Neu bauen oder doch nicht?

    • (1) 25.11.18 - 09:29

      Guten Morgen,
      wir wissen momentan nicht so recht weiter und wären über jeden Rat dankbar😊
      Wir wohnen derzeit zu viert in einem Einfamilienhaus,gebaut 2015,760 qm Grundstück und 110 qm Wohnfläche. Beide Kinder haben ihr eigenes Zimmer,Wohnzimmer,Küche und eben Bad. Ein zusätzliches Zimmer haben wir nicht und auch keinen Keller. Daher alles irgendwie knapp. Momentan zahlen wir 1200€ Darlehensrate. Wir kommen momentan gut aus mit dem Geld.Müssen auf nichts schauen und können kaufen wonach uns ist und Flügen einmal im Jahr in den Urlaub. Haben allerdings beide Autos auch abgezahlt und keine weiteren Kreditverpflichtungen. Monatlich können wir noch ca.400€ sparen. Die dann,beim Kauf von neuen Autos natürlich nicht mehr zu sparen wären.
      In 4 Jahren läuft die Zinsfestschreibung aus und unsere monatliche Rate würde sich so auf 600-700 Euro Rate reduzieren. Wir hätten dann also genug über für Sparen und Urlaube etc.
      Bei uns ins der Gemeinde soll es allerdings nächstes Jahr neue Bauplätze geben. Nun überlegen wir nochmal größer zu bauen. Wenn wir neu bauen würden wird die momentane Rate von 1200€ für die nächstens 10 Jahre mindestens so bleiben. Also müssten wir uns,wenn neue Autos anstehen und wir sparen wolllen auch monatlich einschränken. Wie würdet ihr denn handeln? Wohnen bleiben im derzeitigen Haus und finanziell ein sehr gutes Leben oder neu bauen und sich etwas einschränken? Ich danke euch schon mal für die Antworten😊

      • (2) 25.11.18 - 09:38

        Hallo, wie alt sind denn eure Kinder oder auch ihr? Ich würde auf jeden Fall bedenken, dass auch wenn euch euer Haus momentan vielleicht etwas eng vorkommt, die Kinder ja irgendwann ausziehen. Dann habt ihr zu zweit wieder mehr Platz, und im Alter wird ein zu großes Haus oft nur mehr als Belastung angesehen und die Kinder haben dann oft andere Pläne als das Haus zu übernehmen. Kenne das gut von einigen Verwandten und Bekannten. Das würde ich bei der Entscheidung berücksichtigen. LG

        (5) 25.11.18 - 10:26

        Moin,

        sowas kann ich ehrlich nicht verstehen, in Zeiten in denen Mietraum knapp ist, vor allem auch für Familien, kann man so ein abgezahltes Gebäude gut vermieten und sich was Kleineres dazu kaufen. Oder man baut von Anfang an ein Zweifamilienhaus mit einer größeren und einer kleineren Wohnung, z.B. Einliegerwohnung, bei der man erst die Einliegerwohnung vermietet und dadurch Einnahmen hat und dann irgendwann tauscht.

        Das Problem ist dass viele das Wort "EIGENHEIM" zu eng sehen anstatt mal weiter zu denken.

        LG
        WuschElke

    Würde denn ein evtl. Anbau gehen?
    Oder ist eine Garage am Haus angebaut, um daher noch darüber ein Aufbau zu machen?

    • Ein Anbau ist leider nicht möglich. Nur eine Aufstockung,da wir ein Bungalow haben. Wintergarten mit 20 qm wäre evtl machbar,allerdings kostet der auch einiges,um ihn das ganze Jahr nutzen zu können. Eine Aufstockung wäre finanziell teurer als neu zu bauen,da wir das Grundstück hier günstig erworben haben und wir beim Verkauf natürlich einiges raus holen. Neubau wären wir mit ca. 50.000€ mehr, Aufstockung kostet uns ca.120.000€ und Wohnwintergarten ca.40.000€. Garage haben wir eine normale 6x3,in die unser Auto grad so reinpasst🙈 unser Garten ist dafür 350 qm groß und vorne haben wir noch ca.250qm Vorgarten und Einfahrt...

      Anbau wäre nicht möglich,da wir einen Bungalow haben. Wir könnten nur aufstocken,das ca. 120.000€ kosten würde. Ein Neubau würde uns ca.50.000€ mehr kosten. Dann hätten wir entweder 160qm ohne Keller oder aber 130-140qm mit Keller..

      • (11) 25.11.18 - 21:40

        Mit 170.000 Euro bekommst du im Moment kein Haus bezugsfertig. Selbst wenn der Innenausbau vollständig in Eigenleistung erfolgt.

        Die Preissteigerungen sind in letzter Zeit Wahnsinn. Zum Teil über 10 % pro Jahr

        • (12) 25.11.18 - 22:25

          Das wissen wir. Hab mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt ;-)Wir bräuchten bei einem Neubau ca 50.000 Euro mehr als wir derzeit hier an Darlehen haben,da wir durch den Hausverkauf einiges an EK erwirtschaften. Wir rechnen für ein Haus in der Größenordnung mit ca 300.000-320.000€ plus Baunebenkosten und Grundstück.

