Wie können sich alle ein Haus leisten ?

Meine Frage steht ja schon oben. Nun ein paar Ausführungen:

Bei uns im Bundesgebiet sind die Preise sowohl für ein Neubau als auch für eine Bestandsimmobilie mit entsprechenden Moderniesierungskosten bei 400.000€ und mehr...

Die Grundstücke auf Baufeldern sind alle schnell verkauft, Freunde und Bekannte schlagen da auch schnell zu. Ich dachte wir führen ein recht gutes Leben und verdienen gar nicht schlecht. Haben auch Eigenkapital angespart und konnten uns schöne Urlaube leisten...
Da wir uns auch sehr ein Haus wünschen, frage ich mich ob wir zu ängstlich rechnen oder die Anderen einfach viel viel mehr verdienen.
Die Kreditsumme mit Nebenkosten wären bei der o.g. Summe von 400.000€ (Hauskaufnebenkosten wären ja durch das Eigenkapital gedeckt) ca. 1800€ monatl. Hinzu kann man ja mal Fixkosten für Versicherungen, Fahrkarte, Auto, Lebensmittel und was es nicht alle gibt rechnen. Kommen vermutlich auch locker 2000€ zusammen.
Heißt also man zahlt ca. 4000€ im Monat für alles!
Mag bei zwei Einkommen auch alles passen, würden wir auch schaffen.
Nun kommt das große ABER:
Wenn ein Kind kommt fehlen nunmal 40% eines Einkommens und da kommt man dann doch schnell an seine Grenzen. Wenn man Pech hat und keinen Kitaplatz bekommt darf man ja auch noch unbezahlt zu Hause bleiben.
Wegen einem Haus aufs Kind verzichten kommt für mich nicht in Frage (zumal die besagten Freunde und Bekannte oder Neufamilien der Baufelder ja auch Kinder haben oder noch bekommen und wir nun ein Kind erwarten).
Rechne ich so falsch und ängstlich oder verdienen wir doch schlechter als ich immer dachte???
Klar wird man noch einiges an Einsparungspotential finden (Reisen nach Übersee werden wir mit Kleinkind nicht machen), aber ich frage mich ob wir doch viel zu viel Geld ausgeben.
Und bevor die Frage kommt wieso man sich kurz vor der Geburt eines Kindes mit dem Hausthema beschäftigt. Wir suchen schon länger und gehen davon aus das wir noch einige Zeit suchen werden. Aber so wie der Zufall möchte wird es sicher genau in der Elternzeit das perfekte Objekt geben (ist doch immer so :D).

Vielen Dank für eure Denkanstöße!

Mhm, ob eure Rechnung passt, könntet ihr mal herausfinden, wenn ihr euch mehrere Finanzierungsangebote von Banken geben lasst.

Und dann kommt es eben auf den eigenen Lebensstil an... teure Lebensmittel? 1 oder 2 Autos? Teure Hobbys? Versicherungen? Wie oft Essen gehen usw.

Die meisten, die ich kenne, fangen nach einem Jahr mit einer nicht geringen Stundenanzahl wieder an zu arbeiten (sofern möglich), um eben nicht jeden Cent umdrehen zu müssen.
Auch sollte man ja immer für Sondertilgungen sparen, um schneller den Kreditbetrag abzuzahlen. Dann benötigt man natürlich noch Ersparnisse für Hausgeräte/kaputte Autos etc.

Ich möchte das hier nicht schwarz malen, aber ohne Beratungen kommt ihr nicht weiter...

Ach so: Eigenleistung bei einem Bau würde ich nicht zu hoch einrechnen.

Zu den anderen Freunden und Familien:
Manche erben etwas oder bekommen so was von den Eltern für den Bau geschenkt, manche lebten vorher bei irgendwelchen Eltern mit im Haus und mussten keine Miete zahlen (konnten somit viel Eigenkapital bilden), manche haben früh begonnen gezielt fürs Haus zu sparen usw... deswegen können sich manche halt mehr leisten.

Vielen Dank für deine Antwort. Interessieren uns eigentlich mehr für Bestandsimmobilien.

Beratungen hatten wir schon und wir könnten uns die 400.000€ auch gut leisten wenn wir beide weiterhin dieses Geld verdienen.
Meine Befürchtung ist nur die Elternzeit. Dort habe ich nunmal weniger Geld zur Verfügung. Und ob man nach einem Jahr wirklich ein Kitaplatz bekommt, ist in unserer Gegend fraglich.
Sonst würde ich nach der Elternzeit voll arbeiten gehen wollen.
Ich würde sagen das wir recht sparsam leben (abgesehen von den Urlauben, die aber nun erstmal wegfallen). Fürs Haus haben wir auch recht "früh" angefangen zu sparen, nachdem es uns möglich war. Überlegen auch generell ob wir diese oder jene Dinge brauchen. Klar man hätte sich die teuren Urlaube sparen können, aber wir wollten diese Reiseziele unbedingt erkunden (haben die anderen Hausbesitzer im Übrigen auch gemacht).
Aber ja, vermutlich bekommen viele andere mehr von den Großeltern/Eltern. Großeltern existieren bei uns nicht. Und Viele konnten einfach früher bauen, da sie meistens älter sind als wir. Damals war ja noch nicht alles so überteuert wie heute.
Wollte ja nur Denkanstöße ob ich vlt völlig falsch rechne.

Führe sogar seit 7 Jahren Haushaltsbuch (da war ich noch nichtmal mit meinem Partner zusammen).

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Die Frage haben wir uns auch oft gestellt. In unserer vorigen Stadt kostet ein Haus, das man grundsanieren muss, ab 250.000 Euro aufwärts. Das heißt da pumpt man noch ordentlich viel Geld rein! Schlussendlich kommt man auch auf gut 400.000 Euro. Der Chef meines Mannes hat ein normales Einfamilienhaus für eine halbe Million verkauft, welches in einem durchschnittlichen Stadtteil liegt. Es ist der absolute Wahnsinn.
Wir sind nun aufs Land gezogen, wir werden von der Oma meines Mannes einen Teil ihres großen Grundstücks bekommen und da in den nächsten zwei Jahren bauen. Zudem werden wir nur die groben Bauarbeiten machen lassen, alles was innen im Haus gemacht werden muss, machen wir. Zum Glück haben wir jede Menge Handwerker dafür in der Familie. Anders könnten wir uns ein Haus auch nicht leisten.

