Haus von Schwiegereltern "übernommen"

Hallo ich würde gerne eure Meinung dazu hören:

Wir haben vor ca 5 Jahren das Haus der Schwiegermutter übernommen. Erst lief alles super, wir verstehen und auch noch immer sehr, sehr gut mit ihr.
wir haben das Haus nun um über 300 000€ kernsaniert und nach unseren Wünschen umgebaut. wir zahlen auch alles für das Haus und immer für das gesamte Haus (auch für den Teil in dem die Schwiegermutter wohnt) das ist nun nicht das Problem. Es ist nur so dass die anderen Schwager und Schwägerinnen das Haus und den Garten plötzlich nutzen als wäre es Allgemeingut, wenn es um Arbeit und Kosten geht ist es unser Haus, sonst ist es das der Oma. (als wir das Haus übernommen haben hatten sie keine Kinder und waren ca 2 mal im Jahr da) Ich komme mir schon ein bisschen wie Aschenbuttel vor, wir haben vor ein paar Wochen die Schwägerin mit Kindern und Mann zum Essen eingeladen, wir haben stundenlang gekocht und alles hergerichtet, sie kommt isst und dann sagt ihr Mann "am Nachmittag kannst du dich hier im Garten in die Sonne legen." Mein Mann und ich waren erstmal sehr verblüfft weil wir eigentlich nicht vorhatten sie ganzen Nachmittag bei uns im Garten "liegen zu haben". wir haben uns auch eine Sitzgelegenheit im Garten aufgestellt (stundenlang selbst holz geschliffen und gestrichen) nun wenn wir nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommen sitzt sie oft mit der Schwiegermutter dort in der Sonne (Schwiegermutter hat eigentlich eine andere Sitzgelegenheit)

Wie seht ihr die Sache? Können wir eindeutig mal klarmachen, dass es nun unser Haus und Garten ist weil wir ja auch unser gesamtes Geld reingesteckt haben und es vorher echt sehr sanierungsbedürftig war oder ist es "omas" Haus und müssen wir es akzeptieren solange Oma das will?

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Es ist das Elternhaus. Oder? Puhh, schwierig...wenn die Verwandtschaft nicht tagtäglich ein- und ausgeht, dann würde ich da drüber hinwegsehen. Nimmt es Überhand, würde ich klar Stellung beziehen.
Mit Schwiegermutter würde ich mal deinen Mann sprechen lassen. Sie kann es ja nutzen, wenn ihr arbeiten seid. Aber tagtäglich die Schwiegermutter da sitzen zu haben, würde ich auch nicht wollen...

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Also die Schwiegermutter ist wirklich nicht das Problem, die kann alles immer nutzen, damit haben wir kein Problem. Schwägerin ist übrigens sogar angeheiratet also nicht mal ihr Elternhaus, sie hat nur selber keinen richtigen Garten...
Es ist so schwierig, ich will nicht dass wir immer die bösen sind, aber es fühlt sich halt sehr blöd an, wenn wir immer die Arbeit machen und zahlen und die anderen die Vorteile vom Haus und Garten nutzen..
es ist auch nicht so das Problem wenn sie da sind sondern eher wie sie sich verhalten, als wäre alles Allgemeingut..

ich will mich nur nicht reinsteigern und die bösen sein (mein Mann sieht es genauso wie ich) wenn dann hier im Forum alle sagen wir sollen lieber dankbar sein das Haus bekommen zu haben (wobei die anderen Kinder ca die selbe Summe an Erbe bekommen haben)

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Ihr drückt euch nicht klar genug aus.
Du schreibst, dass die Schwiegermutter immer alles nutzen kann. Und nichts anderes tut sie. Sie bekommt Besuch und setzt sich mit diesem in den Garten auf eure Möbel. Woher soll sie wissen, dass ihr eigentlich sagen wollt, dass sie das alles nutzen kann, wenn sie alleine ist, mit Besuch aber bitte nicht in euren Garten geht?
Das müsst ihr schon genau so kommunizieren.

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Wurden die Geschwister von euch nausgezahlt? gehört euch das Haus?
oder immer noch deiner Schwiegermutter?

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Haus gehört uns, Geschwister wurden von den Eltern damals noch rausgezahlt..

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Dann seid ihr ja wohl hoffentlich auch im Grundbuch als alleinige Eigentümer eingetragen?

Dann ist ja damals alles fair gelaufen und ihr könnt jetzt "bestimmen ".

Mich persönlich würde das Verhalten von Schwägerin und co auch stören.

Ihr müsst das klar kommunizieren.
Was ist ausgemacht? Gehört zur Wohnung der Schwiegermutter ein gartenanteil? Dann darf sie diesen nutzen und das heißt auch: Gäste einladen.
Gehört zur SM Wohnung kein Garten und ihr lasst sie euren einfach so nutzen? Dann müsst ihr ihr sagen, dass das nicht für sonstigen Besuch gilt oder nur nach Rücksprache oder so.

Lieber jetzt klären anstatt noch ewig ärgern und in dich reinfressen und irgendwann platzt die große Bombe.

