Kann man sich vorbereiten?

Hallo zusammen, ich würde mich gerne kurz vorstellen und hoffe auf ein paar Infos bzw. Erfahrungen. Nach zwei frühen FGs mit meinen Ex Partner und einer vier jährigen Kinderwunschzeit mit meinem jetzigen Mann (7 IUIs & Icsis ) hat der fünfte Transfer endlich geklappt. Die ersten 20 Wochen war ich die glücklichste Frau unter der Sonne, keine Schmerzen, keine Übelkeit, keine Fressatacken, es war alles wunderbar.
Dann kam die Feindiagnostik, noch immer alles gut, der kleine Mann etwas dicker. Dann sagte sie, dass der Gebärmutterhals bei 1,5cm wäre. Sie sagte, sei alles nicht schlimm und nach dem Einsetzen eines Pessar und drei Tage liegen ist alles wieder gut.
Leider nein! Ich liege jetzt seit 4,5 Wochen im KH stramm im Bett (ich darf auf die Toilette 🙏) Muttermund zwei cm offen und Fruchtblase prolabiert. Also ein absoluter Ritt auf dem Vulkan. Heute bin ich 24+4 und habe 23+4 die Lungenreife erhalten. Ich befinde mich in einem Level 1 Haus. Erste Gespräche mit dem Kinderarzt sind gelaufen. Seit gestern die Gewissheit, dass ich einen SS Diabetes habe. Mit Dauer Tokolyse, keiner Bewegung und KH Essen auch nicht wirklich verwunderlich. Dementsprechend hat der kleine Mann aber schon "stolze" 800g zu bieten.

Mich würde interessieren, ob ich mich irgendwie vorbereiten kann. Ich muss zugeben, dass die ersten 2,5 Wochen liegen sehr dunkel waren für mich. Im Kopf habe ich mich mit einer Stillen Geburt arrangiert. Mittlerweile bin ich positiver, weil der kleine Mann so wunderbar strampelt und wir ein Abkommen geschlossen haben, dass ab der Lungenreife gekämpft werden muss💪
Ich habe hier schon einige Beiträge gelesen, dass man mit den Frühchen auf der Intensivstation drei Schritte vorwärts und zwei wieder zurück macht. Also wird es eine Achterbahnfahrt...
Gibt es etwas, was ich beachten sollte, einfordern sollte etc. ?
Ich habe mich natürlich schon im Internet belesen, aber was soll ich mit Statistik. Jeder kleiner Kämpfer ist ja individuell.
Würde mich über Antworten sehr freuen.
Vielen Dank 🧚

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Hallo mir geht es gleich wie dir zumindest fast.

Ich liege seit 23+5 in der Klinik heute bin ich 30+2.
Die ersten 2 Wochen waren bei mir auch sehr sehr schlimm habe ich ja noch 3 weitere Kinder Zuhause aber mir hat eben die Beschäftigung mit dem Thema sehr gut geholfen. Und was sind schon 10 Wochen Klinik gegen ein ganzes Leben mit einem Kind. Und das sag ich mir als Mantra immer wider vor an schlechten Tagen oder wenn mal wider die Untersuchung schlechter ausfällt.

Ich habe Bücher gelesen über Frühchen habe Klamotten bestellt und mir die Neointensiv angeschaut genauso habe ich mich mit möglichen Behinderungen auseinandergesetzt.

Das wichtigste für mich war das ich erkannt habe das Unwissenheit Angst macht. Da man ja sowieso nichts an der Situation ändern kann habe ich sie einfach so angenommen und mich einfach darauf vorbereitet.

Ich wünsche dir noch viel Glück und halte dir die Daumen damit du noch lange durchhälst.

Lg Ines

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Liebe Avanus, auch wenn es sich blöd anhört, wünsche ich dir, dass du erstmal noch einige Wochen stramm im Bett liegen musst und sich dein Baby noch Zeit lässt.

