Mieterhöhung Balkon kpl. als WF hinzugerechnet 🤔

Hallo,, mein Vermieter hat die Miete erhöht, was nicht zu beanstanden ist! ABER: Er hat die Balkonfläche (26 qm) zur tatsächlichen Wohnfläche 》 84 qm, hinzugerechnet und 110 qm zur Berechnung herangezogen.

Mr. Google hat mir schon etwas geholfen indem ich lesen durfte, dass ein Balkon zur Berechnung allerhöchstens mit der Hälfte, hier also mit 13 qm herangezogen werden darf und wenn er besonders * wäre und ansonsten nur mit einem Viertel, hier 6,5 qm. Wer hat Ähnliches erfahren und wenn ja wie war das Resultat nach Gespräch mit dem Vermieter?

* besonders ist gar nichts ausser dass der Penthousebalkon Geld kostet und fast nicht nutzbar ist da seeehr windig, SĂĽdseite, nicht ĂĽberdacht. Nie mehr eine PH - Whg. !!! Ja, wenn Wohnraum knapp macht man eben Fehler und mietet sowas an.

* grad fiel mir auf, dass im Mietvertrag keine Wohnfläche angegeben ist (qm) !? Ich weiss, alles mein Verschulden#klatsch, nächstes Mal wird besser aufgepasst! Besten Dank im voraus ihnen allen für die Unterstützung. LG

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Es gibt die Wohnflächenverordnung, das hast du ja schon gefunden, ein Balkon darf mit 25-50% angerechnet werden. Schwierig wird es aber, wenn im Vertrag gar keine Fläche angegeben ist, dann darf man davon ausgehen, dass es sich um eine Pauschalmiete handelt. Ist der Balkon denn neu? Er kann ja nicht die Miete erhöhen und Fläche dazu rechnen, die vorher schon da und nutzbar war?!

Für Vermieter ist es übrigens generell schwer die Miete zu erhöhen, z.b. auf das ortsübliche Niveau, wenn es vertraglich nicht möglich ist die Kaltmiete auf einen qm-Preis umzubrechen und schon gar nicht wenn man eine Pauschalmiete inkl. Nebenkosten zahlt. So konnte ich auch schonmal eine Mieterhöhung abwenden.

Du solltest dich anwaltlich beraten lassen, damit du beim Widerspruch keine Fehler machst. Wenn man es geschickt anstellt, kann man nämlich zumindest die Zeit ab wann dann eine ggf. rechtlich einwandfreie Mieterhöhung zieht deutlich strecken. Beispiel aus meiner Zeit als Mieterin:
Vermieter versucht Miete zu erhöhen. Falsche Frist und zudem unbegründet. Als erstes habe ich ihm einen Tag bevor die neue Mietzahlung seinerseits fällig gewesen wäre mitgeteilt, dass die Frist unrechtmäßig ist und somit die gesamte Mieterhöhung. Prompt kam ein neues Schreiben, jetzt richtige Frist (fängt von vorne an zu laufen!), immer noch unbegründet. Dann habe ich wieder einen Tag bevor die höhere Miete fällig gewesen wäre mitgeteilt, dass die Begründung zur Mieterhöhung fehlt, die Mieterhöhung damit unwirksam ist. Wieder neues Schreiben, jetzt alles korrekt, jetzt läuft die Frist von vorne. Ich hatte so schon mind. 6 Monate Mieterhöhung gespart. Der Vermieter war natürlich angefressen, aber ich kann nichts dafür, dass man sich von seinem Vermieterverein nicht gescheit beraten lässt.

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Da ihr keine Vereinbarung getroffen habt, was die Wohnungsgrösse angeht, darf er das schon.
Aufpassen musst du aber bei den Betriebskosten. Hast du hier nochmal alles neu vermessen?

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Die Aussage ist einfach falsch. Es gibt eine Wohnflächenverordnung, auch wie mit Dachschrägen umgegangen werden muss ist festgelegt. Da kann der Vermieter nicht einfach stillschweigend anders berechnen.

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In der Betriebskostenabrechnug wurde immer mit 84 qm gerechnet, sämtliche Positionen!

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Ich würde mich da echt beraten lassen. Wenn der Vermieter jetzt z.b. schreibt die Wohnung sei ja 110 qm groß und die bisherigen 1000€ entsprechen daher 9,09€ und er will jetzt aber anheben auf 9,50€ also 1.045€, dann kann das auch rückwirkend für ihn zum Problem werden.

Wenn nämlich der Balkon nur mit 50% angerechnet werden darf ist die Wohnung nur 97 qm groß und dann hättet ihr auch bis heute nur 882€ statt 1000€ zahlen müssen, wenn er jetzt den qm-Preis angibt. Und das muss dann ggf. sogar rückwirkend korrigiert werden.

Und wenn die Mieterhöhung pro qm dann zwar korrekt ist, läge eure neue Miete (in meiner Rechnung 922€) ggf. sogar unter eurer alten!

Und ein schlechtes Gewissen braucht man da nicht zu haben. Wer es als Vermieter nichtmal schafft die Wohnfläche korrekt anbzugeben und die steht ja im eigenen Kaufvertrag, in der Teilungserklärung oder sonstwo und es zudem nicht schafft einen rechtssicheren Mietvertrag auszudrucken, den man für 10€ downloaden kann - dem ist einfach nicht zu helfen.

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Im Mietvertrag sind die Kaltmiete und NK jeweils ausgewiesen (in €). Den Balkon gabs seit Einzug, gehörte dazu.

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SORRY wegen der Antwortfunktionen, bin noch recht NEU bei urbia und habe Abläufe noch nicht ganz kapiert #sorry und DANKE fürs Verständnis. #klee

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Und weshalb genau will er denn jetzt die Miete erhöhen. Man kann dir nichts raten, wenn man
nicht genau weiß was in Vertrag steht. Er wir ja jetzt nicht schreieben „Oh, mir ist aufgefallen, dass sie ja nur für 84qm Miete zahlen und ich den Balkon noch dazu rechnen darf“?!

Lass dich in jedem Fall professionell beraten. Wenn in der NK-Abrechnung 84 qm steht ist das ja auch schonmal ein sehr wichtiges Dokument.

Und hast du deine Wohnung selbst mal grob vermessen? Kommt das hin mit 84 qm beheizte Fläche und weiteren 26 qm Balkon (den man nur anteilig zur Wfl. rechnen darf)?

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Erkundige dich mal beim Mieterschutzbund.... das ist meist billiger als beim Anwalt....

und denk an die Fristen wegen Widerspruch-- nicht das du da was versäumst.