An Eurer Stelle würde ich auch neu und größer bauen. Ihr seid jung, Eure Kinder klein, und es scheint finanziell für Euch machbar. Viel Erfolg!

(15) 25.11.18 - 10:37

Braucht ihr denn unbedingt ein weiteres Zimmer? Ist es möglich anzubauen? Wintergarten? Überdachte Terasse? Garage mit viel Stauraum? Wie gefällt euch die Gegend? Habt ihr Garten?

Ich denke da spontan an meine Schwiegereltern. Sie haben groß gebaut, als die Kinder klein waren. Beide sind mit 18 zum Studium ausgezogen und nun stehen die Zimmer leer. Kein Weltuntergang aber dennoch muss ja alles weiter "gepflegt" werden. Es ist immer kalt dort im Haus, da das Heizen für 2 ihnen zu teuer ist und alles wirkt kahl... Meine Eltern haben eine Wohnung im Haus meiner Oma. Heute sind sie froh, denn sie haben ein Gästezimmer und einen Hobbyraum aus unseren Zimmern gemacht (bei den Schwiegereltern gibt es diese Räume extra).

110qm ist nicht übermäßig viel aber ich würde wirklich auch an die Zeit "nach" euren Kindern denken. Ihr seid noch jung und die Kinder vielleicht schon aus dem Haus, wenn ihr 50 seid. Dann habt ihr hoffentlich noch über 30 Jahr und für 2 Personen reicht das kleine Haus allemal.

Mir wäre es viel wichtiger, schön zu reisen, viele Ausflüge zu machen und vielleicht auch etwas zu sparen, als in einem großen Haus zu wohnen. Das muss ja auch unterhalten werden. Da fehlt am Ende nicht nur das Geld sondern auch die Zeit für andere Dinge...

  • Die Gegend hier ist toll. Ist eine Baulücke gewesen in einer 30er Zone. Allerdings wären die Bauplätze hier auch nur eine Straße weiter. Anbau wäre nicht möglich,nur eine Aufstockung. Kostet aber weit aus mehr wie neu zu bauen. Garten haben wir 350 qm und 250 qm Vorgarten mit Einfahrt. Ein weiteres Zimmer wäre nicht schlecht. Wir trocknen Wäsche im Winter zum Beispiel im Wohnzimmer,da wir sonst keinen Platz haben😌 . Hätten wir einen Keller dann wäre mehr Platz.

(17) 25.11.18 - 11:02

Ich glaube, da bekommst du hier ganz viele Meinungen. Meine Schwester und ich sind in einer 60qm Wohnung aufgewachsen, in jeden Ferien waren wir im Urlaub, uns fehlte es an nichts. Mit meinem Mann und Tochter leben wir heute ebenfalls zur Miete 69qm. Uns reicht es und wir reisen sehr viel. Waren das komplette 1. EZJ im Urlaub. Mein Fazit wäre reicht, aber wie gesagt das ist ganz individuell.

(18) 25.11.18 - 11:17

Also wenn es nur um Stauraum geht, würde ich eine großzügige Gartenhütte aufstellen und dort auch Platz zum Wäschetrocknen schaffen.

Ich sehe es so: ich hätte für 110qm ohne Keller und/oder Dachboden gar nicht erst gebaut. Aber wenn das jetzt so ist, würde ich mich damit arrangieren. Denn grundsätzlich sind 110qm für 4 Personen auch nicht "zu wenig" und ich würde es auch so betrachten, dass es im Alter eine perfekte Situation wäre.

Dazu kommt noch, dass nach Ablauf der Zinsbindung auch im Trennungsfall einer alleine die Kosten stemmen könnte, während das bei der größeren Variante eher nicht funktioniert.

Ich würde bleiben und nicht neu bauen.

LG

Ich würde mal einen freien ! Architekten kommen lassen und ihn fragen, was mit eurem jetzigen Haus noch so möglich ist.

Wir haben unser Dach ausbauen lassen und zwar so, dass es in x Jahren mal eine eigenständige Wohung werden kann. Also schon das Fenster da hin, wo die Einganstür hinkommt. Im Zimmer meines Sohnes liegen alle Anschlüsse für eine Küche in der Wand (sieht man nicht) und im Bad alle Anschlüsse für eine Waschmaschine.

Das wäre meine Idee.
Geht da nichts würde ich neu bauen und zwar auch mit Blick auf die Zukunft, also irgendwann mal als Paar nur Paterre zu leben.

(20) 25.11.18 - 13:23

Hallo,
so wie sich das bei dir anhört, ist das barrierefrei, oder? Habt ihr euch denn mal erkundigt, wie gut ihr das verkaufen könnt heute? Die Preise sind ja gut gestiegen. Es gibt Makler, die euch das kostenlos berechnen können - auch ohne einen späteren Maklervertrag.
Ich würde neu bauen, trotz des erneuten Stress.
Vermietung würde bei mir definitiv keine Option sein. In Deutschland ist man als Vermieter dank zahlreicher Gesetze mittlerweile vollkommen rechtslos. Die Miete ist derart niedrig, dass es schlichtweg ein Verlust darstellt. Dafür hat man aber zahlreiche Ausgaben.
Wenn du das Gebäude unbedingt behalten willst, würde ich das in Form von Airbnb oder Ferienwohnungen vermieten.

