Keine Hormone, keine Spirale.... und nu?

    • (1) 31.05.16 - 23:59

      Hallo liebe Urbianerinnen,

      ich verzweifle langsam und muss für mich / uns jetzt irgendwie eine Verhütungsmethode finden, mit der wir uns sicher fühlen und mit der ich auch klarkomme. Gar nicht so einfach bei mir.... Daher frage ich jetzt mal hier nach Erfahrungen. Wie verhütet ihr, wenn es mit Hormonen und der Spirale nicht geht (oder nicht gewollt ist)?

      Mein Problem ist, dass ich Hormone rein gar nicht vertrage. Jegliche Form der hormonellen Verhütung fällt für mich also flach.

      Ich habe mir am Montag die Kupferspirale wieder ziehen lassen müssen, da ich damit abnormale Blutungen hatte (über Wochen am Stück), dadurch eine Anämie und zusätzlich noch täglich einschießende Krämpfe, die sich anfühlten, als würde mir jemand ein Messer in den Unterleib rammen und es genüsslich herumdrehen.... *autsch*

      Kondome.. tja das würde ich zähneknirschend akzeptieren, auch wenn ich die Gummidinger in einer festen Partnerschaft nicht so schön finde. Aber wenn's damit ginge, wäre das eine Alternative. Leider kann mein Partner damit einfach nicht. In der Anfangszeit haben wir natürlich trotzdem welche verwendet (extra ausgemessene und in der Apotheke entsprechend bestellt, passen also gut) und es war mehr ein Disaster als das wir Spass dabei gehabt hätten...

      Eine weiterer versuch mit einer anderen Spirale (bliebe ja nur noch die Kupferkette) fällt bei mir flach, die Angst wäre zu groß. Ich bin grad derart down, ich möchte das nicht noch einmal erleben. Davon ab, dass meine Ärztin bei meinem niedrigen Blutdruck eh schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat, wegen der starken Blutungen.

      Eine OP (Steri oder Entfernung der Gebärmutter) , davon rät die Gyn mir dringend ab und ich kann mir das für mich auch nicht als Alternative vorstellen. Die Steri hätte wohl evtl. die Folge, dass ich wieder starke Blutungen und Schmerzen hätte, wie mir inzwischen auch ein zweiter Gyn bestätigte.

      Eine Vasektomie bei meinem Partner wäre zu überlegen, aber mit 32 finde ich ihn dafür einfach zu jung. Ich werde 37, es ist kein Kinderwunsch vorhanden und war auch nie da. Mein Freund will auch keine Kinder, aber wie gesagt... ich finde es mit 32 zu jung und er würde es zwar machen, aber dann eben für uns, nicht weil er das eh schon immer vor hatte. Damit würden wir uns wenn, dann also noch etwas Zeit lassen wollen. Bzw. ich möchte, dass er sich da gut beraten lässt und auch die Risiken für sich abwägt. Das ist also momentan auch kein Thema und es muss etwas Anderes her, mit dem wir uns sicher fühlen können und mit dem ich auch klar komme.

      NFP habe ich schon 3 Monate versucht, aber ich komme mit der Auswertung des Zervixschleims so gar nicht parat. Zumal mir das als alleinige Methode zu unsicher wäre. An den "roten Tagen" (ich nenne sie jetzt mal so) müssten wir uns dann was einfallen lassen. Aber ok, wenn es an den anderen Tagen dann so geht, wäre das ein Kompromiss und man müsste halt an den anderen Tagen auf GV verzichten und sich anderweitig vergnügen.. oder so... Aber wie gesagt, das allein.. da fühle ich mich super unsicher, weil mein Zervixschleim für mich fast immer gleich aussieht und sich gleich anfühlt...

      Dann gäbe es ja noch solche Dinge wie Diaphragma, Computer etc... Ich denke da wäre eine Kombi aus verschiedenen Methoden sinnvoll. Ich bin nur grad in dem ganzen Verhütungsdschungel unsicher und weiß nicht recht, was da wirklich eine gute Kombi ist, die einigermaßen sicher ist.

      Wie macht ihr es? Habt ihr noch Denkanstösse für mich?

      Liebe Grüße

      Eule

      • >> oder Entfernung der Gebärmutter) , davon rät die Gyn mir dringend ab <<
        eine gute Gyn hast du da! Die Entfernung der Gebärmutter als Verhütungsmethode bei abgeschlossenem Kinderwunsch auch nur in Erwägung zu ziehen ist Körperverletzung auf höchster Ebene.