Es ist schon echt traurig, das man als junge Familie heutzutage kaum eine Chance hat, sich selbst etwas aufzubauen, ohne dabei auf bereits in der Familie existierenden Grundstücken oder Häusern zurückzugreifen. Die Eltern meines Mannes sagen das auch immer wieder, zu deren Zeit war es so viel einfacher, als junge Familie Fuß zu fassen. :(

Hier schießen auch die Eigenheime aus dem Boden. Die neuen Häuser oft auch noch Stadtvillen. Durch die bodentiefen Fenster kann man oft gut reinschauen und sieht schicke Einbauküchen, moderne Einrichtung...

Ich denke es wird ne Mischung sein aus den hier bereits von anderen genannten Gründen und aber auch Leuten, die bei den Zinsraten der letzten Jahre voll finanzieren. Ich kann mir hier auch nicht vorstellen, dass auf einmal sooo viele Leute das Geld für ein Haus haben, wie hier Häuser aus dem Boden gestampft werden.

Mein Fall wäre letzteres nicht, aber das muß ja jeder für sich selber entscheiden.

Ergänzen möchte ich noch, dass viele Familien hier auch gezwungen sind zu bauen, weil es keinen freien Wohnraum hier gibt. 3 oder 4 Zimmer Wohnungen findet man hier auf dem Markt kaum bis gar nicht und wenn dann ab 1200€ aufwärts. Da ist der Sprung zum Bauen halt nicht mehr weit...

So ist das bei uns auch. Deswegen möchten wir ein Eigenheim und weil wir nicht mehr von rauchenden Nachbarn belästigt werden möchten ^^. Deswegen kommt für uns auch kein Reihenhaus in Frage.

Wir haben halt nur so ein blödes Reihenhaus, Einfamilienhaus war finanziell nicht drin, Möbel von IKEA und teure Urlaube sind auch Geschichte. Man muss da Prioritäten setzen. Ohne Haus kann man auch problemlos leben, ehrlich!

Dein Beitrag beinhaltet null Hilfe 🙄.

Wieso? Zum Hausbau gehört viel Arbeit trotz Kindern und viel Verzicht. Und Kompromisse wie z. B. ein Reihenhaus anstatt dem unbezahlbaren Einfamilienhaus.

Das wollte ich damit sagen und ich finde nicht, dass das unverständlich war.

Soll ich dir Geld schicken oder wie stellst du dir die Hilfe in einem Forum vor?

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Hallo,

ich finde deinen Beitrag sehr interessant und für mich liest er sich auch so,dass ihr euch vernünftige Gedanken macht.

Wir stecken momentan in der selben Situation und wir fragen uns auch sehr oft:
Wie zum Himmel finanzieren das die Familien?!

Bestandsimmobilien fangen hier bei ca.300 000 an.(kleiner Ort in NRW) Die Häuser sind renovierungs- sanierungsbedürftig.

Wir wollten nie so viel ausgeben,aber jetzt überlegen wir uns tatsächlich einen NEUbau zu kaufen.
DHH für 380 000 (Dazu kommen noch die Nebenkosten) Malerarbeiten und Bodenbeläge im Haus.

Mein Mann hat auch mit 1800 EUR (Rücklagen mit drin) gerechnet.
Ich weiß,dass viele solche neuen Häuser gerne mit 800- 1000 EUR abbezahlen.Ist aber halt nicht wirtschaftlich.

Wir haben 2 Kinder,ab Oktober gehe ich auch wieder arbeiten.

Ich habe Bauchweh wegen diesem Thema.

In Düsseldorf kosten die neuen Häuser gerne mal ab 500 000 EUR.Und es wird gekauft.Wie verrückt.

Ich bin dir jetzt keine Hilfe gewesen,aber mir geht es genau so!

Lg und schönen Abend

Ja wir fragen uns auch ob die anderen mit weniger Sicherheiten rechnen (wobei ich immer denke das die Banken das ja eigtl auch gegenrechnen) oder wir falsch rechnen.
Aber ich habe im Netz nun endlich ein ähnlichen Post gefunden und da sind wirklich sehr gute Antworten bei 🤗.
Und es ist schon so, dass wir scheinbar viel zu viele Absicherung (vor allem Rentenversicherungen) haben, was andere nicht haben. Und da kommt schon ein ordentliches Sümmchen zusammen.

Ja das denke ich mir auch mit diesen ganzen Versicherungen.

Ich werde auch nochmal ein wenig recherchieren.

Alles gute!

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na ja, wir ( ich in elternzeit, mein mann und 2 kinder 23mon. und. 9 mon.) sind da aktuell auch bei dem thema.
bei uns wäre es so das die mieten für eine 4 zimmer wohnung bei 1300€ mindestens liegen. da lohnt es sich mehr das geld in eigentum zu finanzieren.
bei uns wird es evtl. so laufen.
das haus DHH, neubau, würde 380000€ kosten. die kaufnebenkosten bezahlen wir vom eigenkapital.
wir würden mit 1300€ mon. finanzieren. das ist die summe die wir aktuell an miete + das was wir an geld in unseren bausparvertrag legen, zahlen.
Damit wären wir dann fertig mit abzahlen wenn ich 65 jahre alt bin. wir könnten aber jedes jahr bis zu 16000€ sondertilgen. aktuell bin ich in elternzeit. bevor das haus fertig ist werde ich wieder 50% arbeiten gehen. dann kommt noch dazu das mein mann gehaltsmässig noch mit der zeit steigen wird. so das sondertilgung auch nicht unrealistisch wären.
wenn alles klappt, werden wir das so machen :)
ansonsten sind wir nicht so anspruchsvoll. wir fahren ehr selten in den urlaub, ich kaufe mir nicht ständig klamotten/schuhe ect.
ich wundere mich aber trotzdem ebenfalls, den mein mann hat eine leitende stelle wo er, wie ich finde, gar nicht so schlecht verdient. wie so viele andere das hinbekommen ist mir ein rätsel.
aber wie gesagt, miete würde in einer 4 zimmer wohnung bei uns dann auch nicht billiger.

Ja. Die Mieten sind bei uns ähnlich hoch.Mit 1300€ hat man meist noch ein Schnäppchen.
Momentan haben wir ziemlich Glück, da wir quasi ein Sparpreis an Miete zahlen, aber iwann ist uns die Whg einfach zu klein (spätestens beim zweiten Kind).
Ich lese aber teilweise raus, dass der Berater uns hauptsächlich aufgezeigt hat wie wir schnellstmöglich den Kredit los sind (daher die Hohe Kreditrate). Vermutlich könnte man den Kredit auch etwas strecken und mit Sondertilgungen viel erreichen. Halt während der Elternzeit etwas weniger tilgen, dafür in der Zeit wo wir beide Berufstätig sind ordentlich reinbuttern.
Im Luxus leben wir auch nicht. Wir haben uns vier Jahre lang gute Urlaube gegönnt aber die Zeit ist jetzt vorbei. Aber selbst Hausbesitzer können schöne Urlaube machen 🤷‍♀️.
Vielen Dank erstmal für deinen Beitrag!

