In die Nähe eines sozialen Brennpunktes ziehen mit Kleinkindern?

    • (1) 05.03.18 - 20:08

      Hallo,
      wir überlegen gerade, ein Haus in einer Neubausiedlung zu mieten, die aus lauter Reihenhäusern und Doppelhäusern besteht und mit Grünanlagen durchzogen ist. Es ist auch ein Spielplatz am südlichen Zipfel der Siedlung geplant. Alle Häuser werden vermietet. Ich habe im Foto die Siedlung blau umkreist. Die Straße, die man laufen müsste, um zur Bahnhaltestelle zu gelangen ist blau eingezeichnet.
      Problematisch ist, dass ich heute erfahren habe, dass unmittelbar angrenzend ein soziales Problemviertel (rot eingezeichnet) liegt mit insgesamt ca 5000 Einwohnern, die meisten Hartz 4 Empfänger. Laut einer Reportage, die ich im www gefunden habe, kommt die Polizei auch regelmäßig zum Einsatz.
      Die Mieten in neuen Viertel sind im oberen Preissegment.
      Jetzt sind wir ohne um die Nachbarschaft zu wissen gestern im neuen Viertel spazieren gegangen und es war trotz Baustelle und enger Bebauung wirklich idyllisch. Aber seit ich das erfahren habe, weiß ich nicht so richtig. Ansonsten würde alles passen. Hausgröße, Terrasse, Grünflächen zum Spielen für die Kinder, innerhalb der Siedlung verkehrsberuhigt, nahe an den Großeltern usw..
      Wäre das für euch ein Gegenargument?

      • Hallo,

        als bei uns um die Ecke ein neues Viertel aus dem Boden gestampft wurde, hat mich mal eine junge Frau, die überlegte, dort hinzu ziehen, nach verschiedenen Dingen gefragt, die die Umgebung betraf. Sie war sehr nett und ich fand das überhaupt nicht komisch oder so.

        Mach das doch auch so! Geht nochmal dort spazieren und fragt ein paar Leute, wie die es empfinden.

        Bei den Kindern und dem Schulthema später, ollte man wirklich genauer schauen, wie das mit der Siedlung ist. Wenn dort viele Migranten leben und eben nicht so toll integriert sind, kann sich das nachteilig auf das Lern-Niveau auswirken.

        Wir haben Verwandtschaft, die auch quasi Nachbarn eines solchen Viertels sind. Sie haben ihre Töchter auf eine Privatschule geschickt, u. a. aus diesen Gründen.

        Gruß,

        mare88

        • Hallo, ja ca 1/4 des sozialen Brennpunktes ist im Einzugsgebiet der Grundschule. Jedoch ist deren Einzugsgebiet wirklich groß und dieser Teil macht max. 10% aus. Von daher denke ich nicht, dass das Lernniveau stark leidet. Ja ich werde fragen .. danke für die Idee.

      Ich habe mal in einer Gegend gewohnt, wo auch so ein sozialer Brennpunkt an ein Viertel mit Einfamilienhäusern gegrenzt ist. Auf der einen Seite die gepflegten Gärten, auf der anderen Seite die leeren Flaschen auf der Straße (man könnte fast sagen: sowohl was das Bier als auch die Leute betrifft...) Gemerkt hat man davon hüben wie drüben nix. Beide Seiten sind quasi unter sich geblieben.

      LG

    • Bei uns wurde vor ein paar Jahren ein Reichenviertel gebaut. Also da sind nur wirklich nur Millionäre. Weißt du wieviel mal da die Polizei Nachts vorfährt? Auch wird gemunkelt das Sie mehr Drogen schlucken als ein ganzes Ghetto zusammen.Manche vom benehmen her ganz zu schweigen.Diese Leute kennen keine Verkehrsregeln und wenn du nicht schnell genug von der Strasse springst hast du pech.Wir sind früher an der Siedlung vorbei gefahren weil es eine Abkürzung zur Stadt ist, das machen wir schon lange nicht mehr.Zweimal auf dem Feld landen reichte uns.

      Wir wohnen zwischen einem Dorf und einer Stadt in beiden sind sogenannte Hartz 4 Viertel. In den Dorf wohnen da ein paar 100 Menschen, viele Neudeutsche und und auch ALG2 Empfänger die nichts auf die Reihe bringen.
      Dort geht keiner im Dunkeln lang.Auch Einbrüche, Randale Brandstiftungen sind da an der Tagesordnung das zieht bis ins Dorf rein.

      In der Stadt wohnen in den sogenannten Hartz4 Viertel mehrere Tausend Menschen, in vielen Hochhäuser. Davon viele ALG 2 Empfänger, Rentner, auch Neudeutsche und Leute die sich keine teure Miete leisten können.
      Dort kann man getrost Nachts auf die Strasse gehen und wenn man mal da durchgeht sieht man viele nette Menschen (ein Einkaufsmarkt ist da in der Nähe)
      Klar gibt es da auch schwarze Schafe und Polizeieinsätze sind da auch oft.

      Aber man sollte nicht gleich alle über eine Kamm scheren und die Armen Abstempeln.

      Höre nicht auf die Medien, mache dir dein eigenes Bild.Gehe am Tag und mal gegen Abend da spazieren oder fahr öfters mit dem Auto da lang. Ist es dir zu gruselig lass es mit dem Haus.Wenn nicht schlag zu.

      Bedenke auch wenn du in eine einsame Hütte ziehst kann es passieren das du in ein paar Jahren viele Nachbarn hast.Diese kannst du dir dann nicht aussuchen.;-)

      Wir haben in solch einem Gebiet gewohnt und würden es niemals wieder machen, schon im Kiga und der Grundschule haben wir das sehr stark gemerkt, da mein Sohn einige Probleme hat kam für ihn nur eine Hauptschule in Frage und das was Horror da die meisten Kinder aus sozialen Brennpunkten auch dort landen, deshalb sind wir weggezogen und haben uns diesmal sehr genau umgehört was die Leute über ihre Nachbarn zu berichten hatten. Jetzt wohnen wir in einem besseren Viertel und fühlen uns hier wesentlich wohler und sicherer wie früher.

      LG
      Visilo

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