Mit anderer Familie zusammenwohnen/ gemeinschaftliches Wohnen

Hat jemand Erfahrungen damit, ein Haus gemeinsam zu bewohnen? Zum Beispiel mit zwei Familien, die Garten und Hof teilen aber in zwei getrennten Wohnungen leben. Was für Konflikte können da auftreten? Was gibt es zu beachten? Sollte man mit Freunden zusammenziehen oder kann das total schiefgehen?

Ich habe Bedenken ob das Zusammenleben gerade bei Kindern und Erziehungsfragen sehr konfliktreich werden kann - mehr als etwa in Gemeinschaften ohne Kinder.

Was sind eure persönlichen Erfahrungen? Danke!!

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Hab das noch nie gehört..
aber mir kommt als aller erstes die finanziellen Frage in den Kopf..
Eigentum zusammen kaufen?
Oder sind es alleinige Mietwohnungen?

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Das sind beides zwei getrennte Mietwohnungen in einem Haus, also jede Partei mietet.

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ist doch nicht viel anders als in einem Mehrfamilienhaus,oder?

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Jaaa... Machs nicht....
Wir sind in ein Einfamilienhaus gezogen. Wir haben 2 Stockwerke und die Mutter des Vermieters hat das DG. Dazu wohnt der Vermieter mit seiner Familie ein Haus weiter, der Garten ist noch nicht separat.
Wir wohnen seit 6 Monaten hier, sie haben es noch immer nicht geschafft ihre Möbel aus unserem Bereich zu entfernen.
Wir teilen uns das Treppenhaus, d.h. wir laufen in socken von unserer einen Wohnung in das andere Geschoss. Wir erreichen unsere beiden Stockwerke nur über das gemeinsame Treppenhaus. Ständig ist das Dreck von der Oma oder ihrem Besuch.
Sie lässt ihre Tür offen sowohl beim kochen als auch wenn sie nur so Musik hört.
Die Vermieter wollen auch, dass man sich täglich trifft, wir sind ja schließlich sooo gute Freunde und gehören praktisch zur Familie.
..... Uvm.

Im nachhinein hätten wir lieber länger suchen sollten.

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In Deinem Fall würde ich aber nicht davon sprechen, dass Freunde zusammengezogen sind...

Grüsse
BiDi

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Sind wir auch nicht. Wir kannten die vorher nicht. Mit freunden kann es aber genau die gleichen Probleme haben. Vor allem wenn die einen ein anderes Nähebedürfnis haben als die anderen.

Ich will nur schon mal warnen.

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Wenn es zwei getrennte Wohnungen / Häuser sind, wo ist denn der Unterschied zu Nachbarn, mit denen man befreundet ist? Das ist ja nun nix Aussergewöhnliches und scheint millionenfach wunderbar zu klappen. Jeder hat sein Reich, wo die eigenen Regeln gelten und draussen gelten dann eben gemeinsame.

Ein qualitativer Unterschied wäre da eher, wenn man tatsächlich als WG zusammen wohnt.

Grüsse
BiDi

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Hallo,

wir leben auf einem Hof und haben ein Mehrgenerationenhaus. Zum Hof gehört ein Nebengebäude, dort ist ein Teil als Wohnung hergerichtet und ein Freund der Familie ist eingezogen. Es ist eine große Bereicherung für alle Seiten.

Es gibt aber klare Grenzen, an die sich alle halten. Zum Beispiel klopfen und klingeln wir vor dem Betreten der Räume des anderen und gehen auch nur rein, wenn eine entsprechende Antwort kommt. Es ist auch niemand böse auf den anderen, wenn man mal nicht zur Tür geht oder nein sagt. Das gehört dazu. Jeder hat ein Stückchen Garten für sich und kann so auch für sich alleine draußen sitzen oder mit seinem eigenen Besuch. Da hat die andere Partei dann auch nichts zu suchen. Wir sehen und fast jeden Tag und wenn das mal nicht so ist, dann ist das auch in Ordnung.

Es ist immer schwierig, die passende Menge an Nähe und Distanz zu finden. Es ist in unserem Fall leichter, weil wir uns schon lange Zeit kannten bevor wir zusammen wohnen wollten. Wir wussten, wie der jeweils andere ist und was man sich so vorstellt. Wir waren auch immer ziemlich ehrlich mit unseren Gedanken.

In ein paar Jahren wird eine weitere Partei zu uns stoßen. Ein befreundetes Paar. Auch hier kennen wir uns alle schon lange Jahre.

Die Eigentumsverhältnisse sehen so aus, dass wir Besitzer sind und es auch alleinig bleiben. Gezahlt wird eine Miete.

Viele Grüße
lilavogel

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Es würde sich um ein gemeinsam bewohntes Zweifamilienhaus handeln, aber geteilt wird dann eben alles andere: Garten, Hof etc.
Ich frage mich, ob es gerade mit Kindern mehr Konflikte zu erwarten gibt als ohne ( d.h. wir sind in der vorteilhaften Situation, dass wir die Mit-Mieter aussuchen dürfen und wissen nicht, ob wir hier eine Familie aussuchen sollten) - vielleicht jetzt klarer, worum es geht...

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Das bedeutet doch, dass Ihr Euch auf jeden Fall mit einer zweiten Familie Hof und Garten teilen werdet. Entweder es ist eine, von der Ihr schon wisst wie sie tickt oder eine gänzlich unbekannte. Das potentielle Konfliktpotential halte ich im zweiten Fall für höher.

Grüsse
BiDi

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Wenn man es so sieht, wohnen wir ähnlich.
Wir wohnen in einem Reihenhaus und unser Garten ist sehr sehr klein. Unsere Nachbarn, mega tolle Leute, haben einen Pool im Garten und somit fast gar kein Platz. Wir nutzen im Sommer den Pool mit, die benutzen unsere Grünfläche, also hauptsächlich die Kinder. Wir quatschen morgens auf der Terrasse, trinken oft Kaffee gemeinsam....

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Nähe kann Stress erzeugen. Deswegen braucht es klare Absprachen. Meine Freundin hat eine verwandte Familie neben sich. Deren Kinder stehen ständig auf der Matte und wollen dort spielen. Das nervt sie tierisch.

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Ich sehe das Problem nicht so recht. So wie du es beschreibst wäre es ja quasi wie in einem normalen Mehrfamilienhaus mit Hof/Garten.

Erziehungfragen, finde ich, gehen die jeweils anderen nix an, den Rest muss man regeln.
Ich kenne das aus zwei Mehrfamilienhäusern, wo die Bewohner sich quasi alles teilen, oft zusammen im Garten sitzen, die Kinder zusammen spielen.... Wenn man's mag ist das eine schöne Sache.

Meine Cousine hat es in ihrem Zweifamilienhaus so geregelt, dass der Garten geteilt wurde und jede Familie ihren Bereich hat.

Ich würde dann aber auch immer lieber die Familie nehmen, die ich schon kenne. Da kann man sich besser drauf einstellen..... Außer man weiß schon, dass die schwierg sind.