Angebote von Baufirmen-Mehrkosten einschätzen

    • (1) 16.01.19 - 13:15

      Hallo zusammen,

      Wir möchten demnächst unser Haus umbauen. Und haben heute das 1.Angebot einer Baufirma bekommen.
      Nun fragen wir uns, was wir so grob an Plus einrechnen sollten?
      Wie ist es bei euren Angeboten gewesen? Kam da noch viel extra zu?

      Wir warten nun noch auf ein weiteres Angebot.
      Wie habt ihr euch für eine Firma entschieden.
      Bauchgefühl, Preis?
      Gibt's ansonsten irgendwelche hilfreichen Tips von euch?

      Dankeschön #winke
      Mery

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      • Hi,

        wir haben zwar kein Haus gebaut, aber Freunde von uns lassen gerade bauen. Sie haben heute erst erzählt, dass sie jetzt ca. 60 000€ mehr reinstecken mussten als geplant 😕
        Weiß leider nicht, ob das „normal“ ist.

        Firmen, Elektriker selber beauftragen spart Geld, da sonst die Baufirma diese beauftragt und zusätzlich Provision einbehält. Aber ich glaub da erzähl ich nichts Neues...

        Lg 🙋‍♀️

        • Hier geht es doch "nur" um einen Umbau?!?
          Außerdem wäre bei den 60.000 ja noch schön zu wissen was sie geplant hatten, ob sich das mit den vorherigen Angeboten deckte, wie viel das prozentual vom Gesamtpreis ist und woran die Mehrkosten lagen.
          Ich kann unsere Mehrkosten recht klar beziffern - also auch und gerade die Gründe. Plant der Bauunternehmer Summe x für Bodenbeläge pro qm ein, findet man aber in der Preisklasse nichts was einem zusagt, ist man schnell mehr los. Gleiches gilt gerne bei Sanitärobjekten. Hier kann man auch schnell gefühlte "Unmengen" mehr ausgeben. Bezieht sich halt aber auf einen Neubau. Bei Umbauarbeiten unterstelle ich einfach mal, dass die Arbeiten inklusive der zu verarbeitenden Materialien (neue Fliesen etc) schon kalkuliert sind und nicht mit einer Standardformel

      (4) 17.01.19 - 18:23

      Generell empfiehlt es sich etwa ein Viertel mehr einzuplanen als veranschlagt.
      Ohne das Angebot aber schwer zu sagen was noch auf euch zu kommen könnte.
      Es können immer unvorhergesehene Dinge passieren, die die Kosten steigern. Ich glaub 10% über Angebot oder so sind noch hinnehmbar. Natürlich sollte euch ein gutes Unternehmen die Mehrkosten ankündigen und ein Nachtragsangebot schreiben.

      Bei der Beauftragung würde ich nicht nur auf den Preis achten. Günstig kann euch später viel mehr kosten. Wo hattet ihr ein gutes Bauchgefühl etc
      Übrigens kann man immer nach Skonto fragen. Oft sind da 2-3% drin wenn man schnell zahlt. 😉

    • Ich denke auch 15% sollte man mind. als Puffer einplanen.

      Ansonsten muss der Vertrag und die Baubeschreibung wirklich genau sein. Also zeitliche Abgaben fixieren (bis wann wird sicher fertig gestellt,...) und vor allem Materialien und Qualitäten. Ich würde z.b. niemals einen Vertrag unterschreiben in dem steht „Fliesenbelag, 40€/qm inkl. Verlegung, Farbe und Format wählbar“. Da soll einem erst mal gezeigt werden, was das genau sein kann für 40€/qm... denn es passiert immer wieder, dass da dann nur weiße Fliesen 20x20 drin sind für den Preis, der Bauherr sich aber tolle Fliesen 30x60, anthrazit, Fugen in Fliesenfarbe,... vorgestellt hat. Und eh man sich versieht hat man dann Mehrkosten in immenser Höhe für diesen „Sonderwunsch“. Ich rate daher dazu alle Materialien konkret zu benennen und zu beschreiben (Material, Hersteller, Modell, Verlegeart,...). Dann gibt es keine bösen Überraschungen. Und wenn es dann zum gegebenen Zeitpunkt genau das Produkt nicht mehr gibt ist zumindest klar, welche Qualität (Preis!) der Ersatz haben muss.

