Zaun zwischen den Grundstücken

    • (1) 01.09.18 - 16:50

      Hallo,

      Unser Nachbar vor uns möchte seine Hecke rausreißen und durch einen Zaun ersetzen. Wir sollten uns an den Kosten des Zaunes beteiligen.

      Kann mir jemand sagen, wie es damit aussieht? Muss ich für unser Grundstück anteilig Zaun bezahlen?

      Als er seine Hecke gepflanzt hat, gab es unser Baugebiete noch nicht.

      LG, Katrin

      • (2) 01.09.18 - 17:46

        Im Gegenteil, er muss mit seinem Zaun auf seinem Grundstück bleiben.

        Willst du denn überhaupt einen Zaun? Falls ja, würde ich mich dran beteiligen.

        Der ist ja drollig! ER möchte einen Zaun, stellt ihn auf SEINEM Grundstück (!!) auf (NICHT auf die Grenze!), ER bezahlt ihn. Ihr habt damit überhaupt nichts zutun. Das würde ich ihm freundlich auch genau so mitteilen.
        VG

          • Nein, musst du nicht, aber er bräuchte DEIN Einverständnis. Ich würde einen Zaun NIEMALS auf die Grenze stellen. Entweder ist es MEINER oder SEINER - und entweder komme ICH für die Kosten auf oder ER (auch Instandhaltung). Kumpanie ist Lumperie. So ein "wir beide" würde ich nie eingehen mit Nachbarn. Gibt nur Ärger. 20 cm Abstand von der Grenze reichen ja schon. VG

          (7) 01.09.18 - 18:16

          Nachfolgend mal ein Auszug aus dem Nachbarschaftsrecht Schleswig Holstein:
          § 28 Allgemeine Einfriedigungspflicht

          (1) Innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils ist der Eigentümer eines bebauten oder gewerblich genutzten Grundstücks auf Verlangen des Eigentümer des Nachbargrundstücks verpflichtet, sein Grundstück an der gemeinsamen Grenze einzufriedigen und die Einfriedigung zu unterhalten, soweit die Grenze nicht mit Gebäuden besetzt ist.
          (2) Sind beide Grundstücke bebaut oder gewerblich genutzt, so sind beide Eigentümer gegenseitig verpflichtet, bei der Errichtung und Unterhaltung der Einfriedigung mitzuwirken, wenn einer von ihnen es verlangt. Jeder Eigentümer kann von dem anderen eine dem Interesse beider nach billigem Ermessen entsprechende Mitwirkung verlangen.

          § 31 Beschaffenheit der Einfriedigung

          (1) Die Einfriedigung muß ortsüblich sein; läßt sich eine Ortsüblichkeit nicht feststellen, so ist ein etwa 1,20 m hoher Zaun aus Maschendraht zu errichten. Schreiben öffentlich-rechtliche Vorschriften eine andere Art der Einfriedigung vor, so tritt diese an die Stelle denn Satz 1 genannten Einfriedigungsart.
          (2) Bietet die Einfriedigung nach Absatz 1 keinen angemessenen Schutz vor Beeinträchtigungen, die von einem einzufriedigenden Grundstück ausgehen, so ist die Einfriedigung in dem erforderlichen Umfang zu verstärken, zu erhöhen oder zu vertiefen.


          § 32 Kosten der Errichtung und Unterhaltung

          (1) Die Kosten der Errichtung und Unterhaltung der Einfriedigung tragen im Falle des § 28 Abs. 2 die Grundstückseigentümer je zur Hälfte. Dies gilt auch, wenn die Einfriedigung ganz auf einem der beiden Grundstücke errichtet ist.
          (2) Die bei einer Einfriedigung nach § 31 Abs. 2 gegenüber einer Einfriedigung nach § 31 Abs. 1 entstehenden Mehrkosten der Errichtung und Unterhaltung trägt der Eigentümer, von dessen Grundstück die Beeinträchtigungen ausgehen. Wird eine Einfriedigung nach § 31 Abs. 2 nachträglich erforderlich, so ist sie von dem Eigentümer, von dessen Grundstück die Beeinträchtigungen ausgehen, auf eigene Kosten herzustellen, wenn der Eigentümer des anderen Grundstück es verlangt.

          • Wird eine Einfriedigung nach § 31 Abs. 2 nachträglich erforderlich, so ist sie von dem Eigentümer, von dessen Grundstück die Beeinträchtigungen ausgehen, auf eigene Kosten herzustellen, wenn der Eigentümer des anderen Grundstück es verlangt.

            • (9) 01.09.18 - 18:26

              Ja aber die TE hat ja bei sich keinen Zaun scheinbar. Also könnte der Nachbar seine Büsche rausreißen und dann auf einen Zaun bestehen, den die TE bauen soll.

              Andersrum geht das halt auch, aber man kann das pauschal nicht so einfach sagen.

              (10) 01.09.18 - 18:27

              Und es geht dabei ja nur um §31.2, der nur besagt, wie die Regelungen sind, wenn ein Madchendraht nicht ausreicht und bezieht sich somit nicht auf 31.1

          (11) 01.09.18 - 19:19

          Das ist doch in jedem Bundesland anders, evtl. gibt es auch einen Bebauungsplan.

(12) 01.09.18 - 18:15

Ich muss leider meinen Vorrednerinnen widersprechen.

Es gibt dafür ein Gesetz und einen Paragraphen.

Einfriedungspflicht nennt sich das. Ich meine Paragraph 28 Nachbarrechtsgesetz.

Allerdings gilt die Teilung der Kosten nur für einen einfachen Madchendraht. Will er was anderes muss er die Mehrkosten übernehmen und ihr nur 50% von dem, was ein Madchendraht gekostet hätte.

Bei der Stadt/Gemeinde nachfragen! Es ist von Ort zu Ort verschieden.
Bei uns zB müssen wir uns mit den Nachbarn einigen und die Kosten teilen. (Neubaugebiet)

Bei meiner Mutter muss man von der Straße aus gesehen die rechte Seite zahlen.

Evtl gibt’s die Bauvorschriften online?

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