Terror im neuen Haus - umziehen?

    • (1) 12.08.19 - 21:38

      Hallo zusammen, mich würde interessieren ob ihr ein Einfamilienhaus in einem Neugebiet einer mittelgroßen Stadt gegen eine Doppelhaushälfte in einem nahe gelegenen Dorf in einem gewachsenen kleineren Wohngebiet eintauschen würdet? Der Grund: Terror-Nachbarn die ständig Läm machen und keine Rücksicht nehmen können (vor allem permanentes Rumgeschreie) , Neubaugebiet sehr eng, viele Menschen, Haus an Haus, aggressive Stimmung, noch Jahre anhaltender Baulärm, kaum Möglichkeiten mit dem Hund zu gehen, weil alles zugepflastert wird.

      Wir lieben unser Haus, das wir vor 1 1/2 Jahren gebaut haben aber das Umfeld macht uns fertig. Es stresst uns und lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Jetzt überlegen wir ob wir eine Doppelhaushälfte im Nachbardorf bauen. Es wäre ruhiger, ca 500€ im Monat günstiger, wir hätten nur noch 2 Nachbarn (vorne raus wäre ein Wald), viel Wälder und Wiesen zum laufen für den Hund und weitaus weniger Menschen um uns herum. Wir wüssten aber auch da noch nicht was für Nachbarn wir bekommen und haben dann eben "nur noch" eine Doppelhaushälfte mit 100 qm weniger Garten (wär OK für uns) und einem schmalen länglichen Grundstück. Wenn es da mit den Nachbarn nicht läuft könnte es halt auch schief gehen. Dazu hab ich etwas Angst dass es mir da dann zu abgeschieden ist. Es ist halt ein Dorf. Wir bekommen ein Kind und machen uns Gedanken über den Schulweg etc.

      Es ist eine sehr schwierige Entscheidung für uns. Das Haus war ein Lebenstraum und wir sind zufrieden mit dem Ergebnis aber wir ärgern uns halt monatlich über die hohen Kosten im Verhältnis zu der eingeschränkten Lebensqualität.

      Was sagt ihr? Habt ihr Erfahrungen mit einer der Wohnformen oder sogar beiden? Danke schonmal für euren Input!

      • Hi,
        ich bin auch schon wegen wirklich unerträglicher nachbarschaft und umgebungslärm umgezogen und habe mich objektiv verschlechtert, aber sehr glücklich damit (war allerdings zur miete).
        Könntet ihr das erste Haus behalten und vermieten? dann könnte man zur not zurück (zeitmietvertrag abschließen).
        Ob euch das abgeschiedene leben gefällt, könnt eigentlich nur ihr selbst beantworten.
        lg

        • Wir müssten das Haus verkaufen weil wir dauerhaft nicht zwei Finanzierungen haben könnten (und wollen). Wir würden für zwei Jahre eine Zwischenfinanzierung bekommen für den neuen Hausbau und dann müsste die "alte" Immobilie weg. Ich würde aber auch gar nicht vermieten wollen. Wer weiß wie die dann mit dem Haus umgehen würden und die Mieter dann kündigen wenn man doch wieder rein möchte ist ja auch nicht so einfach. Als Vermieter sitzt man meist am kürzeren Hebel. Die Mieter könnten bei uns zb Mietminderung wegen des lärmes einfordern... Neeee danke

          In wie fern hast du dich denn verschlechtert?

        • (5) 13.08.19 - 19:05

          Hey,
          die alte Wohnung war von der Lage und der Ausstattung der Hammer, Granitböden, Fußbodenheizung,Parkett, bodentiefe Fenster, eltkr. Rollläden...zu einem guten Preis (und Parkplatz). gezogen sind wir in eine kleinere wohnung mit einfacher Ausstattung in schlechterer Lage und ohne Parkplatz zu gleichem Preis.
          Trotzdem habe ich mich dort besser gefühlt.

      Hättet ihr vieles nicht vorher schon absehen können?
      Baulärm im Neubaugebiet
      Hohe monatliche Belastung
      Enger Bebauungsplan

      Wenn euer Kind erst einmal etwas älter ist, wird euch die laute Nachbarschaft nicht mehr so sehr stören, weil ihr selbst ein ,lärmendes‘ Kind habt. Dann seid ihr im Neubaugebiet mit anderen Familien bestimmt besser aufgehoben, als in der Doppelhaushälfte im Nachbardorf.

      Bitte überlegt euch euren Umzug gut und geht nicht wieder so blauäugig an die Sache heran. Lauft vorher mal den Schulweg ab. Geht öfter dort spazieren und horcht. Sicher, dass ihr 500€ mehr zur Verfügung habt? Ihr werdet wieder Grunderwerbsteuer und Notargebühren zahlen. Vielleicht kostet die Umschulung. Ihr wisst nicht, wieviel eure Immobilie einbringt. Da ist das Finanzierungsvolumen plötzlich doch etliches höher.

      • Erstmal danke für euren Input! Ja klar dass hier Baulärm sein wird war uns bewusst. Nur dachten wir dass alle irgendwie bestrebt sein werden schnell fertig zu werden aber so ist es leider nicht. Manche fangen jetzt erst an, andere machen ihre Außenanlagen im Schneckentempo selbst, das heißt jedes Wochenende steinschneidemaschine rüttelplatte und Co. Wir dachten nach vllt 3 Jahren wird Ruhe einkehren aber das wird noch viel viel länger dauern. Dazu kommt dass das Baugebiet nun 3 mal so groß wird wie damals zu unserem kaufzeitpunkt geplant war, also auch 3 mal so viel häuser.

