Wohnungskauf-Überforderung

    • (1) 19.05.18 - 00:47
      Inaktiv

      Hallo liebes Forum,

      Ich bin sehr aufgeregt hier zu schreiben. Ich kann die Frage gerade nicht gut kurz formulieren, desswegen wird es leider etwas länger.

      Ich bin unter 30 und habe keine Kontakt zu meiner Mutter gehabt, aus Selbstschutzgründen. Nächstes Jahr wollte ich den "Scheidungs"prozess angehen, mir und ihr zu liebe.
      Ich habe eine PTSD Diagnose aufgrund von komplexen Gewalterfahrungen in der Kindheit durch sie.
      Ich bin okay mit ihr, ich weiß das es bei ihr Krankheitlich bedingt war.

      Nun ins Jahr 2018. Meine Mutter ist letztes Jahr verstorben, leider sehr Jung (Ich hatte immer die Hoffnung, dass sie nochmal ein Leben nach der arbeit anfängt) und ich habe davon recht spät erfahren.

      Ich ging davon aus niemals Geld zu haben, meine Mutter hat sich geweigert mir Abitur und Studium mitzufinanzieren, das Bafögamt hat sie zwar verklagt aber das dauerte Jahrelang, ich habe also Abi+Studium zum großen Teil mit wenig Geld auskommen müssen.

      Es ging langsam bergauf, die Selbstständigkeit brachte genug ein und jetzt bekomme ich gerade das erste mal seit 8 Jahren genug Geld zum wirklich auskommen, echt schräg.

      Die Kanzlei die dank Beratungsschein die Berechnung des Erbes macht rief mich nun vor einigen wochen an: das Erbe ist nicht überschuldet - ich kanns kaum fassen. Qquasi alles was meine Mutter dem Amt und mir erzählte war gelogen bzgl ihrer finanziellen Situation und nach aktuellem Stand werde ich ca 200.000€ durch den Verkauf zweier Wohnungen erben (das wird noch dauern, der Erbscheinprozess zieht sich hin, ihr Lebenspartner hat die Wohnung völlig zerstört, die musste ich erstmal entrümpeln und vom Gesundheitsamt freigeben lassen... es war ein anstregendes halbes Jahr.).

      Nun wohne ich ja in einer anderen Stadt, einer dieser Städte inder die Mieten expoldieren. Ich habe vor 2 Jahren eine schlechte Beziehung verlassen, natürlich keine Chance auf dem Wohnmarkt, eine Freundin gab mir ihre Wohnung zur Untermiete.

      Aufgrund von ihrer eigenen Situation muss ich hier aber bald raus, seit 5 Monaten hab ich mich erfolglos auf Wohnungen beworben (selbst leute mit duftem Einkommen, keinem Hund und Festanstellung haben gerade wenig Chancen, es ist echt krass) und nun steht fest: von dem Erbe werde ich mir eine Eigentumswohnung kaufen.

      Ich bin schon WiG e.V. beigetreten und will mich von denen unterstützen lassen, ich kenne einfach niemanden der sowas schonmal gemacht hat, in meinem Freundeskreis sind alle unter 40, Mieter und mit geringem Einkommen.

      Ich bin gerade also etwas ratlos wie ich damit umgehe, ich kenne auch keinen der mal was geerbt hat oder so.

      Also die negativste Negativrechnung sagt: ich bekomme 200.000€ .Uff. Ich will da snicht vermasseln, Mutti hat dafür schließlich viel geackert.

      Ich brauche mindestens 1,5 Zimmer, mehr als 2 will ich nicht. Ich habe schon einen Stadtteil gefunden der noch reht bezahlbar ist und gut zu mir passt. Ich habe eine Behinderung wegen der ich leuider nur im EG/1.OG wohnen kann oder mit Fahrstuhl.

      Wie oder beim wem würdet ihr erfahren wieviel ihr maximal ausgeben dürft? Wie stelle ich so eine Rechnung auf? Ich würde am liebsten meinen KFW Kredit auch damit abzahlen, der liegt bei 20.000€, wenn ich meinen Master dann jetzt davon finanzieren soll_muss_kann (kann ja gut sein das der Verkauf sich noch Jahre hinzieht...) wäre das auch gut das davon zu bezahlen.