Bei uns in der Gegend sind die Häuser, trotz steigender Preise, noch erschwinglich. Für einen Neubau mit schönem Grundstück als freistehendes Haus liegt man hier aber auch bei ca. 300.000 Euro aufwärts.
Wir haben uns im Vorfeld des Bauens sehr intensiv mit dem Thema befasst und eine Bekannte, die Bankerin ist. Als Fazit kann ich zum Thema Hauskosten und warum sich so viele das mittlerweile "leisten" können sagen:

1. Achtet auf eure Bank: Etliche Banken rechnen das mittlerweile mit Bauriester schön, um die Abschlüsse zu bekommen. Im Rentenalter müssen dann aber oft Steuern bezahlt werden fürs Haus. Es gibt echt Banken, die verschweigen das. Ist uns passiert, da wussten wir aber schon, was die uns für einen Unfug erzählen.
2. Niedrigzinsen: Ja, sind die Zinsen niedrig, aber jeder Finanzierungsplan, der nicht längerfristig festgelegt ist, ist ein hohes Risiko. Viele schließen erst mal für 10 Jahre ab, da so die günstigsten Kredite zu bekommen sind und brauchen dann eine Anschlussfinanzierung. Wenn dann die Zinsen nicht wieder so liegen wirds eng.
3. Viele Kredite laufen seeeeeeeehr lange. Da ist man schon im Rentenalter, wenn man fertig ist.

Daher muss man sich echt überlegen, ob das so passt mit dem Haus. Bei uns ging das gut, aber ich weiß manchmal auch nicht, wie das Leute hinbekommen, die weniger verdienen und dann größer bauen als wir es getan haben...

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Wir fragen uns das auch immer wieder.
30% soll man maximal furs wohnen ausgeben. Das sind bei uns rund 1600 Euro.
.. und wir gehören definitiv mit über 5000 Euro netto zu den besserverdienern. Das weiß ich.
Leisten könnten wir es uns sicher irgendwie.
Aber was ist, wenn einer krank wird. Oder der Job weg ist oder plötzlich weniger Geld da ist...Weiter geht mein Mann 11 Jahre vor mir in Rente... In 21 Jahren... Da ist kein haus abbezahlt... Ich müsste dann das Geld allein aufbringen... Unmöglich...
Elternzeit ist uberbruckbar aber ein langfristiger Ausfall... Mh...
Mich wundert das immer wie ändere das machen. Vielleicht sind wir auch einfach zu spät dran.
Wenn wir kein Kind bekommen, bleiben wir in unserer günstigen Wohnung mit Garten und das schuldenfrei. Die Wohnung hat 3 Zimmer (wir benötigen ein Arbeitszimmer) ist 95qm und jeder kann sie allein finanzieren, wenn dem anderen mal was passiert oder einer keine Arbeit hat.

Danke für deinen Beitrag.

Wenn wir eine Wohnung hätte in der wir langfristig günstig bleiben könnten und wollten, würde ich vielleicht gar nicht solche Panik schieben.
Ich möchte aber definitiv nicht ewig in der Wohnung bleiben (hat mehrere Gründe). Eine neue Wohnung wird aber einfach viel zu teuer...
Ja, die worst case Szenarien gehen mir auch immer durch den Kopf. Denke aber, das machen sich viele überhaupt keinen Kopf drum, zur Not verkauft man halt wieder.

Vor allem bricht das Konstrukt im Scheidungsfall meist sofort zusammen:

Wir haben unser Haus auf ein Gehalt finanziert. Man weiß nie, was kommt und wer warum nicht mitverdienen kann.

Jetzt sind wir geschieden. Und ich kann mir, trotz Unterhsltsvetzicht und Verzicht auf Versprungsausgleich das Haus auch allein leisten und bin in 11 Jshren mit 52 fertig mit abzahlen, ganz ohne Sondertilgung.

Ohne jetzt das Zinsniveau und die Preise von vermutlich vor 10 Jahren? zu kennen..
Meinst du heutzutage können sich die Pärchen und Familien mit nur einem Gehalt ein Haus leisten?🤔(kann mir das nichtmal früher vorstellen)
Ich halte das für sehr untealistisch zumindest in unserem Bundesgebiet.
Da müsste man schon sehr weit weg vom Stadtrand ziehen um Immobilien mit solch einem Preis zu finden. Da braucht man dann aber auch zwei Autos und pendelt täglich über 2 Std zur Arbeit. Und wir gucken schon nach Immobilien von denen wir mind. 1 Std pendeln müssen. Oder wir haben die falschen Jobs. Kann natürlich auch sein 🤷‍♀️. Aber Finanzierung mit nur einem Gehalt wird glaube eher die Ausnahme sein.

Wir haben 2005 finanziert zu 4,3 Prozent als Berufsanfänger in einer 80000 Einwohner Stadt in BY. Wir wohnen in der Stadt.

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Wir haben "nur" ein RMH ,sind kurz vor Weihnachten eingezogen (Neubau).Wir sind sehr zufrieden.
Allerdings wohnen wir mitten in HH u. hier bekommt man schon kein RMH (Neubau) mehr unter 400.000 Euro ,wir liegen auch deutl. drüber ,haben uns aber auch einige Extras gegönnt. Über ein Einfamilienhaus bräuchten wir gar nicht nachdenken ,ist einfach nicht bezahlbar für Normalverdiener,wollten wir aber auch nicht.
Wir sind aber auch sicher deutl. älter ,haben schon etwas größere Kids (15+11J.) ,hatten zuvor schon einen Eigentumswohnung ,die wir nun sehr gut verkaufen konnten. Wir hatten somit sehr gut an Eigenkapital.
Ich war bei beiden Kids nie lange in Elternzeit ,das ist wohl d. Preis ,den man zahlt.
Auf Kinder hätte ich nie verzichten wollen ,dann eben das Haus ne Nummer "kleiner".

LG Kerstin

Hallo!

Wenn ihr euch beraten lasst, dann erwähnt doch einfach, dass ihr während der Elternzeit nicht so viel abzahlen könnt. In der Regel kann die Tilgung (nicht jedoch die Zinsen) für eine gewisse Zeit ausgesetzt werden. Dann würde sich eure Rate etwas verringern.

