Kosten Hausbau/ Passivhaus

    • (1) 20.01.19 - 16:49

      Hallo in die Runde ūüėÄ

      Wer von euch hat vor kurzem gebaut und möchte mal frei heraus sagen was es insgesamt gekostet hat.

      Hintergrund ist der: mein Freund und ich wollen bauen (massiv). Das Grundst√ľck haben wir schon. Nun haben.wir das erste Angebot erhalten und waren irritiert von der H√∂he.
      Das Haus an sich soll 247.000 ‚ā¨ Kosten. Ohne K√ľche, Bodenbel√§ge umd Malerarbeiten.

      Allerdings m√∂chten wir gerne Passivhaus Standart bauen und wissen auch, dass dies teurer wird. Allerdings soll das ganze 68.000‚ā¨ Aufpreis kosten.

      Der ausgebaute Spitzboden kostet extra 11.000‚ā¨ (d√§mmung und 2 Fenster) und die Garage 23.000‚ā¨.

      Damit w√ľrde das gesamte Haus ohne Grundst√ľck mit Garage ca. 349.000‚ā¨ Kosten

      Wenn wir jetzt K√ľche, Auff√§hrt, PV Anlage dazurechnen und Bedenken, dass wir auch ein paar Extras wie Bodentiefe Dusche und nicht die billigsten Fliesen etc wollen, kommt noch ordentlich was zusammen. Und dann noch die unvorherrgesehenen Kosten.

      Wir holen uns nat√ľrlich noxh andere Angebote ein, aber ich wollte mal wissen wie es bei euch so ausgesehen hat.

      Alles Liebe :)

            • (5) 20.01.19 - 18:47

              Ok, dann sind das also ca. 2.300 ‚ā¨/qm Wfl. ohne Bodenbel√§ge und ohne Malerarbeiten, richtig? Das ist f√ľr einen Passivhausstandard total g√§ngig und tats√§chlich kostet bauen einfach so viel viel heute mit den ganzen gesetzlichen Vorschriften, ausgebuchten Handwerkern, gestiegenen Stahlpreisen,... Die Frage ist ja jetzt, was das Grundst√ľck noch kostet, was die Au√üenanlagen noch kosten, was genau noch f√ľr Wand und Bodenbel√§ge drauf geht, etc. Eine K√ľche ist als "Einrichtung" zu werten und wird daher in so einer Preisbetrachtung nicht mit gerechnet.

              Hier, in der K√∂lner Umgebung (ich auch ;-) w√§re das sehr g√ľnstig. Allerdings h√§tte das ganze dann im fertigen Zustand auf einem Grundst√ľck auch einen ganz anderen Wert und zwar ganz sicher auch f√ľr die n√§chsten Jahrzehnte. Bremen/Bremerhaven ist hingegen eine der strukturschw√§chsten Gegenden in Deutschland, niedrige Einkommen, hohe Arbeitslosigkeit, wenige gro√üe Arbeitgeber,... Da m√ľsst ihr Euch also nicht nur fragen, ob ihr das Geld ausgeben wollt, sondern auch, ob das wirklich ne sinnvolle Investition ist. Ich w√ľrde es nicht machen - aber ich ticke da auch eher pragmatisch/wirtschaftlich. Ich w√ľrde in strukturschwachen Gegenden immer recht g√ľnstig mieten und mein Geld in strukturstarken Gegenden in eine Kapitalanlage stecken. Oder aber √ľber relativ g√ľnstig einen Bestand kaufen und modernisieren.

              Zum Passivhausstandard: Da solltet ihr auch √ľberlegen, ob die 450 ‚ā¨/qm Wfl. der Ersparnis in den Betriebskosten gg√ľ. dem niedrigeren Standard (kfw 70?) sinnvoll gegen√ľber stehen. Da w√§re ich mir auch nicht so sicher. Damit sich das √ľber einen Nutzungszeitraum von 30 Jahren amortisiert, m√ľsstet ihr ja damit mind. 1,25 ‚ā¨/qm Wfl. monatlich sparen?!

              • (6) 21.01.19 - 10:10

                Danke.

                Mein Freund ist Ing. F√ľr Versorgungstechnik und hat daher das n√∂tige Fachwissen bzgl der Armortisierung. Ich bin da eher auf sein Wissen angewiesen.

                Das mit der K√ľche habe ich auf dem Schirm, dass es nie mit drin ist im Preis. F√ľr meine Rechnung kommen dann halt nochmal ca. 10.000 ‚ā¨ dazu.

                Das Grundst√ľck war f√ľr die Verh√§ltnise dje wir kennen aus dem Raum Wf/BS seeehr g√ľnstig.
                Fertig erschlossen und mit allen Gutachten und Steuern etc. f√ľr 700qm 38.000‚ā¨.

                Danke f√ľr deine Meinung.
                Ich muss wohl meine Preisvorstellungen etwas höher schrauben.

