Hauskauf / Keller feucht . Was tun?

    • (1) 01.09.18 - 12:38

      Hallo
      Wir haben demnächst einen Besichtigungstermin für ein Haus, dass wohl feuchte Stellen im Keller haben soll. Ausmaß ist uns noch nicht bekannt bzw. woher die Nässe kommt. Trotzdem wollen wir es uns mal anschauen. Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass die Nässe von außen kommt und wir rund ums Haus ausbaggern müssten und dann alles neu mit Folie oder was auch immer neu abgedichtet werden muss. Das Haus ist ca. 9m×10m . Hat jemand eine Ahnung, was so etwas ungefähr kostet ?
      Lg

      • Wie teuer so etwas wird, kann ich nicht sagen. Aber an eurer Stelle würde ich bei ernsthaftem Interesse einen Sachverständigen oder einen Architekten mitnehmen. Die können das Ausmaß der Feuchtigkeit besser beurteilen, kennen Gegenmaßnahmen und wissen auch, wie teuer so etwas werden kann.

        1 Seite etwa 20.000€. 4 Seiten werden - relativ betrachtet - dann sicher günstiger. Kommt auch drauf an, in welcher Region ihr lebt.

        (4) 01.09.18 - 15:47

        200.000 € hat ein Bekannter bezahlt, ich würde das Haus auf keinen Fall kaufen. Mir fällt kein Baumangel ein, der schlimmer sein könnte.

        • Nicht unbedingt. Fast alle Häuser haben irgendwann mal Feuchtigkeit im Keller, da gibt es Riesenunterschiede der Art und Ausmaß. Oft reicht sogar nur ein Trocknen aus.

          Schaut es Euch mal an, am besten mit einem versierten Handwerker und bei Interesse lasst Euch ein Baugutachten machen.

      Das kommt ja auf die Ursache an. Eine defekte Leitung ist wohl einfacher behoben wie eine undichte Bodenplatte.
      Stellt sich ja auch die Frage, wie lange der Keller feucht ist und warum bislang nichts unternommen wurde.

    • Feuchtigkeit im Keller wäre für mich ein absolutes Ausschlusskriterium für einen Hauskauf. Wie du schreibst, ist nicht mal bekannt, was die Ursache ist, das kann also finanziell ein Fass ohne Boden werden.

      Was anderes wäre es, wenn das euer Traumhaus ist und ihr so viel Geld im Rücken habt, dass die Kosten egal sind.

      Hallo!
      Also wir haben ein solches Haus gekauft (mein Mann ist Architekt und hat ein Bauunternehmen und er fand das wäre kein unlösbares Problem :-). Kauf also ohne größere Bedenken, eine Wand im Keller war feucht, das Haus liegt in Hanglage und an dieser Seite drückte das Wasser bei Regen.
      Wir haben diese Seite aufbaggern lassen, für einen ordentlichen Abfluss des Regenwassers gesorgt, neu abgedichtet etc. Lag so um die 20.000€.
      Keller ist seitdem trocken.

      LG

      So pauschal kann man das nicht sagen. Für eine richtige Bewertung müsst ihr das große Ganze betrachten.
      Welches Baujahr hat das Haus? Ist das Haus unterkellert und liegt der Keller vom Haus zugänglich oder über eine Außentreppe? Ist es eine Hanglage oder liegt an einem Gewässer, Bach o.ä.? Gibt es eine Drainage? Auf welchem Untergrund wurde gebaut und gibt es eine Bodenplatte?

      Geht zu dem Termin und schaut es euch an. Bei Interesse würde ich auf jeden Fall einen weiteren Termin mit einem Bausachverständigen vereinbaren. Niemals auf Maklerangaben verlassen! Die wollen in erster Linie verkaufen. Gerade bei Feuchtigkeit könntet ihr auch einen Hausschwamm haben und das geht ins unendliche.

      Wir selbst haben vor 9 Monaten ein Haus aus den 30ern gekauft. Da ist natürlich nicht alles dicht, aber der Keller ist nur von außen zugänglich und relativ trocken. Bei starkem Regen drückt natürlich das Grundwasser und wir hatten schon Pfützen drin. Dafür lagern wir dort dann aber nichts das nicht nass werden darf. Die Wohnräume selbst sind alle trocken.

      Wenn es Grundwasser ist, dann könnt ihr von außen noch nachträglich eine Drainage legen. Sollte es nicht dauerhaft von außen trocken zu legen sein, dann würde ich im Innenbereich noch über einen Sanierputz (Achtung teuer!) nachdenken. Holt euch auf jeden Fall Beratung! Lieber vorher das Geld dafür investieren, als euch hinterher ärgern!

      (10) 01.09.18 - 18:20

      Hallo, wir haben 2016 unser Haus gekauft, Bj 1954, und haben den Keller letztes Jahr im Sommer nachträglich trocken gelegt. Es kam eine Erdbaufirma, die haben ausgehoben und danach wieder zugeschüttet. In Eigenleistung haben wir Bitumenmasse und Folie aufgetragen. Jetzt ist der Keller trocken, es riecht auch nicht mehr feucht.

      Insgesamt haben wir ca 3000€ bezahlt, davon waren ca 1000€ für die Erdbaufirma, Rest war Materialkosten. Lg

      • (11) 01.09.18 - 18:22

        Achso, unser Haus hat auch ca 9x10 m.

        Die Feuchtigkeit kam bei uns daher, dass eben die Wände nicht abgedichtet waren. Waren einfache Ziegelmauern und dass Regenwasser lief immer zu den Hausmauern.

    (12) 02.09.18 - 17:19

    Das Problem ist, dass so ein feuchter Keller eine Büchse der Pandorra sein kann. Tatsächlich kann es dir passieren, dass ein Gutachter sagt: "Ich denke, es ist X." Dann baggerst du aus, machst X, verfüllst wieder - immer noch feucht. Weil zu Xnoch Y und Z hinzukommt und bei ganz großem Pech A, B und C zusätzlich.

    Falls ihr einen Gutachter heranzieht, guckt euch nach einem GUTEN um. Der genau
    darauf spezialisiert ist.

    Ihr könnt selbstverständlich auch Glück haben, Ursache X wird gefunden und es ist auch wirklich Ursache X.

    Aber bei Wasser, und gerade im Keller - wo man erstmal ausbaggern muss - wäre ich sehr vorsichtig.

    LG

    Hallo
    Ich danke euch allen für eure Erfahrungen, Meinungen und Tips.
    Lg

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