Ansonsten hattest du ja schon erwähnt, dass ihr zu hohe Rentenversicherungen habt. Ein Eigenheim ist ja im Grunde genommen auch eine Absicherung fürs Alter. Da würde ich noch einmal überlegen, was wirklich nötig ist.

Wir haben ein gestaffeltes Darlehen, das aus 3 Elementen besteht. Der erste Kredit (nur ein kleiner Teil) ist schon nach 10 Jahren abbezahlt. Der zweite Teil 5 Jahre später. Beide haben noch eine kleine Restschuld, die wir aber durch Sondertilgung vorher schon abbezahlen wollen. Der große Batzen ist in einem Bausparvertrag festgezurrt. Da war uns wichtig, eine Zinssicherheit über den gesamten Zeitraum zu haben.

Wir haben einfach Glück. Meine Eltern verkaufen uns das Haus. Es kostet uns 270.000. Das ist im Vergleich sehr günstig. Die monatliche Rate ist bei uns 1.000 Euro. Wir haben kein Eigenkapital, sind aber sehr jung. Daher werden wir bis zum Renteneintritt fertig sein.
Wir haben aber auch mehrere Banken abgeklappert. Jede Bank ist anders.
Trotzdem weiß ich dass es auch mit an meinen Eltern liegt dass wir uns das Haus kaufen können. An ihrem günstigen Preis und auch weil sie nicht aufgehört haben, uns zu motivieren noch mehr Banken anzufragen. Mein Vater hat auch bei vielen Banken vorab im Internet schon mal deren Finanzierungsrechner ausprobiert um einen ersten Anhaltspunkt zu bekommen.

Ach ja, ich bin in Elternzeit. Wir haben also auch nicht viel Lohn.

Bei welcher Bank habt ihr denn dann einen Kredit bekommen?

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Wir haben für 2500000 gekauft. 330 Qm auf 3 Wohnungen (164 qm bewohnen wir) aufgeteilt. Wir vermieten einfach die anderen beiden. Die Mieten zahlen den Antrag an die Bank, wir zahlen "nur" sämtliche Nebenkosten, Steuern etc.

Haben uns für den Fall der Fälle mit Versicherungen abgedeckt.

Aber hier im schönsten Bundesland der Welt zählt man längst nicht so viel Miete wie sonst wo.

250.000, da hat sich ne 0 zu viel eingeschlichen. Wollte nicht übertreiben 🤦‍♀️🤣

Guten Morgen,

wir haben vor 10 Jahren ein Haus gekauft - wir haben uns die gleiche Frage gestellt und hatten auch Angst!

Die Preise sind jetzt deutlich höher als bei uns damals , die Zinsen allerdings geringer.

Wenn ich die Neubaugebiete jetzt aus dem Boden schiessen sehe, teure Autos davor, Garten vom Landschaftsgärtner gemacht, hübsche Möbel, alles top, Bewohner oft im Urlaub .... - frage ich mich oft, wie die das machen!

Neulich hatten wir im Dorf das Thema auch - eine Bekannte hat mir dann erzählt, wie es einige dort machen! Es wird nicht getilgt, dass einem das Haus mal gehört, es werden lediglich die Zinsen bezahlt! Wie die Banken dass allerdings mitmachen, verstehe ich nicht ganz. Angeblich soll es in der Siedlung spannend werden, wenn die ersten Kredite auslaufen und die Zinsen wieder höher werden! Aber ist ja deren Problem, nicht meines...

Zu Deiner Frage - versucht doch mal mehrere Monate den Betrag auf die Seite zu legen, was Euer Kredit kosten würde (abzüglder jetzigen Miete) . Dann sehr ihr, ob es funktioniert. Zeitgleich sammelt Ihr Eigenkapital an. Die Rate nicht zu hoch ansetzten, so dass es noch machbar ist, wenn unvorhergesehen Kosten kommen, aber dafür noch unbedingt Sondertilgungen mit rein nehmen. Den guten Zins so lange wie möglich sichern - niedriger wird er nicht mehr. KfW Kredite mit einberechen.

Wenn ihr mit einer geringeren Rate rechnet um mit Kind über die Runden zu kommen, müsst ihr und unbedingt Sondertilgungen machen.

Nicht zuviel Eigenleistung rechnen, ist meist nicht machbar. Und nicht zuviel Hilfe von Freunden oder Bekannten einplanen. Lieber bei der Renovierung an mancher Stelle „abspecken“. Genre hätte ich damals z.B. Parkett gehabt, haben wir haben uns für den günstigeren Laminat entschieden - den Boden kann ich später jederzeit austauschen.

Die Nebenkosten sind nicht zu unterschätzen. Strom und Wasser ist höher als in einer Wohnung gerade wenn man einen Garten hat. Versicherung sind teuerer, Heizöl oder Palletts (oder wasxauch immer) möchten gekauft werden, Gartengestaltung kostet Geld...

Aber es ist defintiv machbar!

Ja wir packen monatlich insgesamt 900€ zur Seite für das Thema:“schaffen wir die Mehrbelastung“. Bisher passt es auch gut und es bleibt noch Geld übrig. Bekomme aber auch noch volles Gehalt.
Meine Angst ist ja wirklich nur die Elternzeit. Ansonsten hätte ich überhaupt keine Bedenken ob wir es schaffen oder nicht. Wir sind beide sehr auf Sicherheit aus und rechnen doch sehr großzügig.
Ich weiß das man auch während der Elternzeit Versicherungen wie Riester runterfahren kann, aber das möchte man ja nun auch nicht.
Wir werden uns wohl noch bis nach der Elternzeit gedulden müssen, wobei wir langsam Angst bekommen ob es dann überhaupt noch was aufn Markt gibt...

Spart ihr sonst denn noch etwas?
Wenn ihr nur die 900 Euro weglegt und am Ende des Monats vielleicht noch 200 übrig sind, ist das knapp.
Was ist mit sparen für die Rente? Davor habe ich richtig Panik. Mein Mann geht in 21 Jahren.. ab dann fehlen uns rund 25% des Gesamteinkommens.