Normalerweise hätte ich dir empfohlen, dir die Kinderintensiv mal anzuschauen und dir den Aufbau eines Intensivplatzes für Frühchen mit dem Inkubator und allen Geräten ausführlich erklären zu lassen. Doch mit deiner Diagnose würde ich lieber liegen bleiben und mir vielleicht ne Doku über Frühchen anschauen. Ist vielleicht nicht leicht sich das anzuschauen, aber wenn man ungefähr weiß was einen erwartet, kann man sich direkt besser auf sein Kind konzentrieren.

Womit du rechnen solltest:
Dein Kind wird wahrscheinlich in den Inkubator kommen und vor der 32. Woche eventuell beatmet werden müssen oder zumindest eine Atemhilfe benötigen.

Zudem wird in der Regel ein Zugang für Medikamente und die "Nahrung" gelegt. Da die Kinder erst langsam über eine Magensonde an die Milch gewöhnt werden, bekommen sie alle wichtigen Stoffe über einen Tropf.

Bis zur Entlassung sind die Kinder in der Regel auch alle Monitorüberwacht, allein das sind schon 4 Kabel die die Herzfrequenz, die Sauerstoffsättigung, die Atemfrequenz und die Temperatur messen.

Fast alle Extremfrühchen haben immer wieder Atemausetzer und gehen dann mit der Herzfrequenz runter und müssen dann ggf. angestuppst werden.

All das ist normal und sieht trotzdem am Anfang heftig aus. Doch sobald du das ausblenden kannst kannst du auch auf der Intensiv eine schöne Zeit mit deinem Kind verbringen.
Allein das Känguruhen meist frühestens ab Tag 3 erlaubt gibt den Kindern, aber auch der Mama so viel. Du kannst dich auf der Neo komplett auf dein Kind konzentrieren ohne vom Alltag abgelenkt zu werden.

Was ich einfordern würde, nichts soll beschönigt werden. Ich wollte immer wissen was genau passiert ist, habe auch oft die täglichen Aufzeichnungen gelesen und so lange die Ärzte gelöchert bis ich alles verstanden hatte.

Ich wünsche euch viel Kraft für die Zeit die vor euch liegt und das am Ende alles gut ausgeht.

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Hallo,
Also abgesehen vom Diabetes hatte ich eine ganz ähnliche Geschichte wie du.

In der Kurzfassung: Verkürzter Gebärmutterhals, dann Pessar, damit aber keine Verbesserung, sondern Fruchtblasenprolaps. Ich bekam in der 21. Woche eine Notfallcerclage. Wäre das bei dir auch eine Option?

Mit viel Schonung hab ich es bis 31+5 geschafft.

Was mit einem Frühchen in etwa auf dich zukommt, konntest du ja oben schon lesen.

Was du als Vorbereitung machen kannst? Informiere dich so gut es geht. Durchstöbere Foren, Dokus usw. Hier bei Urbia gab es auch mal eine ganz schöne Frühchen-Bilderstrecke, vielleicht findest du die noch.

Das eigene Baby verschlaucht und verkabelt im Inkubator zu sehen ist schwer genug, aber wenn man sich vorher drauf einstellen kann, trifft es einen nicht ganz so hart.

Alles Gute!

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Hallo,

erst mal Glückwunsch zu Deinem Bauchkämpfer und dass ihr schon soweit gekommen seid!

Kann man sich vorbereiten ... hm, viele gute Bücher zum Lesen kaufen, die nix mit Frühchen zu tun haben ... allerdings muss man sie alle nochmal lesen wenn der ganze Spuk rum ist weil man nix davon behalten hat was man gelesen hat, aber es lenkte ab :-)

Ein soziales Netzwerk aufbauen und mit Freunden reden wie man mit der Situation umgehen will wenn sie eintrifft. Für mich war das Schwierigste dass bis auf wenige echte Freunde sich alle von uns abgewendet haben. Keiner bei uns anrufen wollte aus Angst die schlechte Nachricht wäre da und sie müssten damit jetzt umgehen. Ich fand es ganz toll dass meine Stallfreundin 3 Tage nach Entbindung kam, mich auf die Sonnenterrasse schleppte und mir bei Kaffee und Kuchen den neuesten Stallklatsch erzählte. Für mich war das der Punkt an dem ich aus dem Tunnel kam in den ich mit der Geburt irgendwie reingerutscht bin.

