lüftet seine Wohnung wie oben beschrieben.

      In meiner Wohnung stinkt es wirklich. Diese Geruchsbelästigung ist nicht mehr tragbar für mich. Zumal ich im 7 Monat schwanger bin und mir das einatmen dieses Zigarettenrauches nicht gut tut.

      Das Gespräch dass unser Vermieter mit ihm geführt hat fruchtete nicht. Auch als wir mit Ihm gesprochen haben tratt keine Besserung ein.

      Nun meine Frage: was können wir den noch tun ? Bzw was kann der Vermieter Unternehmen?

      • Hallo,

        ich kenne mich jetzt nicht so gut aus, aber erkundige dich mal beim Mieterschutzbund wg. Mietminderung.
        Wenn schon das Gespräch mit dem Vermieter nichts gebracht hat, bleibt entweder nur das, damit der Vermieter härtere Geschütze auffährt, oder ihr müsst überlegen, ob ihr weiterhin dort wohnen wollt.

        Auch sollte sich der Vermieter mal überlegen, was seiner Wohnung angetan wird, wenn nie richtig gelüftet wird (u.a. Schimmelbildung).
        Ich hab noch nie verstehen können, warum einige Leute (hat man ja schon öfter gelesen), nicht die Fenster aufmachen, sondern die Haustür in den Flur #kratz

        LG
        sonntagskind

        • (3) 09.02.18 - 08:29

          Im mieterschutzbund sind wir zum Glück.

          Ach Mensch das belastet mich so sehr. Habe mich gefreut, da wir auch nicht umziehen müssen. Bekommen ja Nachwuchs. Wohnungen sind bei uns Mangelware und kaum bezahlbar.

          Ich werde am Montag gleich einen Termin beim mieterschutzbund machen.

          Ich weiss dass unser Vermieter sich für uns einsetzt. Verstehe aber auch dass ihn in gewisserweisse die Hände gebunden sind. Der Herr wohnt seit 40 Jahren in dem Haus. Unser Nachbar tat mir immer leid. Weil er ja auch älter ist. Ich kaufte für ihn ein und half ihn ab und zu mit lebensmittel aus. Da er zu gebrichtlich ist um einkaufen zu gehen. Dachte ich zumindest.Seine söhne kümmern sich ja kaum. Bis ich beobachten konnte dass er gar nicht so gebrechlich ist. Sondern fleissig voll gepackt mit alkohol. Und er konnte wirklich sehr gut laufen.

          • (4) 09.02.18 - 08:30

            Ach und der Vermieter weiss was auf ihn zu kommt sollte mal der Nachbar nicht mehr dort wohnen. Ich war auch schonmal drin. Es wurde sicherlich schon 10 Jahre nicht mehr geputzt. Wirklich.

    dass er immer wieder seine Tür aufmacht, ist schwer zu unterbinden.
    Jedoch hat der Vermieter das Recht, private Gegenstände auf dem allgemeinen Hausflur zu verbieten. - -DIe Urteilte hierzu gehen zwar meistens um Schuhe, - aber Obst+Gemüse, das verschimmelt ist ja noch schlimmer...

    Nach Fristsetzung und Androhung der Entfernung darf ein Vermieter widerrechtliche Gegenstände auf dem Hausflur ENTFERNEN. Es gibt Urteile hierzu. heisst: die Sachen vom Mieter regelmässig entfernen und wo anders abstellen/lagern/bei verschimmeltem Zeug darf er das bestimmt auch wegwerfen.

    Da hilft wohl nur dem Vermieter Mietminderung anzukündigen, wenn er das Gestank nicht abstellen kann bei dem anderen Mieter. VOR der Türe hat kein Biomüll zu liegen, nichts anderes ist das ja wohl. Das würde ich ihm wohl ziemlich unverblümt schon mal selber sagen. Wahrscheinlich würde ich ihm auch ziemlich direkt sagen, dass das Fenster verdammt nochmal offenbleibt, weil man seine Gerüche nicht anders ertragen kann. Ich bin da für Direktheit, wenn sich jemand so garnicht anpassen kann. Immerhin wohnt ihr ja zusammen.
    Wieviel Mietminderung zulässig ist, sagt Dir der Mieterbund.
    Ich hatte erst bis vor kurzem das Glück mit Nachbarn, die beide in der Bude rauchten, Katzen drin hielten, das Katzenstreu offenbar in der Wohnung aufbewahrten. Wenn wir im Garten saßen und die machten das Fenster auf, traf einen draußen fast der Schlag. Wenn sie die Wohnungstür öffneten, hätte ich speien können. Keine Ahnung, was die dort alles gehortet hatten. Hinweise von uns Mietparteien waren umsonst. Vermieter angemailt, nachdrücklich darauf hingewiesen und auch gleich Mietminderung versprochen. Seltsamerweise wurde es sofort besser #cool - dann zerstritten sie sich und zogen aus.
    Die Ankündigung von Mietminderung zieht meistens. LG Moni