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Hey, wir haben immer nur ganz konservativ mit 1 Einkommen gerechnet, als es um Hauskauf /-Bau ging . So fiel dann eben auch nichts weg, wenn ein Kind kam (wir haben 3). Wir hatten immer recht viel Eigenkapital, mussten nie irre viel aufnehmen, sodass wir bisher immer nach 5-10 Jahren abbezahlt hatten.
Gute Häuser/Baugrundstücke sind fix weg, das ist hier auch so. Wir haben uns immer viel Zeit genommen, bis das Richtige kam, geschickt verhandelt (mein Mann verhandelt beruflich) und dann zugeschnappt.
Da steckt einfach sehr harte Arbeit dahinter (die aber auch viel Freude macht) und klar, auch etwas Glück.
Schon bevor wir Kinder hatten (und bevor wir zusammen gekommen sind), haben wir immer schon gespart - genau für den Fall. Das heißt nicht, dass man sich in der Zeit nichts gegönnt hat, aber ich habe z.B. schon ab 13/14 neben der Schule gejobbt und mir nach dem Abi damit 1/4Jahr Reisen in Neuseeland finanziert.
Grüsse

Ich selber hatte das Glück, das Haus von meiner Oma zu erben: eine (leicht renovierungsbedürtige) Doppelhaushälte Bj 1890 mit ca. 210 m² Wohnfläche (davon 60 m² vermietete Einliegerwohnung) und 300 m² Gartenanteil hinter dem Haus im Stadtgebiet einer mittleren Stadt in Baden-Württemberg. Das war vor 10 Jahren, da war der Immobilienmarkt noch nicht so überhitzt, und der Wert wurde damals auf 90.000,- € festgesetzt.

Was jetzt in den letzten 2-3 Jahren hier abgeht, ist wirklich verrückt! Da steht jetzt eine fast baugleiche Doppelhaushälfte ähnliches Baujahr in unserer Nachbarschaft für sage und schreibe 320.000,- € zum Verkauf, und zwar ohne Garten!

Ich würde mir das nicht antun, gerade jetzt auf Teufel komm raus ein Haus zu bauen/kaufen. Pfeifft auf die günstigen Zinsen! Wartet lieber noch etwas ab, bis die Blase platzt! Spart Euch noch fleissig Eigenkapital an! Wie schon einige andere schrieben, ist jetzt schon absehbar, dass sich einige bei der Finanzierung übernommen haben dürften und wohl früher oder später in die Zwangsversteigerung kommen.

Hört Euch auch in Euerem Bekanntenkreis mal um (nicht nur beim -geschäftstüchtigen- Makler)! Vielleicht weiss jemand von Leuten, die gerne verkaufen wollen oder sogar müssen? Evtl. alte Leute, denen das Haus nach dem Wegzug der Kinder und dem Tod des Ehepartners zu groß geworden ist?

Hi, danke für deine Antwort.

Auf Teufel komm rauf kaufen wir auch nichts. Wir gucken nur regelmäßig weil unsere Whg schon arg klein ist und wir natürlich früh genug anfangen wollen abzuzahlen.
Aber wenn es nichts gibt, wollen wir auch nicht irgendwas kaufen „nur“ um Eigentum zu haben. Wie haben auch gesagt, dass wir noch gut 3-5 Jahre Zeit hätten bis wir doch vor der Wahl stehen Eigentum oder größere Whg. Aber spätestens mit dem zweiten Kind ist in unserer Whg Schluss.
Solange sparen wir gut und halten die Augen offen.
Leider ist es nicht so leicht an Immobilien ohne Markler zu kommen 🙁.

Wir haben damals Flyer in Gegenden verteilet, wo wir uns Eigentum vorstellen konnten. Davor haben wir im Internet geschaut und natürlich alles mit Maklern und sobald mal ein fairer preis war, war das Haus schon weg bevor man eine Nacht drüber schlafen konnte... den Stress wollten wir uns nicht machen.

Am gleichen Abend hat noch ein älteres Paar angerufen, dass ihr Haus verkaufen wollte.

Ohne Makler und vor allem haben sie einen offiziellen Preis genommen also nach bodenrichtwert etc. Und nicht die total überteuerten Marktpeise.

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Huhu,

wir verdienen beide ganz gut, mein Mann bekommt ungefähr 1/3 mehr als ich.

Weil Häuser bei uns in guter Lage trotzdem zu teuer sind, haben wir eine große Eigentumswohnung gekauft mit 4 Zimmern, zur Not ließe sich auch noch ein 5. Zimmer abtrennen. Also bekommen wir 2-3 Kinder unter.

Eine Wohnung hat natürlich ein paar Nachteile (weniger Stauraum, kein eigener Garten), aber auch viele Vorteile (wenn etwas größeres gemacht werden muss, zählt man nur anteilig, weniger Arbeit).

Die Wohnung ist so finanziert, das mein Mann sie notfalls alleine tragen könnte. Ich natürlich nicht. Gegen Tod des Partners sind wir versichert, der Rest ist Risiko.

LG

Hallo Luthien,

eine ETW kommt für uns momentan gar nicht in Frage.
1. sind sie fast so teuer wie die Häuser.
2. schreckt mich dieses Hausgeld ab. Hab da immer das Gefühl das man nie fertig wird mit dem Abzahlen.
3. hab ich Angst vor son kettenrauchenden Nachbarn den ich dann ertragen muss.

Und noch kann ich mein Partner auch nicht von EFH abbringen. Er sagt wir schaffen das locker. Verdienen doch nicht schlecht und andere schaffen es auch. Er ist der Optimist und ich glaube ihn. Irgendwann werden wir es schaffen, auch wenn wir vlt noch 5 Jahre warten müssen 💪🏻.

Ja, da kann man natürlich Pech haben mit den Nachbarn. Bei uns geht es zum Glück sehr ruhig und gesittet zu😅

Du hörst dich so an, als würdest du alles sorgfältig planen, dann schafft ihr das ganz sicher und werdet irgendwann euer Traumhaus haben!

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Hallo,

also es gibt meiner Meinung nach nur wenig Möglichkeiten, wie man sich solche teure Immobilien leisten kann.

Entweder man erbt großzügig oder man ist Großverdiener. Ansonsten ist der Hauskauf mit extremen Verzicht verbunden.

Wir hatten extrem Glück, mein Mann ist Großverdiener und wir haben geerbt. So können wir uns problemlos eine Immobilie leisten. Aber auch wir haben die geerbte Bestandsimmobilie gemommen und renoviert, da man aktuell beim Immobilienkauf sehr viel Geld kaputt macht, d.h. wir wohnen auch nicht in einem Neubau EFH.

Ich denke du solltest deine Ansprüche runterschrauben und nach einer Doppelhaushälfte ausschau halten, viele sind mit EFH vergleichbar, wenn sie über einen effizienten Grundriss verfügen.

