Ausmisten - Hilfe

    • (1) 18.03.19 - 16:07

      Hey ihr Lieben,

      wie in der Überschrift steht, brauche ich Hilfe beim Ausmisten. Ich bin eigentlich ein eher minimalistischer Mensch, habe wenig Besitz und mag es ordentlich und übersichtlich. Mein Partner mit dem ich seit 4 Jahren zusammen bin, ist das komplette Gegenteil. Nie wird was weggeworfen, alles wird aufbewahrt. Hat ja mal Geld gekostet.

      Als wir zusammengezogen sind, dachte ich noch so naiv, dass es schon irgendwie klappt und wir den ganzen Krempel zumindest reduzieren können. Weit gefehlt.

      Ich lebe total im Chaos, der Dachboden ist vollgestopft, die Schränke überfüllt und sortiert ist gar nichts. Es wird auch alles liegengelassen und ich weiss schon gar nicht mehr wohin mit seinem Zeug.

      Er sagte mir, dass es ihm auch nicht gefällt, er aber einfach nicht ausmisten kann, weil es ihn total überfordert. Das Problem ist ja auch, dass es sein Kram ist und ich ja nicht einfach seine Sachen wegwerfen oder verschenken mag...

      Wer hat Rat? Wie anfangen? Wie ihm helfen?

      • Ich mache u.a. so etwas beruflich.

        Wichtig ist Struktur - nicht hier und dort herumkramen, sondern zielgerichtet loslegen.
        Z.B. jede Woche ein Schrank.

        Alles rausräumen und in drei Kategorien unterteilen:

        1. Kann weg (weil ewig unbenutzt, hässlich, kaputt etc.)
        2. Unsichere Dinge (man darf sich auch mal nicht sofort trennen müssen)
        3. Bleibt (weil nützlich, schön, Erinnerung etc.)

        Die zweite Kategorie wird etwas abseits gepackt und in einem Jahr nochmals begutachtet.

        Macht das gemeinsam, dann habt ihr gegenseitiges Feedback und könnt darüber
        sprechen.

        Das ist ein langsamer Prozess, aber man wird immer besser und schneller.
        Und konsequenter!

        Ich habe eine Kundin, die ich nun - beim sechsten Termin - schon bremsen musste, damit sie nicht fast alles in die Tonne kloppt!

        Dranbleiben und Raum für Raum durchgehen!

        LG, katzz

        Hallo,

        vielleicht hilft ihm das hier:

        https://www.medimops.de/karen-kingston-feng-shui-gegen-das-geruempel-des-alltags-richtig-ausmisten-geruempelfrei-bleiben-taschenbuch-M03499613999.html?variant=UsedVeryGood&utm_source=PSM_KOO&utm_medium=cpc

        Man kann den ganzen Feng Shui Kram überlesen, hab ich auch gemacht. Ist nicht aufdringlich.

        Das Buch zeigt viele Denkfehler auf, die man macht, wenn man Dinge behält. So Sachen wie: "Könnte ich irgendwann mal brauchen" oder: "Könnte IRGENDWER irgendwann nochmal brauchen" #schock

        Und was ist, wenn mans tatsächlich mal braucht? Man findet es vor lauter Gerümpel nicht und kauft es neu.

        Ist hingegen ausgemistet, findet man die Dinge, die man WIRKLICH braucht auch.

        Ich wünsche dir gute Nerven und euch viel Erfolg!

        LG

        Wir sind in ein kleineres Haus gezogen. Da mussten wir auch einiges ausmisten.
        Schon wenn du ein Teil in der Hand hast und tatsächlich darüber nachdenkst ob du es noch brauchst, kann es weg :) wir haben tatsächlich ganz strickt aussortiert war wir seit einem Jahr nicht mehr genutzt haben. Wenn ich mir unsicher war sind ein paar Dinge auch in der vielleicht Kiste gelandet. Diese Kiste stand dann einige Zeit auf dem Speicher ohne angerührt zu werden. Demnach wurde sie komplett mit aussortiert. Ich war da konsequent. :)
        Wir haben alles an die Tafel gespendet. Da viel es dann gleich noch leichter mit dem sortieren

      • Freunde haben sich auf Netflix die Serie aufräumen angesehen und dann selbst damit angefangen. Die sind total begeistert.
        Wir verkaufen viel auf Ebay Kleinanzeigen oder auf Flohmärkten.

