Kalte Wohnung

Guten Abend alle zusammen,
Mich beschäftigen ein paar Fragen aktuell. Ich bin im Juni umgezogen und habe nun das Problem, dass ich bei den jetzigen Temperaturen meine Küche kaum über 15 Grad bekomme. Ich habe dort keine Heizung, allerdings ist diese offen zum Wohn-und Esszimmer. Dort heize ich über Fußbodenheizung und Kachelofen. Nachts ist die Nachtabsenkung drin. Will sparsam heizen, da es eine Gasheizung ist... Jetzt saß ich letztens bei grade Mal 17,5 Grad mit den Kindern zum frühstücken am Esstisch. Nachts, 0 Uhr hatte ich in dem Raum noch 22 Grad... Jetzt hab ich die Küche mit Vorhängen zu gemacht. Letzte Nacht war ich bei unter 10 Grad in der Küche... Das geht gar nicht.
Was ich dazu noch sagen muss. Die Dame, die unter mir wohnt, hat in dem Raum unter meiner Küche das Fenster durchgehend gekippt. Auch bei -15 Grad... Mein Boden in der Küche ist total ausgekühlt.
Da der erste Kontakt zu ihr etwas schief gelaufen ist (gleich mega gemotze, weil die Kinder einmal oben gerannt sind...) Hab ich mich bisher versucht vor einem Gespräch zu drücken. Aber nun geht das nicht mehr. Wollte das morgen machen, aber ich hab die Vermutung, dass sie gar nicht da ist. Brannte kein Licht heute Abend...
Was kann passieren, wenn alles so arg auskühlt? Meine Wasserleitung ist in der Wand direkt über dem immer offenen Fenster. Dazu krieg ich den Raum nicht aufgeheizt. Hatte heute Sonnenschein und eine Stromheizung dort rein gestellt und bin auf grad Mal 16 Grad gekommen. Wohnraum lag bei 23...
Und kann ich von ihr auch verlangen, dass sie das Fenster schließt? Das ist ja so eigentlich kein Zustand...
Vielen Dank schon Mal an euch
Mfg Smoky

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Hallo!
Hui, das klingt wirklich sehr ungemütlich!
Ich würde den Zustand dem Vermieter schildern. Wahrscheinlich kennt er dieses Problem ja eh schon von eurem Vormieter und der kann auch mit deiner Nachbarin notfalls sprechen. Vllt hilft es auch, wenn du nachts die Heizung nicht zu weit runter drehst, weil wenn es so sehr abkühlt, muss sich der Raum ja jeden Morgen erst wieder raufheizen, was sehr viel Energie verbraucht. Außerdem unbedingt einen dicken Teppich aufflegen, damit die Füße warmbleiben und dann eine Stelle an der Wand od Decke suchen, wo man gut und effektiv eine Infrarotheizung anbringen kann.
Die heizt zwar mit Strom, aber ungemein effizient. Es wird nicht die Luft im Raum erwärmt, sondern die Körper darin. Sprich, sie wärmt dich sofort von innen. Du schaltest sie ein, wenn ihr länger in der Küche seid und wieder aus, wenn ihr rausgeht.
Wir haben ein offenes Stiegenhaus bis runter in den nicht isolierten Keller. Die Stiege endet unten in einem großen Raum, den unser Sohn okkupiert hat (PS4, Boxsack, Carrerabahn....). Im Sommer super, weil schön kühl, im Winter kann der dortige Heizkörper so gut wie gar nichts bewirken.
Wir haben über den Chillbereich (PS4, Couch...) und über die freie Fläche, wo er am Boden spielt (Carrera u ähnl.) jeweils eine I- Heizung an der Decke ( die zugegeben nicht sehr hoch ist) angebracht und es reicht aus. Lieg ich selbst unten zum Lesem auf der Couch, schlaf ich innerhalb von Minuten ein, weil so gemütlich.
Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung!
lg minitouch

Bearbeitet von minitouch
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Hallo,

ich kann kaum glauben, dass dieser Post ernstgemeint ist.

Wenn du im Juni erst eingezogen bist (im Juni! Als ganz Deutschland die Holzlager leergekauft hat und sich mit völlig überstürzten Kaminofen-Käufen auf den Winter vorbereiten wollte)
dann hast du doch bestimmt nach der bisherigen Heizungseinstellung gefragt und dir eine Nebenkostenabrechnung zeigen lassen...

Das Haus ist offenbar ziemlich schlecht gedämmt.
Und eine gasbetriebene Fußbodenheizung, die sich nicht auf alle Räume erstreckt, auch ziemlich merkwürdig.
Bist du sicher, dass in der Küche kein Heizkreis liegt? Oder könnte dieser kaputt sein? (Alte Heizkreise können auch verstopfen, heizen dann nicht mehr und man muss sie spülen lassen).

Die Kombination mit dem Kachelofen klingt so, als sollte die Fußbodenheizung nur eine Grundwärme liefern, die man mit dem Ofen aufstockt, wenn man sich dort aufhält.

So würde ich es machen:
Eine dauerhafte Grundtemperatur (z.b. 17,5° ;-) ) und dann den Kachelofen anwerfen, wenn man Zuhause ist, um 20-21° zu erreichen.
Morgens ist es dann kalt... Oder du legst abends ein Brikett oder irgendwas auf, was bis morgens Wärme abgibt.
Die Küche würde ich wohl "abhaken" - ihr habt ja ein Eßzimmer, da würde ich mich darauf konzentrieren, dieses warm zu bekommen und in der Küche nur schnell Dinge zu holen oder eben zu kochen.

