Hauskauf ja/nein

    • (1) 27.08.19 - 01:10
      004

      Liebe Urbianer. Ich bin sehr zwiehespalten und gerade auch unsicher, was für uns das Beste ist.

      Ich wohne seit jeher zur Miete, habe 2 mind. Kinder. Leider wurden meine bisherigen Mietverhältnisse 3 x wegen berechtigtem Eigenbedarf gekündigt. In unserer Gegend, eher ländlich, wird überwiegend privat vermietet. Leider dann auch für die Kinder ein stetiger Wechsel...

      Aktuelll habe ich eine 4ZKB-Whg gemietet, wir wohnen hier seit ca. 4 Jahren. Es ist ein 2Fam-Haus,die Fam. über uns ist eine Zumutung, Vermieter musste schon öfters "eingreifen". Wären diese Nachbarn nicht, würde ich mich hier vllt sogar wohl fühlen und bleiben wollen.

      Zwischendurch ist auch mein LG zu uns gezogen. Nun haben wir schon mehrere Häuser besichtigt, 2 gefallen uns sehr gut. Wir haben EK, was für die Kaufnebenkosten reicht, und sein lastenfreies Haus (leider im falschen Ort), aber das war es dann. Kredit würden wir erhalten, wäre s. o. eine Vollfinanzierung. Mit einem Teilbetrag würde sein Haus haften, und das Kaufhaus mit dem anderen Teil.

      Einerseits wäre es toll. Endlich sesshaft, endlich für uns, endlich ein eigenes zu Hause. Andererseits hab ich Angst. Wir sind dann über? schuldet. Was ist wenn. Wir hätten nach Abzug aller Kosten mtl. noch ca 800,- EUR zur Verfügung. Zum sparen, Schulkram, Klamotten, Aisfl<ge etc. Denke das ist mit 4 Leutchens und Pferd+Hund (Tierarzt ist teuer, wenn er gebraucht wird)zu knapp..Aktuell leben wir finanziell sorgenfrei, kennen es beide auch anders...

      Wir würden bis in die Rente abzahlen. Mein LG ist gut vorgesichert, ich nicht.

      Ich weiß es nicht. Dabei wünsche ich mir so sehr endlich ein festes zu Hause.
      Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

      • (2) 27.08.19 - 01:13

        Was wenn er sein Haus verkaufen würde?

        • (3) 27.08.19 - 01:17

          Hätten wir den Kaufpreis als EK, da das Haus schuldenfrei ist. Es ist aber ein Wohnrecht im Grundbuch, was auch ausgeübt wird. Er kann daher erst "irgendwann" verkaufen.

          • (4) 27.08.19 - 11:26

            Wäre der berechtigte Wohnrechtnutzer damit einverstanden das Wohnrecht abzulegen? Eventuell mit einer finanziellen Abfindung?

            Die Frage ist auch von wievielen Jahren man eventuell ausgehen kann, dass das Wohnrecht genutzt wird.

      (5) 27.08.19 - 01:25

      Na ja, würde der Berechtigte des Wohnrechtes mit seinem Wohnrecht denn hinter den Finanzierer gehen? Wenn nicht, geht das ganze Konzept nicht auf.
      Ansonsten stellt sich die Frage wer wo wir haftet. Dein LG stellt sein Haus Tür Beladting zur Verfügung. Wer wird Eigentümer des neuen Hauses? Beide zu gleichen Teilen? Dann hättest Du Sicherheit. Wenn Dein LG alleine kauft, hast Du auch weiterhin keine Sicherheit.

      • (6) 27.08.19 - 01:37

        Die Bank benötigt keinen Vorrang, da sie das Wohnrecht aufgrund des Lebensalters der Berechtigten als wertfrei ansieht. Das ist schon geklärt.

        Kaufen würden wir zu 1/2.

    (7) 27.08.19 - 01:46

    Hi,

    ich habe das Gefühl, Dein Bauchgefühl hält Dich davon ab.

    LG, Pureheart

    (8) 27.08.19 - 10:32

    Hmm, 800€ sind in der Tat für mein Empfinden recht knapp. Habt ihr das selbst so ausgerechnet oder entnehmt ihr das der Haushaltsrechnung der Bank? Die haben da manchmal komische Annahmen drin. Grundsätzlich sage ich: Wenn Eigentum, dann jetzt. Besser werden die Kreditbedingungen kaum noch werden können. Aber natürlich müsst ihr euch das auch leisten können. Würde dein Partner sein Haus dann verlaufen, wenn die Bewohner verstorben sind und ihr damit sondertilgen (Bedingungen klären!) oder wie habt ihr das geplant? Gibt es Erbe auf deiner oder seiner Seite zu erwarten? Habt ihr noch gemeinsame Kinderpläne so dass nochmal EK ausfallen könnte? Das wären so Fragen, die ich für mich klären würde.

