Nachtspeicherheizung im Altbau

    • (1) 24.09.18 - 12:38

      Hello!

      Wir haben ein Angebot für ein schönes Haus im Altbaustil bekommen.
      Der einzige Nachteil daran ist, dass dieses noch eine Nachtspeicherheizung hat.
      Blöd nur, dass das gute Stück Nachtspeicheröfen hat. Von dem habe ich aber keine Ahnung.

      Ist der Verbrauch sehr hoch? Wie sieht es damit den Kosten aus?

      Vielleicht hat jemand hier eine Nachtspeicherheizung und könnte seine/ihre Erfahrungen mit uns teilen!

      Danke

      • Hey!

        Ja der Verbrauch ist bei solchen Öfen ganz schon hoch, auch das mit dem Niederstrom ist nicht mehr so effektiv wie vorher, da die Kosten dafür ja auch schon gestiegen sind. Außerdem sind diese Nachtspeicheröfen mittlerweile überhaupt nicht mehr effizient.

        Ich würde dir auf jeden Fall anraten, dass du Heizung austauschst, wenn du das Haus nimmst. Immerhin könnte es in naher Zukunft soweit sein, dass die Nachtspeicheröfen gänzlich verboten werden: https://infrarotarena.com/magazin/p/3533/sind-nachtspeicher-bald-verboten-noch-erlaubt-bis-wann/

        (3) 24.09.18 - 21:44

        Hallo, wir haben vor zwei Jahren in unserem Haus die Nachtspeicheröfen ausgetauscht.
        Wir haben ein Reihenmittelhaus mit 120qm und hatten einen Jahresverbrauch von knapp 2400 an Stromkosten für die Heizung. Es gab nur Nachteile, denn morgens war es warm, gegen Abend wurde es kühler und man musste über den Thermostat mittels Gebläse "schnellwärmen". Genaus wenig konnte man kurzfristige Änderungen des Wetters abfangen. Das was man am Tag vorher eingestellt hatte, wurde an Wärme abgegeben. Ziemlich ätzend.

        Wir haben dann bei der Sanierung eine Luft-Wärme-Pumpe installieren lassen und können nun mit den entsprechenden Heizkörper im Sommer auch Kühlen und ggf. Klimatisieren (man bekommt den Raum dadurch 4-6 Grad kühler).
        Unsere Stromkosten für diese Anlage liegen nun nur noch bei 790€ im Jahr. Also wesentlich weniger.

        Und grade in einem Altbau, der eventuell nicht gut gedämmt ist, können solche Nachtspeicheröfen ganz schöne Geldschleudern sein.
        Ich wäre da sehr vorsichtig.

        Lg Lisa

        Nachtspeicheröfen? NIEMALS WIEDER!!!

        Wir haben monatliche Heizkosten von 180,-€ gehabt.
        Im Winter war es Morgends total kuschelig Warm wenn wir Arbeiten waren, wenn dann Abends alle Zuhaus waren saßen wir mit Decken und Heizlüfter rum weil es so Kalt war.
        Da die Wärme über den Tag aufgebraucht wurde...

        Bei unserem Auszug kam die Dicke Nachzahlung für 3 Monate (Im April ausgezogen) durften wir über 1000,-€ auf den Tisch legen weil der Winter so Kalt war...

        Unsere Öfen könnte man auch nicht richtig Regulieren die waren entweder "Arktisgletscher" oder "Höllenfeuer" unser Sohn hat sich an so einem Mistding eine schöne Beandblaae zugezogen weil er mit dem Rücken gegen die Heizung gefallen ist....

        Ich würde nieeeee wieder in ein Haus mit Nachtspeicher einziehen.

        • Hallo,
          dann müssen das aber alte Heizungen gewesen sein. Die neuen Modelle werden zwar gut warm von aussen, aber nicht so, dass man sich verbrennt. Bei uns sind die Öfen nämlich immer willkommene Sitzgelegenheiten, wenn man im Winter durchgefroren nach Hause kommt.
          Die alten Heizungen könnten auch der Grund sein, warum die Wärme nicht gut regulierbar war. Und die Nachzahlung hat sicher dann auch etwas mit Euren Heizlüftern zu tun. Die ziehen definitv mehr Strom als eine gut funktionierende Nachtspeicherheizung.
          Aber mit Nachtspeicher muss man sich halt etwas auskennen....ich kenne es von Kindheit an nicht anders und behaupte, dass ich da ziemlich fit in der Handhabung von Nachtspeicheröfen bin.
          LG
          Elsa01

      (6) 25.09.18 - 11:48

      Hallo,
      wir haben Nachtspeicheröfen, unter anderem auch im Altbauteil unseres Hauses. Ich wohne schon immer in unserem Haus und kenne auch gar nichts anderes als Nachtspeicheröfen (kennen natürlich schon ;-) ... ).
      Wir kommen damit prima zurecht. Man muss halt manchmal etwas vorplanen und die Heizung rechtzeitig anstellen, damit sie auch dann Wärme abgibt, wenn man die Wärme benötigt. Es empfiehlt sich auch z.B. lieber die Heizung mehr aufladen zu lassen (also höher zu stellen) anstatt häufig das Gebläse laufen zu lassen. Wenn die Heizung gut aufgeladen ist (und nicht gerade ein altes Modell ist), reicht die Wärme vollkommen aus ohne dass das Gebläse laufen muss.
      Wir bezahlen für ca. 120 m² Wohnfläche zzgl. Kellerräume im Monat insgesamt 200,00 €/Monat für Strom, Heizung und Warmwasser. Das empfinde ich nicht als besonders viel. Der Nebentarif, bei uns von 22 Uhr bis 6 Uhr, die Zeit, in der die Öfen laden, ist günstiger und gilt ja für den ganzen Strombedarf in dem Zeitraum. Ich nutze dann diese Zeit auch für meine Bunt- bzw. Kochwäsche und den Trockner. Abends vollpacken, programmieren und dann geht das ganz gut.
      Wir sind damit zufrieden.
      LG
      Elsa01
      P.S.: Und noch was vergessen: Bei Nachtspeicherheizung geht vielleicht mal eine Heizung kaputt, die Kosten sind überschaubar. Aber wenn eine Heizungsanlage ersetzt werden muss, ist das deutlich teurer.

    • Ein Hinweis: je nachdem wie alt die Nachtspeicheröfen sind, ist da ggf. Asbest verbaut. Da würde ich einen Gutachter/Sachverständigen drauf schauen lassen (sollte man bei einem sehr alten Haus eh).
      Denn, wenn ihr sie weiter nutzen wollt darf das Asbest auf keinen Fall schon porös sein, dann besteht echte Gesundheitsgefahr. Wenn ihr sie ausbauen wollt ist die Entsorgung asbesthaltiger Sachen sehr teuer und das müsstet ihr auf dem Schirm haben ggf. für die Kaufpreisverhandlung.

Top Diskussionen anzeigen