HELP-Syndrom???

Was ist eigentlich ein HELP-Syndrom?????


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Hallo,

hab dir das mal von der Seite http://www.gestose-frauen.de/ kopiert. Ist ne ganz interessante Seite zum Thema Hellp, Gestose, Präeklampsie etc.


HELLP-Syndrom

Vom HELLP-Syndrom spricht man, wenn sich die Blutgerinnungswerte drastisch verschlechtern und bestimmte Leberwerte stark ansteigen. Das häufigste Anzeichen hierfür sind unerträgliche Schmerzen im Oberbauch, die auch bis in den Rücken ausstrahlen können. In Amerika hat man gute Erfahrungen damit gemacht, bei ersten Beschwerden die Eiweißzufuhr über die Nahrung erheblich zu erhöhen, um so die Leberfunktion zu unterstützen.


Die Häufigkeit des HELLP-Syndroms nimmt in den letzten Jahren scheinbar zu. Ob das wirklich den Tatsachen entspricht, kann man derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen. Erst seit 1992 wird die Diagnose in Deutschland zunehmend unter diesem Namen gestellt und erst seit Beginn 1999 ist dieser Punkt separat unter dieser Bezeichnung in der Perinatalstatistik aufgeführt. Aber bereits Hippokrates hat dieses Krankheitsbild um 340 v. Chr. unter der Bezeichnung "Eclampsie sine eclampsie" beschrieben! Gesicherte Erkenntnisse über die wirkliche Häufigkeit wird es vermutlich erst in drei bis fünf Jahren geben. Aktuell tritt es ca. einmal bei 150 bis 300 Schwangerschaften auf. Das rein statistische Wiederholungsrisiko ist mit 2,5-3,0% relativ gering.

Lange Zeit hat man das HELLP-Syndrom als schwerste Komplikation einer Gestose/Präeklampsie angesehen. Heute weiß man, dass es auch ohne vorherige Gestose-Symptome urplötzlich auftreten kann. Wie bereits auf der Gestoseseite beschrieben, kann man vor allem das frühe Auftreten eines HELLP-Syndroms (bis ca. 34. Woche) auf vorbestehende Erkrankungen oder gar genetische Einflüsse zurückführen. Hier stehen vor allem immunologische und thrombophile Ursachen im Verdacht.


Je später ein HELLP-Syndrom in der Schwangerschaft auftritt, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung in späteren Schwangerschaften. Hier ist eine hochwertige und ausgewogene Ernährung oft sehr hilfreich.
Bei bestehenden immunologischen oder thrombophilen Ursachen muss nach heutiger Erkenntnis in Nachfolgeschwangerschaften eine besondere Behandlung durchgeführt werden, um eine Wiederholung zu vermeiden.

Die überwiegende Zahl der Kinder zeigt nach der Geburt keine Auswirkungen des HELLP-Syndroms an sich. Nur selten gibt es auch Blutveränderungen bei ihnen und heute vermutet man, dass es auch hier durch genetische Voraussetzungen ausgelöst sein könnte.

Die Symptome eines HELLP-Syndroms verschwinden oft so schnell, wie sie gekommen sind und schon wenige Tage nach der Geburt normalisieren sich die Leberwerte wieder. Bleibende Schäden an der Leber hat man bisher sehr sehr selten gefunden. Allerdings scheint es einige Auswirkungen bei den betroffenen Frauen zu geben, die man gar nicht unbedingt mit einem HELLP-Syndrom in Verbindung bringen würde. Oft zeigen sich noch lange Zeit Störungen im Kurzzeitgedächtnis. Das wurde uns bisher jedenfalls als häufigste Beobachtung mitgeteilt. Am besten ist, man ignoriert dies so weit wie möglich und schreibt sich alles auf! Ob es sich jemals wieder normalisiert, können wir bisher nicht sagen. Sicher ist es etwas lästig, aber man kann sich damit arrangieren... ;-)



Gruß, Nicole (die auch das "Vergnügen" hatte...)

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Wow, das nenne ich mal gut erklärt! :-)
Ich hatte auch das "Vergnügen"! Das mit dem Kurzzeitgedächtnis habe ich nicht gewusst, das finde ich sehr interessant. Mein Mann hat mich nach der Geschichte immer angemeckert, weill ich soviel vergesse. Das wäre natürlich eine Erklärung.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass bei mir, auch noch heute nach einem jahr, immer wieder der Blutdruck verrückt spielt. der hat sich einfach nicht mehr richtig eingestellt. Auch mit Tabletten. Und ich kenne noch weitere Muttis die HELLP hatten und bei denen es leider auch so geblieben ist. Mein Doc meint, es gäbe ausnahmefälle, da bleiben leider Probleme mit dem Blutdruck zurück.

lg Steffi