      (6) 19.01.19 - 13:22

      Wir haben im Garten ein paar Sachen machen lassen, das hat dann 40 % mehr gekostet, als veranschlagt.

      Der Grund waren Betonfundamente, die an einer Stelle waren, wo sie nicht vermutet wurden und man anderes Material nehmen musste, mir etwas, was so besprochen war, gar nicht gefallen hat, bestelltes Material nicht lieferbar, anderes teurer, mehr Boden wegen höherer Aufschüttung, etwas musste doch breiter sein als geplant....

      Im Endeffekt war ich wahrscheinlich selber schuld, weil ich vorher nicht genau wusste, was ich will und mir das nicht vorstellen konnte.

      Beim Hausbau stehst du dann im Rohbau und stellst fest, dass da ja gar keine Steckdose ist, wo du sie dir gut vorstellen könntest und die Farbe der Dachpfannen hast du dir vorher gar nicht so gut angeschaut und du findest sie ätzend.

      Den Stromanschluss fürs Gartenhaus und die Weihnachtsbeleuchtung hast du total vergessen und wenn man da und dort noch eine Wand einziehen könnte, wäre es praktisch.

      Mein Tipp: Geld für die Außenanlagen mit der Hypothek mit aufnehmen, wir dachten, das wird nicht so teuer, wird es aber doch. Man kann doch nicht alles selber machen, wenn man keinen Bagger und keinen Pritschenwagen hat.

    • (7) 22.01.19 - 09:40

      Lasst euch dringend in den Kaufvertrag schreiben, dass die DIN eingehalten werden. Und lasst die gewerke überprüfen.

      Hallo, wir haben letztes Jahr unser Haus gebaut. Es ist eine Holzrahmenbauweise und wurde uns von der Baufirma technikfertig übergeben.
      Beim Kaufvertrag sind sie mit uns jedes Gewerk was anschließend kam (Maler, Fliesen etc.) durchgegangen. Und meinten dann noch daswir 15TEUR für unsere Sonderwünsche einplanen sollten wegen Bemusterung usw.

      Das hätte bei weitem unseren Rahmen gesprengt und so haben wir wirklich alles was anschließend kam selbst gemacht, gemalert, gefliest, Laminat verlegt, tapeziert, gespachtelt etc. und dadurch konnten wir extrem viel an den Löhnen sparen und uns so noch ne Küche leisten.

      Man muss sich einfach im Klaren sein, was man unbedingt will und worauf man evtl verzichten könnte, wenn etwas unvorhersehbares noch dazu kommt.


      Die Entscheidung für die Baufirma ist uns relativ leicht gefallen. Bei den einen, die 6TEUR günstiger waren hätten wir mit jedem Problem bis an die Ostsee fahren müssen( sind von uns aus gute 4,5h), und bei einer sehr bekannten Baufirma wollten wir im vorgegebenen Grundriss eine wand versetzten und das hätte 10TEUR mehr gekostet wegen Statik usw.
      Die Baufirma die wir genommen haben, ist im Ort ansässig und arbeitet auch nur mit Gewerken vor Ort und hat somit auch n Ruf zu verlieren ;) Wir konnten sie immer erreichen und man hat sich auch um unsere Problemchen gekümmert.

      Viel Spaß, Geduld und Glück beim Umbau #klee

      (9) 22.01.19 - 13:37

      Danke euch für eure Hinweise und euren Erfahrungsaustausch.
      Das hilft uns schon mal gut weiter... Schauen wir mal, wie wir weiter vor gehen.

      Schönen Tag #winke

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