Bescheinigung der Altlastenfreiheit für Grundstück

Frage an alle, die in den letzten 5 Jahren ein Grundstück erworben haben. Nach Bundesbodenschutzgesetz ist derjenige, auf dessen Grundstück Altlasten gefunden werden, für die Entsorgung verantwortlich - es sei denn, er kann die im Titel genannte Bescheinigung nach Bundesbodenschutzgesetz vorweisen, dann ist der Verkäufer dran.

Ich habe gedacht, daß es gerade bei kommunalen Grundstücken kein Problem sein sollte, solch eine Bescheinigung zu bekommen, aber die Kommune, von der wir "unser" Grundstück erwerben wollen, weigert sich.

Ich habe jetzt mal rumgehört und habe durchgängig zu hören bekommen, daß diese Bescheinigung absolut unüblich sei. OK, schön, aber ich habe keine Ahnung, was in dem Boden vielleicht schlummert und auch wenn es sehr wenig wahrscheinlich ist, daß auf dem Grundstück Altlasten liegen, kann so eine Entsorgung eine Familie schon in den Ruin treiben.

Also, wie ist das bei Euch gelaufen? Habt Ihr Euch um das Thema Gedanken gemacht? Habt Ihr so eine Bescheinigung bekommen? Wenn nicht, mit welchen Begründungen?

Gruß + Dank, schwarzbaer

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Hallo schwarzbaer,

wir hatten eine Altlastenauskunft beim Umweltamt unserer Stadt eingeholt.

Eine solche Auskunft schützt zwar nicht vor einer späteren Inanspruchnahme als Grundstückseigentümer. Wenn sich aus der Auskunft aber irgendwelche Verdachtsmomente ergeben, könntest Du immer noch vom Kauf absehen oder Dich anderweitig absichern.

Auf die Auskunft hast Du einen Anspruch nach dem Umweltinformationsgesetz. Du benötigst ggfs. eine Einverständniserklärung des Eigentümers und musst eine (angemessene) Verwaltungsgebühr bezahlen.

Eine solche Auskunft ist übrigens absolut nicht unüblich, sondern jedem Kaufinteressenten nur wärmstens zu empfehlen. Also lass Dich nicht abwimmeln!

Hilfreich ist es auch, sich noch anderweitig über die Vergangenheit des Grundstücks zu erkundigen (alte Nachbarn, Alteingesessene, Heimatarchive o. -chroniken, Stadthistorie etc.).

Gruß

Pina70