Wie viel kostet uns eine Wärmepumpe für den Zweitwohnsitz?

Nachdem sich gemäß unseren Arbeitgebern das Home-Office bewährt hat, werden wir in den Ferienzeiten so gut wie die ganze Zeit in unserem Zweitwohnsitz verbringen. Wir haben das Haus vor einigen Jahren weitgehend renovieren lassen. Allerdings haben wir es bei der Öl-Heizung belassen, weil sie eigentlich noch adäquat funktioniert hat und Dinge, die noch passend hinhauen, einfach so wegwerfen ist nun mal nicht unseres. Das hat sich geändert und der Wintereinbruch in diesen Tagen zeigt, dass das auch im April eine spannende Geschichte werden kann... Lange Rede, kurzer Sinn... Wir überlegen nun auf eine Wärmepumpe umzurüsten. Allerdings ist uns aufgefallen, dass eigentlich nie ein Preis genannt wird. Woran liegt das? Und wie kostet uns gemäß euren Erfahrungen eine neue Wärmepumpe? Vielen Dank vorab!

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ich habe testweise gerade mal gegoogelt, und habe direkt beim ersten Trefferergebnis ungefähre Preisangaben bekommen.

Hier steht was dazu:

https://bfy.tw/Qgy8

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Das kommt sehr drauf an welche Art Wärmepumpe es werden soll, wie die Heizlast des Hauses ist, wie die Heizflächen beschaffen sind und darauf ob Du vollen Installationsservice inkl. Planung brauchst.

Von 2-3t€ für eine Split-Klima zum Heizen, über DIY Monoblock für 2-4t€ bis Wärmepumpe ohne Hydraulik vom nicht befreundetem Heizungsbauer mit allem drum und dran zum Abwehrpreis von >50t€ kommst Du ans Ziel.

Das wichtigste ist die Planung der Hydraulik, nicht die Wärmepumpe selber.

Empfehle das Haus und Vorhaben mal im htd Forum vorzustellen.

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Um auch noch übliche Preise zu nennen: uns wurde für 20t€ eine Wärmepumpe inkl. Einbau angeboten. Normale Luftwasser-Wärmepumpe vom Heizungsbauer. Mit Einbau heißt ein paar zusätzliche Rohre und Warmwasserspeicher. Alles unkompliziert, da Neubau. Die WP selber kostet ca. 10t€ wenn man sie selber kauft. Unsere hat schlussendlich 3t€ gekostet + ca. 4t€ für Arbeiten und Hydraulik, aber wir haben Risiko und Planung selber übernommen.

Mit Erdwärme kostet es ca. 10t€ für die Bohrung extra. Dafür hat man kein Aussengerät und die Wärmepumpe ist etwas effizienter.

Für eine Wärmepumpe im Altbau müssen die Voraussetzungen passen oder geschaffen werden. Ohne Fußbodenheizung, nachgerüstete Wand-/Deckenheizung oder sehr teure Niedertemperaturheizkörper kommt man nicht auf einen grünen Zweig. Etwas verbesserte Dämmung ist auch sinnvoll, aber nicht ganz so entscheidend.

Das A und O ist die Planung von Heizflächen für jeden Raum und der Hydraulik (kein Pufferspeicher!). Speziell im Altbau. Eigentlich kann man nur auf die Nase fallen wenn man "eine Wärmepumpe" vom Handwerker bestellt. Es geht, eine Wärmepumpe kann man wie eine Gasheizung anklemmen, nur darf man sich dann nicht über hohe Anschaffungskosten, hohe Verbräuche und kurze Lebensdauer wundern.

Eine solche Planungsleistung übersteigt wahlweise Kompetenz oder Zeit von Handwerksbetrieben. Der richtige Ansprechpartner ist ein TGA Planer, ein spezialisierter "Wärmepumpendoktor" oder auch o.g. Forum in Eigenleistung.

Ich kann nur den Tipp geben, die Planung der Heizlast und Heizflächen nicht aus der Hand und an den Verbauer der Wärmepumpe zu geben.

Der mit Abstand einfachste Weg wäre das Heizen über eine sehr effizienzte und günstige Split-Klima Anlage, wenn man mit dem Komfort der Luftheizung an zentralen Stellen im Haus leben kann.

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Wir haben vor 3,5 Jahren ein Haus mit Wärmepumpe gekauft, leider kennen wir uns mit dem Heitzsystem null aus. Unser größtes Problem ist eine Firma zu finden die sich mit Wärmepumpen auskennt. Unsere Heizung ist jetzt 14 Jahre alt und die Probleme mit der Anlage beginnen. Nach über 6 Monaten Wartezeit hatten wir vor 2 Wochen endlich einen Techniker hier, der meinte in den nächsten Jahren muss die Pumpe ausgetauscht werden, das wird zwischen 10.000-15.000€ kosten, der Rest ( also Kessel und Steuerrung) kann bleiben.
Wir sind im Grossen und Ganzen sehr zufrieden mit der Anlage weil sie kostengünstig ist ABER wir haben halt extreme Probleme Firmen zu finden die sich damit auskennen, d.h. wir haben dann Anfahrtswege von bis zu 100km das kostet natürlich. Wir sind am überlegen die Anlage auf Erdgas umzustellen wenn sie kaputt geht, da ist es einfacher einen Kundendienst zu finden.

