Haus mieten - Nachteile?

Nachdem wir sehr überraschend aus unserer Wohnung raus müssen (Eigenbedarfskündigung), haben wir ein tolles Angebot für ein Haus zur Miete gefunden und wahrscheinlich sogar Chancen es zu bekommen. Irgendwie ging das jetzt alles sehr schnell (wenn es denn klappt) und ich habe Angst, etwas zu übersehen.
Wir würden das Haus gern unrenoviert übernehmen. Es ist noch nicht alt und aus unserer Sicht noch nicht renovierungsbedürftig. Wir hoffen darauf, später im Falle eines Auszugs auch nicht renovieren zu müssen...
Der Garten zum Haus ist winzig aber es ist immerhin etwas grün. In unserer Stadt ist das äußerst selten eine Wohnung mit Garten zu finden (und Pachtgärten sind heiß umkämpft). Wir würden die Gestaltung des Gartens, der momentan zugewuchert ist, gern selbst übernehmen und dies vorher mit dem Vermieter absprechen. Müssen wir hier etwas beachten? Bauliche Veränderungen klar aber muss man zukünftig soetwas absprechen wie z.B. das man ein Spielhaus / Rutsche / Schaukel aufstellt?

Überhaupt: Gibt es Nachteile, ein Haus zu mieten? Übersehen wir etwas in unserem Umzugs-Schock?
Das Haus ist nicht teurer als andere 4-5 Raum Wohnungen in unserer Stadt, liegt dafür aber recht weit außerhalb mit spärlicher ÖPNV-Anbindung.

Wir wurden wie gesagt von der Kündigung sehr überrascht. Eigentlich wollten wir ein Haus kaufen aber das ist in der kurzen Zeit bzw. mit Zeitdruck nun nicht umsetzbar... Einerseits hätte ich mich gern noch etwas umgesehen aber die Angst, am Ende nichts schönes zu finden, sitzt mir im Nacken...

1

Klingt gut.
Wichtig wäre bei der Übergabe nochmal alles genau anzuschauen und Mängel auf dem Übergabeprotokoll zu notieren und ggf. fotografieren (z.B. abgenutzer Boden, fleckige Wände, rostige Heizkörper und Zustand der Küche).
Und ja, wenn ihr im Garten etwas aufstellen wollt, müsst ihr fragen.

2

welche Renovation istzu machen, nur Streichen oder mehr?
wer kommt für die Kosten auf, wenn mehr zu tun ist.
Es muss fachmännisch erledigt werden, und mit Bestätigung des Vermieters, sonst kann er bei Auszug den Rückbau fordern.
Dringend übergabeprotokoll anfertigen bei;

wir haben in Deutschland ein Haus an einen Handwerker vermietet, das Material zahlen wir, den Rest macht er selbst, so ist das meiner Meinung nach okay

3

Wie Miezen seit über 4 Jahren ein Haus.
Wie haben viel Glück mit dem Vermieter, können sehr viel in eigenregie machen. Wir haben den Garten auf eigene Kosten umgestaltet z. B aifhesxhittet, damit mehr Spielflache für die Kinder da ist. Auch ein spielhaus steht da. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass zu erfragen, da es ja rückbaubar ist. Unser Vermieter ist einfach froh, wenn jenamd das Haus bewohnt und es nucgt verfällt...

Er fragt sich neun Vermieter eure Bedenken und dann go for IT.

4

Nein, letztlich ist es das selbe ein Haus zu mieten wir eine Wohnung zu mieten. Nur muss man vorher wirklich genau beachten was noch an Kosten auf einen zukommt. Während bei einer Wohnung in einem MFH klar ist, dass z.b. das Gas für die Zentralheizung und die Müllgebühren teil der Nebenkosten enthalten sind, kann man sich bei der Miete eines EFH auch darauf einigen, dass diese Verträge vom Mieter direkt zu schließen sind. Diese Kosten werden dann gerne vergessen.

Bei der unrenovierten Übernahme und der Einigung zur Gartengestaltung ist es halt besonders wichtig, dass man das genau dokumentiert und auch vertraglich vereinbart. Also was darf verändert werden was nicht (ist es erlaubt Bäume zu pflanzen, die groß werden können, Spielgeräte mit Fundamenten zu erreichten,…?) und was muss bei Rückgabe dann zurück gebaut werden. Das gleiche bei der Renovierung. Also auf die Vertragsgestaltung achten, ein gutes Übergabeprotokoll und eine Fotodokumentation machen und dann viel Spaß!

5

Ich habe selbst nie ein Haus gemietet, wir suchen eines zum kaufen. Aber was ich hier leider immer wieder höre ist, dass Hausbesitzer ihre Häuser aktuell gerne vermieten, weil die Preise ja rasant steigen. Der Gedanke dabei ist:
1. Abwarten, um in ein paar Jahren einen noch höheren Preis beim Verkauf erzielen zu können und
2. dass ein engagierter Mieter das Haus und den Garten auf eigene Kostem ein wenig aufhübscht...
Wir wohnen aber in einer sehr begehrten und teuren Großstadt. Das ist aber natürlich immer ein gewisses Risiko, wenn man Geld in eine fremde Immobilie steckt. Das würde ich einfach bei den Investitionen im Hinterkopf behalten. Ihr könnt da ja beim Vermieter auch mal vorfühlen und fragen, ob es evtl mal die Möglichkeit gäbe, das Haus zu kaufen. Wenn das für euch in Frage kommt, könnt ihr da vlt direkt etwas aushandeln (Vorkaufsrecht o.Ä.) und wenn nicht, wisst ihr immerhin Bescheid, wie er zu einem Verkauf in den nächsten Jahren steht und dementsprechend eure Investitionen etwas geringer halten.

