Würgen bei Beikost

Guten Abend,

meine Zwillingsmädchen (zweieiig kamen an 34 Plus 2/3 zur Welt und sind mittlerweile schon 7 Monate alt. (Geburt am 8.4)
Wir haben schon länger mit der Einführung von Beikost begonnen und bei der Kleinen klappt es wunderbar. Sie isst mittags das komplette Menü und abends ihren Brei auch zu 90 % auf. Die Große ist allerdings unser Sorgenkind. Sie ist einerseits zwar wahnsinnig interessiert an Beikost, so beobachtet sie genau, was wir essen und möchte, wenn sie am Tisch auf meinem Schoß sitzt unbedingt etwas davon abhaben. Wenn ihre Schwester gefüttert wird, beobachtet sie auch genaustens. Wird sie allerdings gefüttert ist es keine Freude. Zu Beginn fast jeden Essens wird stark gewürgt, dann aber komischerweise das ganze Essen verputzt und das mit Begeisterung (Öffnen des Mundes, Lachen usw.). Ich füttere wegen des Würgens nur extrem ungern. Will sie ja nicht zwingen... Warum tut sie das?! Unmittelbar zahnen tut sie auch noch nicht. So kann und will ich irgendwie nicht weiterfüttern, macht obwohl sie Interesse hat, keinen Spaß...

Hat jemand Tipps, was man tun könnte?

Vielen Dank im Voraus.

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Hallo. Ich kenne das. Bei meiner kleinen ist es so bei Stückchen. Meine kleine wurde bei 30+0 geholt. Sie war 24 Stunden beatmet. Milch trinken war schon immer ein Problem. Sie trank 60 ml und spuckte wieder die Hälfte dann wieder 60 ml und wieder das gleiche dann fing ich mit Beikost an. Die ersten Versuche waren grausam. Sie würgte ohne Ende. Ich habe meine Ärztin darauf angesprochen. Aber die sagte weil die kleine Interesse zeigt und ja auch will soll ich dran bleiben. Soll einfach ganz kleine Mengen versuchen. Klappte auch irgendwann. Aber jetzt ist sie 13 Monate und ich möchte das sie gerne mal vom Tisch mitisst. Hat ja auch schon fünf Zähne. Aber keine Chance sie würgt wenn du ihr was stückiges in den Mund schiebst. Mir wurde gesagt das es am beatmen liegt. Diese Kinder haben immer Probleme. Den ultimativen Tipp möchte ich auch gerne haben aber irgendwie gibt's den nicht glaub ich. Sie ist eh so eine schlechte esserin und somit bleib ich erstmal bei brei damit sie überhaupt was isst. Ich denke du musst auf jeden Fall dran bleiben. Nimm einfach ganz wenig auf den Löffel und lass dir Zeit. Mehr weiß ich leider auch nicht.

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Mein Sohn ist auch ähnlich. Der wurde 30+5 geholt. Eine Nacht beatmet

Er ist korrigiert 7 Monate alt. Er hat oft erbrochen macht es immernoch. Nimmt gottsei dank zu. Aber isr ne Qual dauert manchmal eine Stunde eine Flasche trinken und dann halten damit er nicht erbricht
Mehr wie 10 löffelchen isst er an Beikost nicht.

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Ich habe mich immer gefragt mach ich was falsch. Bei Freundinnen ging das füttern ruck zuck. 120 ml in zehn Minuten. Mir hat nie jemand geglaubt das man für 60 ml auch mal fast zwei Stunden braucht. Ich bin jetzt echt beruhigt von dir zu hören.

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Ihr habt noch so viel Zeit. Macht euch keinen Stress. Meine Tochter hat auch lange beim Essen gewürgt (teilweise hatte man wirklich Angst, sie erstickt) und Brei hat erst mit reichlich 12 Monaten geklappt (bei 24+3). Mittlerweile ist sie 4 und isst mehr als der große Bruder.

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Das hoffe ich sehr. Tut gut solche Erfahrungen zu lesen

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Guten Morgen,
Frühchen haben gerne "Fütterprobleme", d. h. sie wollen gerne, können aber nicht so.
Vielleicht ist der Würgereflex vorverlagert bei deiner Großen.

Ich würde dir empfehlen mal bei einem Logopäden vorstellig zu werden. Diese behandeln auch Fütter- und Schluckstörungen. Das Rezept bekommst du vom Kinderarzt, wenn nicht, tritt ihm/ihr auf die Füße. Logopädie behandelt nicht nur Sprachstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter.

Wenn du dich anmeldest frage auch nach, ob die Erfahrungen mit Babies haben oder ob sich jemand darauf spezialisiert hat. In einer Großstadt wirst du mehr Glück haben jemanden zu finden, wenn du eher in der ländlichen Gegend wohnst musst du schauen.

Ich wünsche euch alles Gute.

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Ich schätze auch, dass das daran liegt, dass der Würgereflex bei der Großen einfach noch zu weit vorne auf der Zunge liegt. Der wandert mit der Zeit immer weiter nach hinten.
Also mach dir keine Sorgen. Du kannst das ja logopädisch abklären lassen mit ner Überweisung vom Kinderarzt. Wenn die eine behandlungsbedürftige Schluckstörung feststellen, kann eine Therapie helfen. Ansonsten braucht sie einfach etwas mehr Zeit.
Und solange sie begeistert isst trotz würgen würde ich nix anders machen.

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Meine Zwillinge kamen bei 34+1.. mein Sohn hat bei brei immer gewürgt und ich habe es dann gelassen. Mit 8 Monaten wollte er plötzlich keine Milch mehr.. keinen Zahn.. aber komplett familienessen gegessen. Hab dann natürlich Gewürze reduziert.. aber bei Nudeln etc nie gewürgt. Soßen gingen auch. Sobald es "cremig mit stücken" war wurde gewürgt.. er mag es einfach nicht. Zb fertigjoghurt mit stückchen bis heute nicht. Wenn es Natur joghurt mit selbstgeschnittenen Obst ist, isst er es problemlos.

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Vielleicht gibst du ihr mal was in die Hand und lässt die selbst essen?
Manche Kinder kommen mit der Konsistenz vom bei einfach nicht gut klar