      Ich bin unsicher ob es perspektivisch Sinn macht mir einen Co-working Space anzumieten statt das Home-Office mit einzuplanen. Gerade mit dem neuen STGVO wäre das ggf sinnvoll als Firmensitzangabe, meinen Wohnort will ich aus Sicherheitsgründen nich ins Netz stellen (Der Parner meiner Mutter bedroht mich ja weiterhin, auch wenn die Anwälte versuchen, das mkich möglichst wenig davon erreicht, er drohte auch schon mehrfach zu events zu kommen bei denen ich geladen war).


      gibt es hier Leute die geerbt haben? wie seid ihr damit umgegangen? und Wohnungskäufer? Hab halt keine Großeltern, Tanten irgendwen den ich fragen könnte :/

      • (2) 19.05.18 - 09:41

        Du willst also jetzt schon eine Wohnung kaufen und erst später die Geschichte mit dem Erbe abschließen?

        Dann musst du zur Überbrückung einen Kredit bei einer Bank aufnehmen. Das könnte aber schwierig werden, da dein Einkommen offenbar nicht so hoch ist, Selbstständigkeit ist für einen Kredit auch ein Nachteil. Positiv ist das anstehende Erbe.

        Ich würde einmal unverbindlich mit mehreren Banken sprechen und klären ob und wenn ja wieviel Geld du bekommen würdest.

        Möchtest du nur das Erbe investieren oder auch ein bisschen mehr?

        Beispiel: 100 000 Euro, 2%, 20 Jahre sind 500 Euro Rate pro Monat.

        Dann könntest du die 200 k nehmen, 100 drauflegen und um 300 000 eine Wohnung kaufen.

        Am einfachsten wäre es natürlich zuerst das Erbe zu regeln und dann erst zu kaufen. Wie lange wird das mit dem Erbe denn noch dauern?

        LG

        • (3) 19.05.18 - 14:29

          Danke für deine Antwort und die interssierten Nachfragen :)

          meine Bank wäre dazu bereit mir einen Überbrückungskredit zu geben, ich bin aber noch unsicher diesbzgl, ich bin sehr ungerne verschuldet, andererseits ist es auch anstregend immer nur für zwei Wochen zu wissen ob ich dort wohnen bleiben kann wo ich derzeit wohne, einen doppelten Umzug möchte ich unbedingt vermeiden.

          Das ist der einzige Grund warum es jetzt etwas eilt, was mich selbst auch nervt (mitten im Semester, möchte eigentlich erstmal Zeit zum verdauen haben, komme aber nicht dazu wegen dem hin- und her den meine Hauptmieterin veranstaltet)

          Ich bin Alleinerbin, der Erbschein ist beantragt (meine Geburtsurkunde ist nicht auf deutsch, das könnte ggf zu weiteren Verzögerungen führen), die Wohnungen nun bewertet und auf dem Wohnungsmarkt inseriert durch eine absolut tolle Maklerin. Wir (also die Anwälte und ich) warten noch auf 3 Sterbegeldzahlungen, die genutzt werden um Kredite abzuzahlen die meine Mutter hatte.

          Das Erbe kommt also ... irgendwann, das ist das Problem.

          So viel Geld möchte ich eigentlich ungerne ausgeben für eine Wohnung, ich werde keine Kinder in Zuknft haben, brauche ca 50-60m² auf 2 Zi und will eher raus aus dem In-Kiez.

          Also viellt zur Orientierung, zwei renovierungsbedürftige Wohnungen lagen jetzt bei:
          85000€ (zzgl 3,57% makler und Kaufnebenkosten macht 94409,50€)
          und eine die eine Terasse hätte bei
          145000€ (hier ist aber deinitiv wohl potential zum handeln, außerdem 7,3% Makler und KNK)

          also wenn ich z.B. so rechne mit Wohnung 1:

          94409,50€ Kaufpreis inkl NK und Makler
          3000€ Elektrik Erneuerung
          20.000€ Renovierungskosten (Müsste meine Küche etwas umbauen, Boden in die Wohnung, Tapeten runter, streichen und Umzug)

          wären das 117.409,50€

          rechne ich das so? Ich lese wirklich viel Online, versuch durch zu steigen, aber bin trotzdem sehr überwältigt.