    • (9) 27.08.19 - 12:26

      *Wenn Eigentum, dann jetzt.*

      Das kann ich leider aus Käufersicht nicht teilen. Im Endeffekt kommt es aufs Gleiche raus. Höhere Kaufpreise und niedrige Zinsen oder "normale" Kaufpreise und hohe Zinsen...

      Aber Du meinst sicherlich, dass die Zinsen wieder steigen werden, irgendwann, und die Immobiliepreise aber nicht fallen werden?

      • (10) 27.08.19 - 22:49

        Ich würde nicht davon ausgehen das Immobilienpreise irgendwie in den Keller rutschen.

        Wenn dann sind die Immobilienpreise hoch UND die Zinsen!
        Die Immobilienpreise werden für lange Zeit die letzten sein die in den Keller rutschen.

(11) 27.08.19 - 12:22

Danke schonmal für Eure Antworten. Mir geht's hier tatsächlich nicht um das Rechtliche. Das ist alles geklärt und steht außer Frage.

Eher geht es mir um die richtige Entscheidung. Damit tun wir uns schwer. Einerseits haben wir momentan keine finanziellen Schwierigkeiten, keine Engpässe. Uns geht es gut finanziell. Aber es kann uns, wenn wir auf Miete bleiben, immer wieder passieren eine Kündigung wegen Eigenbedarf. Das ist Fakt.

Wohingegen dies mit einem Immobilienkauf erledigt wäre, aber eben ca. 800,- über bleiben, und ich meine, dass es für 4 zu wenig ist. Eine Sparrate davon weg, die Kinder neue Schuhe, Hosen, Schulmaterial, das würde vllt doch zu knapp. Ich weiß, das käme nicht jeden Monat. Aber vermutlich wäre ich täglich unentspannt, das nichts kommt, nichts kaputt geht (Heizung, Dach, Auto, what ever). Dieser Zustand wäre mein Problem und damit auch das meiner Familie.

Bin ich zu übervorsichtig? Nicht risikobereit genug? Ich denke, ich habe auch ein Problem damit, das es eine Vollfinanzierung ist und eben auch das Haus meines LG mit einer Grundschuld belastet würde,nach jetzigem Stand der Dinge. Was ist, wenn mit seinem Haus irgendwas ist? zb die Wohnungsberechtigte die Herdplatte nicht ausmacht... Ich kenne ja auch deren Versicherungsumfang garnicht, nachher ist dieses Haus zb verbrannt, diese Sicherheit eben auch, und die Versicherung zahlt nichts wegen Fahrlässigkeit zb. Nur als Beispiel. Dann wären wir ruiniert.

  • (12) 27.08.19 - 22:25

    Hi,

    Hm ist schwierig, allerdings 800€ übrig sind nicht viel.

    Ich hatte 17 Jahre lang selber ein Pferd. Einmal Tierarzt ( Anfahrt, allg.Untersuchung,abhorchen, Ventil plus) Zack 300€.

    Und im Alter können Pferde teurer werden.

    Mir wär es zu wenig. Wir hatten mal in kurzer Zeit Spülmaschine,Kühlschrank,Fernseher kaputt. Tja auf einiges könnte man verzichten.

    Und so waren mal viele 100€ weg.

    Unter der Primisse nein, die 800€ wären mir zu wenig Sicherheit.

    Wir haben auch ein Haus aus den 60 zigern. Und es kommen immer noch Sachen hinzu ,die repariert oder einfach noch gemacht werden müssen.

    Majonjon

(13) 28.08.19 - 08:26

>>>Wir hätten nach Abzug aller Kosten mtl. noch ca 800,- EUR zur Verfügung. Zum sparen, Schulkram, Klamotten, Aisfl<ge etc.<<<

Was willst du denn von 800 Euro noch großartig sparen?
Bei zwei Kindern und Eigenheim solltest du mindestens 300 Euro jeden Monat zurücklegen und das wäre noch recht wenig.

(14) 28.08.19 - 10:45

800 euro halte ich für VIEL zu wenig bei 4 Personen! Wie wollt ihr rücklagen bilden?irgendwas gibts immer bei einem Haus zu tun ...Waschmaschine geht kaputt....3 Wochen später der Herd (ist ja oft so 🙈)

Wieso verkauft er sein Haus nicht?

(15) 28.08.19 - 14:10

Hallo,

es wäre die Frage, wer denn in dem Haus Deines LG wohnt.
Wenn das eine alte Dame ist, wird die da ja nicht mehr ewig wohnen. Dann wird es ja absehbar finanziell besser, sobald Ihr das Haus verkaufen könnt, oder Ihr zieht dann da ein.

Dann wäre die Frage, wo Ihr sparen könnt und wollt, und wie Eure berufliche Zukunft aussieht.