        Hallo,

        mein Mann ist auch so ein "Horter", der könnte alles noch irgendwann oder irgendwie gebrauchen.

        Mal ein paar Beispiele:

        - diese 1000g-Joghurteimer, die hat er in Massen gehortet. Für Schrauben, Muttern, Dübel, etc. So hat er es geplant.

        - leere Marmeladegläser, Gurkengläser, etc. Zum Einkochen. So viel hat meine Oma nicht mal im 2. Weltkrieg eingekocht, was er da im Keller an Gläsern hortete.

        - unsere alten Wohnzimmerstühle standen ewig unten, weil "vielleicht kann man die nochmal brauchen!". Nein, never,. Diese braunen Landhauskloben kommen mir nicht mehr ins Wohnzimmer.

        - im Küchenschrank standen mehrere zusammengewürfelte Geschirr-Service. Ja, denn das eine hat er noch von seiner Oma (aber nie benutzt!), das andere ist doch noch gut (aber häääääääääääääääääääßlich!!!!!), das nächste hat er mal zum Umzug von den Eltern bekommen und das sei auch noch okay (nur dass die Hälfte fehlt).

        - auf dem Dachboden ein riesiger Meerschweinchenkäfig. Ja vielleicht brauchen den die Kinder später mal.


        Mich hat es damals auch nur noch genervt und wir haben auch ab und zu gestritten.
        Ich habe andere Frauen beneidet, bei denen alles so stimmig und schön war.
        Und ich hatte immer diese Rumräumerei mit dem ganzen Mist da, alles war zugestellt.

        Bis ich mich dann mal mit einer dieser Frauen unterhalten habe. Und sie meinte, ihr Mann ist auch der reinste "Geröllheimer", der würde am liebsten auch alles aufbehalten.
        Aber: sie räumt es einfach weg. Sie fragt gar nicht mehr groß.
        Bis dass der das merkt, vergebe mitunter Jahre und dann ist es ihm auch schon Wurscht.
        Denn die saubere Bude ist ihm insgeheim sowieso lieber.

        Und genau so habe ich dann auch begonnen.

        Mein Mann hat seit rund einem Jahr noch nicht gemerkt, dass ich inzwischen diese Joghurteimer alle weggeschmissen habe! :-p

        Bei den Geschirr-Service habe ich beim Schweden kackfrech zwei neue gekauft, als er tagsüber nicht da war.
        Das Geschirr von seiner Oma habe ich sorgfältig und sicher verpackt auf den Speicher geschafft, im beschrifteten Karton. Die anderen beiden landeten auf dem Flohmarkt.
        Die teilweise schon abgenutzten Gläser habe ich entsorgt und durch neue ersetzt.
        Sein Kommentar am Abend: "Oh, das sieht echt schick aus!"

        Die alten Stühle und der Käfig landeten in den Kleinanzeigen.
        Plötzlich kamen erfreute "Ah, hier ist ja wieder richtig Platz auf dem Speicher bzw. im Keller!" (Ja...Du mich auch! :-p)

        Bei den leeren Gläsern habe ich etwas sortiert - die kleineren durften bleiben, da wir im Sommer schon mal aus Gartenbeeren Marmelade kochen. Aber die übrigen Gläser und Tiegelchen da (selbst Olivengläser waren dabei) habe ich meinen Kids in den Bollerwagen gepackt und die zwei sind damit zum Glascontainer unten an der Ecke gezuckelt.
        Weg damit.


        Und ich mache so weiter.
        Schruppige Handtücher, unmoderne Bettwäsche, ein alter Teppich, etc.
        Alles weggeschmissen.

        Ich habe Boxen und Tüten aufgestellt:

        --> Flohmarkt/Kleinanzeigen
        --> Spenden (Textilcontainer, etc)
        --> Müll

        Und einsortiert.

        Und dafür - wenn ein Raum ausgemistet und frisch war - mal hier und da was Neues geholt. Die Badteppiche waren auch schon einige Jahre alt, da kamen mal neue her.

        Der Schuhschrank im Flur hat mich seit eh und je genervt, da löste sich dauernd die Blende von der Schublade.
        Den habe ich zerlegt und zum Sperrmüll geschmissen.