Wenn man ein Haus das 400.000€ oder mehr kostet mit einem Gehalt finazieren will, dann muss man ohne EK Großverdiener sein. Aber selbst dann muss man ewig abbezahlen. Mein Mann verdient >100.000€ im Jahr und dennoch wüden auch wir solch eine Finazierung deutlich spüren.

Ich will euch von Herzen raten, dass ihr lieber ein Haus kauft, dass ihr euch wirklich leisten könnt, ohne auf alles andere verzichten zu müssen. Bitte hör damit auf zu schauen, was sich die anderen um euch rum alles leisten, aktuell leben sehr viele Familien über ihren Verhältnissen auf pump. Sehr schade wenn man seinen Kindern später noch Schulden vererbt, weil man unbedingt ein neues EFH braucht.
Kinder werden auch glücklich in Eigentumswohnungen, Reihenhäusern und Doppelhaushälften groß. Denn es sollte sich nicht immer alles um Geld und Immobilien drehen. Finde es auch schade, wenn man nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten muss komme was wolle, wegen der Hausfinanzierung. Nicht alle Kinder sind dafür bereit mit 12 Monaten 8-10 Stunden fremdbetreut zu werden. ( Bin kein Gegner der Fremdbetreeung undsere Tochter wurde mit 18 Monaten auch fremdbetreut aber sie war bereit dafür und wir hätten es auch anders regeln können).

Ich wünsche euch gute Entscheidungen und viel Glück bei der Suche nach einer bezahlbaren Immobilie

Herzliche Grüße

Flaps

Danke für deinen Beitrag.

Ein neues EFH möchten wir gar nicht. Wie sind eher auf Bestandsimmobilien aus, auch ältere und kleinere wo man halt anbauen müsste.
Wir schauen sogar nach DHH aber auch die kosten fast so viel wie ein EFH.
Ein RH kommt für uns nicht in Frage, ebenfalls keine ETW. Einfach weil wir zu viele schlechte Erfahrungen hören. Zumal auch die nicht wirklich rapide günstiger sind.

Wir wissen aber das wir nicht übern Limit leben wollen und werden nichts überstürzt finanzieren. Wir halten weiter Ausschau nach Immobilien die in unserem Budget passen und gucken was sich in den nächsten drei Jahren ergibt. Bis dahin können wir einiges an EK ansparen und sehen dann in drei Jahren weiter.
Vlt kommen wir dann zum Entschluss das es halt nur für eine Mietwohnung reicht 🤷‍♀️. Oder wir haben bis dahin mal im Lotto gewonnen 😂.

Hier noch eine Stimme für "adjustiert die Ansichten & Ansprüche"! :-D

Viele haben ja den Traum vom eigenen Haus. Aber hält der Traum auch der Realität stand?

Wir hätten uns auch ein freistehendes Haus leisten können, wollten es aber nicht. Wir haben eine Bestands-ETW in guter Lage genommen und in Eigenregie renoviert. Ich kenne das Leben im EFH - es ist gerade für Kinder ein Traum. Aber es hat auch viele Nachteile - enorm hohe Instandhaltungskosten (nach 30 Jahren muss man praktisch grundsanieren - Dach, Heizung, Isolierung,...), man ist auf's Auto angewiesen, hat relativ lange Wege ins Zentrum, lästige Gartenarbeit, man muss entweder ein guter Heimwerker sein oder braucht Geld um sie zu bezahlen, im Alter oft zu groß und nicht mehr zu bewirtschaften etc...

Es darf eh jeder selbst entscheiden. Letzen Endes war mir(!) eine zentrale Lage sehr wichtig. Ich komme überall hin mit den Öffis, ev. Kinder benötigen keine Taxidienste (darauf hab ich 0 Lust, genauso wenig wie auf Gartenarbeit) wir "sparen" uns das 2.Auto. Außerdem will ich nicht jahrelang nur für ein Haus arbeiten.

Außerdem empfinde ich die Eigentümergemeinschaft als Segen. Irgendetwas am Haus ist kaputt? Jemand anderer kümmert sich drum, ich zahle einfach meinen xx-tel Anteil davon. Herrlich.

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Also, wir sind beide Bankkaufleute - aus einer teuren Stadt.

Wir haben uns „damals“ erstmal eine großzügige MaisonetteWohnung gekauft. Gerechnet haben wir mit nur einem Gehalt, eben weil man ja nie weiß, wie es später mal mit Kindern zB läuft. Wir hatten eine Menge Eigenkapital. Das kam zusammen, da wir keine teuren Urlaube gemacht haben, nur ein altes Auto hatten, ich habe alles Ersparte aus der Jugend (Geburtstag, Abi usw) nie ausgegeben, eben weil ich mal Immobilien wollte, usw. Wir hatten ohne Kinder nichtmal annähernd 2000 Euro an Ausgaben.
Wir haben ein Jahr versucht mit nur dem einen Gehalt über die Runden zu kommen, was wirklich nicht einfach war, so als Berufsanfänger. Und als das geklappt hat, haben wir uns auf Wohnungssuche gemacht.

Nach knapp 5 Jahren haben wir die Wohnung mit Gewinn verkauft und uns ein großes freistehendes Haus gekauft - mittlerweile waren 2 Kinder da, Kind nummer 3 kam kurz drauf.

Ich war 9 Jahre zu Hause (Elternzeit voll genutzt), aber es hat prima geklappt. Ich rechne viel, mache Wochenpläne zum einkaufen, Große Urlaube sind nicht drin gewesen, Kinder waren nicht über mittags in der Betreuung, unsere Möbel sind mittlerweile 12 Jahre alt, wir gehen nicht auf Konzerte und Co. Also ich kann sagen, dass es machbar ist, wenn man möchte. Ich würde aber nie mit zwei vollen Gehältern rechnen. Aus verschiedenen Gründen. Wir haben das beste draus gemacht, viel verzichtet oder zurückgesteckt - und trotzdem toll gelebt.

Und ihr solltet niemals das komplette Eigenkapital benutzen. Wir hatten zB nach Einzug ins Haus ein wasserproblem und mussten buddeln, Hauswand versiegeln usw.

Oder kurz nach Einzug in die Wohnung ging die Heizanlage kaputt, das waren 5.000 Euro fällig.

Meine Geschwister hatten ähnliches und noch viel mehr, was erst nach wenigen Jahren auftrat und sofort repariert werden musste.

Ich muss gestehen, ich hätte nie gedacht das so viele mit nur einem Gehalt kalkulieren.