          So gerechnet wäre ja noch genug Geld da für den KFW Kedit und sogar schon Geld da um für die irgendwann anstehende Bafög Rückzahlung zurückzulegen.

          • (4) 19.05.18 - 14:52

            Ah viell noch zur Erklärung, ich hätte das gerne alles schon abgeschlossen mit dem erbe.

            der partner den meine Mutter wohl in den letzten Jahren hatte, hat das verhindert. Er hat mir von ihrenm Tod eh nur erzählt weil er vergeblich versucht hat das Erbe beim Amtsgericht zu erhalten (absurd). Es gab eine Abmachung, das er, wenn irgendwas mit Mama ist, meinen Vatre umgehend kontaktieren würde. hat er nicht, er hat dem Bestatter gesagt, er hätte mir davon erzählt und ich hätte gesagt ich will damit nichts zu tun haben, wesswegen sie fast anonym bestattet worden wäre, ich hab dann mit bitten, flehen und Dispo es irgendwie noch hingekriegt, sie hat jetzt ein richtiges Grab mit Grabplatte und allem, ich bin da sehr froh drüber.
            sein Wunsch war noch 4 Monate, bis zu ihrem Geburtstag in der Wohnung bleiben zu können, ich wollte das natürklich ermöglichen, schließlich ist seine Partnerin ja verstoben, er war bevor sie ihn aufgenommen hat obdachlos und ist ein schwer Alkoholkrank.

            nachdem die Kanzlei die ich beauftragt habe um seine Wohnsituation und die von Mamas Mieterin nicht zu gefährden ihm gesagt hat, das sie das uirgendwie hinkriegen das er mietfrei bis Feb dort bleiben kann, ging es mit seinen Diffarmierungen erst richtig los.

            Natürlich ist er nicht wie verabredet ausgezogen (er meinte in einem klareren Moment das er wieder auf einen Wagenplatz ziehen will, dafür wollte ich ihm Mamas Wohnwagen schenken, dafür wurde ich auch wieder wüst beschimpft bzw mein Anwalt).
            Es zog sich bis Ostern hin, weitere anwälte versuchten eine lösung zu finden, aber da er ja keine Miete zahlt, keinen Mietvertrag hat und nichts musste er da raus... die anderen Eigentümer beschwerten sich bereits über Getier und sehr starken Gestank.
            Ostern vermeldete die HV dann: er ist weg. Die Wohnung steht oft und ist so stark verschmutzt das sie nicht betreten werden kann.

            Ich bin dann dort hingefahren, wesswegen es mir gerade körperlich und seelisch noch shr schlecht geht, und es war grausam. Meine Mutter hat ja eine Messiediagnose gehabt, ich bin also einiges gewohnt aber das war ein anderes Level.

            Jetzt ist die Wohnung geräumt, die Hausgemeinschaft hat noch Theater gemacht wegen des Generalschlüssels den angeblich die HV nicht hatte und sie mir nicht zum nachmachen geben wollten (aber umgehend soll die Wohnung leer sein -wie bitte ohne Zugang ?!) nun haben wir aber auch den und endlich liegen alle Unterlagen vor -ich kann das noch garnicht fassen!

            Aber ja, desswegen hat sich da so hingezogen. Die Wohnung liegt aber im ansoluten IN Stadtteil, dort wollen gerade alle hin, die letzte Altbauwohnung gab es 2017, die war 2 Tage auf dem Markt. Die untere Wohnung ist zwar stinkig und arg renovierungsbedürftig, hat aber einen genialen Schnitt, Terasse und einen Garten (100m²). die vermietete Einheit darüber hat 2 Wintergärten und einen Balkon, die ist echt wunderschön.

            Aber klar, man weiß nie wie lang sich ein Verkauf hinzieht.

