Kupfer

    • (1) 03.04.19 - 09:39

      Kupferspirale, Kupferkette oder Kupferperlenball, das ist hier die Frage:

      Freue mich über Eure Erfahrungsberichte.

      LG

      • Wenn man das Geld dazu hat, würde ich die Kupferkette bevorzugen. Die muss nicht der Gebärmutter angepasst werden, die passt somit jeder Frau. Sie wird oben in der Gebärmutterwandmuskulatur verankert, die allerdings dann eine bestimmte Dicke haben muss. Also sollte man erst eine zeitlang hormonfrei verhütet haben, damit sich diese wieder normalisieren kann. Für die Einlage muss es aber ein speziell geschulter Gynefix Arzt sein, die findet man unter der entsprechenden Suche im Netz.

        Ich habe seit 3,5 Jahren die Kupferkette.
        Bereits seit einem Jahr überlege ich, sie mir ziehen zu lassen.
        Aber mal von vorne...

        Ich habe 2 Kinder bekommen und suchte nach der östrogenfreien Pille nach einer alternativen Verhütung. Sie sollte hormonfrei, langfristig und sicher sein. Die Kupferkette sprach mich direkt an. Ich kannte meinen Körper aus der Zeit, in der ich versucht habe, schwanger zu werden, schon ziemlich gut. Mein Zyklus war 28-29 Tage lang, meine Periode normal stark (1-2 Tage etwas stärker). Eisprung habe ich manchmal gespürt, aber es war auszuhalten.
        Nachdem ich in der Liste der Gynefix Ärzte eine top Ärztin gefunden hatte und mich bei ihr beraten lassen habe, ließ ich sie mir einsetzen.
        Vorab nahm ich eine Schmerztablette, auf jegliche andere Betäubung oder Schmerzmittel verzichtete ich. Das Einsetzen empfand ich als unangenehm, wirklich schlimm fand ich es nicht. Nur 2-3 sek ziepte es mehr, das tat etwas weh. Ich konnte es aber wirklich gut aushalten.
        Als ich aus der Praxis kam war ich doch erstaunt wie schnell und wenig schmerzhaft das ganze so war. Ich hatte dann etwas Ziehen im Urleib, so wie man es von der Mens kennt. Danach hatte ich ein paar Wochen leichte Blutungen.
        Die Ärztin kannte das noch nicht, war aber kein Grund zur Besorgnis. Nach ca. 3 Wochen hörte es auch auf.
        Leider zog sich bei mir nach ca. 1 Woche der Faden hoch und ich konnte nicht mehr ertasten, ob die Kette noch da ist. Nur der halbjährige US bei meiner Gyn konnte dann Klarheit darüber schaffen, ob die Kette noch da sitzt, wo sie sitzen soll.
        Ich habe es sehr genossen, nicht an meine Verhütung denken zu müssen, langfristig verhüten zu können und keine Risiken mit Antibiotikum und Co berücksichtigen zu müssen.
        Allerdings kämpfe ich enorm mit meiner Regel. Ich blute so stark und lange, das ist eine Zumutung für mich. In einer Stunde ein Tampon von super plus voll zu haben und nachts trotz Tampon und Binde auszulaufen, ist einfach schrecklich.
        Das dann ca. 2 Tage. Inzwischen benutze ich die Menstruationstasse. Die ist in 3 Stunden voll. Ich traue mich kaum noch, etwas für diese Tage zu planen. Man kann sich wahrscheinlich denken, dass es nicht nur ein Problem des Wohlfühlens ist.
        Es wurde mal eine Zeit lang besser mit der Blutung, weshalb ich sie drin ließ. Nun erreicht es allerdings seinen Höhepunkt und ich habe die Nase voll.
        Mein Zyklus dauert mit der Kette 24-26 Tage. Davon 7-9 Tage Periode, wovon ich 2 Tage quasi nichts machen kann.Dann habe ich schon fast meinen Eisprung. Der ist so schmerzhaft, dass ich manchmal Schmerzmittel nehmen muss, um noch laufen zu können. Der Ausfluss ist so heftig, dass ich auf Slipeinlagen zurück greifen muss. Dann habe ich ein paar Tage Ruhe, bis das ganze wieder von vorne los geht.

        Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, die Kette vorzeitig ziehen zu lassen. Vor dem Eingriff habe ich keine Angst. Es soll noch unspektakulärer sein als das Einsetzen und geht ruck zuck.

        Das ist ein rein subjektiver Erfahrungsbericht. Ich rate nicht von der Kupferkette ab und empfehle sie auch nicht. Ich weiß, dass meine Gyn von der Kette nicht begeistert ist, wie so viele andere auch. Es scheinen einige nicht für Kupfer zu sein und es gibt wohl oft Probleme mit der Mens.
        Ich finde, es gibt viele Vorteile, für mich persönlich überwiegen die Nachteile. Jede Frau ist anders, jeder Körper tickt anders. Ob man das Risiko eingeht bei dem Kostenfaktor, sollte gut überlegt werden-wie bei jedem anderen teureren Verhütungsmittel auch.
        Ich freue mich darauf, die Kette in ein paar Tagen los zu werden und werde wieder auf die östrogenfreie Pille umsteigen. Um zu wissen, dass ich die Pille doch nicht so doof finde (wie ich sie immer fand), musste ich erst diese Erfahrung machen.
        In diesem Sinne....ich hoffe es hat zur Entscheidungsfindung helfen können ;)
        Liebe Grüße

        Ich hatte ganz ähnliche Erfahrungen von amie88 mit einer Gold-Kupferspirale. Leider mit zT 20 Tagen Schmier- und heftigen Blutungen, Zykluslänge um die 35 Tage.

        Ich nehme inzwischen eine Östrogenfreie Pille.

      • Huhu...😊
        Ich hab vor 7 Monaten mein zweites Kind bekommen und mich im Dezember dazu entschieden die Kupferspirale setzen zu lassen...
        ich bereue meine Entscheidung absolut nicht und habe auch keine diversen Nebenwirkungen und spüre sie auch absolut gar nicht... werde sie für immer nehmen...
        Aber die Kupferkette soll tatsächlich noch effektiver und gut verträglicher sein als der Ball oder die Spirale.. lass dich einfach beraten...

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