Zu Schwigermutter ins Haus ziehen: Objektive Meinungen

    • (1) 30.03.18 - 09:02

      Hallo ihr Lieben!

      Wie der Titel schon verrät benötige ich (23) dringend objektive Meinungen und freue mich auch über Erfahrungen.

      Ganz kurz: Meine Schwiegermutter hat 3 Kinder: der Älteste ist mein Partner (27), wir haben ein Kind zusammen und leben aktuell 20km entfernt, der Mittlere zieht demnächst mit seiner Freundin zusammen und der Jüngste ist 11.
      Aufgrund des Auszugs des Mittleren fragte nun die SchwieMu an, ob wir zu ihr ins Haus, und zwar in die obere Etage, ziehen wollen. Nach anfänglicher Vorfreude meinerseits, muss ich gestehen, dass mich immer mehr Zweifel überkommen. Wir verstehen uns untereinander sehr gut aber man weiß ja wie das ist, wenn man einmal zusammen wohnt.....

      Pro:
      Unser Sohn (20 Monate) hätte einen super Garten und würde im Gegensatz zu jetzt in einer schönen Siedlung aufwachsen mit angrenzendem Stadtpark. Auch die Oma wäre sofort abrufbar.
      Finanziell gesehen, hätten wir eine viel geringere Miete und könnten mehr Geld auf die Seite schaffen für einen späteren Hausbau. So wie es aussieht bekomme ich ab Sommer kein BAföG mehr.

      Zweifel:
      Da ich noch studiere, bin ich auf den Zug angewiesen, leider würden wir dann 2,1km vom Bahnhof entfernt wohnen, und leider verfügt die Stadt über eine schlechte Busverbindung. Auch mein Partner hätte einen wesentlich längeren Arbeitsweg.
      Hinsichtlich der Wohnung würden wir uns auch verkleinern (3 Raum). Aktuell leben wir in einer großen 4 Raum Wohnung, unser Sohn bekäme im Haus dann ein Mini-Kinderzimmer mit Anbindung zum Dachboden, der eine max. Höhe von 1,60 hat - nicht ordentlich gedämmt, müsste also auch ausgebaut/saniert werden.
      Weiterhin ist das Haus - meinem Empfinden nach- kein Mehrfamilienhaus, sondern ein Einfamilienhaus. Es gibt keine abszuschließende Wohnungstür. Oben wird nur getrennt durch eine Glas-Falttür. Eine klare Abtrennung ist einfach nicht vorhanden.

      Mein Problem letztlich ist dieses: Unser Wunsch ist es irgendwann unser eigenes Haus zu haben, also für immer will ich nicht mit meiner SchwieMu zusammen leben. Ich sehe nur leider nicht ein, so viel Geld (Dachboden, Sanierung der oberen Wohnung) dort hineinzustecken, wenn wir letztlich eh irgendwann wieder ausziehen. Ich schätze mal das meine SchwieMu aus dem Haus nicht ausziehen würde.

      Mein Partner zweifelt ebenfalls an dieser Idee und ist auch noch nicht zu einem Entschluss gekommen.

      Mich würden nun einmal Erfahrungen eurerseits interessieren als auch objektive Meinungen, denn manchmal vergisst man in seinen Überlegungen wichtige Punkte.

      Liebe Grüße
      Vi

      • (2) 30.03.18 - 09:14

        Klingt nach keinem guten Plan. Ich würde es lassen.

        Ihr seit länger am Tag aus dem Haus, habt weniger Platz und weniger Privatsphäre.
        Dafür einen Babysitter und mehr Geld.
        Wie hoch ist die mietdifferenz?
        Lohnt es sich wirklich?
        Ihr müsst ja nun auch mehr Benzin und eventuell Fahrkarte zum Bahnhof einplanen.

        Ich würde es lassen.
        Schön allein wegen der räumlichen Situation hinsichtlich Privatsphäre und Platz.
        Und Schwiegereltern oder Eltern immer um sich rum können für alle echt anstrengend werden

        • Aktuell zahlen wir ca. 700€ exklusive Strom, DSL etc. Dort würden wir wahrscheinlich 50% weniger zahlen. Fahrkarte müsste ich nicht einplanen, ich verfüge glücklicherweise über ein Semesterticket. Letztlich müsste ich damit leben, dass ich jeden Tag die Strecke laufen müsste, denn der Bus fährt einmal in der Stunde und das zu einer so dummen Zeit, dass ich stets 50min am Bahnhof warten müsste.