    • Der Vermieter kann doch nichts dafür wenn einer seiner Mieter stinkt....
      Er hat doch schon das Gespräch gesucht....
      Vermieter haben gefühlt überhaupt keine Rechte mehr, als privater Vermieter ist so was schon was existensgefährdend. Den Stinker bekommt er auf Grunde des Mieterschutzes kaum bis garnicht raus, man darf und kann ihm das Stinken nicht verbieten und dann kommen noch andere Mieter und kürzen mal eben die Miete....anstatt mal mit dem Nachbarn tacheles zu reden.
      Da würde ich auch nicht mehr vermieten... und die Leute beschweren sich dann über Wohnungsnot und hohen Mieten....!
      Ich finde es ja auch nicht toll wenn jemand meinen Flur voll stinkt, aber warum muss immer der Vermieter der Leidtragende sein, der nur bedingt was für diese Situation kann?

      • Gegen das verrottende Gemüse vor der Tür kann der Vermieter sehr wohl vorgehen, gegen die Raucherei leider wohl nicht, wenn er es nicht im Mietvertrag stehen hat.
        Tacheles reden habe ich ja durchaus zusätzlich empfohlen.
        Wenn ich Vermieter bin, kann ich nun mal auch nicht immer sagen, regelt das unter euch.
        In unseren Häusern schreitet die Vermietergesellschaft schon ein - immerhin musste die eine oder andere Wohnung nach der Flucht von Mietnomaden schon von Männern in weißen Schutzanzügen geräumt und gereinigt werden.
        Da lieber früher tätig werden.
        LG Moni

        (11) 10.02.18 - 20:56

        Wir haben schon das Gespräch mit diesem Nachbar gesucht. Bitte richtig lesen.Hier ist der Vermieter garantiert nicht der Leidtragende. Es muss doch auch in seinem Interesse sein, dass in dieser Wohung gelüftet wird.

        Als schwangere genieße ich einen gewissen Schutz und habe eigentlich keine Lust Zigarettenqualm einzuatmen. Verbieten kann ich ihn das stinken nicht, aber genau so wenig kann er denken er dürfte lüften wie es ihm passt.

        Dieses Kommentar von da kommen dann Mieter und kürzen die Mieten einfach mal so. Erstens hat das nichts mit meinem Fall zu tun, da ich noch gar nicht an mitminderung gedacht habe und zweitens ist das schon sehr verallgemeinert. Man kann nicht einfach mal die Miete kürzen!

        • Die Miete zu kürzen, war aber das ein oder andere Mal der Vorschlag. Habe ja auch nicht Dir geantwortet, sondern der frühchennomi. Natürlich ist der Vermieter oft der Leidtragende, v.a wenn man privat vermietet. Der eine stinkt die Wohnung zu, ohne dass er was machen kann, Komplettsanierung vorprogrammiert, und die anderen wollen einfach die Miete kürzen weil der andere stinkt. Wenn Dein Kind auf der Welt ist, fängt wahrscheinlich ein weiterer Nachbar an die Meite zu kürzen weil Dein Kind Lärm macht. Der Vermieter kann nur gegen das gammelnde Obst im Hausflur was machen, das andere geht (leider) Dich nichts an und auch der Vermieter kann dem das Stinken nicht verbieten. Als schwangere genießt Du besonderen Schutz am Arbeitsplatz, ein Nachbar muss sicher nicht sein Leben ändern weil Du schwanger bist. Auch wenn es (im übrigen auch für Nichtschwangere) eklig.Sollen jetzt alle Autos ein Umweg um Dein Haus machen, weil die Abgase gefährlich für Dich und das ungeborene sein könnten?

          • (13) 11.02.18 - 11:22

            Ein Mieter kann nicht einfach so die Miete kürzen! Und mein Nachbar kann erst recht nicht die Miete kürzen wenn das Kind Lärm macht. Ein Kind ist keine Lärmbelästigung.

            Thema hat sich erledigt. Es wurde nochmal mit beiden Parteien (Vermieter und Nachbar) gesprochen.

            Danke euch.

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