Hauskauf - Sanierung - Renovierung und Möbelkauf

    • (1) 16.06.18 - 08:49

      Guten Morgen, bin durch Google auf dieses nette Forum gestoßen als ich Hausfinanzierungsforum eingegeben habe - da ich einige Fragen habe.

      Nun gut ich fange mal an:
      Ich möchte gerne ein Haus kaufen, das besagte Objekt kostet 15000€.

      Für diese Immobilie haben wir eine Renovierung von 50000€ angesetzt - da noch keine Heizung verbaut ist, dafür aber Ölöfen und Warmwasser durch einen Durchlauferhitzer vorhanden ist.
      Das Dach und die Fenster würden 2011 bereits saniert.

      Ich hätte ein Eigenkapital von 21000€ nun stellt sich mir folgende Frage:

      Ist es sinnvoll das Haus erst zu kaufen und dann die Hypothek teilweise zu belasten und den monatlichen Lohn in die Renovierung zu stecken?

      Oder ist es sinnvoller zwecks Zinssatz mein Eigenkapital über eine Baufinanzierung von 50000€ mit einzubringen? Mir geht es hauptsächlich darum dass ich nicht gerne mehrere Tausend Euro an Zinsen zahlen möchte, mir dennoch bewusst ist wenn ich schnellstmöglichst Geld bräuchte ich Einen Kredit bzw eine Hypothek eingehen müsste um nicht dauerhaft auf einer Baustelle zu leben.

      Ich war bereits bei mehreren Banken wie wüstenroth, drklein und interhyp diese schätzen den Hauswert wiederum auf knapp 80000€ - 90000€.

      Es wäre wirklich super wenn Ihr mir bei meinem Vorliegen helfen könntet


      MfG Stereolove

      • Zuerst eine Frage, die sich mir aufdrängt: Was ist das für ein Haus bzw. wie kommt es, dass du ein Haus im Wert von 80-90.000€ für nur 15.000€ kaufen kannst?! Ist das Erbpacht?

        Ich weiß nicht, was dir die Banken vorgeschlagen haben. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass du einen Kredit zu akzeptablen Konditionen bekommst, ohne die Bank als Sicherheit mit ins Grundbuch zu lassen. Daher würde ich ausrechnen, was ich an Budget insgesamt brauche (Kaufpreis, Kaufnebenkosten, Modernisierung) und diesen Betrag abzüglich deines EKs würde ich dann finanzieren. Die Bank wird dann vermutlich den KP bedienen und dann von dir verlangen, dass du die Sanierung mit deinem EK beginnst. Du musst dann - so war es zumindest bei uns - Rechnungen vorlegen von den Handwerkern in etwa in Höhe deines EKs und eine Vorher-Nachher-Fotodokumentation. In kleineren Städten kommt ggf. auch jemand von der Bank vorbei um sicherzugehen, dass du dein EK auch für das Haus eingesetzt hast.

        (3) 16.06.18 - 15:52

        Ich fände es sinnvoll, den kompletten Kaufpreis mitsamt der Renovierung aufzunehmen und dein Eigenkapital halt dann mit abziehen zu lassen.

        Je mehr Eigenkapital, desto niedrigere Hypothekenzinsen.

        Definitiv würde ich mehr aufnehmen, eine Altbausanierung kostet gerne mal das Doppelte von der veranschlagten Summe (so auch bei meiner Mutter trotz viel Eigenleistung (7 Schichten Tapete, 3 Schichten Fliesen übereinander).

        Dann darfst du die Kosten für den Garten und die Außenanlagen nicht vergessen, man kann viel selber machen, aber wenn ich Bagger fahre, brauche ich eine Woche für das, was der Profi in einem Tag macht.

        Und unbedingt bei der örtlichen Sparkasse und Ing Diba noch anfragen. Wir haben fast alles bei der Sparkasse, war immer billiger. Kommt ein Teil noch über die KfW in Frage?

      Thema Möbelkauf: Was du dafür brauchst musst du vom EK abziehen. Die Banken finanzieren i.d.R. keine Möbel, weil die nicht zum Werterhaltung oder der Verbesserung der Immobilie beitragen. Sie werden diesen Teil auch nicht als EK anrechnen.

