Kinder die ab der 30. Schwangerschaftswoche geboren sind

Hallo zusammen ich habe eine Frage an euch und zwar wie war es als eure Kinder früher geboren wurden? wie lange mussten sie im Krankenhaus bleiben? Durftet ihr auch im Krankenhaus bleiben oder durftet ihr nach Hause? durftet ihr stillen trotz frühchen? Lg

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Hallo.
Ich hab einen jungen in der 34+1 ssw bekommen.
Ich war noch 5Tage danach im kh, bin dann ins Elternhaus nebenan gezogen, hätte auch nach hausegekonnt.wäre mir aber zu viel Fahrerei gewesen. Mein Kind war10 tage im KH. Gestillt hab ich auch. Wobei ich mehr gepumpt als gestillt hab am Anfang. Er bekam die Nahrung per magensonde. Das hat sich Zuhause aber schnell zum vollstillen gewandelt.
Liebe Grüße

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Meine Nichte kam bei 30+0. Sie war 8 Wochen im Krankenhaus. Die Mama nur 3 Tage. Danach viel Fahrerei. Eine Unterbringung für die Mutter war nicht vorgesehen, grosse Uniklinik, allerdings schon über 6 Jahre her.

Stillen wurde versucht als das Baby irgendwann fit genug war. Glaube nach ca 4 Wochen. Allerdings hat es nicht geklappt. Die Mama hat wenigstens von Anfang an erfolgreich und viel abgepumpt.

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Meine Tochter kam 12/2020 bei 29+1, also 30. Woche. Grund war eine Gebärmutterhalsschwäche und dann vorzeitiger Blasensprung. Sie lag 8 Wochen im Kkh, einer grossen Uniklinik in Nordhessen. Allerdings hat sie sich laut Aussage aller Ärzte auch außergewöhnlich gut und ohne Komplikationen entwickelt. Sie hatte nie einen Infekt etc.

Aufnahme von mir war nicht vorgesehen. Ich durfte rund um die Uhr zu Besuch sein, und hätte theoretisch die Möglichkeit gehabt im “Elternhaus” der Klinik zu wohnen. Darauf haben wir wegen der anderen 3 Kinder daheim verzichtet. Bin täglich gefahren.

Ich habe von Anfang an abgepumpt und sie hat die ersten 4 Monate nur Muttermilch bekommen. Stillen hat nicht geklappt. Anfangs war sie zu schwach (wir haben regelmäßig Versuche unternommen), und irgendwann ist sie nicht mehr an die Brust gegangen weil sie die Flasche gewohnt war. Ich denke wenn ich mehr Zeit gehabt hätte und nicht drei weitere kleine Kinder hätten wir das vielleicht anders hinbekommen.

Mein jüngster Sohn kam 2018 bei 34+3 nach vorzeitigem Blasensprung. Er lag wegen einem Neugeborenen Infekt und notwendiger Antibiotika eine gute Woche in der Kinderklinik. Am Anfang lag er auch im Wärmebett.

Ich war mit aufgenommen.

Ihn habe ich gestillt, allerdings hatte er auf Grund einer Saugschwäche zu wenig Kraft und wäre buchstäblich am gedeckten Tisch verhungert. Am Ende musste ich abpumpen und mit der Flasche zufüttern (ich kam auf ca. 1,5 l abgepumpte Milch am Tag, Am Angebot lag es also nicht).

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Unsere Tochter ist bei 33+5 nach vorzeitigem Blasensprung an 33+4 geboren worden. Hatte den Tag noch die Lungenreife bekommen, sie wollten auch unbedingt, das wir es noch einen Tag länger schaffen. Aber trotz wehenhemmer bekam ich recht heftige Wehen und dann ging es irgendwann ruckzuck in den OP.
Sie hat von Anfang an eigenständig geatmet. Aber die üblichen Probleme. Blutzucker und Blutdruck etwas ausgeufert. Gelbsucht. Und Trinkunlust. Sie lag 2 Tage auf intensiv und dann noch 14 Tage auf der Frühchenstation. Stillen haben wir probiert, aber da war sie noch zu schwach. Und jetzt hab ich durchs pumpen ziemlich wunde Brustwarzen.
Seit 3 Tagen ist sie zuhause und ein kleiner Sonnenschein.