Für mich unmöglich, aber vermutlich verdiene ich dafür einfach zu wenig, sodass ich als Single hier am Hungertuch nagen würde. So kommt mir das teilweise echt vor wenn ich die Beiträge so lese 😳.
Überrascht mich ehrlich. Das öffnet mir die Augen das wir einfach nicht gut genug verdienen bzw zu spät angefangen haben unsere Zukunft zu planen 🤔.
Ich gestehe, nachm Abi hab ich mir keine Gedanken drum gemacht ob ich mal in 10 Jahren ein Haus haben möchte.
Zudem kommt das mein Partner studiert hat. Frisst auch enorm viel Zeit und Geld.
Aber gut. Ich merke.. Abstand nehmen vom Eigentum.

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Hi,
es gibt die risikoscheuen Menschen, die alles am liebsten absichern möchten, und die risikofreudigen Menschen, die alles auf eine Karte setzen.
Es gibt viele, die die Darlehensrate als Miete sehen. Falls man diese bald nicht mehr bedienen kann, wird verkauft. Aber solange haben sie im schicken Eigenheim gewohnt.
Andere haben evtl. schon Schenkungenen erhalten oder private zinslose Darlehen oder viele Handwerker in der Familie, die sich gegenseitig aushelfen...
Schaut Eure Kosten an: sind alle Versicherungen notwendig? Muss denn jedesmal der Kaffee to go vom Bäcker z. B gekauft werden?
Ich würde mit einem Gehalt planen.( Kind kostet. Kita Gebühren, Schule, zweites Kind, Vollzeit evtl. nicht mehr möglich, einer wird krank länger als 6 Wochen oder länger als 18 Monate...).
Mit dem Kreditrahmen würde ich suchen gehen. Dann könntet ihr noch mit dem zweiten Gehalt den einen oder anderen Urlaub noch machen.
Gefühlt finde ich eine Finanzierung von 400.000€ bei einem Doppelverdienst zu hoch. Aber lässt Euch von mehreren Banken beraten.

Also mir ist wirklich schleierhaft was ihr euch alle mit nur einem Gehalt leisten könnt 🤔.
Zumal ja auch die Frage ist wie die Gehaltsunterschiede sind. Wenn einer „nur“ 1500€ hat, der andere aber 4000€ ist es ja schon ein Unterschied was sich der eine oder andere leisten kann. Fall A kommt vlt auf 100.000€, Fall B auf 250.000€. Welches Gehalt nimmt man? Eigtl das niedrige, denn der muss es ja auch schaffen...
Und wenn so viele so rechnen, frag ich mich wieso hier so viele EFH stehen.
Nein, tut mir Leid. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, auch wenn es natürlich schön ist wenn man so rechnen kann.

Wenn beide bis auf Elternzeit Vollzeit arbeiten müssen, um ein 400.000 € Haus zu finanzieren, dann finde ich die Immobilie für zu teuer. Die Hauskosten (Zinsen, Heizung, Strom, Versicherungen, Reparaturen) sollten 30-40% des Nettoeinkommens nicht überschreiten.
Und ja, es können sich nicht alle solch teuren Immobilien leisten. Schließlich muss man auch immer Geld für außerplanmäßige aber notwendige Reparaturen zurück legen können.

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https://www.google.com/amp/s/amp.wiwo.de/finanzen/immobilien/eigenheim-der-traum-vom-haus-ist-ausgetraeumt/22681810.html

Ein sehr interessanter Artikel ☺️.

Ich glaube, viele rechnen mit dem bestmöglichen Fall und wenn dann etwas passiert, wird improvisiert. Ich bin mir auch sicher, dass in einigen Jahren viele Finanzierungen platzen werden und die Anzahl der Zwangsversteigerungen zunehmen wird.
Freunde von uns haben ohne einen Cent Eigenkapital ein Haus gekauft, die Rate ist auch so hoch, dass dafür beide Gehälter nötig sind. Beide waren beim Kauf über 30! Haben also schon einige Jahre gearbeitet und hätten sparen können. Die Prioritäten lagen aber auf anderen Dingen.

Mein Freund und ich ticken da ganz anders. Wir haben oft Second Hand Klamotten gekauft, für unser Baby habe ich auch sehr viel Gebrauchtes gekauft. Wir gehen nur selten aus, ich weiß gar nicht wann wir zuletzt im Kino waren... Teure Konzerte oder sowas besuchen wir gar nicht. Außerdem haben wir keine teuren Hobbys, Elektronik Spielereien, Klamotten oder Autos. Wir haben immer sehr sparsam gelebt, selbst gekocht, nach Angeboten beim Einkaufen geguckt. Wenn ich immer lese was manche im Monat für "Drogerie" ausgeben, bin ich total verwundert. Das brauchen wir im ganzen Jahr. Und wir gehen trotzdem gepflegt vor die Tür. Das ganze nicht weil wir es müssen sondern weil wir es wollen und das Geld lieber für Dinge ausgeben die uns wichtiger sind. Das ist z. B. die teurere Milch wo man glaubt man unterstützt die Bauern oder mehrere schöne Urlaube. In einem Jahr hat es sich so ergeben, dass wir weit über 10.000€ für verschiedene Reisen ausgegeben haben. Aber das waren tolle Erfahrungen die uns niemand mehr nehmen kann. Viele unserer Freunde verstehen nicht, warum wir so aufs Geld achten denn wir verdienen beide sehr gut und müssten es nicht. Aber wir wussten auch, dass wir mal ein Haus wollen und haben darauf gespart.
Da wir insgesamt sehr sparsam leben, haben wir für unseren Hauskauf ca. 50% Eigenkapital. Und ja, wir rechnen die Finanzierung auch nur mit einem Gehalt. Mein Freund verdient sogar weniger als ich und selbst wenn ich nach der Geburt nicht mehr arbeite, haben wir keine Probleme die Raten zu zahlen. Wir könnten auch auf 15 Jahre finanzieren aber wir gehen lieber auf Nummer sicher und machen 20 Jahre mit einer ca. 180€ niedrigeren Rate fest. Wenn man dann doch Geld übrig hat, wird es in die Sondertilgung gesteckt.

Zum Thema Sondertilgung: die wird sehr häufig in den Verträgen vereinbart und viele nehmen sich auch vor diese Zahlungen zu leisten. Ich kenne aber niemanden, der es tatsächlich auch durchgezogen hat. Da ist mal es kaputt oder man kauft doch lieber das neue Auto oder fährt in den Urlaub. Also hier realistisch bleiben und genau überlegen wie viel Geld tatsächlich für sondertilgungen zur Verfügung steht ohne dass man auf wirklich alles verzichten muss. Denn das wird man für die nächsten 20 Jahre bestimmt nicht wollen...