        Die Höhe der Rate wussten wir natürlich auch. Wir würden sie ja auch gern zahlen wenn man sich wohl fühlt und seine Ruhe im Eigenheim findet. Momentan flüchten wir am Wochenende oft weil uns die Nachbarn einfach so nerven und dafür tut die Rate dann halt weh wenn man es nicht richtig genießen kann.

        Kinderlärm stört uns nicht wenn es sich einigermaßen in Grenzen hält und wir wussten ja auch dass hier viele Familien hinziehen und wollten ja auch selbst immer Kinder haben. Ich habe früher an einer Grundschule gewohnt und hab mich nie so gestört gefühlt wie jetzt. Die Eltern sind einfach dermaßen rücksichtslos, schreien durch den Garten, haben ständig besuch und reden so laut dass auch noch der Nachbar 2 Häuser weiter alles mitbekommt. Sind halt selbstdarateller und einfach unangenehm. Kann man sich an sowas gewöhnen? Dass unser Kind auch nicht immer ruhig sein wird ist eben auch ein Punkt wo wir nicht wissen wie die neue Nachbarschaft darauf reagiert. Kann natürlich sein dass wir dann als Störenfriede empfunden werden.

        Wir haben unseren Fall von einem baufinanzierungsprofi durchrechnen lassen also das sollte ungefähr hinhauen. Ein restrisiko ist was wir am Ende tatsächlich fürs Haus bekommen das stimmt. Die Preise steigen ja enorm aber sicher sein können wir trotzdem nicht. Das ist mit ein großer Punkt wovor wir Angst haben

        • Dieser Post klingt ja schon viel reflektierter. Wenn ihr wirklich total unglücklich seid, dann würde ich doch den Schritt wagen und umziehen. Aber nicht ohne vorher noch einmal genau abzuwägen. Wo ist der Kindergarten, wo Schule, wo Einkaufsmöglichkeiten, gibt es Busanbindungen und Ärzte in der Nähe? Ihr werdet irgendwann älter. Könnt ihr dann noch dort wohnen?

          Ansonsten gibt es bestimmt noch schlimmere Nachbarn als eure. Wir haben neben einem Alkoholiker gewohnt. Der hat den Motor seines Autos ständig sinnlos laufen lassen und auf das Gaspedal gedrückt. So saß er dann in seinem Wagen bei lauter Musik, hat die Luft verpestet und rumgelärmt. Nachts hat er in seinem Zimmer die Musik aufgedreht, so dass wir regelmäßig vom Bass geweckt wurden. Bei euch macht der Baulärm zumindest Sinn und gegen Laute Unterhaltungen habe ich wenig einzuwenden. Hier hört man auch mal was von den Nachbarn. Der Wind trägt eben auch viel zu uns rüber.

    Hallo,
    ich würde das auch sehr gut überlegen ein freistehendes Haus gegen eine Doppelhaushälfte einzutauschen. Meine Großeltern haben in einer Doppelhaushälfte gewohnt und da ist alles einfach nochmals enger (auch lauter) und man muss weit aus mehr Rücksicht nehmen. Was ihr dort für Nachbarn bekommt, wisst ihr nicht. Könnte auch noch schlimmer sein als jetzt. Außerdem, wenn ihr mal Kinder habt, werdet ihr es zu schätzen wissen, wenn gleichaltrige in der Nähe sind zum Spielen. Weiterhin Schulweg und Kindergartenweg bedenken. Wenn ihr euren Nachwuchs immer und überall hin fahren müsst (auch zu Spielkameraden), dann ist das doch recht nervig.
    Wir wohnen ländlich. Die Häuser wurden vor ca. 60 Jahren gebaut und auch hier sind immer wieder verschiedene Maschinen zu hören, gerne mal ab 7 Uhr und bis spät am Abend. Obwohl wir alle große und gut bewachsene Grundstücke (ca. 1000 qm) haben, hört man die Nachbarn beim Grillen oder Streiten, die Hunde bellen etc.
    Wie wäre es noch etwas auszuhalten und nach einem bereits erbauten Haus in einer ruhigen, aber eben nicht zu ruhigen Umgebung zu suchen? Oder einfach noch abwarten, was sich so noch ergibt? Doppelhaushälfte ist halt nich zu vergleichen mit einem freistehenden Haus.
    LG

    In einem Neubaugebiet ist klar, dass mit Baulärm gerechnet werden muss. Ich denke mal eure Baustelle war auch nicht leise.
    Jeder hat eben nicht das Kapital um alles flott fertigzustellen.

    Ihr habt euer Traumhaus verwirklicht. Warum wollt ihr euch vertreiben lassen?
    Mit Nachbarn die ständig rumschreien würde ich reden und fragen was los war. Warum so gebrüllt wurde, dass man 3 Häuser weiter jedes Wort verstand? Die müssten dann doch eigentlich peinlich berührt sein. Also ich wäre es.
    Was meinst du mit aggressiven Nachbarn?
    Es werden doch nicht alle Nachbarn so sein.
    Bestimmt sind doch auch normale Nachbarn dabei.

    Wenn ihr wirklich Ruhe wollt, bleibt nur ein Haus in Alleinlage.

    Im Doppelhaus sind zwar nur 2 Nachbarn, aber ein Querolant ist immer möglich. Zumal die Nachbarschaft auch wechseln kann.

    Kurz um, die Gefahr besteht immer.
    Habt ihr Kontakte zu den aktuellen Nachbarn? Freundschaften?

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