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Meine erste Frage wäre, wurde das Haus euch überschrieben? Wurden die Geschwister ausbezahlt? Falls euch das Haus nicht gehört kann es sehr unschön werden. Im Falle des Todes deiner Schwiegermutter erben nämlich die Geschwister genauso wie dein Mann, unabhängig davon wieviel ihr in das Haus gesteckt habt. Falls noch nicht geschehen würde ich erstmal die rechtlichen Rahmenbedingungen klären.

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rechtlich ist alles geklärt :) Haus gehört schon seit Jahren uns..

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Das Problem ist, wenn ich das so richtig herauslese, dass es nicht euer Haus in dem Sinne ist, auch wenn ihr viel Geld reingesteckt habt, aber das war ja rein für euch.
Das Haus gehört mehr oder weniger der Familie, immer schon, es ist schließlich das Elternhaus und ihr ehemaliges zu Hause. Wenn ich mich da rein versetze, ich fände es auch schwierig, dass ich nicht ausbezahlt werde und dort auch nicht mehr ohne Weiteres hin kann. Oder wie wurde das damals geregelt, damit die Geschwister nicht benachteiligt sind?

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ich habs oben in den Kommentaren schon klargestellt, das Haus gehört rechtlich uns, alle Geschwister wurden ausbezahlt.

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Ui ui ui...das ist eine schwierige Angelegenheit.
Ist die Verwandtschaft nur im Garten mit Oma? Ich glaube, dass kann man nicht einschränken - man kann Oma ja nicht den Besuch verbieten. Man könnte darüber nachdenken, den Garten zu teilen - ist das möglich und erwünscht?
Oder laufen sie frei ein und aus? Haben sie einen Schlüssel? Da kann man schon etwas sagen, wenn es überhand nimmt und stört.

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Wie wurde das Haus denn übernommen?
Rechtlich alles unter Dach und Fach?
Schenkung?
Abkaufen?
Wurden die anderen Geschwister berücksichtigt? Bei offiziellem Abkaufen ist es klar geregelt. Falls es eine Schenkung war, müsste geklärt werden, wie sich das erbrechtlich auswirkt. War es ein vorgezogenes Erbe und wird später angerechnet?

Ist alles rechtlich klar geregelt, dann ist es euer Eigentum. Dann könnt ihr auch Regeln aufstellen.
Ist rechtlich noch einiges schwammig, würde ich mich da vorher informieren und absichern. Nicht, dass die Besucher durch Regeln eingeschnappt sind und dann auf anderem Wege ihrem Frust Dampf ablassen.


Mit der Schwiegermutter: gibt es Wohnrecht? Miete, die ihr nicht von ihr annehmt?
Was habt ihr vertraglich geregelt bei Übernahme?
Entsprechend wäre dann auch der emotionale Hintergrund unter Umständen verschieden.
Was habt ihr bei Übernahme mündlich vereinbart?

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rechtlich ist alles klar geregelt, das Haus gehört seit Jahren uns, Schwiegermutter hat ein Wohnrecht in einem Teil des Hauses, Garten wurde hier nicht extra geregelt, der gehört zum Haus. Geschwister haben alle ihren Teil bekommen, rechtlich ist alles eindeutig.
Es ist eher eine emotionale Sache, dass ich ihr das Haus und den Garten nicht wegnehmen will, aber der Besuch eben keine Grenzen kennt. Wenn die Schwiegermutter jemanden einlädt ist das kein Problem aber sie kommen wann sie wollen und verhalten sich dann als ob eh alles der Oma gehören würde und wir nur Gäste wären...

Mit ist klar, dass wir es besser kommunizieren müssen, ich wollte nur vorab die Meinung von unbeteiligten objektiven Leuten einholen, ob wir hier die bösen sind, die die Schwiegermutter hier einschränken wollen oder ob es für euch nachvollziehbar und passen ist, wenn wir hier die Grenzen abstecken.

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Dann würde ich in Ruhe mit Schwiegermutter reden.
Dass es kein Problem ist, wenn sie Gäste hat und so.

Wie sieht sie das eigentlich?
Ist sie eher der Typ: jeder kommt, wann er will, ist willkommen und sie happy. Wer da was sagt, ist eifersüchtig und will sie in Einsamkeit treiben?

Oder ist es ihr evtl. auch zu viel? Sie würde Gäste gerne als Gäste haben, nicht jedoch ständig. Sie traut sich nichts zu sagen, weil diejenigen dann eingeschnappt wären? Hofft sie insgeheim, dass ihr etwas sagt? Ist ja euer Haus?

Vielleicht könntet ihr gemeinsam eine Lösung finden, wenn ihr wisst, was sie dazu denkt.
Bei sie gibt die Regeln vor und jeder darf machen, was er will, wären von eurer Seite aus klare Regeln wichtig.
Wenn sie selbst unsicher ist oder sich nicht nein sagen traut etc. dann könnt ihr auch ihre Wünsche mit berücksichtigen und für die Dauerbesucher Regelungen finden. Wer eingeschnappt ist, geht dann zwar auf eure Kappe, verbessert u.U. das Verhältnis zur Schwiegermutter, die sich selbst nicht trauen würde.