        Und demnächst lauere ich drauf, dass er mal eine Woche auf Achse ist. Montag fährt und Freitag erst heimkommt. Unser Vorratsraum/Waschraum ist der "faule Zahn" in unserem sonst inzwischen recht schönen Haus.
        Da steht ein ur-ur-ur-alter Kleiderschrank (schwarz mit Spiegelgedöns) aus den 90ern ohne Türen, eine wackelige uralte Anrichte aus seiner alten Küche.
        Und darin sind irgendwie sämtliche Vorräte und Putzmittel usw kreuz und quer gestopft.
        Immer wenn ich es anspreche kommt ein "Och nööööööö, nicht jetzt!" oder "Was hast duz denn, es funktioniert doch gut so!"

        Beim Schweden gibt es gute Regalsysteme, mit und ohne Türen, etc.
        Da messe ich aus und dann wird es geholt. Zur Not bitte ich einen guten Freund, mir beim Abbau der alten Möbel und beim Aufbau der neuen zu helfen.
        Und dann wird aus dieser Rumpelkammer ein gescheiter Vorratsraum gemacht.
        Mit Regalböden, mit Fächern, mit Türen usw.

        Ich habe da früher auch gerne mit ihm diskutiert, aber ich weiß wie stur der sein kann.

        Natürlich würde ich jetzt nicht einfach eine neue Couch oder einen Esstisch anschaffen.
        Aber diese Rumpelkammer interessiert ihn kaum, ich halte mich da mehr drin auf als er.
        Also darf ich sie mir auch hübsch einrichten.

        Fang einfach mal an. Wie k.a.t.z.z. schon schrieb, Stück für Stück, Raum für Raum.

        Er wird die neue Ordnung und diese "Leichtigkeit" sehr schätzen.

        Er wird selber erkennen, wie viel Gerümpel da eigentlich dabei ist.
        Das Geschirr von der Oma meines Mannes hätte ich jetzt nicht weggeschmissen. Aber es wurde nie genutzt, es passte auch nicht. Aber er ist zufrieden, dass es nun oben auf dem Dachboden sein sicheres Plätzchen hat. Und er ist nun doch auch froh, dass wir wieder schönes Geschirr haben, wenn Besuch kommt und nicht alles so kunterbunt zusammengewürfelt.

        Bisher war er mir noch nie böse, sondern hat eher gestaunt, wie sauber und ordentlich nun alles ist.
        Wie er auf den Hauswirtschaftsraum reagiert, werden wir sehen. Aber das Risiko gehe ich ein. ;-)


        Fang einfach mal an und zwar am besten mit dem Gerümpel und Kram, was wirklich nur noch schrottreif ist.

        LG

      • Da kann ich dir die Methode von Marie Kondo empfehlen!
        Hab mir ihr Buch als Hörbuch angehört, find das als Inspiration echt super!
        Ich hatte letzt einen Anfall von "wir haben zuviel, ich muss ausmisten".
        Hab's nicht ganz nach ihrer Methode gemacht, weil mein Mann (der auch lieber zu wenig wie zu viel wegschmeisst/aussortiert) da nicht mitmachen würde.
        Aber ich hab beim Ausmisten schon gemerkt, warum ihre Methode wahrscheinlich sehr gut funktionieren würde ;-)

        Hey brokkoli3 ,

        hahaha, da kenn ich noch jemanden. Und zwar mein Freund. Ich würde behaupten das er ein Messi ist. Aber ein "gesunder Messi", er sammelt jetzt kein Müll aber Bücher, Schallplatten, CD´s, Gitarren, alte Radios. Als wir zusammengezogen sind, hatte er zusätzlich ca 150 T-Shirts und 50 Jeans !!! Da konnte ich ihm wenigsten 2/3 abschwatzen und er trennte sich tatsächlich vom Großteil. Da wir auch nur eine kleine Wohnung haben, mussten die seine anderen Sammelleidenschaften erstmal woanders untergebracht werden. Da der Keller nun auch zu klein war, blieb nur noch Einlagerung übrig. Wir haben jetzt 80% seiner Sachen jetzt bei https://www.umzuege-brandlmeier.de/leistungen/einlagerung.html untergebracht und er ist damit auch ganz gücklich. Wenn wir in 2-3 Jahren in unser Haus ziehen, dann kann er sehr gern seinen Krempel in sein Hobbyraum unterbringen. Ob er dann die Tür noch aufkriegt, wage ich zu bezweifeln :-D :-D

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