Wichtig ist denke ich auch sich darauf einzustellen dass Menschen Dinge sagen die einem nicht gefallen. Selbst ich die ja selber in der Situation war falle manchmal mächtig auf die Nase weil die Frühchenmama mit der ich gerade schreibe oder rede das was ich sage absolut nicht hören wollte. Mir ging es so, denn die Achterbahnfahrt die Du erwartest legt sich auch auf Deine Gefühlswelt. Das was dich heute aufbaut kann dich morgen runterziehen. Keiner weiß welche Nachricht du erhalten wenn du das erste mal am Morgen Dein Kind siehst und so ist alles was man als Außenstehender sagt wie ein 50:50 Joker bei Wer wird Millionär. Lachst du oder heulst du? Kann keiner wissen. Ermuntere Freunde da drüber zu stehen, denn klar kann man was falsches sagen, aber wie beim Helfen ist die Regel wer nix sagt hat schon was falsch gemacht. Das sollte man auch als Frühchenmutter verinnerlichen. Mein bester Freund war mir ne tolle Stütze, hat aber ab und zu auch "gerade das Falsche" gesagt, aber es war mir nach dem ersten Heulkrampf dann doch wichtig DASS er es wenigstens versucht hat, dass er für mich da war, auch wenn ich den Spruch in der vergangenen halben Stunde eben für unpassend gefunden hatte und er heute morgen besser gepasst hätte ;-)

Tu was für Dich, ich bin zb die Wege in die Klinik meist mit dem Fahrrad gefahren, war Heimschläfer weil ich so wesentlich besser Energie tanken konnte. Bin noch während er in der Klinik lag wieder bei meinem Mannschaftssport ins Training eingestiegen. Such Dir Deine Kraftquellen und fordere sie ein und kack jeden zusammen der Dir sagen will dass man das als Mutter nicht machen kann. Wir waren sogar ein Wochenende auf Kurztripp bei Verwandten die weiter weg wohnen, Freitag vormittag noch in der Klinik, Mittags losgefahren, am nächsten Mittag zurück und Abends nochmal für ne Stunde in die Klinik. Das Kind ist gut versorgt und wir brauchten nach 3 Monaten teilweise Todesangst ums Kind auch einfach mal Luft. Wenn du aber das Gefühl hast dass DIR Rooming in gut täte tue es. Auch jede Frühcheneltern sind verschieden.

Wichtig ist vielleicht auch dass ihr Euch mit dem Thema Frühchenväter beschäftigt. Mein Mann ist eh Vollblutpapa und wir mussten uns streiten wer wie oft känguruhen darf, ich gewann dann mit dem Mama Joker dass ich 4 mal die Woche durfte und er nur 3 mal :-) (er durfte auf Intensiv nur einmal am Tag "raus" sonst hielten wir den Rest des Tages nur Händchen). Es ist wichtig dass die Väter so gut es geht in Kontakt bleiben mit dem Kind und mit den Ärzten, gibt da nen tollen Artikel im Spiegel glaube ich. Sie kann das sonst mehr mitnehmen als die Mütter die ja was tun können, am Ball sind, Väter sind oft machtlos wenn man sie nicht einbindet.

Und kommuniziere mit den Ärzten wie du dir die Zusammenarbeit vorstellst. Willst du lieber keine Details, sag es, willst du alles erklärt bekommen weil du dich dann sicherer fühlst, sag es. Sie haben Erfahrung aber hellsehen können sie nicht.

