verhütung für männer?

guuudn aaaabeens

also mal einmal kurz und knapp

gibts außer kondomen noch ne art wie männer verhüten können?
ich will keine hormone in mich reinfressen (sorry) und er will keine kondome benutzen (stört beim sex #bla)
ansonsten bleibt dann halt enthaltsamkeit.

lg

und vielleicht gibts ja noch was

jana+nils

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Hab ich beim Googeln gefunden:


Verhütung für Männer


Dr. med. Britta Bürger, Gynäkologin


In der Pipeline


Kondom: Männer auf der sicheren Seite


Die ideale Verhütungsmethode soll sicher, wieder rückgängig zu machen und möglichst ohne Nebenwirkungen sein. Sie soll einfach und schnell wirksam sein sowie die Sexualität nicht beeinflussen. Im Gegensatz zu Frauen gibt es für Männer noch keine ausgeklügelte Verhütungsmethode. Eigenständig, sicher und zuverlässig verhüten können Männer derzeit nur mit dem Kondom oder durch eine Sterilisation. Die dritte - wenn auch sehr unsichere - Möglichkeit ist der Coitus interruptus.

Neue Verhütungsansätze für Männer würden die Familienplanung gerechter zwischen Mann und Frau aufteilen. Die Forschung beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den unterschiedlichsten Ansätzen bei der männlichen Verhütung. Ungefähr 20 Jahre alt ist die Idee einer hormonellen Verhütung für den Mann. Ziel ist es, die Spermienbildung und -reifung zu unterdrücken. Daraus soll eine Verminderung der Spermienzahl bis hin zur Azoospermie (Samenflüssigkeit frei von Spermien) resultieren.

Allerdings kann noch keine Rede davon sein, dass eine solche Methode unmittelbar vor der allgemeinen Anwendbarkeit steht. Die Ansätze in der Forschung sind unterschiedlich, die Möglichkeiten liegen im Bereich von chemischen Stoffen, Hormonen und Antihormonen sowie immunologischen Abwehrreaktionen.



Physiologie

Die Samenzellen werden im Hoden durch Zellteilung gebildet und vermehrt (Vermehrungsperiode). Anschließend folgen Wachstumsphase und Spermienreifung. Dabei teilen sich die Samenzellen und es entstehen Zellen mit halben Chromosomensatz. Sie sind noch nicht vollständig ausgereift, weil ihnen die aerodynamische Form eines Spermiums fehlt. Den "Formschliff" bekommen sie durch komplizierte Umbauvorgänge in der letzten Phase (Spermiogenese). Insgesamt dauert die Entwicklung 64 Tage.

Das Spermium ist jetzt reif, aber noch unbeweglich. Die Mobilität bekommt es im Nebenhoden, durch die Passage des Nebenhodens bis zum unteren Teil wird ein Spermium "befruchtungsfähig". In diesem Bereich bleibt es, bis die Ejakulation erfolgt. Unter Hinzugabe von Flüssigkeit aus der Prostata und den Samenbläschen kommt es zu einer Milieuänderung und das Spermium beginnt sich mit Hilfe des Schwanzanteils fortzubewegen.



Verschiedene Ansätze

1. Samenbildung unterdrücken

Hierzu gab es frühe Studien mit Krebstherapeutika-ähnlichen Substanzen, die jedoch mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden waren. Deshalb wurde diese Möglichkeit nicht weiter untersucht. Auch ein Bestandteil aus Baumwollöl erregte als Verhütungsmittel für den Mann in den 80er Jahren Aufmerksamkeit - aber auch in diesem Fall haben die Nebenwirkungen die Hoffnungen zunichte gemacht.

Ein besserer Ansatz liegt in der Unterbrechung der hormonellen Regelkreise. Ein kurzer Überblick zu den Hormonen:

Aus Zentren im Gehirn wird die Hirnanhangsdrüse durch einen Botenstoff (GnRH = gonadotropin releasing Hormon) stimuliert, zwei Hormone (Gonadotropine) ins Blut abzugeben. Das eine Gonadotropin LH (luteinisierendes Hormon, wie auch bei der Frau) bewirkt bei bestimmten Zellen im Hoden die Freisetzung von Testosteron, dem männlichen Sexualhormon. Das ist für die Samenbildung unbedingt notwendig.

Das andere Gonadotropin FSH (Follikel stimulierendes Hormon, wie bei der Frau) bewirkt bei den entstehenden Spermien eine Optimierung der Ausreifung. Aus dem komplizierten Zusammenspiel wird klar, dass es verschiedene Ansätze einer Verhütung gibt.