          • (5) 19.05.18 - 15:35

            Ein Überbrückungskredit will SEHR GUT geplant sein, da kurze Laufzeit und sehr teuer. Festes Datum, wann exakt du zu deinem Geld kommst, sollte stehen!

            • (6) 19.05.18 - 15:41

              kannst du konkretiskieren was sehr gut geplant bedeutet? es wäre wie gesagt auch absolut nicht meine erste wahl. bei meiner hausbank müsste ich innerhalb der nächsten vier jahre die summe begleichen.

              von gut bis schlimmste variante sieht es gerade so aus:

              - wohnung vom erbe zahlen wenn das erbe da ist, das erbe kommt in diesem fall sehr bald, so dass ich nicht wohnungslos werde
              - überbrückungskredit
              - doppelter umzug bzw airbnb bis das erbe da ist
              - vollwertiger doppelter umzug mit wohnungssuche auf dem mietmarkt (führte ja eh zu nix, bekomme einfach keine wohnung) um dann umzuziehen wenn das ebe da ist, keine option, weil vollzeitstudium mit körperlichen behinderungen, umzug zehrt einfach zu sehr. ich will endlich,endlich wissen wo ich die nächsten jahre leben werde.

              also alles nicht gerade optimal :/

            • Hallo!
              "Ein Überbrückungskredit will SEHR GUT geplant sein, da kurze Laufzeit und sehr teuer"

              Wo kommt jetzt diese Weisheit her? Kaum von jemandem der schonmal einen benötigt hat.

              Genau das Gegenteil ist der Fall: In aller Regel sind gerade Überbrückungsdarlehen deutlich günstiger, da die Zinsbindung ja nur sehr kurz ist.
              Bei "normalen" Immobiliendarlehen - mit Zinsbindung von 10J oder mehr - wollen sich die Banken ja auch dagegen absichern das die Marktzinsen während der Laufzeit massiv erhöhen ...

          (8) 19.05.18 - 21:02

          Ja, das kannst du in etwa so rechnen.

          Was noch dazu kommen könnte sind Gebühren für den Eintrag ins Grundbuch.

          Bei den Kosten für eine Renovierung lieber ein bisschen mehr planen um einen Puffer zu haben.

          Die Preise erschrecken mich übrigens nicht. Da wo ich wohne kann man locker mit dem doppelten rechnen.

          Wenn du doppelt umziehen vermeiden willst dann musst du sehr schnell sein. Wohnung besichtigen, entscheiden, Termin beim Notar machen, bezahlen, Schlüssel bekommen, Handwerker suchen, renovieren lassen, Zeug packen, umziehen. Ich würde mal drauf tippen dass unter drei Monaten bei dem Programm nix sein wird. Wenn es schnell geht!

          Zum Erbe und Verkauf: vier Jahre um das abzuwickeln sollten locker reichen.
          Wichtig wäre dass du bald das Erbe antreten kannst und den Verkauf starten kannst. Ein Verkauf dauert keine Jahre. Außer man setzt den Preis zu hoch an. Ansonsten lieber xy Prozent nachlassen und die Sache erledigen.

          LG

          • (9) 19.05.18 - 21:20

            "Wichtig wäre dass du bald das Erbe antreten kannst und den Verkauf starten kannst. Ein Verkauf dauert keine Jahre. Außer man setzt den Preis zu hoch an. Ansonsten lieber xy Prozent nachlassen und die Sache erledigen. "

            Hm ich weiß nicht ganz genau was du an dieser Stlle mit "Erbe antreten" meinst. Ich bin beim Nachlassgericht schon als Alleinerbin bestätigt, den Erbschein brauch ich nur um das Grundbuchamt glücklich zu machen für die Änderung des Grundbucheintrages.
            Die Wohnungen werden schon zum Verkauf angeboten, seeit 2 Tagen. Ich habe nichts draufgeschlagen auf den berechnete nPreis der Maklerin, dies wurde auch begutachtet durch meine Anwälte anhand der Wohnmaktanalyse, die es auch als realistisch einschätzen. Ich rechne gerade mit den von der Maklerin kalkulierten -10% für einen Verhandlungsbereich :)


            Der Zeitplan ist genau das mich eben zum Haareraufen bringt, so oder so denke ich "hm, ungünstig". Zusätzlich bin ich jetzt ja Stipendiatin, heißt ich trage gerade viele Hüten gleichzeitig, aber ich bin auf allen großen Plattformen unterwegs, besichtige und lese fleißig zwischen philosophischen Abhandlungen die Sitzungsprotokolle vieler Eigentümergemeinschaften.