Und last but not least: Wir hatten einen sogenannten Minicube MP3 Player auf den ich sanfte Musilk aufgespielt und Geschichten vorgelesen hatte. Wenn wir nicht da sein konnten (es sind ja Mehrbettzimmer, und wenn ein Eingriff bei einem anderen Kind gemacht werden muss dürfen die anderen Eltern manchmal unter Umständen nen ganzen Tag nicht zu ihrem Kind) oder du bist mal krank oder so oder auch nachts wenn du eben schläfst, dann spielten die Schwestern ihm das Aufgenommene vor. Es kam bei allen gut an, die Nachtschwestern baten nur hin und wieder mal um ne andere Geschichte weil sie "Pumuckl als Seefahrer" jetzt schon auswändig kannten :-) Der Player war ganz leise im Incubator aber wenn mal ne ruhige Nacht war saßen sie anscheinend davor und hörten mit :-) Einmal rannte mir sogar der Chefarzt auf dem Flur hinterher "Ach Frau X, ganz wichtig, der Akku von seinem Player ist leer!" Ich hatte den Schock meines Lebens weil ich dachte "Scheiße, Chefarzt rennt mir hinterher, muss etwas furchtbares heute Nacht passiert sein :-)"

Jetzt wurde es ein ganzer Roman :-) Ach was ich vergaß, unser Lütt kam bei 24+2, bei uns war die Feindianostik noch super und 2 Wochen später purzelte er raus, es half nix. Er war mit 740 Gramm schon das "Obermöpschen" der Station, da ist Eurer mit 800 ja wirklich auch gut in Form. Die Schwangerschaftsdiabetes kann jetzt sogar ein Segen sein denn wenn sie zu früh kommen schadet es gar nicht wenn sie ein paar Gramm mehr Reserve haben! Was jetzt nicht heißt dass du dich nicht halten sollst, aber macht Dir deswegen keine Sorgen.
Lütte wird jetzt eingeschult, wir haben die letzten 4 Jahre zwar permanent Förderung gehabt, waren immer wieder im SPZ für das "Förder-Tuning", aber er besuchte einen normalen Kindergarten und wird jetzt zwar verspätet aber normal eingeschult. Viele Baustellen haben sich erledigt, die meisten einfach durch 1, max 2 Therapietermine die Woche bei Logo und Ergo (meist abwechselnd) und der Rest durch "die richtigem Spiele spielen" und auch einfach von selbst mit der Zeit. Er ist für seine Woche sehr gut entwickelt aber trotzdem in einigen Bereichen halt doch noch ein tyisches Frühchen. Rappeldürr und klein, Hummeln UND Wespen im Hintern, Probleme mit der Aufmerksamkeit und einigen anderen Dingen, aber nix was jetzt wirklich große Probleme macht, eher "Macken" die ihn umso liebenswerter machen. Ein Unikum halt :-) Aber die Hauptsache ist er ist ein lustiger, fröhlicher, quirliger und durch und durch lebensbejahendes Kind. Und jetzt altersbedingt furchtbar altklug wie Schulanfänger ja so sind und freut sich jetzt so richtig auf die Einschulung :-)


Alles Gute Euch!

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Sehr schön geschrieben #herzlich
Die Schwestern auf der Neo baten meine Tochter auch mal inständig um neue CDs für Leonie, da sie die Geschichten und Musik schon als Ohrwürmer im Kopf hatten.
Da saß ich dann mal zwei Nächte am PC und hab runtergeladen und CDs gebrannt am laufenden Meter. (Vor 14 Jahren war die Technik noch etwas anders 😉) Unsere Minimaus hatte einen kleinen CD-Player neben dem Inkubator stehen.
LG Moni

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So wundervoll geschrieben. Ich hoffe es gibt vielen Frühcheneltern Kraft!

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Hey, ich kann mich an deine Geschichte aus dem FG-Forum erinnern.
Ich finde es toll dass ihr es bis hierhin geschafft habt! Es ist sicher sehr nervenaufreibend, aber er hat jetzt schon gute Überlebenschancen und mit jedem Tag steigen sie mehr!
Leider kannst du nicht viel mehr tun, als an deinen kleinen Kämpfer zu glauben.
Heutzutage kann die Medizin auch bei Extremfrühchen schon so viel tun! Ich wünsche euch ganz viel Kraft!

