Kreative Modelle zum Eigentumserwerb gesucht....

    • (1) 20.09.18 - 20:18

      Hallo zusammen,

      wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns kein Eigenheim leisten können, ohne das uns jemand aus der Familie hilft.
      Natürlich setzt dies voraus, dass uns auch geholfen werden will.
      Soweit es uns bekannt ist, haben alle Ihr Häuschen oder weitere Immobilien schon längst abbezahlt oder verfügen über Einkommen, welches weit über dem unseren liegt.

      Hat jemand Ideen oder bereits selbst Erfahrungen damit gesammelt?
      Geld privat zu verleihen? Sich zu beteiligen an Neubauten oder Immobilien? Gründung von Gesellschaften, um interessante Beteiligungsmodelle zu ermöglichen ? Zwei- oder Mehrfamilienhäuser?

      Mich würde es einfach interessieren, was andere gemacht haben, außer vielleicht den Plan eines Eigenheims zu begraben.

      Mrbecks33

      • (2) 20.09.18 - 21:52

        Hallo,
        wieso könnt Ihr nicht Geld von der Bank leihen? Warum sollte dies die Familie tun?
        Das erschließt sich mir nicht. Wenn Ihr die Leihgabe an die Familie zurückzahlen würdet, könnt Ihr es der Bank doch genauso zurückzahlen, ohne das Risiko vergifteter Beziehungen.....
        Ansonsten könnt Ihr nach Baugruppen in Eurer Umgebung suchen oder selbst eine gründen (idealerweise als Genossenschaft), wenn Ihr Leute kennt, denen es ähnlich geht und die ähnliche Vorstellungen haben.
        Aber Geld kostet es leider alles.....der sicherste Weg zur Kostenersparnis liegt in der radikalen Reduktion der Ansprüche, Stichwort „tiny house“. Es gibt tatsächlich Familien, die zu viert auf 50 qm wohnen und zurechtkommen. Die haben natürlich kein Problem mit der Finanzierung. Vielleicht aus der Not eine Tugend machen?

        • (3) 02.10.18 - 11:43

          Tolle Idee...zu viert auf 50 m2.....

          • (4) 03.10.18 - 20:49

            Kannst Dich ja mal erkundigen, wie viel Wohnraum Familien in weniger privilegierten Gegenden der Welt zur Verfügung haben, z.B. Südostasien.
            Da wären viele froh über 50qm für ihre Familie.
            Und wenn das Geld nun mal für ein großes Haus nicht reicht, was willste machen?
            Ewig jammern oder einschränken, mehr bleibt wohl nicht.

      bei dem aktuellen niedrigzins würde ich nichts von der familie leihen, sondern direkt von der bank. privatkredite bringen nur ärger, ich würde da persönlich von abraten. und vielleicht nicht immer ans häuschen im grünen denken, eine eigentumswohnung kann auch gut sein - und ist oft kleiner und dadurch dann auch günstiger.

      • (6) 21.09.18 - 21:39

        Also bei uns kosten Eigentumswohnungen meist mehr als Eigenheime. Warum? Weil bei uns Wohnungen Stadtnah genaut werden und Häuser außerhalb...

      • (7) 24.09.18 - 21:43

        Wer sich bei den momentan niedrigen Zinsen bis über die Ohren verschuldet, der wird bei einem Zinsanstieg in der Zwangsversteigerung landen.

        Ich wette heute schon darauf, dass in ca. 10 - 15 Jahren die Zeitungen voll sind mit Immobilien zur Zwangsversteigerung.

        • (8) 25.09.18 - 14:16

          Sorry, aber diese dummen Sprüche höre ich jeden Tag von Laien. Wer jetzt in der Niedrigzinsphase nicht gierig wird und den allerniedrigsten Zins will, der kann sehr lange Zinsbindungen zu immernoch sehr guten Konditionen abschließen. Dann weiß man genau, was bis zum letzten Tag abzuzahlen ist. Und dann droht einem auch keine Zwangsversteigerung. So ein Unsinn!

    Wofür benötigt ihr ein "Eigenheim"? Vor allem, wenn schon abzusehen ist, dass es einem nie gehören wird?

(11) 20.09.18 - 22:34

Ich gebe dir mal einen Gedankenstoß, auch wenn das vielleicht nicht ist, was du erwartet hast:

Ich erlebe es beruflich immer wieder, dass Familien unbedingt eine Immobilie - am besten ein freistehendes Einfamilienhaus - erwerben möchten. Oft sind die Kinder schon in der Schule. Die reißen sich dann finanziell den Arxxx auf, um mit 60 das Haus abbezahlt zu haben. Da sind die Kinder aber längst aus dem Haus und die Eltern sitzen dann in dem zu großen Haus.