Danke für deinen Beitrag.

50% Eigenkapital ist eine ordentliche Summe.
In Anbetracht dessen das wir erst seit vier Jahren sparen, trotzdem gut Urlaubsgeld gelassen haben und ein Auto cash bezahlt haben, finde ich unser Vermögen gar nicht so verkehrt.
Wenn wir das 3-5 Jahre so durchziehen ohne die großen Urlaube und natürlich ohne ein neues Auto (soll ja jetzt fahren bis zum Zerfall) sollten wir auch ein sehr gutes Eigenkapital aufgebaut haben.
Vlt bekomm ich etwas Panik... Angst das es in 5 Jahren keine Häuser mehr gibt oder die Preise bei einer halben Mille liegen.
Und zu spekulieren ob Leute ihre Häuser nicht mehr finanzieren können ist natürlich auch gewagt 🤔.
Aber ja, wir werden die Zeit in der Whg mit unserem Würmchen überleben, auch wenn wir ihm nicht gleich den tollen Garten bieten können 😒.

Moin,

zum einen erscheint mir die Summe recht hoch, hängt natürlich davon ab wo ihr wohnt.

Wir haben es so gerechnet dass wir alles mit nur einem Gehalt wuppen könnten. Dann wären klar nur wenig Urlaube und wenig "Luxus" drin aber gehen würde es.

Gerade mit Kind fände ich es sinnvoll entweder es so zu rechnen oder zumindest mit dem Bankberater durchspielen welche Möglichkeiten Ihr hättet wenn Dein Gehalt ausfällt oder geringer ist. Wir hatten Glück dass wir so gerechnet hatten, wir bekamen ein Extremfrühchen, er hatte gesundheitliche Probleme und ich konnte daher nicht wie geplant nach einem Jahr arbeiten gehen, zumindest war es die Empfehlung der Ärzte. Auch jetzt mit Therapien und allem nachmittags ist eigentlich nur ein Halbtagsjob gut machbar, alles andere ginge klar irgendwie, wäre aber nicht das Leben das ich leben möchte. Da brauch ich dann auch kein Haus mehr.

Ich sehe in einem Haus auch immer die Möglichkeit autark zu sein. Wir haben Solartheramie, Photovoltaik, rechnen gerade durch welche Möglichkeiten in wir haben eine neue Heizanlage zu installieren und was da sinnvoll wäre, als nächstens Projekt wird Regenwasserauffang und -nutzung auf dem Plan stehen weil ich fürchte dass da der nächste Engpass auf uns zukommen könnte. Ein Garten kann auch abwerfen, vor allem wenn man Lust hat zu Gärtnern was ich gerade mit Kind immer sehr schön finde, man kann die Löcher für Salate auch mit Stöckchen markieren und den Kleinen dann mit dem Sandkastenbagger buddeln lassen statt dumpf neben dem im Sandkasten spielenden Kind zu hocken, Gießen ist für Kinder eh ein Happening, ... :-) Man muss da auch nicht alles im Baumarkt kaufen, mit ein bisschen Übung kann man das meiste selber ziehen und ich denk mir immer wenn alle Stricke reißen graben wir den Rasen um und legen Kartoffeln #schwitz
Aber auch jetzt, alleine mit dem Beerenobst, Tomaten, Gurken, und 2 Gemüsebeeten haben wir im Sommer fast immer Salate, Gemüse, der Kleine füllt seit Wochen seine Brotzeitbox im Garten. Und alles im Prinzip Bio.

Zu dem "was ist wenn dann der Hauptverdiener ausfällt". - erstens kann man das meiste was passieren könnte ja absichern, du schreibst ja LV, BV, UV alles da. Wenn es nur eine Weile ist wie Arbeitslosigkeit ... das sollte man vorher mit der Bank klären, wie lange und ob Raten verringert werden können etc. Und sonst, wenn es längerfristig ist, Tod, schwere Krankheit etc, dann denke ich immer würfelt sowas eh Dein komplettes Leben durcheinander. Dann ist eh die Frage ob Du das Haus noch willst oder wie alles wird....

Alles Liebe,
WuschElke

Ich denke es hängt davon ab wie viel Eigenkapital du hast. Ich würde an eurer Stelle versuchen erstmal etwas Eigenkapital zu ersparen.
Wir haben uns letztes Jahr ein Haus gekauft und zahlen jetzt wesentlich weniger wie wir für Miete ausgeben müssten. Auch die Nebenkosten sind nicht wirklich höher wie vor dem Hauskauf. Wir hatten allerdings Eigenkapital, mit unseren Einkommen hätten wir uns das Haus nie leisten können.

Wir hatten uns vor knapp 15 Jahren eine Wohnung gekauft, mit dem Umzug bin ich ungeplant Schwanger geworden und mein Mann hat seinen Job verloren. Was soll ich sagen, es ging trotzdem, Miete muss ich ja auch irgendwie bezahlen. Man muss sich halt auf einigen Gebieten einschränken aber das war es auf jeden Fall wert, jedenfalls bei uns.

Wir haben es nie bereut und was eigenes zu kaufen, das ist die beste Altersabsicherung die man haben kann. Dafür machen wir weniger bzw günstigere Urlaube wie früher und leben auch sonst sparsam, was aber nicht heisst wir gönnen uns garnichts 😉.

LG
Visilo

Huhu,


die Preise für Bestandsimmobilien bzw. bei Neubauten sind derzeit enorm hoch, da aufgrund der niedrigen Zinsen bzw. mangels Wohnraum auch viele Eigentum erwerben, die es sich eigentlich nicht leisten können.

Bei vielen ist nach 30 Jahren noch nicht einmal das Haus abbezahlt. Gleichzeitig muss man mit Einzug auch schon wieder Rücklagen schaffen für kommende Modernisierungen etc.

Was bringt einem ein Haus wenn man beim Essen spart und Urlaub gar nicht mehr drin ist.

Leider habe ich beruflich auch mit Leuten zu tun, die sich hier schon durch den Hausbau/kauf übernommen haben.

Eine gesunde realistische Sicht ist sicherlich nicht verkehrt.

Und den rat wenn man es sich nicht mehr leisten kann, einfach zu verkaufen, finde ich auch sehr gewagt. Wer weiß wie sich Häuser in 10 Jahren verkaufen lassen.

LG