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Vielen lieben Dank für die tollen und ausführlichen Zeilen 😊 ich konnte eine Menge für mich/uns mitnehmen.
Morgen beginnt 25+0🥳, allerdings passiert unten irgendwas, vielleicht spüre ich das Pessar auch. Es ist halt komisch.
Eine Cerlage traut sich keiner mehr zu machen. Ich habe auch zwei unabhängige Meinungen, was mich beruhigt.
Unterm Strich hoffe ich natürlich noch Wochen hier liegen zu dürfen, so hart wie das für den Kopf auch ist, aber irgendwie vergeht die Zeit ja dann doch! Und ich weiß ja auch wofür ich es tue. Die Intensiv hat sich mein Mann angeschaut. Mir wurden Bilder gezeigt. Vor vier Jahren habe ich meine Nichte dort besucht, das waren allerdings 1500g und bereits da habe ich mich unglaublich erschrocken!
Aber es hilft ja nichts, der Anblick wird sicher hart, aber ich werde mich daran gewöhnen müssen. Eine Alternative gibt es ja nicht. Mein Mann ist schon einmal eine unglaubliche Stütze und war sehr angetan von der Station. Er hat nur Männer gesehen, die ihre Stöpsels auf der Brust hatten. Das alles hat uns schon jetzt unglaublich zusammen geschweißt.
Ich bin froh, dass es ein solches Forum gibt und werde sicher noch einige Fragen stellen.
Nochmals Danke 🧚

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Hallo,
der Pessar ist eine Art Frühindikator. Sollte dieser richtig schmerzen, dann tut sich wirklich was. Aber nur "merken" ist normal, da die Kräfte umgleitet werden. Aber immer dem Personal bescheid geben!

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Hatte vorgestern richtig viel Flüssigkeit im Schlüppi, Verdacht auf Blasensprung hat sich zum Glück nicht bestätigt. Danach war das Gefühl auch deutlich besser. Ich vermute, dass sich Sekret an dem Pessar bildet. Immerhin ist es ja ein Fremdkörper und will abgestoßen werden. Da ich ja nur liege, läuft es ja nicht kontinuierlich ein wenig raus, sondern schwallartig, wenn ich eine Bestimmte Bewegung mache 🤔

So erkläre ich mir das 🤷🏼‍♀️
Danke für deine Antwort, heute ist schon25+3 1/2
🥳

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Hallo, ich möchte dir etwas Mut machen und dir meine geschichte erzählen. Ich lag ab der 25 SSW mit einem Nierenstau 5 Grades und vorzeitige Wehen im Krankenhaus. Gmh bei 2,1 cm deshalb noch keinen Lungenreife. Entlassen wurde ich in der 28 SSW. In der 31 ssw bin ich mit Geburtswehen ins Klinikum. Dort war der gmh verstrichen und der mumu 3 cm offen. Ich hatte alle 3-5 min wehen mit Wehen Hemmer ohne Ende wurde die Geburt aufgehalten Grund war scheinbar ein harnwegsinfekt. Ab da an dürfte ich nur noch zum pinkeln aufstehen. Am 22.12 bin ich mit viel betteln und flehen entlassen wurden. Da am 29.12 die 34 ssw erreicht wurde. Ab da an hatte ich alle 10 min wehen Tag und Nacht. Es war unglaublich anstrengend und schmerzhaft und emotional eine schreckliche Zeit mitten in dem Corona Wahnsinn so lange im Krankenhaus meine große Tochter habe ich ewig nicht gesehen. Aber wir haben es wirklich in die 40 SSW geschafft. Niemand wirklich kein Arzt und keine Hebamme hätte gedacht das wir das schaffen das Ziel war nur die 34 SSW und da hieß es schon das wir das nicht schaffen. Gutes durchhalten 🌺 ihr schafft das.
Ich wünsche dir alles gute

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Hallo,
ich hoffe das kommt jetzt nicht falsch rüber, aber wir drücken dir die Daumen, dass do noch bewegungsarm 5-6 Wochen in deinem KH Bett liegst. Warum: ab 28+x und Lungenreife ist alles nur noch halb so schlimm und ab 30+x wirst du jeden morgen mit einem Lachen aufwachen.
Wir haben zwar nie in dieser Situationen aber kennen durch unsere Neo_Aufenthalte genug Etern, die das was du beschreibst durchgemacht haben. Davon genug, die mittels Adalat und Bettruhe die 28 geschafft haben. Ebenso genug Kinder, die aber 23+x geboren wurden und bis auf ein halbes Jahr Rückstand (und ganz ehrlich, wen juckt das mit 60) nichts negatives mitgenommen haben.

