Ein Ausstieg aus dem Chaos

Guten Morgen,

wir haben 2016 unser erstes Kind verloren (Todgeburt). Kurz danach zogen wir in eine neue Wohnung. Diese hatten wir während der Schwangerschaft gesucht um ein weiteres Zimmer fürs Kind zu haben.

Der Umzug war chaotisch und während des Umzugs brach ich mir das Bein (sehr unglücklich gestürzt), musste operiert werden und fiel mehrere Wochen aus.
Dadurch entstand das erste Chaos.
Mein Mann musste sich allein um alles kümmern, kam nicht allein durch all die Kisten,.....

Letztendlich schleppten wir immer diese Altlasten mit. Umzugskartons. Wir vermissten den Inhalt nicht mal wirklich. 🙈

Danach folgten zwei weitere Fehlgeburten und nun im letzten Jahr eine nochmalige Todgeburt 😔
Die Trauer war groß. Das Chaos in unserer Wohnung noch viel größer.
Unsere Wohnung hatte sich zu einer Messi Wohnung entwickelt. (☝️ Allerdings ohne benutzte Pflaster an den Fliesen, Essensresten oder irgendwas ekeligem).
Wir haben einfach unfassbar viel Zeug.
Die restlichen Kartons vom damaligen Umzug, jede Menge Babysachen etc

Nun haben wir neue Möbel bestellt und damit diese angeliefert und aufgebaut werden können, muss hier natürlich Klarschiff gemacht werden.
Daher legen wir derzeit eine Nachtschicht ein 🙈

Die besagten Umzugskartons sind zwar jetzt "nur" in den Keller gewandert, aber ich habe 4 blaue Säcke Kleidung aussortiert und direkt zum Container gebracht.
Diverses anderes flog auch raus oder wurde verschenkt.

Ein Anfang ist gemacht. Der Plan ist nun, wenn die Möbel stehen, jeden Karton einzeln hoch zuholen, zu sortieren und einzuräumen.

Ich hoffe, dass wir das schaffen und nicht wieder in ein Loch fallen 😔

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Huhu!
Erstmal möchte ich dir sagen, dass es mir schrecklich leid tut um deine verlorenen Kinder. Du bist sicher durch die Hölle gegangen die letzten Jahre!

Ihr habt eure Altlasten mit in euer neues Zuhause gebracht und dazwischen hattet ihr viele Schicksalsschläge.

Dieses Problem mit dem Umzug und den ganzen Kartons haben glaube ich die meisten schonmal erlebt. Es sammelt sich halt mit der Zeit echt viel Gerümpel an.

Ich kann nur empfehlen vorher auszusortieren und zu entrümpeln. So haben wir es beim letzten Mal gemacht. Mein Mann ist da übrigens rigoros umgegangen. Zumindest mit meinen Sachen 😒😅

Ich habe es nach dem letzten Umzug so gemacht, dass ich jeden Abend zwei Kartons ausgeräumt habe. Das hat mich jeden Tag 10 Minuten gekostet. Wenn dein Partner mitmacht seid ihr schneller fertig.

Oder frag eine Freundin nach Hilfe. Ihr könnt einen „Kisten-Ausräum-Sonntag“ machen mit Sekt und ein Paar Häppchen. 😊

Ich wünsche Euch alles Gute.♥️

2

Ich wünsche dir / euch ganz viel Kraft!! 💪💪🍀

3

Ich bin da sehr pragmatisch: Dinge, die man mehr als zwei Jahre weder gebraucht noch vermisst hat, können entsorgt werden (Dokumente natürlich ausgeschlossen). Von daher würde ich mir die Mühe gar nicht machen, den Inhalt der Kartons einzuräumen. Sortieren würde ich nach Abfallsorten und dann weg damit.
Wenn ich Deinen Thread richtig verstehe, ist die Wohnung jetzt schon voll mit Zeugs.

Grüsse
BiDi

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Genau so halte ich es auch mit Kleidung. 2 Saisonen nicht gebraucht? Weg damit.
Außer natürlich uktradicke Pullis oder ein Standardkleid für schicke Anlässe halt.

Es tut immer gut, solche Sachen auszusortieren. Entrümpelt auch das Gehirn und die Seele.



vlg

4

Es tut mir furchtbar leid was ihr durchmachen musstet.