Kinder bleiben vielleicht 18-20 Jahre zu Hause, ein Haus zahlt man i.d.R. aber 25-30 Jahre ab. Sorry, aber das macht einfach keinen Sinn. In der Zeit, in der die Kinder dann durch Studium, etc. richtig kostenintensiv werden, muss man immernoch das Haus abbezahlen.

Ich kann daher nur folgendes empfehlen: Jetzt eine Wohnung kaufen, in der man später
als Paar leben kann. z.B. auch etwas zentraler und deutlich kleiner als jetzt ein EFH wäre. Diese Wohnung vermietet man, im Bestfall trägt sie sich selbst oder man muss halt jeden Monat was drauf legen (quasi als Altersvorsorge). Solch eine Kapitalanlage ist dann im abbezahlt, wenn die Kinder studieren gehen. Dann können die Mieteinnahmen zur Finanzierung des Studiums verwendet werden. Oder man zieht dann selbst als Paar in die Wohnung und spart sich die Miete fürs Haus.

Das Ziel sollte auf jeden Fall sein in der Rente mietfrei zu leben, aber auch nicht die enormen Nebenkosten eines EFH am Hals zu haben inkl. der Arbeit im Garten, etc.

Und vielleicht könnt ihr das auch alleine stemmen, ohne Hilfe aus der Familie?!

  • (12) 20.09.18 - 23:32

    Aber ein Hauskauf ist doch nichts unwiderrufliches, oder? Warum als Familie in einer zu kleinen Wohnung leben, damit man es später im Alter passend hat? Vielleicht wird man nie alt? Warum ein Haus behalten, wenn man alt und alleine ist?

    Man kann auch ein nicht fertig abbezahltes Haus verkaufen. Und zwar dann wenn das Haus nicht mehr zum Leben past. Meistens bleibt Geld über, meistens reicht es für eine Wohnung. Ich sehe es relativ entspannt, im schlimmsten Fall hat man es Jahre lang abbezahlt und es bleibt nach dem Verkauf nich viel Geld über. Dann ist es so, als ob man zur Miete gewohnt hätte, oder?

    K

    • Genau das wollte ich auch schreiben.
      Wir haben so gebaut, dass wir im Keller eine Einliegerwohnung haben/hätten. Erst für unsere Tochter, dann vielleicht später für einen meiner Eltern, später dann für einen Berufspendler, Student oder so.
      So wäre das Haus nicht mehr zu groß für 2 ;-)

      • Ich finde einfach die Mentalität „um jeden Preis an den Sachen festhalten“ nicht gut. Menschen lässt man kommen und gehen und die Sachen will man für immer haben.... ;-)
        Eigentum kann man kaufen und verkaufen, es muss zum Leben passen und zwar jetzt, nicht gestern und nicht morgen, nicht irgendwann. Man lebt da drin heute.

        ;-)
        K

        • (15) 21.09.18 - 08:17

          Sehe ich auch so...daher muss man manche Dinge vielleicht gar nicht besitzen (bzw. nicht selbst in seinem Besitz leben).

          Das mit dem Kaufen und Verkaufen ist super, wenn man das alles mit der Portokasse macht und keinen Kredit laufen hat oder die Vabk mitspielt. Ansonsten wird es teuer, wenn man nach weniger als 10 Jahren aus seiner Finanzierung raus will.

          Aber natürlich hängt man auch an etwas, das einen schon das ganze Leben begleitet hat und gerade, wenn man das selbst Haus gebaut hat, kann ich mir schon vorstellen, wie schwer es sein muss, das zu verlassen.
          An unserem Haus hängen schon nach 6 Jahren so viele Erinnerungen ... einfach wird das irgendwann nicht werden, falls wir es verlassen müssten, aber wir werden sehen, was die Zeit noch so bringt ;-)

          (17) 22.09.18 - 13:10

          Sehe ich auch so wie du es schreibst. Wir haben vor einem Jahr ein EFH gebaut, passend zu dritt mit 120qm auf 2 Etagen. Um uns herum bauen viele Bungalows um im Alter nicht mehr Treppen steigen zu müssen. Warum wir das nicht auch so machen werden wir gefragt. Diese Begründung finde ich immer total blöd. Mir gefällt der Bungalowstil nicht und ich denke wenn ich nicht mehr in der Lage bin Treppen zu steigen, kann ich auch kein Haus mit Grundstück mehr bewirtschaften also verkaufe ich das Haus und ziehe in eine altersgerechte Wohnung. Mir soll es doch JETZT gefallen und meinen Ansprüchen im Hier und Heute gerecht werden.

      Das wäre ja eventuell ein Modell für den TE. Ein Haus mit kleiner Einliegerwohnung, mit der Mieteinnahme stottert er den Privatkredit ab. Dann muss er natürlich den Bankkredit ohne diese Mieteinnahme abstottern können.