    Hallo,

    das hört sich irgendwie nach einem Schnäppchen an, das viele teure Überraschungen parat haben kann.
    Wie ist die Substanz, war ein Gutachter da und hat geschaut, was noch alles gemacht werden muss?
    Ich glaube mit 50.000 EUR kommt man da nicht so weit.
    Ich würde auch eine Gesamtsumme als Kredit aufnehmen und dann das Eigenkapital mit einbringen.
    Und rechnet nicht zu großzügig mit Eigenleistung 🙂
    Viel Glück und Erfolg

    Wir haben Ende letztes Jahr finanziert.
    Egal wo wir waren mussten wir alles darlegen. Also Kaufpreis, Eigenkapital und was wir noch an Modernisierungskosten planen. Dazu wurden dann noch die Kaufnebenkosten eingerechnet.

    Würde auch mal bei eurer Versicherung wegen der Finanzierung fragen. Da hatten wir das beste Angebot bekommen und unser Vertreter hat uns alles bis ins kleinste Detail erklärt.

    Natürlich kannst du auch mit 0 Eigenkapital finanzieren. Das wirkt sich dann aber auch auf die Konditionen aus.

    Übrigens solltest du sehr großzügig planen und dir Angebote einholen. Die Fachleute sehen oftmals die versteckten Kosten. Bei uns kamen die Wasserleitungen, eine Entkalkungsanlage und ein neues Bad hinzu. Geplant waren nur die Elektroleitungen und die Erneuerung der Heizungsanlage. Gerade wenn keine Heizung da ist ist viel Budget gleich weg.

    Hallo, bitte aufwachen:
    #das besagte Objekt kostet 15000€.#
    #schätzen den Hauswert wiederum auf knapp 80000€ - 90000€.#
    Auf solche Aussagen ist grundsätzlich kein Verlass, und schriftlich wirst du es nicht bekommen.

    Ich sehe mir zwar auch gerne Filme wie Schnäppchenhäuser an, aber dir sollte bewusst sein, dass das nur ein Film ist, keine Realität.

    #um nicht dauerhaft auf einer Baustelle zu leben.#
    Doch, das wirst du. Und zwar jahrelang.

    freundliche Grüsse Werner

    • Deswegen meine Frage zu eben diesem Thema oben. Es könnte ja auch sein, dass es die TE so günstig bekommt, weil sie mit dem Verkäufer familiär verbunden ist o.ä. Also erstmal Ball flach halten.

      Ich find es aber auch komisch hier Rat zu suchen und sich dann in seinem eigenen Beitrag gar nicht mehr zu Wort zu melden.

    Naja, muss ja nicht zwingend so sein :-D

    Wir haben mit unserem Haus auch ein Schnäppchen gemacht, haben praktisch nur den Grundstückspreis bezahlt.
    Das Haus ist von 1928 und wir musste dann halt 7 Monate renovieren, komplett Elektro, Heizung musste rein, waren vorher auch noch Öleinzelöfen, Bad, Küche, Fenster usw.

    Die Fenster haben wir vom Fachmann machen lassen und die Fliesen und Verteilerkästen, alles andere haben wir selbst gemacht. Nach 7 Monaten sind wir eingezogen. Das einzige was noch nicht ganz fertig war, war das Treppenhaus, da muss noch tapeziert werden, Decke ist inzwischen verlegt. Aber sonst war alles voll funktionsfähig und bewohnbar.

    Es geht schon, wenn man will. ;-)
    Dieses Jahr geht es jetzt außen weiter mit Fassade und Dach, allerdings hier darf der Fachmann ran. Garten machen wir aber selbst.

    • Ich glaube schon, dass es geht, aber es braucht eben ein gewisses finanzielles Polster.
      Im Fernsehen siehst du ja immer nur die, die es irgendwie geschafft haben.
      Die, die sich finanziell ruiniert haben (für den Rest ihres Lebens), zeigen sie nicht.

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