Nachtabsenkung ist bei einer Fußbodenheizung meist nicht sinnvoll. Neuere Modelle reagieren zwar schneller, trotzdem muss du quasi ab Mitternacht heizen, damit es morgens wärmer ist als nachts.

Bevor du dich mit der Dame unter dir anlegst, würde ich mit dem Vermieter sprechen.
Kannst du den Wohn-Eßbereich überhaupt mit einer Tür verschließen, damit dir dort nicht die ganze Wärme verloren geht?
Dann klären:
- liegt in der Küche wirklich keine Fußboden-Heizschleife?
- auf das offene Fenster unter dir hinweisen (ist es derselbe Vermieter?)

Viel Erfolg...

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Naja, ich hab damals die Wohnung genommen, aufgrund von Trennung und mich die Situation damals einfach belastet hat. Gas hatte mich eigentlich abgeschreckt, aber eigentlich geht es. Ich weiß den Verbrauch der Vormieterin, der nicht gleich sein wird, da der Essbereich eigentlich wie ein Wintergarten ist, aber im März eine Beschattungsanlage eingebaut wurde, welche Wärme und Kälte etwas verdrängt. Die Heizung selbst ist im Dezember letztes Jahr erneuert worden. War soweit für den Winter gut eingestellt, meinte die Vormieterin. Ich habe mich mit meinem Vater zusammen hin gesetzt und optimiert. Nachtabsenkung geht ja die Heizung nicht aus. Fußboden ist permanent warm.
Die Fußbodenheizung liegt im Wohn-Essbereich und im Bad. Die anderen Zimmer haben einen zweiten Heizkreis mit Heizung. Ein Heizköroper ist im Wohnzimmer zur Unterstützung. Kachelofen wird jeden abend oder auch mal morgends angemacht. #
Ich habe gestern wegen dem Thema mit der Vormieterin (Exfrau von meinem Vermieter) telefoniert. Die Heizung wurde 2006 in der Küche entfernt, da sie diese nie gebraucht hat. Küche war immer gut warm. Sie meinte auch, dass der Wohnraum bei ihr nie unter 18 Grad war.
Ich kam gestern Nachmittag nach Hause, die Dame unter mir hatte Besuch vom Sohn oder so, der wohl über Nacht blieb. Fenster vorne ist zu, Boden in der Küche war abends schon spürbar wärmer und seitdem bin ich aktuell durchgehen bei 15-17 Grad in der Küche und Wohnraum war seit gestern morgen nicht mehr unter 18 Grad. Werde das nun beobachten, sollte das Fenster wieder über zwei Tage durchgehend geöffnet werden, werde ich mit meinem Vermieter sprechen.
Achso, Wohn-Essbereich ist offen. In den Flur raus ohne Tür und in die Küche auch. Hab aber einen Vorhang angebracht, was ja doch schon einiges gebracht hatte.

Vielen DAnk für deine ausführliche Antwort
Liebe Grüße

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Wenn du eine Fußbodenheizung hast dann gibt es auch einen Verteilerkasten. Du siehst an diesem wie viel Kreisläufe verlegt wurden, anhand der Anzahl kann man hochrechnen wo überall etwas liegt bzw müsste der Verteiler beschriftet sein. Eigentlich gibt es in jedem Raum auch ein Thermostat an der wand - gibt es das auch in der Küche?

Nachtansenkung würde ich raus nehmen, kostet zu viel Energie.
Wir haben einen Keller unter uns da muss aufgrund von Problemen ständig das Fenster offen sein… das eine Fenster sorgt jetzt nicht für totale Kälte bei dir. Ich würde mich nicht mit der Nachbarin anlegen sondern fragen ob sie dir ggf mit der Heizung helfen kann :).

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"Nachtansenkung würde ich raus nehmen, kostet zu viel Energie"

Physikalisch ist das falsch, gerade bei schlecht gedämmten Gebäuden ist die Nachtabsenkung eigentlich sehr sinnvoll.

Wenn z.B. 8 Stunden nachts nur vermindert geheizt wurde, ist auch weniger Energie durch die Außenwände verloren gegangen, da der Wärmeverlust größer ist, je höher die Differenztemperatur nach draußen ist. Das Aufheizen kostet zwar Energie, aber auch wenn durchgeheizt worden wäre, wäre ja Energie verloren gegangen. Da die Temperatur aber dann höher war nachts, ist mehr verloren gegangen.

Stichwort Newtonsches Abkühlungsgesetz


Nach deiner Logik müsste man z.B. bei einem einwöchigen Urlaub auch die Wohnung auf 22 Grad lassen permanent.

Bearbeitet von GalaRoyal
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Das Aufheizen kann je nach Heizung ineffizienter sein, also unnötige Energie kosten: es geht dann zwar weniger durch die Wände, aber insgesamt mehr durch den Schornstein.

Aber das würde ich hier wegen der schlechten Dämmung auch ausschließen und nach Bedarf heizen. Ausser eben es bleibt deswegen zu kalt, dann geht es nicht anders als durchzuheizen.

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Wenn der gleiche Raum nachts um 0:00 Uhr kuschlige 22 Grad hat und morgens nur 17, obwohl die Nachbarin IMMER das Fenster auf Kipp hat, liegt das Problem doch eher in der Nachtabsenkung als am Fenster.

Das die Küche sich nicht beheizen lässt, solltest Du mit dem Vermieter klären.

Grüße
BiDi

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Na das hat ja den Wohnraum betroffen. Der hatte Fußbodenheizung und auf der einen Seite einen Heizkörper. In dem Bereich hatte ich morgends 20 Grad. Die Küche auf der anderen Seite 13 und der Teil dazwischen 17.