  • (21) 25.11.18 - 16:30

    Ja es ist barrierefrei. Wir haben das Haus schätzen lassen vor einem Jahr und würden mit ca.130.000-150.000€ Plus rauslaufen. Das wäre dann unser EK für das neue Haus. Wir haben das Grundstück damals recht günstig erworben und im Haus eine etwas hochwertigere Ausstattung mit Villeroy&Boch und Miele etc. Der Makler meinte es wäre schnell verkauft. Darüber machen wir uns weniger Gedanken. Uns geht es lediglich um die Rate,die wir dann noch ewig mitziehen und in unserem jetzigen Haus wären wir in 4 Jahren bei nur noch 600-700€. Das ermöglicht viel.. Vermieten wäre für uns auch keine Option. Meine Schwiegereltern haben 3 Mietshäuser von der Oma meines Mannes geerbt und nun verkauft wegen dem ganzen Theater mit den Mietern.

    • (22) 25.11.18 - 18:54

      So haben wir das auch gemacht. Eigentumswohnung mit ähnlichem Gewinn verkauft und das war dann das Eigenkapital für das Haus ... allerdings sind wir da erst in der Planung. Ok, die Genehmigungen des Staates sind mittlerweile komplett.

      • (23) 25.11.18 - 19:15

        Achso, entgegen den ganzen Vorschlägen der Immobilienberater haben wir mehrere Kredite genommen zu unterschiedlichen Konditionen. Das spart am Ende unglaublich Zinsen und wir sind eher fertig mit abzahlen.
        Unsere Hausbank kannte uns natürlich schon am längsten und hat schon so einige Finanzierungen mit uns mitgemacht und hatte damit kein Problem. Eigenkapital haben wir nicht genutzt, sondern das lagert auf einem „Baukonto“ bei der Hausbank und davon werden Rechnungen aller Art für das Haus bezahlt. Kommt ja ständig etwas. Ich will nicht alle 5 Minuten zur Bank rennen und von den Krediten Ministückchen abfordern.
        Der erste Kredit war für das Grundstück - klar auch exakt diese Summe. Da wir exakt wussten, wann die Summe fällig wird, mussten wir auch keine Bereithaltungszinsen zahlen. Der Kredit läuft eine bestimmte Laufzeit über in gleich großen Beträgen und ist am Ende abbezahlt - da das Grundstück längst unser Eigentum ist, zahlen wir den Kredit auch schon ab. Derzeit also eine leichte zusätzliche Belastung.
        Der zweite Kredit ist für den Rest gedacht und hat die entsprechende Größe. Die Zeit mit Bereithaltungszinsen fängt natürlich später an. Der Kredit ist so angelegt, dass hier jährlich eine Sondertilgung möglich ist. Ohne Sondertilgung kann der Kredit nicht abbezahlt werden in der Zinsbindung. Mit unseren geplanten Sondertilgungen wird der Kredit lange vor dem 1. Kredit abbezahlt sein.

Ich finde, es kommt auch ein bisschen darauf an, ob ihr entspannte Bauherren seid. Wenn ihr es nicht als enormen Stress empfindet, warum nicht neu bauen... Ist gerade allerdings bestimmt nochmal schwerer als vor drei Jahren, gute Handwerker zu finden und vielleicht sind die Grundstückspreise auch noch ne Ecke höher als gedacht. Für mein Gefühl hat es auch im letzten Jahr nochmal angezogen, aber vielleicht liege ich da falsch. Auch habt ihr ne zeitlang ja eine Doppelbelastung.
Ansonsten hängt es davon ab, wie gerne ihr ein großes Haus in Schuss haltet ;) Ich bin über jeden Quadratmeter froh, den ich NICHT putzen muss. Aber ich mach es auch einfach nicht gerne, wohne aber gerne in einer sauberen Wohnung.
Vermutlich ist man im Alter wirklich über so einen Bungalow wie euren froh.
Ist letztendlich Typsache. Ich würde vermutlich ein einen Gartenhausanbau in den Blick nehmen.

Grüße
Butterblume

(25) 25.11.18 - 16:48

Hallo!

Nein ich würde nicht neu bauen. Wir haben auch keinen Keller, hätten für diesen nochmals 30.000 Euro bezahlt. Wir haben einen Raum mehr wie ihr- ein Büro.
Wir haben auch nicht eine so hohe Rate zum zurückbezahlen.

Unsere Kinder sind 13 und 11. Wenn ich denke viele Bekannte von uns haben sehr großzügig gebaut. Alle Kinder ausgezogen und jetzt sind sie nur noch zu zweit. Mir reicht unser Haus zum Putzen.


LG Gabi

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