Alte Gasheizung - was jetzt?

Wir haben eine 20 Jahre alte Gasheizung.
Und sind am überlegen, was als nächstes kommt.
Eine Wärmepumpe wäre nicht so sinnvoll, da das Haus zu alt ist. Bzw. zu wenig gedämmt, keine Fußodenheizung und die Vorlauftemperatur nicht passt.

Jetzt habe ich gelesen, dass in solchen Fällen eine Hybridlösung im Sinne von Gasheizung kombiniert mit Wärmepumpe denkbar wäre.
Kennt sich jemand hier aus?
Nur leider, wenn ich es richtig gelesen habe, gibt es seit August keinerlei Förderung mehr, wenn ein Teil des Heizsystems gasbetrieben ist. Wodurch dann viel Geld verloren wäre.

Über ein paar Denkansätze wäre ich dankbar. Wir hatten zu Jahresanfang einen Energieberater da, der in unserem Fall dazu tendiert hätte, eine neue Gasheizung zu installieren. Dies ist nun ja hinfällig.

Lg mcbess

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Tja,

unsere neue Gasheizung läuft seit gestern. Warum dieser Schritt. Wir haben 2018 als wir den Keller saniert haben die Gasleitung legen lassen >2500€

Im August 2021 die Heizung bestellt und bezahlt dann im November >6000€

So und wir wollten nicht 8500€ in den Wind schiessen.

Warum haben wir uns nicht etwas anderes ausgesucht:
Haus nicht an den Wänden gedämmt, 2fach neuere Fenster, teils alte Fenster
Flächenheizung wäre nötig, dazu müsste unser Stäbchenparkett raus, dann Flächenheizung verlegen und neues Parkett über 140qm> wahnsinnig teuer

Heizkörper hätten wir alternativ erneuern können, die für Niedrigtemperatur ausgelegt sind> allerdings hätten wir mehr Heizkörperflächen benötigt incl. Komplett neue Kupferrohre. Die Wärmepumpen brauchen min. 28er Kupferrohre, bei uns liegen 12/15 er.

Zudem der Preis für die Wärmepumpen plus Installation nur durch die Heizungsfirma > 40000€
Elektrik +evtl PV noch hinzu.

Also du siehst sehr viel Geld um ein Haus aus den 1960 fit zu machen.

Da wir einen Wassergeführten Ofen haben, und Holz günstig bekommen, denke ich das wir im Winter nicht viel brauchen.

Auf unseren ehm. Schweinestall kommt noch eine PV Anlage um die Gasheizung mit einem Heizstab im Sommer zu unterstützen.

Alles Gute für eure Entscheidung

Majonjon

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Achso und in diesen Preisen ist die Dämmung der Wände noch nicht mit einbezogen und der Rausschmiss von fast neuen 2 fach verglasten Fenstern.

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Schau mal im htd Forum vorbei. Die Heizung läuft ja noch, Du hast Zeit zu prüfen ob die Hydraulik nicht doch für ne Wärmepumpe langt. Bei Hybrid hast Du doppelte Kosten, doppelten Ärger und weiterhin Schornstein und Gasleitung. Für die paar ganz kalten Tage im Winter kann man dafür auch eine etwas schlechtere Effizienz der Wärmepumpe in Kauf nehmen oder mit direkt mit Strom, Klimaanlage oder mit Holz (lohnt finanziell nicht) zuheizen.

Baue jetzt vor dem Winter einen Wärmemengenzähler ein. Damit kannst Du die benötigte Leistung, Vorlauftemperatur und den Volumenstrom messen und Du weißt genau was Sache ist, ohne gut gemeinte Schätzungen von Beratern oder Handwerkern. Das Geld für den Zähler bekommst Du schon dadurch wieder raus, dass dir kein überdimensioniertes Gerät oder sonstiger Ballast eingebaut werden muss.

Heizkurve runter und Heizkörper alle voll auf im kalten Winter und Daten notieren. Bleiben einzelne Räume zu kalt kannst Du gezielt und nur dort einen größeren Heizkörper nachrüsten bis die Vorlauftemperatur auf akzeptablem Niveau ist. Gleichzeitig mindestens alle Kleinigkeiten nachdämmen die günstig zu schaffen sind, Kellerdecke, Jalousiekästen usw.

Altbauten sollen zukünftig wieder besser gefördert werden, bis dahin mach das Haus fit für die Wärmepumpe. Vorher planen, nicht unter Zeitdruck oder wegen einer Förderung.

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Danke. Der Tipp mit "kein Zeitdruck nur wegen Förderung" ist gut.
Und auch die Idee mit Voraussetzungen schaffen für Wärmepumpe. Man scheint nicht drum herum zu kommen.

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Informier dich im genannten Forum am besten. Du findst dort zahlreiche Threads zu genau deinem Thema. Es gibt ein paar Standardtipps zu Wärmepumpen (z.B. kein Pufferspeicher nutzen) die viel Geld wert sind. Die Planung der Hydraulik ist das A und O für einen effizienten Betrieb zu geringen Kosten. Am besten geht das wenn Du bei dir selber misst statt andere ihr Standardschema und eine zu große WP einbauen zu lassen.

Einen Wärmemengenzähler wirst Du möglicherweise ohnehin für eine eventuelle Förderung benötigen (dann neu + geeicht), wenn du ihn jetzt kaufst brauchst du es später nicht. Viel Erfolg.

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Also, wir haben unsere 25 Jahre alte Therme ( leider kaputt vom Vorbesitzer hinterlassen) gegen eine neue austauschen lassen und haben damit dieses Jahr gleich soviel eingespart,dass es Geld vom Gasversorger zurück gab.
Ich kann dir Thermondo empfehlen. Die haben verschiedene Thermen und beraten sehr gut. Da mietet man so eine Therme und bezahlt sie gleichzeitig ab..haben aber die haben wohl Hybridthermen und beraten dahin gehend auch... Wir bezahlen monatlich eine Rate und da ist alles drin. 24h Notfall Service, Wartung, Schornsteinfeger ... Und wenn sie abbezahlt ist entscheiden wir ,ob wir eine neue einbauen oder die Behalten und nur den Service nutzen....kannst du ja.mal.googlen 😊

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Meine Gasheizung ist 40 Jahre alt und ich denke nicht an einen Wechsel. Sie bringt noch die Werte und braucht wegen der Dämmung für 600 €/a Gas, bisher!

Der Schorni hätte vor etlichen Jahren gerne eine neue gesehen. Aber ich habe die alte Heizung mit Methoden, die eine neue Anlage nicht überstehen würde, auf Vordermann gebracht.

Eine neue Heizung würde 5000 bis 10.000 kosten und spart 15 % des Brennstoffes , also 90 €/a.

Außerdem braucht eine neue Heizung aufbereitetes Wasser und eine aufwendige Wartung durch einen Fachbetrieb.

Muß ich noch weiter erläutern, warum ich nicht wechsele??

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