          Ich habe eben auch die Befürchtung, dass wir ständig aneinander geraten könnten und dann nochmal umziehen ist einfach nicht drin.

      Aus meinem Erfahrungsschatz heraus würde ich weder mit seinen noch mit meinen Eltern zusammenziehen :-). Ich bin doch nicht lebensmüde.

      • #rofl
        Ich hab jetzt auch schon so viele andere Threads zu diesem Thema durchgelesen, und die große Mehrheit rät davon ab. Entweder endete das in einem Familienkleinkrieg oder die Beziehung zum Partner ging in die Brüche oder oder oder..... Alles, was ich eigentlich nicht will. Für unseren Sohn wäre es oberflächlich betrachtet eine Verbesserung, aber in einer zerrütteten Familie aufzuwachsen ist bestimmt auch nicht so dolle.
        Mein Partner ist eben diesem Haus aufgewachsen, damals wurde eben auch die Konstellation gelebt: unten die Großeltern, oben seine Eltern und sein Bruder. Ich bin in einer Wohnung groß geworden mit einem gesunden Abstand zu den Großeltern, deswegen fällt es mir auch besonders schwer, sich so ein Leben vorstellen zu können.

    Ich würde es auch lassen. Ihr müsstet zuviel reinstecken, von soaren kann also keine Rede sein. Den Weg zum Bahnhof kann man locker zu Fuß oder mit dem Rad bewerkstelligen, das würde ich außer Acht lassen.
    Die fehlende Privatsphäre und das massive Aufeinanderhocken Wand an Wand würde mich immens stören. So gerne ich Eltern und SE mag - ich möchte nichtmal in einer Straße mit ihnen wohnen. Ein paar km Abstand sind Gold wert. VG

    Hallo,

    ich kann dir von der Erfahrung meiner Freundin Vera berichten, bei der es ähnliche Überlegungen gab wie bei dir. Da sich alle sehr gut verstanden, sah sie kein Problem, in das Haus der Schwiegereltern zu ziehen. Es waren zwei getrennte Wohnungen; die SE zogen in den 1. Stock und Vera und ihr Mann ins EG, das sie auf ihre Kosten renovierten. Nach vier Jahren des Zusammenlebens waren alle heillos zerstritten.
    Der Hauptgrund: Die SE sahen sich durch das Zusammenziehen nicht als zwei Familien, sondern als eine Einheit. Das bedeutete z.B.: Luden Vera und ihr Mann Freunde ein, beispielsweise zum grillen oder nur zum chillen im Garten, setzte sich automatisch die Schwiegermutter mit dazu. Oder: Kam der Mann von Vera nach der Arbeit heim, war nach fünf Minuten die SM unten und wollte wissen, wie es ihrem Bubi so geht. Dabei ließ sie so Spitzen los: "Wie? Du hast noch nicht gekocht? Der Bub hat doch Hunger...". Da gäbe es noch viele, viele Beispiele. Der SV wies oft seine Frau in die Grenzen, leider vergeblich. Aussprachen und Bitten hatten nix gebracht. Das Ende vom Lied war, dass die Ehe kurz vor dem Aus stand.
    Vera und ihr Mann sind dann in das 15 km entfernte Kreisstädtchen gezogen. Es hat lange gebraucht, bis das Verhältnis zu den SE einigermaßen wieder normal war. Die SM kann bis heute übrigens nicht verstehen, was sie falsch gemacht hat, denn schließlich "sind wir eine Familie, da macht man alles zusammen!"

    Überlegt auch den Schritt des Zusammenziehens sehr, sehr, sehr gut!!

    LG
    Linda

    Ich würde es nicht machen. 20km ist doch keine Entfernung. Wenn ihr Hilfe von der SchwiMu benötigt, ist sie doch schnell da. Bzw ihr besucht sie am WE, dann kommt euer Kind auch in den Genuss des Gartens.

