Verhütung REIN mit Kondom im MITTEL unsicherer als Verhütung mit sympthothemaler Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Tage - worin besteht Schwierigkeit diese Tatsache zu akzeptieren?

    • (1) 26.05.18 - 19:06

      Begegne öfters der Meinung, dass eine Verhütung REIN mit Kondom eigentlich sicher sei und das Methoden mit Bestimmung der fruchtbaren Tage und Enthaltsamkeit (natürliche Familienplanung NFP)an diesen grundsätzlich schlechter sind und eigentlich gar keine echte Verhütung sind.

      Für das reine Abzählen (z.b. Klaus-Ogino) mag das ja vielleicht noch einigermaßen begründbar sein.

      Nur pauschal für alle NFP-Methoden scheint das schlicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen.

      ProFamilia:

      https://www.profamilia.de/erwachsene/verhuetung/pearl-index.html

      "Basaltemperaturmethode: 0,8 – 3"

      "Kondom: 2 – 12"

      https://www.profamilia.de/erwachsene/verhuetung/fruchtbarkeitswahrnehmung.html

      "Symptothermale Methode

      Körperzeichen werden kombiniert und in doppelter Kontrolle ausgewertet. Damit können mehr Frauen sehr sicher unfruchtbare Tage bestimmen. (Pearl Index 0, 4)"

      =>

      Bestimmte NFP-Methoden sind im Mittel sicherer als eine Verhütung rein mit Kondom. Außer halt die Wissenschaft hat da völlige Quatschergebnisse produziert.


      Irgendjemand eine Idee, warum die Meinung so verbreitet ist, Kondom sei sicher bzw. alle NFP-Methoden seien unsicher? Warum nicht einfach die wissenschaftlichen Daten akzeptiert werden, nach denen eben bestimmte NFP-Methoden sicherer als rein Kondom ist?


      ("im Mittel" eben weil es durchaus Leute geben kann, die richtige Anwendung von Kondom schaffen aber NFP nie hinbekommen; für die ist dann natürlich Kondom sicherer; "rein", da man natürlich z.b. mit Kondom und Pille verhüten kann und die Sicherheit dann deutlich besser ist als die beste NFP-Methode)

      • (2) 27.05.18 - 19:04

        Ich kann mir solche Aussagen nur damit erklären, dass viele eben nicht diszipliniert genug sind, um NFP richtig anzuwenden. Man muss sich nämlich zu 100 % an die Regeln halten, da die Sicherheit ansonsten nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem ist es manchen vielleicht zu lästig, regelmäßig jeden Tag die Basaltemperatur zu messen und diese dann auch in jedem Zyklus auszuwerten. Die Beobachtung des Zervixschleims erfordert natürlich auch Übung und überfordert evtl. manche Frau. Hinzu kommt, dass man während der fruchtbaren Zeit entweder auf GV verzichten oder Kondome benutzen muss.

        Ich habe selbst 6 Jahre lang mit NFP verhütet und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich als Hilfsmittel den Verhütungscomputer Ladycomp benutzt, da mir dieser die Auswertung der Temperaturergebnisse erspart hat. Zudem hatte er in Bezug auf Verhütungssicherheit sehr gut abgeschnitten. Ansonsten ist mir nicht ganz klar, warum die Anwendung von Kondomen so vielen Leuten Probleme bereitet. Im Prinzip ist das ja nicht besonders schwierig, wenn man die üblichen Anwendungsfehler vermeidet.

        (3) 05.06.18 - 01:34

        Mir ist nicht bekannt, dass NFP als unsicher erachtet wird. Ich lese immer nur, dass es genauso sicher ist.
        Das Problem bei NFP ist glaube ich eine Verschiebung des ES. Dadurch verschiebt sich die fruchtbare Zeit nach vorne. Genauso gibt es mehr "Störfaktoren", welche die Tempi verschieben kann.

        Am Ende bleiben natürlich noch die Geschlechtskrankheiten. Vielleicht kann man sich in Anbetracht der steigenden HIV Zahlen nicht leisten, dass auf diese noch mehr verzichtet wird. (Ok, dass ist nur Kopfkino😂)

        Lg

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