            Für meine Trauerverarbeitung, Gesundheit (ein 8-16 Wochenlanger KH Aufenthalt muss noch eingeplant werden) und psychische Gesundheit wäre es wichtig sobald wie möglich in einer Wohnung zu sein, die mich nicht ständig nervös macht bald raus zu müssen, nach Monaten geht das wirklich sehr ans Nervvenkostüm.

            Für mein Verlangen nach doppeltem Boden und Absicherung das was ihr sagt: notfalls halt kein zuhause, dafür kein Überbrückungskredit und sicher wissen, dass das Geld da ist.

            Hachja.

            Das dreht sich so nun seit Monaten ... desswegen hab ich jetzt hier nach Ansichten gefragt ,weil ich nicht weiter komme und einfach nur merke: mich belastet das ganze.


            Danke also für eure Beurteilungen, ich hoffe sehr das nächste Woche das Nachlassgericht einfach den Erbschein schickt, dire Wohnungen fix weg sind und alles ineinander greift. Wenn ich übernächste Woche noch nicht weiß, hab ich bereits ein Termin bei der Ärztin die derzeit versucht mich stabil zu halten (sie ist arg für den Überbrückungskredit) und werde dann in die Richtung gehen.

            Ich muss wohl damit leben das mich keine Lösung gänzlich zufrieden stellt.

            • (10) 19.05.18 - 21:57

              Mit Erbe antreten meine ich eigentlich nur, dass alles soweit geregelt ist, dass du die Wohnung verkaufen darfst - sprich Erbschein bekommen damit das im Grundbuch geregelt ist und du den Vertrag zum Verkauf unterschreiben kannst. Aber das ist eh schon am laufen, alles im grünen Bereich!

              Ich würde sagen: fang sofort damit an Wohnungen zu besichtigen die interessant sein könnten. Einfach mal um Erfahrungen zu sammeln. Bis die passende Wohnung kommt.

              LG

        (11) 20.05.18 - 14:24

        Wenn es mit dem Erbe so einfach wäre hättest du doch längst einen Erschein. Weißt du wie oft bei größeren Erben dann auf einmal 1 bis zwei Testamente auftauchen?
        Will dich nicht wuschig machen aber einen Kredit aufzunehmen im Hinblick auf das Erbe halte ich für eine ziemlich risikoreiche Idee.
        Ansonsten kannst du dich an einen Makler wenden. Da legst du am Ende natürlich bisschen was drauf aber du kannst anfangs die Parameter bestimmen wonach er suchen soll und was Max der Preis sein soll. Am Ende kommen allerdings noch Notarkosten+Provision hinzu.
        Ansonsten einfach mal bisschen schauen im Internet und sonstigen Anzeigen. Man bekommt relativ schnell ein Gefühl dafür welche Preise angemessen sind.
        Im Übrigen würde ich entweder die Summe die du als Studienkredit brauchst direkt abziehen vom Erbe und dafür verwenden (falls du noch warten kannst) oder aber beim Kauf später so viel bei Seite legen dass du den Kredit am Ende auf einen Schlag zurück zahlen kannst.
        Im Übrigen ist es derzeit allgemein keine gute Zeit zum Kaufen. Zwar sind die Kredite günstig aber Immobilien dennoch teurer denn je. Die Immobilienhochphase wird irgendwann aber wieder abschlappen. Dann wäre es günstiger zu kaufen.

        • (12) 20.05.18 - 15:41

          Die "seltsame Testamente phase" ist bereits durch, wuschiger als ich eh schon bin, kann es gerade nicht werden, mir macht das alles eine heidenangst, ich wollte das alles mehr als einmal beim amtsgericht beenden.