    Zwei Kriterien würden mich ablehnen lassen. Keine Tür, die ich zumachen und abschließen kann und man muss noch viel Geld investieren. Das könnt ihr euch fürs eigene Haus sparen. Den Garten kann Dein Kind auch besuchsweise nutzen. Ich komme mit meiner Tochterfamilie wirklich prima aus, aber in einem Haus mit ihnen wohnen möchte ich, glaube ich, auch nicht. Ein bisschen Abstand ist "freundschaftsförderlicher" ;-) LG Moni

    (12) 31.03.18 - 10:23

    Ich würde es bleiben lassen. Mit einer der Hauptgründe wäre für mich die Verkleinerung. Ihr habt jetzt 4 Zimmer und seit auf diese Größe eingerichtet. Wenn ihr umzieht, was von euren Möbeln passt dann noch? Da kommen dann zu einer Renovierung schnell noch kosten für ne Couch, weil das neue Wohnzimmer ganz anders geschnitten ist. Oder der Schlafzimmerschrank lässt sich nicht mehr aufstellen, etc. Das sind oft kosten die man vergisst zu kalkulieren. Wenn Du noch studierst, dann hast Du dochjetzt die Möglichkeit Dich zum lernen zurück zu ziehen. Geht das bei 3 Zimmer auch noch?

    Was noch dazu kommt, es zieht ein Kind aus und jetzt soll das andere KIND zurückkehren. Hat deine SM verstanden, dass Dein Lebensgefährte nicht mehr ihr kleiner Hosenscheiser/Bubi ist?

    Dein LG zweifelt, Du zweifelst, dann lasst es. Mal angenommen ihr spart wirklich 350€ im Monat, dann sind das im Jahr 4.200€. Wieviel kostet euch das renovieren? Wieviel kosten evtl. Neue Möbel? Wieviel Mehrkosten habt ihr für die Fahrt in die Arbeit und zur Uni?

    Beispiel: Renovierung inkl. Dämmung ca. 15.000 €. Neue Möbel 3.000€. Macht 18.000 €. Somit müsst ihr rund 4,5 Jahre dort wohnen um auf 0€ zu sein. Wollt ihr evtl. Ein 2 Kind? Wie sieht es da dann mit dem Platz aus?

    Und was hier schon oft geschrieben wurde, ein bisschen (mal mehr mal weniger) Abstand zur restlichen Familie fördert die Freundschaft. Bei mir sinds nur 300 Meter bis zum SV. Aber ich möchte keinen Meter missen.

    (13) 31.03.18 - 11:16

    Nimm mal bei den Überlegungen diesen Satz raus:""""Auch die Oma wäre sofort abrufbar."""

    Omas können vorher viel versprechen, oder auch krank werden.Verlass dich lieber nicht darauf , freue dich aber wenn Sie im nachhinein immer da ist.

    Die 2.1 km finde ich jetzt nicht als schlimm, mein Schulweg und auch Arbeitsweg war knapp 3 und über 3 km , es führ kein Bus, Auto hatte ich dann erstmal auch nicht , Also mit Rad oder zu Fuß kommt man auch überall an.Rad kann man am Bahnhof anschließen bis man wieder nach Hause kommt.

    Jetzt noch meine Meinung, ich würde es nicht machen.
    Der Grund für mich ist :
    -Der wenige Platz

    -Das 11 Jährige Kind! Ich hätte bedenken das das 11 Jährige sich von dem Kleinen Kind gestört fühlt(bis jetzt wart ihr ja nur mal "kurz" da). Kleine Kinder sind nun mal laut und später in 3-5 Jahren wenn dein Kind in die Schule kommt ist dann vielleicht Party und laute Musik bei dem Teenie angesagt.So das dein Kind nicht zur Ruhe kommt.

    -Schwiegermutter! Für mich hört sich das so an als will sie euch als Ersatzkinder (Glucke braucht neue Kücken) ist jetzt nicht böse gemeint:-)
    Ich könnte mir da bei euren späteren Auszug Probleme vorstellen.
    Denn dann ist sie vielleicht ganz allein im "großen" Haus.

    Wie gesagt es wären meine Gründe die mich stören würden.Ein anderer sieht das ganz anders.

    Niemals würde ich das machen! Das allergrößte ausschlusskriterium wäre hier für mich die nicht vorhandene abschließbare Wohnungstür.

    Da wäre mir die die Siedlung und der Garten völlig egal.

    Die Pros hören sich schon sehr gut an, es gibt nichts besser für ein Kind als ein eigener Garten...Vorallem die Oma ist immer da und kann mit dem kleinem raus wenn du mal lernen musst oder so...das andere müsste man sich wirklich richtig durch den Kopf gehen lassen und alles ausrechnen.

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