                LG

                • (7) 21.01.19 - 13:03

                  Ui, also der niedrige Grundst√ľckspreis sagt ja auch was √ľber den Bodenwert aus und der wiederum √ľber den Wert der Lage. Muss man sich halt gut √ľberlegen, ob man dort dann wirklich so viel investieren will.

      (8) 20.01.19 - 18:31

      Hier (Köln und Umgebung) ist das ein super Preis!

      (9) 20.01.19 - 20:32

      Könnte passen

      Schau dir unbedingt mal die Blb an sowie die BNK.

      Suche dir einen Anbieter der Passivhäusern baut und zwar im Standard. Wenn ihr euch mit Massivholz anfreunden könnt, kann ich eine Firma empfehlen

      Wir haben 2016 bei uns keinen Massivhausbauer gefunden der ein zertifizierungsfähiges Passivhaus baut.

      Haben Massivholz (kein Blockhaus), wohngesunden Innenausbau

      Habt ihr eine Aufschl√ľsselung bekommen was sich alles √§ndert?

      • (10) 21.01.19 - 10:25

        Hallo, ja die Preisaufschl√ľsselung ist mau find ich...
        Vieles war noch falsch und sehr oberflächlich.

        Z.B. stand nur "Passivhaus Standart sind 68.000‚ā¨ aufpreis". Nix dabei was das hei√üt. Also sind da bereits die Solarpannels drin oder die Erdw√§rme Heizung etc.
        Es standen im Hausangebot kosten f√ľr Solartermie mit, was wir klar sagten, nicht wollen und eine Ga√ü-Brennwertheizung. Die brauchen wir ja auch nicht. Also wei√ü ich nicht ob das wieder raus f√§llt oder schon raus gerechnet ist ect.

        Außerdem bekommen wie die konkrete Baubeschreibung erst auf Nachfrage weil wir das komisch fanden, dass es keine gab.

        • Das ist ein Kniff um die ENEV einzuhalten. Eine Gas Heizung ist erstmal g√ľnstiger in der Erstellung als eine Erdw√§rmepumpe. Der Gesetzgeber hat aber hier vorgesehen, dass ein Teil der Energie durch regenerative Energien erzeugt werden muss. Daher auch die Solarthermie. Bei einer Erdw√§rme Heizung f√§llt das nat√ľrlich weg, es ist aber erstmal kostenintensiver diese zu installieren. Frage hier ist nun, welche Erdw√§rme in Frage kommt, Tiefenbohrung oder Erdkollektoren, dazu kommt erstmal ein Bodengutachten auf Euch zu. Bohrung kostet je nach Tiefe schon Geld, ben√∂tigte Tiefe ist abh√§ngig vom Gutachten. Erdkollektoren ben√∂tigen ausreichend gro√ües Grundst√ľck und gewisse Bodenbeschaffenheiten. Am Ende kostet das Ding Strom... und davon nicht wenig. Zur Kostenamortisierung w√§re dann halt eine Photovoltaikanlage sinnvoll... aber die kostet auch erstmal Geld. Gasheizung ist da halt erstmal einfacher, langfristig √ľber 30-50 Jahre wahrscheinlich teurer. Aber wer weiss schon was in 50 Jahren ist.

          "Passivhaus Standart sind 68.000‚ā¨ aufpreis" klingt f√ľr mich nur nach Verbesserung der D√§mmung, W√§rmetauscher in der Umluftanlage, etc. Ob da die Heizung mit eingeplant ist kann Dir nur der Angebotsersteller sagen.

          Insgesamt sehr unspezifisch das Angebot. Da wird noch mehr hinzukommen...

          (12) 21.01.19 - 13:10

          Suche dir einen Partner der Passivhäuser baut und wenn es denn sein muss dann mal ein KFW 55 Haus

          Passivhaus ist teurer als EneV jedoch nicht zwangsläufig teurer als KFW 55
          Du brauchst zum EneV
          Dämmung Bodenplatte
          Dämmung Haus
          Ganz andere Luftdichtigkeit - deshalb hatten wir 2x Blower Door Test
          Bessere Fenster und T√ľren (U-Wert)
          Kontrollierte Wohnrauml√ľftung die kannst du kombinieren mit einer LLWP z.b Stiebel Eltron 604 air oder Tecalor 2.5 (Heizen, Warmwasser, L√ľften)
          Und das System funktioniert. Wir haben es jetzt 11 Monate im Einsatz.

          Dann entfällt Solar, Fußbodenheizung, Gas inkl Anschluss (Passivhaus mit Gas geht meines Wissens nach nicht)
          Gas braucht schon meist Solar um Enev einzuhalten

          Sucht euch noch einen anderen Anbieter. Unserer konnte zu jeder Position sagen wo die Unterschiede KFW 55 zu Passivhaus lagen.

    (16) 20.01.19 - 20:45

    Hallo,

    also ich finde das eher g√ľnstig. Hier im Rhein-Main-Gebiet w√§r das ein echtes Schn√§ppchen. Wir haben vor 10 Jahren gebaut und damals schon ungef√§hr soviel bezahlt f√ľr etwas mehr Wohnfl√§che.

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