          Meine mutter hatte nur ein Kind, das bin ich. Sie ist nicht verheiratet (bereits mit den Familienbuchseiten bestätigt) die einzige lebende Verwandschaft ist ihr schwester, die beiden hassen sich über alle Maßen und diese wurde in einem estament explizit von jeglichem Anteil ausgeschlossen.

          Es dauerte so lang aus bürokratischen Gründen, die Botschaft meines Herkunftslandes ist sehr sehr schlecht organisiert, nun ist aber meine Geburtsurkunde da.

          Da sich Anwälte damit beschäftigt haben muss ich irgendwann anfangen auf das ERbe zu vertrauen, sonst mach ich mich selbst nur noch kaputter. Nachlassgericht, Anwälte und notar haben mich als Alleinerbin bestätigt. Wie gesagt: der Erbschein ist nur nötig weil es den eben immer braucht zur Grundbuchänderung (anders gesagt: wenn es Kohle gewesen wäre die ich erbe hätte ich das Geld jetzt schon ausgehändigt bekommen).


          Das mi dem suchenden Markler der suich umschaut ist auch am laufen -aber in dieser Stadt utopisch. Daher muss ich akti suchen, was okay für mich ist ich bin auf den Plattformen unterwegs und hatte schon einige Besichtigungen :)

      (13) 21.05.18 - 07:59

      Du hast doch eine tolle Maklerin, die die Wohnungen verkauft, sprich mit ihr!!! Es sind auf jeden Fall eine Menge kosten die bei dem Kauf entstehen, wie grundbucheintrag, Notarkosten, Grunderwerbsteuer. Die musst du mit einrechnen, es werden mehrere!tausend euro sein...

      K

(15) 19.05.18 - 19:04

Ich persönlich würde erst kaufen, wenn das Geld da ist. Du weißt ja einfach nicht, wie lange du einen Überbrückungskredit brauchen wirst, nachher zahlst du den noch und brauchst ihn gar nicht.

Dann suchst du dir eine tolle Wohnung und gehst zur Bank und lässt dich beraten. Und dann zu noch 2 Banken. Den Rest fragst du dann den Notar und den Makler ein Loch in den Bauch.

Wichtig ist, ob die Wohnanlage insgesamt in Schuss ist und wie hoch die Rücklagen sind.

Lass dir auch die Teilungserklärung zeigen und die Protokolle der Eigentümerversammlung.

  • (16) 19.05.18 - 21:48

    Das ist auch eine weitere Befürchtung ,so gut ich das Konzept meiner Bank finde, ich muss denen jetzt auch nicht unbedingt noch was extra draufzahlen .

    Warum sollte ich zur Bank gehen wenn das Geld bereits da ist? Ich möchte auf keinen Fall mehr wie das Erbe zahlen, solltedas Erbe nicht reichen würde ich es eher als Sicherheit nehmen um dann damit auf dem Wohnmarkt eine Chance zu haben, bzw euine ein Zi Wohnung kaufen und eben einen Co-Working Space anmieten.

(17) 19.05.18 - 22:22

Hallo,
wow, Du hast ja echt viel um die Ohren.....auch wenn für Dich noch einige Hürden zu nehmen sind, trifft hier der „warme Regen“ echt mal die Richtige :-), scheint mir.
Wenn Du selbstständig bist, macht die Anmeldung eines Arbeitszimmers in Deiner Wohnung absolut Sinn! Tu Dir das mit CoWorking-space nicht an, es sei denn, Du möchtest Gesellschaft oder kannst zuhause nicht arbeiten.
Wichtig ist für‘s Finanzamt, daß Du einen ganzen Raum als Arbeitszimmer deklarierst. Nur ein Schreibtisch in der Ecke des Wohnzimmers (als Beispiel) geht nicht gut durch.
Vorteil eines Arbeitszimmers zuhause ist, daß Du sowohl die Renovierungskosten, Einrichtung, aber vor allem auch die laufenden Betriebskosten jedes Jahr erneut anteilig von der Steuer absetzen kannst. Also auch Strom und Heizkosten - das rechnet sich!
Alles Gute - es wird sich sicher alles fügen und Dein Ziel ist echt jede Anstrengung wert. Das wird super, wenn‘s fertig ist ;-)!
#winke

  • (18) 20.05.18 - 10:34

    Danke für deine Nachricht, es tut unfassbar gut sie zu lesen .... kann es gerade schwer in Worte packen, aber echt: danke!