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Da würde ich mir eine 2te Meinung holen! Die Dinger sind nicht so teuer! Mein Mann baut die ein ;)

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Im Moment machen wir eh nichts ,da es mehr oder weniger funktioniert. Unser Sohn lernt gerade Heizungsbauer 😏. Wenn der mal soweit ist, soll er das machen. Es ist trotzdem schwierig hier eine Firma zu finden und das obwohl wir in einer Grossstadt sind und man ja denken würde das es kein Problem ist uns wurde gesagt das zu wenige Wärmepumpen nutzen, keine Ahnung warum, wir finden das System im Prinzip Klasse, wenn es einfacher wäre einen Servicemitarbeiter zu finden 😬.

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Unsere Pumpe wurde nicht nachträglich eingebaut, sondern das Haus wurde so gebaut, dass es für die Pumpe optimiert ist. Eine Pumpe lohnt sich nicht als Heizung, wenn die restlichen Komponenten des bestehenden Hauses nicht mitspielen. Das ist eigentlich nie gegeben.

Das hier schon erwähnte Problem mit den fehlenden Unternehmen für Wartung und Reparatur kann ich eigentlich nur bestätigen. Uns wurde quasi mit dem Haus gleich das Unternehmen zur Wartung dazugeliefert...es gibt aber im gesamten Bundesland nur ein einziges Unternehmen und der Monteur ist auch gut 2-3 Stunden zu uns unterwegs. Das Ganze ist bei uns über einen Wartungsvertrag mit Jahrespauschale abgedeckt. Also eine große Wahlmöglichkeit hat man nicht. Man muß eben überhaupt erstmal ein Unternehmen finden, dass Pumpen wartet und dann eben auch noch das Unternehmen, welches man sich ausgesucht hat als Hersteller der Pumpe. Bei uns gibt es auch die Wartung per Internet, die der Hersteller zusätzlich zum notwendigen jährlichen Einsatz vor Ort anbietet.

Geht doch mal zum Energieberater. Auf die Entfernung ist es echt schwer etwas zu raten.

Habt ihr, oder plant ihr eine PVA?

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hallo. also bei wärmepumpen kommt es ja sehr stark darauf an, welches modell ihr einbauen wollt. das wurde hier eh auch schon geschrieben. es gibt wirklich große unterschiede und soweit ich weiß, müsst ihr schauen, was da genau für euer bereits bestehendes haus die beste option ist. das wird wohl auch der grund sein, aus dem man den preis nicht wirklich im vorhinein sagen kann. habt ihr denn vielleicht schon eine idee? du schreibst ja von einer ölheizung, da wäre es möglich die mit einer wärmepumpe zu kombinieren, da müsstet ihr euch genau erkundigen. meine schwester heizt auch mittels wärmepumpe, allerdings hat sie das in ihren neubau einbauen lassen. sie haben eine kühlung für heiße sommertage, was echt cool ist und sie erzeugen ihre eigene energie für die pumpe via photovoltaikanlage. sie und ihr mann haben sich damals genau beraten lassen und konnten beim hersteller die verschiedenen modelle besichtigen. eine wärmepumpe lohnt sich in der anschaffung weil heizkosten eingespart werden können.

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Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Angesichts der Uhrzeit werde ich mir in diesen Tagen noch einmal alles in Ruhe durchlesen, weil man hier jetzt sehr aufnahmefähig sein muss. Deswegen habe ich es jetzt einmal überflogen und hoffe, dass ich das wichtigste mitgenommen habe. Die Eckdaten muss ich suchen. Ironischerweise weiß ich, wo sie im Zweitwohnsitz sind, aber ich muss die Kopien hier heraus graben.

Wie stark wirkt sich der Preis auf die Hydraulik aus? Was ich aber grundsätzlich spannend finde, ist die Preisspanne von 10.000 Euro bis 50.000 Euro über 15.000 Euro, 20.000 Euro und 30.000 Euro bei einer Erdwärmeanlage. Um wie viel wäre die Wärmepumpe bei einer Tiefenbohrung effizienter? Was hat es bei einer Split-Klimaanlage auf sich?

Was fällt für euch in die Kategorie Altbau? In unserem Fall ist das Haus gut 20 Jahre alt. @ himbeermarmelade: Kombiniert deine Schwester eine Wärmepumpe mit der Öl-Heizung? Wir haben eine Fotovoltaikanlage, könnten uns aber vorstellen, darin zu investieren, wenn es einen gewissen Mehrwert gibt. Und was hat es mit einem solchen Wartungsvertrag auf sich?