Ein Hund und ein Pferd sind nicht die billigsten Haustiere. Abgeben wollt Ihr sie vermutlich ja nicht, aber wenn die Tiere schon älter sind, wären das ja Ausgaben, die in nicht so ferner Zukunft entfallen, wenn man kein neues Tier anschafft.

Vielleicht könnt Ihr erstmal eine niedrigere Rate vereinbaren und dann Sondertilgungen machen, wenn Ihr mehr Geld zur Verfügung habt.

Ich glaube, an Eurer Stelle würde ich noch 2 oder 3 Jahre abwarten, wie Eure finanzielle Situation dann ist und sparen.
Wenn Euch die Nachbarn zu sehr nerven, würde ich nochmal in eine andere Mietwohnung umziehen. Für ätzende Nachbarn wären mir meine Nerven zu schade.

LG

Heike

(16) 30.08.19 - 20:04

Mit 800 € für die Lebenshaltungskosten liegt ihr ja nur ganz knapp über dem Regelsatz bei Hartz4 in einer Bedarfsgemeinschaft. Der liegt im Moment irgendwo um die 370 € pro Erwachsenen.
Und ihr habt noch Kinder und kostenintensive Haustiere, die ihr davon durchfüttern müsst.
Wie soll das denn funktionieren?
Ich bin erstaunt, dass eine Bank hier das ok gibt.

  • (17) 31.08.19 - 15:16

    Lebenshaltungskosten wären das nicht mehr. Wenns anfällt, würden davon Kleidung oder zb Klassenfahrt oder Ausflüge gezahlt werden. Oder Geburtstagsfeier, Geschenke, sowas halt. Ansonsten werden die 800,- EUR gespart.

    • (18) 31.08.19 - 21:58

      Also die 800€ sind über nachdem alle Fixkosten (Versicherungen, Autos&Sprit, Betreuungskosten, Wohnnebenkosten) und auch Lebensmittel und Drogerie bezahlt sind? Das finde ich dann gar nicht mal wenig!

(19) 31.08.19 - 09:22

Also die bank berechnung ist manchmal sehr abenteuerlich. Als wir einen Kredit Vorschlag wollten, wurde uns ein Immokredit für maximal 460.000 Euro angeboten... Hab das dann mal nachgerechnet und mit etwas Vernunft merkt man selbst, daß das nie im Leben hinkommt, da ist keine Luft, sprich es darf bis ich 99 bin absolut nichts kaputt gehen, keine Neuanschaffung geben, keine Arbeitslosigkeit eintreten, keine zinserhöhung geben und niemand krank werden...

Wir haben unseren Maximal Betrag dann selbst berechnet und kamen mit der Sicherheit, dass das Ding während der Zinsbindung abbezahlt ist, komme was wolle, grade mal auf 115.000 ist, also 1/4 der angebotenen Summe....

Nur weil die Bank meint 800 Euro reichen euch im Monat, muss das noch lange nicht stimmen

  • (20) 31.08.19 - 09:27

    Warum verkauft ihr nicht das Haus, das ihr nicht braucht und nehmt den Erlös mitrein? Sollte doch die Zinsen um gut 1 Prozent drücken, wenn ihr Z. B. Nur 60% des Kaufpreises aufnehmen müsst. Dann waere vielleicht 200 - 300 Euro mehr Luft

    (21) 31.08.19 - 15:24

    Ja, da muss man wirklich realistisch bleiben und sich nicht auf den Betrag xy verlassen, den die Bank nennt. Ich habe Stunden damit verbracht, alles gegenzurechnen. Unser Finanzberater meinte, ich würde ständig seine Arbeit machen und eigentlich bräuchte ich ihn doch garnicht ;-)

    Das Haus meines LG wird erst verkauft, wenn es nicht mehr bewohnt ist (Wohnrecht). Vermutlich, und da sind wir uns aber einig, wird es keine 10 Jahre mehr dauern, auch wenn man damit an das Ende eines Lebens denken muss. Aber "einen alten Baum verpflanzt man nicht" :-).

    • (22) 31.08.19 - 17:22

      Achso so sorry hatt nicht den kompletten thread gelesen.
      Also 10 jahre zu 4 von 800 Euro leben, würde ich nur riskieren, wenn ich zur Not von Rücklagen zehren könnte.
      Das sind halt echt immense Einschränkungen, selbst wenn nichts kaputt geht.

      • (23) 31.08.19 - 18:22

        Aber wir würden ja nicht von 800,- leben, das wäre das Taschengeld sozusagen.

        Aber man sieht, es ist für viele zu wenig. Für wenige viel.

        • (24) 31.08.19 - 18:35

          Ja wenn 800 Euro nach allen Abbuchungen. Versicherungen und Monatseinkaufen, essen, trinken, tanken, Pferd füttern, hufschmied, noch übrig sind... Goenn dem Hotte eine OP Versicherung und kauf das Haus.

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