        >>Die Steri hätte wohl evtl. die Folge, dass ich wieder starke Blutungen und Schmerzen hätte, wie mir inzwischen auch ein zweiter Gyn bestätigte.<<
        der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Ohne Hormoneinnahme hast du deinen ganz normalen Hormonhaushalt, deinen dir eigenen Zyklus. Da kanns zu teil weise sehr starken Blutungen kommen (welche viele durch die Pilleneinnahme gar nicht kennen) und teil weise sind die Blutungen weniger stark.

        Also egal ob mit Steri od. ohne, nur die Hormone haben Einfluss auf die Stärke der Periodenblutungen.

        Alles Gute und eine gute Entscheidung

        • Ich danke dir! Ich werde mal sehen, was es wird.... Wahrscheinlich erstmal Diaphragma plus Temperaturmessen etc... Aber eine Steri wird es bei mir wohl nicht werden. Der Hormonhaushalt kann in seltenen Fällen eingeschränkt funktionieren. Kann, muss nicht. Aber wer weiß das schon und das Risiko ist mir zu groß..

      Ich vertrage auch keine Hormone und habe mich daher zum zweiten Mal für eine Kupferspirale entschieden. Mein Mann hat eine Vasektomie immer kategorisch ausgeschlossen und ich konnte mich trotz meines Alters nicht zu einer Sterilisation durchringen. Da du diese aber nicht vertragen hast, wäre das wohl keine Option für dich. Ich würde es aber dennoch mit der Kupferkette versuchen, weil du ansonsten eben keine Alternative mehr hast. Leider weiß ich aber nicht genau, ob da die Blutungen genau so stark wie bei der Kupferspirale werden. Vielleicht gibt es ja hier im Forum Frauen, die mit der Kupferkette Erfahrungen haben und dir davon berichten können

    • Liebe Eule,
      ich bin letztens auf einige sehr interessante Berichte und Anleitungen (auf Youtube) gestoßen zu dem Thema:
      Verhüten mit der Weinraute! Google das mal. Ich finde, es hört sich super an und werde es auf jeden Fall ausprobieren! Würde mich freuen, wenn du mal berichtest, was du davon hälst.
      Viele Grüße
      Mel_75

      Hallo,
      ich stecke in einem ähnlichen Dilemma, hormonelle Verhütung vertrage ich nicht mehr, bei Kupferspirale und Co hätte ich immer Angst, es verrutscht was oder ich vertrage es nicht, Steri möchte mein Partner nicht machen und ich zögere da auch, weil es wäre wieder eine OP und ich habe schon zwei Kinder per Kaiserschnitt bekommen und möchte eigentlich nicht wieder unters Messer.
      Da ich durch die zwei Kinder keinen wirklich geregelten Tagesablauf habe, scheidet Tempi messen also auch aus und da bleibt für mich jetzt eigentlich nur noch der Persona, aber der ist dann halt nicht sooo sicher.
      Ihr müsst euch halt auch die Frage stellen, was wäre wenn?
      Wir z.B sind mit der Kinderplanung durch, aufgrund des Alters (beide 38), der Platzsituation und auch wegen den Komplikationen in der letzten Schwangerschaft.
      Aaaaaaber: Sollte sich doch nochmal eins einschleichen, würden wir es schon irgendwie schaffen und das ist dann der Grund., warum ich mich für den Persona entschieden habe. Eigentlich wollen wir keins mehr, aber es wäre halt keine absolute Katastrophe, sollte es doch passieren.
      Alles Gute für eure Entscheidung!

    • Wenn es "nur" um das nicht vertragen von Hormonen geht würde ich mich mal zu einer Hormonexpertin überweisen lassen! Ich habe absolut nichts an Hormoneller Verhütung vertragen (hab ordentlich zu genommen und meine Stimmung....) komme nun mit der Mirena aber sehr gut zurecht! (Allerdings war es für mich alternativlos, ich musste es wagen!)

      Hat dein Gyn denn keine Tipps für dich?

      Wenn du absolut kein Kind möchtest und ohne Hormone auskommen willst bleibt meiner Meinung nach nur eine Kombination. Persona etc alleine ist zu unsicher denke ich!

      Wobei ich mir nicht herleiten kann warum man durch eine Trennung der Eileiter eine stärkere Regelblutung bekommen soll, alle Hormone etc werden doch weiter Produziert wie immer, nur das Ei kommt nicht mehr an...

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