Wenn man die Gonadotropin-Ausschüttung hemmt, indem der Regelkreis durch die Gabe von Sexualhormonen unterbrochen wird, kann die Samenbildung nicht mehr erfolgen. Um das männliche Rollenverhalten und bestimmte Stoffwechselvorgänge aufrecht zu erhalten, muss gleichzeitig das männliche Hormon Androgen hinzugefügt werden. Eine Studie hat diesbezüglich die Effektivität gezeigt. Selbst wenn die Spermienzahl nur auf unter drei Millionen pro Milliliter reduziert wird, ist von einer Unfruchtbarkeit auszugehen. Die Methode ist gut, aber nicht praktikabel, weil das Testosteron injiziert werden muss. Daher sucht man derzeit Testosterone, die nicht gespritzt werden müssen.


Der nächste Ansatz ist die Unterdrückung der GnRH-Freisetzung aus den übergeordneten Zentren im Gehirn. Studien haben gezeigt, dass damit und mit der gleichzeitigen Gabe von Testosteron eine Unterdrückung der Spermienentstehung erreicht wird. Diese Methode ist jedoch mit der täglichen Injektion von GnRH-Analoga oder der Injektion alle drei Wochen verbunden und zudem ausgesprochen teuer.


2. Samenreifung unterbinden

Die Ansätze liegen hier in der Veränderung des Milieus, in dem die Spermien reifen. Versuche haben aber bisher keine positiven Effekte gezeigt.

3. Spermienfunktion hemmen

Dazu gibt es nur experimentelle Untersuchungen in Richtung von spermiziden Substanzen, ähnlich den vaginalen, chemischen Verhütungsmitteln. In absehbarer Zeit ist aber auf dem Sektor nichts für die allgemeine Anwendung zu finden.

4. Spermientransport verhindern

Die bekannten Verhütungsmittel, die sich mehr oder weniger wieder rückgängig machen lassen, sind derzeit Coitus interruptus, Kondom und Sterilisation. Bei letzterer werden Methoden untersucht, die besser reversibel sind.

Wann und ob die "Pille für den Mann" kommt und wer sie gegebenenfalls auch einnehmen wird, ist im Moment noch nicht abzusehen. Die Ansätze der Forschung sind da, und die Entwicklung der notwendigen Substanzen braucht Zeit.

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Und ncoh das :

Pille und Spritze für Männer


Markus Batscheider, Biologe



Was ist die Pille für den Mann?


Starke Geschöpfe: Pille für den Mann in der Pipeline


Einige Pharmaunternehmen forschen mit Hochdruck nach medikamentösen Verhütungsmitteln für den Mann. Dabei experimentieren sie nicht nur mit Hormonpräparaten, sondern auch mit nicht-hormonellen Wirkstoffen. Diese sollen vorübergehend entweder die Spermienproduktion, -reifung oder -funktion (Beweglichkeit, Befruchtungsfähigkeit) lahm legen. Bisher ist offen, ob am Ende der Entwicklung eine Pille oder eine Spritze steht.



Welche Ansätze gibt es?

Testosteron plus Gestagen

Am Institut für Reproduktionsmedizin der Universität Münster entwickelt ein Forscherteam eine neue Methode. Der Mann bekommt eine Hormonkombination aus Testosteron und Gestagen (Desogestrel). Diese stoppt die Produktion der Samenfäden, so dass der Mann nach drei Monaten vorübergehend unfruchtbar ist. Spätestens drei Monate nach der letzten Spritze ist der Mann wieder zeugungsfähig. Die Forscher experimentieren außerdem mit Testosteron- und Gestagen-Abkömmlingen, die oral verabreicht werden. Mögliche Nebenwirkungen der hormonellen Verhütung beim Mann sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Nicht-hormonelle Wirkstoffe

Auf der Suche nach medikamentösen Verhütungsmitteln für den Mann steckte die Forschung schon eine Reihe von Rückschlägen ein. Die Hoffnungsträger Gossypol (Wirkstoff aus Baumwollsamen), Tripterygium wilfordi (chinesische Heilpflanze), Sulfasalazin und Nitroimidazol-Abkömmlinge disqualifizierten sich bisher aufgrund ihrer Nebenwirkungen. An der Universität von Oxford entdeckten Wissenschaftler nun die Spermien-lähmende Wirkung eines Zucker-Abkömmlings, dem N-Butyldeoxynorjirimycin (NB-DNJ). Fraßen männliche Mäuse drei Wochen den Wirkstoff in geringer Dosis, so verloren die Mäuseriche ihre Zeugungsfähigkeit. Vier Wochen nach der letzten NB-DNJ-haltigen Mahlzeit waren die Nager wieder fruchtbar. Ob die Substanz beim Mensch ebenso anschlägt, ist bisher unbekannt. NB-DNJ ist in Europa bereits zur Behandlung der Gaucher-Krankheit, einer seltenen Erbkrankheit des Fettstoffwechsels, zugelassen.



Wann kommt die Pille für den Mann?

Die oben beschriebenen Hoffnungsträger müssen erst in einer klinischen Erprobungsphase ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit beim Mann beweisen. Nach seriösen Schätzungen kommt die "Pille für den Mann" vermutlich erst im Jahr 2007 auf den Markt.