Zur Frage, wie kannst du dich vorbereiten: in diesem Moment leider gar nicht mehr. Das ist aber auch nicht schlimm, denn du bist in der Level 1 Klinik und du hälst strickte Bettruhe. Dazu noch lieb das Bäuchlein streicheln und auf deine innere Stimme hören und wenn dir was spanisch vorkommt unbedingt das KH-Personal darüber informieren.
Für die Zeit auf der Neo: das kommt auf dein KH aus und was man dir bietet. Ich finde es wichtig bei Frühchen einmal am Tag sich die BGA Werte geben zu lassen und besonders den Bili zu kontrollieren. Ebenso finde ich es wichtig, möglichst viel Zeit (auch wenn es manchmal sehr schmerzt) bei dem Wunder zu verbringen. Ist ist ein Kampf der Familie um die Familie. Ich würde auch darauf bestehen, dass jeder in meiner Umgebung gegen Covid geimpft ist, ebenso im Herbst gegen Grippe. Auch würde ich darauf bestehen, dass das Kind nach der Geburt Synagis bekommt (verdammt teuer, nur auf ANtrag durch den Kinderarzt).

Wir drücken die Daumen, feiert jede Woche und kauft bei 28+0 eine Flasche Champagner, die ihr am 18. Geburtstag eures Wunders zusammen köpft!

Viel Kraft

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Hallo,
Ich habe deine Beiträge verfolgt und bin sehr froh dass ihr es soweit geschafft habt.
Ich habe ein Frühchen aus der 27. Woche also 2 Wochen weiter wie du jetzt bist. Der junge Mann kam mit 990g und 35,5 cm auf die Welt.
Dank der lungenreife brauchte er nur 12 Stunden Beatmung und konnte danach mit Unterstützung selbst atmen. Im Laufe der Monate, besonders der Zeit im Brutkasten war es wirklich immer ein auf und ab und es war sehr kräftezehrend. Allerdings verlief es bei uns recht unkompliziert, bis auf eine Bluttransfusionen und einem Leistenbruch, gab es keine großen Komplikationen.
Heute ist der „kleine“ 16 Jahre alt und ein völlig normaler Teenager, er hat durch seine Frühgeburt keinerlei Spätfolgen, ist ca 185 groß und braucht nicht mal eine Brille.
Ich wünsche dir, sollte es ein frühes frühchen werden, dass es bei dir genau so toll läuft wie bei uns.
Ich bewundere dich für deine Kraft, das durchzuhalten und wünsche dir dass du es noch viele Wochen schaffst!
Alles gute 🍀

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Danke für deine aufbauende Geschichte. Ja, ich liege immer noch und wir sind bei 25+3 1/2 😇
Morgen geht es wieder zur Messung und ich hoffe wir haben dann die 900g geknackt. Ich werde jeden Tag positiver und glaube jetzt auch an eine echte Chance für unseren kleinen Wikinger 💪 der von all dem gar nichts mitbekommt und nur am Strampeln ist.
Keine Ahnung wo die fünf Wochen liegen geblieben sind, aber wenn ich das geschafft habe, schaffe ich das auch nochmal 😇

Ihr seid alle großartig hier!!!

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Heute 27+0🧚🥳🧚🥳
Letzte Messung war Freitag mit 1040g.
Wie was aussieht, wie weit die Fruchtblase prolabiert ist guckt sich seit Wochen keiner mehr an. Wegen des Pessars habe ich so krassen Ausfluss, dass ich immer wieder denke die Blase ist gesprungen.
Ich kämpfe weiter 💪😊