7

Hallo,

ja, so stellt sich der kleine Moritz das vor.

#2. dass ein engagierter Mieter das Haus und den Garten auf eigene Kostem ein wenig aufhübscht... #
an wieviele 10.000 hast du dabei gedacht ?

freundliche Grüsse Werner

9

Bitte was? Was ist denn mit dir los? 😅
Ich antworte hier lediglich als junge Mama, die die Probleme von Familien auf dem aktuellen Immobilienmarkt täglich mitbekommt. Wie gesagt wir wohnen in einer der teuersten Großstädte. Auf ein Mietobjekt kommen hier oft hundert Bewerber. Die Vermieter nutzen ihr Position natürlich aus und die Bewerber sind oft für viel bereit, um an eine Wohnung zu kommen. Wir wohnen übrigens selbst in einer Wohnung, in der der Vormieter auf eigene Kosten die kompletten Böden getauscht hat. Nachdem er vom Vermieter nichts bekommen hat, hat er es bei uns versucht. Ich mag hier aber auch nicht alt werden. Ich weiß jetzt auch nicht, ob bei jedem erst mehrere 10.000 Euro problematisch sind. Wir verdienen zwar beide sehr gut aber mussten dafür halt auch entsprechend lange studieren und haben erst mit Mitte 20.angefangen Geld zu verdienen. Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht 6000 Euro in den Sand setzen, weil ich die Veranda von einem Haus aufhübsche, das mir nicht gehört und dem Vermieter in drei Jahren einfällt, dass er es verkaufen möchte oder Kinder oder Enkel das Haus mal möchten.
Finde das einen legitimen Gedankengang, dass man das mal durch die Blume erfragt, was da geplant ist und entsprechend danach handelt.
Wenn der schlaue Werner da anderer Meinung ist, tut es mir schrecklich Leid 😅

6

Also wenn du unrenoviert überni.mst, musst du auch bei Auszug NICHTS renovieren. Solange alles in normal abgewohntem Zustand ist, musst du dann weder was streichen noch was renovieren. Haben wir vom Mieterverein erfahren, nachdem wir so doof waren und unsere alte Wohnung gestrichen haben. Im Mietvertrag stand eben nicht, dass sie frisch renoviert war also hätte Besenrein ausgereicht. Naja hinterher ist man schlauer.

Den Garten darf man bei Miethäusern verändern, nur Bäume pflanzen/große Büsche oder Bäume fällen und feste bauliche Anlagen müssen genehmigt werden. Also Buddelkiste, Blumenbeete,... ohne Absprache. Steinplatten verlegen oder eingebauter Pool nur nach Erlaubnis.

Wenn ihr viel im Garten und Haus machen würdet, würde ich mir eine Mindestmietdauer garantieren lassen, wenn der Vermieter euch vorkommt, als würde er bald verkaufen. Unser hat z.b. gesagt, das Haus ist seine Rente und wird schon seit fast 10 Jahren vermietet (mittlerweile 15 Jahre).

8

Auch Häuser können auf Eigenbedarf gekündigt werden.

Wichtig wäre mir:

-Dämmung/Zustand der Heizung (Energiekosten steigen rasant, ältere Bausubstanz wird man zukünftig deutlich im Portemonnaie merken)

- rechnet immer ein, es ist nicht euer Haus. Um einen Sandkasten, einen einfachen Zaun o.ä. ist es nicht schade, bei allem wo man mehr Geld für in die Hand nehmt, schon.

Ich kann nur von Privatvermietern mit nur einem Objekt abraten. Sinnvoller sind Firmen, oder Profis mit mehreren Objekten. Auch wegen dem Handling von Problemen, Reparaturen etc.

10

Naja so pauschal kann man das auch nicht sagen mit den privaten Vermietern. Häuser werden ja i.d.R. auch nicht von großen Professionellen vermietet. Und ein privater engagierter Vermietet ist besser als ein Abzockerverein wie Deutsche Annington o.ä. der seine Bestände vergammeln lässt.

11

Ich spreche hier von Vermietern in Richtung: „Ich habe das Elternhaus geerbt und jetzt weiß ich nicht was ich damit machen soll, also vermiete ich“ Leuten.
Aus (beruflicher) Erfahrung weiß ich um die kuriosen Ideen von solchen Kleinstvermietern.

Hier gibt es übrigens einige Häuser, die eben entweder in Vollverwaltung sind oder eben Vermieter mit mehreren Objekten (besonders Reihenhäuser) gehören.
Auch da kann man daneben greifen, aber oft findet man dort ein eher professionelles Geschäftsgebaren.

weitere Kommentare laden