Dazwischen gibt es noch einige andere Möglichkeiten.

Wie gut könnt ihr bisher mit ihr reden?
Konntet ihr bisher - auch in anderen Bereichen - Lösungen finden, die für alle passen? Dann würde ich das als gute Basis nutzen.

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da sollte wohl dein Mann mal mit seinen Geschwister reden oder ihr verhatet auch bei Besuch auch so wie sie

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Die rechtliche Thematik mal außen vor, denn da scheinen die Grenzen ja klar zu sein, würde ich zu einem klärenden Gespräch mit der Schwägerin und dem Schwager raten. Vielleicht könnte man damit einleiten, dass ihr euch in den letzten Jahren so viel Mühe mit dem Haus gemacht habt. Auch, dass ihr viel Geld in die Hand genommen habt um es so zu gestalten, dass ihr euch dort wohl fühlt und dass ihr euch über Besuch sehr freuen, es euch aber auch wichtig ist, dass ihr in Haus und Garten eure Privatsphäre und Freiraum habt.
Die Schwiegermutter würde ich dabei raus halten. Mit ihr habt ihr ja kein "Problem".
Die weniger kommunikative Methode ist wohl, zB die Gartenmöbel erstmal wegzuräumen und zu sehen, wohin ausgewichen wird. Vielleicht erledigt sich das Problem auch zum Ende des Sommers von alleine.

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Ich denke ihr müsst es einmal deutlich kommunizieren das es nun euer Haus ist und euer einziger (!) Rückzugsort . Und einen solchen braucht man ja nunmal als Familie. Ich finde es völlig berechtigt und wichtig das ihr nun dort alle Rechte habt . Eure SM muss wenn sie jemanden einlädt dafür einen Bereich haben der dann ihrer ist . Wir haben im Mehrgenerationenhaus auch Bereiche die einzelnen Parteien zugeteilt sind . Die Parteien "besuchen" sich dort häufig . Aber definitiv und explizit nicht mit "hausexternem "Besuch . Wir sagen uns sogar gegenseitig Bescheid wenn jemand Besuch hat um Rücksicht darauf zu nehmen . Ich denke für euer Bedürfnisse nach Ruhe und vor allem planbaren Besuch wird auf Verständniss stoßen.

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Danke für diese aufbauenden Worte, dadurch dass bei uns das für die Geschwister selbstverständlich ist, dass sie alles nutzen, ungefragt Sachen aus dem Keller holen etc. jederzeit ungefragt vorbeikommen und im Garten bewegen als wär es ihrer.
bin ich mir schon vorgekommen als würden wir hier falsche Erwartungen haben und uns zu viel herausnehmen wenn wir sonntags im Garten unsere Ruhe haben möchten.

mich baut es auf, dass es bei euch so gut funktioniert, genauso würde ich es mir auch wünschen, ich habe schon vermutet, dass wir den Garten aufteilen müssen...
es ist halt schade weil die Schwiegermutter nicht das Problem ist und wir auch gerne mit ihr gemeinsam im Garten sitzten, es ist halt nur der ständige Besuch...

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Ich bin in einem Mehrgenerationenhaus aufgewachsen. Meine Eltern haben das Haus nach dem Tod meines Opas übernommen, die anderen Geschwister wurden ausgezahlt.

Also ganz ähnlich wie bei euch...

Wenn meine Oma Besuch hatte, hielt sich der Besuch zu 99% in ihrer Wohnung auf. Wenn wir im Garten waren, grüßte man sich und manchmal wurde eine kürzerer oder längerer Schwatz daraus.

Im Keller waren unsere Sachen und manchmal, wenn die Kinder dabei waren fragte meine Oma, ob sie eine Flasche Limo aus dem Keller holen dürfe. Einfach weil meine Oma keine Kindergetränke vorrätig hatte. Niemandem wäre es da eingefallen einfach etwas aus dem Keller zu nehmen.

Meine Oma hielt sich selbstverständlich auch im Garten auf. Setzte sich und war froh, dass andere die Arbeit machen 😉
Aber mit ihrem Besuch blieb sie in ihrer Wohnung.

Bei meinem Uropa und der Großtante (auch im gleichen Haus) lief es genauso.

Von meinen Tanten und Onkeln wäre niemand auf die Idee gekommen sich bei uns in den Garten zu setzen um zu sonnen - und wenn, hätte mein Papa da sehr deutliche Worte gefunden 🙈😄

Ich würde allerdings auch die Schwiegermutter raus lassen und direkt mit der Schwägerin sprechen.
Und auf die Gefahr, dass sie dann beleidigt ist:
Was wäre schlimmer für dich/euch? Das die Schwägerin eingeschnappt ist oder das ihr die nächsten 30 Jahre nicht in euren Garten könnt ohne damit zu rechnen, dass er schon „besetzt“ ist?