Will meine Freundin beruhigen, weiß nicht wie...

Hallo,

ich hoffe auf einen Rat, Tipp oder einfach paar aufmunternde Worte von Euch. Eine sehr gute Freundin von mir hat am So entbunden, bei 36+2. Gewicht der Kleinen war 2600 gr, sie hat sofort selbst geatmet, und geschriehen, und ist sogar nicht ins benachbarte Kinderklinikum verlegt worden. Es kam aber für meine Freundin sehr plötzlich, nichts deutete auf eine frühe Geburt hin, bis sie am besagten So mittags sich "komisch" fühle, und daraufhin mit ihrem Mann ins KH fuhr. Dort wurde eine Plazentaablösung festgestellt und in Windeseile ein Not-KS gemacht. Irgendwann fiel das Wort "FRÜHCHEN", und sie macht sich nun furchtbare Sorgen, daß irgendwelche schlimmen Folgen auf die Kleine zukommen. Zusätzlcih macht sie sich Vorwürfe - sie hatten an dem Tag einen längeren Spaziergang gemacht, vielleicht könnte das ja der Auslöser gewesen sein!!! In meinen Augen ist die Situation gar nicht so dramatisch, ihre Tochter ist zwar klein, aber fit! Nur, ich komme mit meinen Argumenten nicht bei ihr an, habe sie heute im KH besucht - sie saß da wie ein Häufchen Elend, und heulte sich die Augen aus. Es ist ihr 2. Kind und das 1. war ein gutes Kg schwerer, sie vergleicht sie andauernd und hat fast Angst die Neugeborene in den Arm zu nehmen, an ihr was kaputt zu machen... Was kann ich ihr noch sagen, wie aufmuntern???
Das Problem ist angesichts Eurer Startschwierigkeiten wahrscheinlich nichtig, ich würde ihr aber so gerne aus der verfahrernen Situation helfen.
#danke

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Hallo!

Vielleicht hilft es etwas wenn du ihr sagst, das es nur an 5 Tagen liegt, dass die Kleine als Frühchen "gilt".#gruebel

Bei 37+0 wäre sie kein Frühchen mehr.

Die Kleine hat ja absolut keine Startschwierigkeiten gehabt und wird mit Sicherheit keine Folgeschäden haben.

Was kann man noch sagen? Tja, mir fällt nichts ein außer dass was du ihr schon gesagt hast. #kratz

LG timonkatze mit Jules (4J) und Silas (1 1/2 geb. 26+6SSW)

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Hallo!
Sag ihr, daß sie nur ein "spätes" Frühchen hat und sie sich nicht so verrückt machen soll. Frühchen heißt halt von "24+ /manchmal auch schon 23+ bis 36+6.
Die Geburt mußte halt so plötzlich sein, denn eine Plazentaablösung kann auch ganz schnell anders enden.
Daß ihr Kind ohne Anfangsschwierigkeiten war ist schon ein großer Schritt und dann ist oft auch nicht mit großen Schwierigkeiten zu rechnen. Und 2600 g ist ein suuuuuuuuper Startgewicht....soviel hatte mein Sohn bei seiner Entlassung.
Sie bekommt schon ein Gefühl dafür; ich glaube sie braucht halt Zeit , um die schnelle Geburt zu verarbeiten.
Sei einfach für sie da und rede ihr gut zu.
LG

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Hallo!
Bei uns war es ganz ähnlich- vielleicht hilft Deiner Freundin unsere Geschichte ein bißchen?!
Ich bin bei 36+0 nachts ins Krankenhaus, weil ich das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu bekommen (hatte eine Lungenentzündung) und Julius wurde dann per Notkaiserschnitt geholt, weil meine Entzündungswerte gefährlich hoch waren. Er war nur 45cm groß und wog 2280g. Er wollte nicht richtig trinken und lag deswegen 2einhalb Wochen in der Kinderklinik und ich war furchtbar besorgt- es war wirklich schlimm für mich. Ich hatte Angst, daß er in der Entwicklung zurückliegt oder ein ständig kränkelndes Kind wird, eben so alles, was man so hört.
Julius ist heute fast ein Jahr alt, war genau einmal krank (letzten Winter) und entwickelt sich prima, er hatte sogar mit Größe und Gewicht so gut aufgeholt, daß er zur U5 im Normbereich war, zwar im unteren, aber immerhin!
Auch die Selbstvorwürfe kenn ich gut, ich hab immer gedacht, hätt ich nur besser aufgepaßt, dann wäre aus meiner Erkältung keine Lungenentzündung geworden und ich hatte solche Angst, daß es unserer Bindung schadet, daß er eben in der Kinderklinik war und ich nicht ständig bei ihm sein konnte. Aber alles ist gut geworden!
Versuch, Deine Freundin zu verstehen, diese Situation ist echt nicht leicht für eine frischgebackene Mama, die Hormonumstellung tut da auch noch ihren Teil dazu. Es bringt glaub ich nicht viel, wenn Du da argumentierst, daß alles gut ist, denn für Deine Freundin ist es eben im Moment nicht so. Nimm sie in den Arm und sag ihr, daß Du für sie da bist! Ängste sind in dieser Situation ganz normal und es ist eine schlimme Zeit, aber es wird besser. Meine Schwägerin hat mir damals gesagt "sei nicht traurig um die Zeit, die er in der Kinderklinik ist, es ist hart, aber danach hast Du ihn für immer", das hat gutgetan!
Meine Schwester sagte mir, ich solle aufhören, mir Gedanken zu machen, warum es so gekommen ist- es war gut so, wie es ist, wer weiß, wie es sonst ausgegangen wäre (es bestand tatsächlich Lebensgefahr für uns beide) und ich soll froh sein, daß es so ausgegangen ist und nix schlimmeres passiert ist. Heute kann ich das auch so sehen, aber es dauert ein bißchen!
Ich weiß nicht, ob Deine Freundin hier auch bei Urbia ist, aber falls ja, darf sie mich auch gerne anschreiben- oder eben Du, wenn Du weitere Fragen hast!
LG und alles Gute für Deine Freundin!
Nathalie und Julius (*26.10.2008)

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auch von mir noch gute tipps , hab ein frühchen 34+6 der mit 2010 und 43cm geboren wurde . er wurde sofort auf kinderintensiv gebracht (kilometer entfernt) ich konnte ihn erst 3tage später sehen durch kaiserrschnitt :-( hab mir auch vorwürfe gemacht und dauernd im KH geweint . ihm gings von tag zu tag besser .er nahm sehr schnell zu und wurde nach 21 tagen entlassen mit gewicht von 2380 gramm . selbst er hatte keine grossen atem oder andere probleme :-) angst hatte ich auch ihn trocken zulegen , er war so dürre und hatte angst ihn weh zu tun :-( bin jetzt noch übervorsichtig ,aber ich bin so dankbar das er es gut geschafft hat .
deine freundin ihre klene hat ja gutes gewicht und es klingt alles ja ganz super .

hoffe das ich bissel angst nehmen konnte .
lg daniela mit kjell erik

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lieben Dank allen, die geantwortet haben, auch für die PN´s.