    "Wenn Du selbstständig bist, macht die Anmeldung eines Arbeitszimmers in Deiner Wohnung absolut Sinn! Tu Dir das mit CoWorking-space nicht an, es sei denn, Du möchtest Gesellschaft oder kannst zuhause nicht arbeiten."

    Ich stimme dem total zu! Es wäre wirklich einfach nur wegen dem verdammten STGVO, das Gesetz sieht vor das jeder auf jeder Online-Plattform seinen Firmensitz angibt, die ganze Adresse. Bei Heimbüro wäre das die Privatwohnung. Das kann ich nicht (der Anwalt rät davon mindestens die nächsten 3 Jahre dringend ab weil die Bedrohungen derzeit sehr krass sind) desswegen bin ich gerade am überlegen, meine Selbstständuigkeit niederlegen ist für mich keine Option, ich liebe meine Arbeit.

    Ich würde also gerne eine Wohnung haben die verschiedene Lösungen aushält - gerade weiß ja auch in ganz Europa noch niemand wo sich das STGVO hinentwickelt, viele meiner Koleginnen stellen gerade erstmal alle Onlinepräsenzen ein (Fotographen, Journalisten... ) ich endscheide morgen ob ich den Schritt erstmal auch gehe. Frustrierend.

    • (19) 21.05.18 - 08:15

      Guten Morgen,
      ich arbeite ebenfalls von zuhause, ich bin auch selbständig. Ich habe seit 5 Jahren keinerlei Onlinepräsenz (weil ich keine Lust habe, mich um sowas zu kümmern #schein). Meine Geschäfte laufen prima und es kommt wirklich genug Arbeit bei mit an.....
      Aber morgens barfuß vom Frühstückstisch an den Schreibtisch wechseln zu können ist unbezahlbar #freu.

      Viel Glück! #winke

(20) 20.05.18 - 07:52

Das "Angebot" deiner bank klingt gut das du den Kredit innerhalb 4 Jahre zurück zahlen musst.

Ich würde es definitiv so machen und mir jetzt dringend eine Wohnung suchen....Unter 2 raum würde ich ebenfalls nicht nehmen und unbedingt ein Arbeitszimmer. Du wirst älter...lernst vielleicht mal einen Partner kennen oder sonst was. Du möchtest deine Wohnung bestimmt nicht so schnell wieder verkaufen!? Und ein "Loch" (1 raum Wohnung) ist dann per se schwierig.

Alles Gute für dich und hab Mut!

  • (21) 20.05.18 - 10:37

    Da wäre auch nur eine der zwei Notfall Varianten. Ich hatte in der Zwischenmiete mal eine Ein-Zimmer Wohnung wo das eine Zimmer 37 m² groß war, Altbau (das war so toll zum Sport machen!) ich möchte einfach keinen "so oder garnicht" plan sondern eine Sortierung an Optionen. Präferenz eins mit sternchen: 2 zi Wohnung! Habe mir auch 3 Zimmer Wohnungen angeschaut, die haben bei mir kein gutes Gefühl ausgelöst, das hat mich sehr belastet, mehr als 2,5 wären nicht gut für mich.

(22) 20.05.18 - 10:21

Hallo,

Um welche Stadt handelt es sich? Die Preise sind so gering. Eigentlich kann man doch ein WG Zimmer finden, eine Monteurswohnung oder eine Ferienwohnung. Du brauchst am besten eine möbilierte Wohnung. Verkauf die eine Wohnung und behalte die vermietete Wohnung. Durch die Mieteinnahmen hast du wenigstens Einnahmen. An deiner Stelle wuerde ich sicherlich noch nicht kaufen. Sondern erstmal abwarten. Und zwar noch 1-3 Jahre. Jedoch schnell eine Wohnungsalternative suchen.

Gruß

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