      Ich wäre aber vorsichtig mit so einer Einliegerwohnung. Für Kinder/Eltern ist das toll. Je nach Lage findet man aber keinen normalen Mieter für soetwas, weil es den Bedarf nicht gibt. Ist es auf dem Land wird man dafür wohl keinen Berufspendler oder Studenten finden.

(19) 21.09.18 - 08:13

Du hast mich nicht richtig verstanden. Es macht wirtschaftlich einfach mehr Sinn als Familie in einem Haus zur Miete zu wohnen. Man soll nicht in einer zu kleinen Wohnung leben ;-).

Klar, kann man ein Haus auch wieder verkaufen. Nur dann fallen ggf. hohe Vorfälligkeitszinsen an. Je nachdem wo man kauft, vor allem im ländlichen Raum, hat die Immobilie womöglich an Wert verloren, man muss lange nach Käufern suchen, etc.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht - ganz ohne Emotionen - macht das von mir skizzierte Modell einfach mehr Sinn. Und gerade wenn man sich mit einem Hauskauf ggf. übernimmt, eine kleine Wohnung aber problemlos stemmen könnte, sollte man darüber nachdenken.

Ich sage ja nicht, dass keiner mehr ein EFH kaufen soll ;-)

  • (20) 21.09.18 - 19:13

    Du darfst aber nicht vergessen, dass ein Eigenheim zum Mieten sehr schwer zu finden ist. Da kannst du sehr lange in der zu kleinen Wohnung bleiben müssen.

    • (21) 21.09.18 - 19:19

      Kommt auf die Region an. Der TE schreibt aber gar nicht, dass die jetzige Wohnsituation zu klein ist, sondern lediglich der Wunsch nach was eigenem besteht.

(22) 22.09.18 - 22:57

Hallo,

Wir haben auch gebaut, vier Personen auf 150 qm. Die Kids haben je ein großes Zimmer mit einer Galerie, also etwa so 20 qm pro Zimmer.
Wenn unsere Kinder eines Tages ausgezogen sind, bleiben ihre Zimmer erhalten. Einfach weil sie so immer wieder nach Hause kommen können und viel eigenen Platz haben. Da passt dann auch der Partner und Kinder mit rein wenn sie bei uns Ferien machen wollen zum Beispiel.

Gruß
Mona ;)

(23) 24.09.18 - 21:39

Diese Denkweise werde ich nie verstehen. Vorausgesetzt das Geld für ein Haus ist da oder es ist finanzierbar, warum dann nicht ein Haus kaufen? Wenn die Kinder aus dem Haus sind, das Haus dann zu groß ist, dann wird es verkauft und eine Wohnung gekauft.

So haben wir es gemacht. Kinder aus dem Haus, großes Haus verkauft, schöne Penthouse-Wohnung gekauft. Wir leben glücklich und zufrieden.

Was die Vermietung betrifft: wenn das Geld für eine Immobilie schon knapp ist, dann muss nur aus irgendwelchen Gründen die Mieteinnahme ausfallen, eventuell muss man den Mieter noch rausklagen etc. Das ist Harakiri.

  • (24) 25.09.18 - 14:24

    Das mag stimmen in einem Ballunsraum. Im ländlichen Bereich sieht es ganz anders aus, da weißt du nämlich gar nicht, ob du das Haus dann später los wirst. In Regionen, die mit Abeanderung zu kämpfen haben sitzt du dann im Alter womöglich in deinem großen Haus, es will keiner kaufen und du kannst daher leider kein Kapital frei spielen für eine altersgerechte Wohnung in einer Gegend mit guter Infrastruktur. Das hat alles zwei Seiten.

    Und faktisch ist es eben nicht wirtschaftlich sein Wohneigentum selbst zu bewohnen, ganz unemotional betrachtet.

    Zum Risiko als Vermieter: klar gibt es das. Fakt ist aber, dass sich in gefragten Gegenden die Wohnungen von selbst tragen und man ggf. sogar einen keinen Überschuss hat um ein Puffer für Notfälle aufzubauen. Zudem sind die Mieterwechsel immer in längeren Abständen, da es immer wenige Alterativwohnungen gibt.

    Beim Wohnen im EFH ist auch nichts ohne Risiko.

    • Ich habe um Übrigen ein Modell vorgeschlagen, über das man nachdenken sollte, wenn es finanziell mit dem Haus eng wird. Du schreibst ja selbst „Vorausgesetzt es geht finanziell“... Ich sage ja nicht, dass niemand ein EFH kaufen soll, um Himmels Willen. Ich sage nur: bei wem es für ein EFH nicht reicht, der sollte über eine Alternative nachdenken statt gar keine Immobilie zu kaufen.

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