Wenn ihr die Dinge aus den Kartons gar nicht vermisst, wäre es z. B. ein guter Anlass sich davon zu trennen? Es wäre ja immerhin schon praktisch in Kisten gepackt.
Bei unserem Umzug wurde viel Krempel entsorgt. Der kam gar nicht mehr mit in die neue Wohnung, sondern gleich zum Altstoffsammelzentrum.
Ein paar Jahre später war die Wohnwand im Wohnzimmer Schrott und auch da haben wir festgestellt, dass wir die meisten Dinge darin gar nicht nutzen. Also haben wir auch hier einiges entsorgt. Nun hängt der TV an der Wand und Wohnwand haben wir gar keine mehr gekauft.

Ich bin aber auch der radikale Typ beim Ausmisten. Mein Mann weniger. Deshalb geht es besser ohne ihn😉

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Ihr geht die Sache am besten ganz systematisch an:

- Nehmt euch dazu immer wieder mal (oder am Stück) einen Tag Urlaub
- Steht morgens früh auf (nicht ausschlafen und dann mal abwarten und sich erst nachmittags zu irgendwas aufraffen), trinkt ne Tasse Kaffee und legt sofort los
- besorgt euch genügend Abfallsäcke, damit wirklich alles sofort entsorgt werden kann
- falls nicht vorhanden: leiht euch ein Auto, um alles direkt abtransportieren zu können
- arbeitet euch Zimmer für Zimmer durch, nicht wahllos mal hier mal dort

Ihr schafft das. Und wirst sehen: Wenn ihr fertig seid, ist das ein völlig neues Lebensgefühl. Ihr werden auf alle Fälle davon profitieren.

Alles Gute!!!! #winke

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ihr seit tapfer!


Ich habe vor 3 Jahren angefangen hier jede Ecke zu entmisten und wirklich nichts aufzuheben was nicht gebraucht wird.
Das ganze Zeug was nicht vermisst wurde einfach entsorgen,ich habe viel an Caritas gespendet.
Wir haben sogar Regale und Schränke abgebaut und alles ist jetzt sehr sauber und ordentlich und schnell aufgeräumt.
Jeden Tag ein Stück,mal einen Kleiderschrank,mal ein Regal,nur den Schreibtisch usw....
Und wirklicht trennen von den Sachen.
Immer beim Müll wegbringen noch eine weitere Tüte packen und entsorgen.
Im Ergebnis ist der Keller jetzt der Hobbyraum meiner Kinder und hier alles schnell aufgeräumt.
Wir kaufen nun sehr bewusst ein und überlegen ob wirklich etwas gebraucht wird.

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Ihr habt ja wirklich schreckliches erlebt! Das tut mir wahnsinnig leid :(

Toll, dass ihr es jetzt angeht. Habt ihr professionelle Unterstützung? Das hilft vielleicht!

Ich wünsche euch alles Gute!!

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Mir tut es sehr leid, was ihr durchlitten habt. Ich war nach 6 Fehlgeburten auch sehr am Ende und habe eine Therapie gemacht. Das hat mir sehr geholfen.

Ich glaube, wenn ihr noch keine Therapie oder Trauerverarbeitung gemacht habt, ist es mit neu einrichten nicht getan. Wir haben damals als Paar auch bei Schmetterlinge e.V. Hilfe bekommen. Alles Gute für euch ❤.

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das ist eine sehr gute Taktik und das einzige, was bei uns geholfen hat.

ALLES in Kartons packen. - an einen Lagerplatz stellen und dann Karton für Karton ausräumen und währenddessen entscheiden, ob Müll, verschenken oder einräumen.
Eingepackt ist ganz schnell, weil man den Kopf ausschalten kann.
AUspacken kann man dann in einem leeren sauberen Haus mit leeren sChrnken langsam STück für STück.
(also bei Euch die Wohnung und Keller, - aber DU weißt, was ich meine).

Meine Tochter (11) hatte seit Kindergarten NIEMALS was weggegeben. Zimmer voll, Chaos, Staub und Dreck und Unordnung.
Wir haben an einem halben Tag das ganze Zimmer ausgeräumt in Kisten und diese zwischen gelagert. -- Geputzt, gesaugt, umgestellt und es dauerte dann wurde Kistenweise nur noch das wieder ins Zimmer geräumt, was bleiben soll.
Super Taktik. Das ist ein guter Weg aus dem Chaos. -- Teil-Räumaktionen bringen gar nix. - Das wird toll! freu Dich drauf.