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Hi! Meine Tochter ist Mitte April bei 33+1 geholt worden. Ich war bereits ab 28+0 wegen Plazentainsuffizienz für 2 Wochen im Krankenhaus. Dort habe ich die Lungenreife bekommen.

Sie musste dann bei 33+1 aufgrund eines schlechten CTG's geholt werden.

Sie lag 9 Tage auf der Intensiv. Hatte einen Tag einen Tubus und danach 3 Tage CPAP. Hat aufgrund einer Infektion Antibiotika und einen zvk bekommen und musste 24 Stunden wegen einer Gelbsucht unter die Lampe. Ich habe sie ab Tag 5 bei jeder zweiten Versorgung einmal angelegt und dann über die Magensonde sondiert.

Am 10. Tag wurde sie auf die Frühchenstation verlegt wo sie nur noch lernen musste zu trinken und die Temperatur zu halten.

Ich habe sie bei jeder Versorgung angelegt und dann mit abgepumpter Muttermilch sondiert. Die Flasche hat sie fast nie bekommen (nur wenn der Papa mal da war).

Und es hat sich ausgezahlt, dass ich es so gemacht habe. Ich stille sie nun voll. Am Anfang haben die kleinen halt Probleme beim Trinken, aber wenn man dran bleibt werden sie von mal zu mal fitter und trinken mehr.

Andere auf der Station sind den Weg der Flasche gegangen, aber zu Hause hat es mit dem Stillen dann auch nicht mehr geklappt.

Wir waren in Summe fast 4 Wochen im Krankenhaus.

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Liebe Jaamin, bei Kindern die ab der 30. SSW geboren werden, sind die Ärzte meist schon recht entspannt. Trotz allem gibt es noch einige wichtige Etappenziele wie z.B. die 32+0 und die 34+0. Ab 34+0 gelten die Babys schon als organisch ausgereift, so dass dann auch keine Geburt mehr aufgehalten und auch keine Lungenreife mehr gegeben wird. Auch das Erreichen eines Geburtsgewichts von 1500 g plus x hilft den Frühchen.

Grundsätzlich müssen fast alle Frühchen auch nach der 30. SSW intensivmedizinisch betreut werden.

Sobald die Kinder folgendes können, steht einer Entlassung meist nichts mehr im Wege:

- selbstständig atmen ohne Abfälle
- selbstständig trinken (Minimum Fläschchen)
In den meisten KH wird das Stillen auch gefördert, doch es ist sehr sehr anstrengend für die Kleinen. Das Fläschchen ist leichter. Daher braucht man meist viel Geduld bis es mit dem Stillen klappt.
- selbstständig Temperatur halten

Manche Babys schaffen einiges davon schon sofort, manche brauchen für alles noch etwas Zeit.

Meine Jüngste kam z.B. an 34+3 und hatte ab dem 3. Tag nur noch Probleme mit dem Trinken. Nach 10 Tagen war auch das überwunden und es ging Heim. Stillen hat bei uns nicht geklappt, ich habe zunächst abgepumpt und nachdem nicht mehr genug Milch kam Pre-Nahrung gegeben.

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Meine Maus kam bei 33+6.
Entlassen wurden wir nach 2,5 Wochen mit 1700g, als sie die Temperatur halten konnte, alle Mahlzeiten getrunken hat (keine Sonde mehr brauchte) und die Werte in Ordnung waren. Wahrscheinlich hätten wir länger bleiben müssen bis sie ein bestimmtes Gewicht erreicht hat - aber die Station war überfüllt, sie stabil und wir sicher im Umgang mit ihr.

Ich habe mich nach 10 Tagen entlassen, da mir das KH psychisch sehr zu schaffen gemacht hat (Geschwisterkind zu Hause, kein Besuch erlaubt,zu viele überschneidende Termine, das ständige Blutdruck messen usw.) Bin dann täglich gependelt. Hätte aber auch als Begleitperson auf der Station oder im Elternhaus bleiben können.

Wenn ich da war, habe ich gestillt (ca. 2 von 5 Versorgungen). Ansonstem abgepumpt und täglich die Milch vorbei gebracht. Die Station hat viel Wert auf Muttermilch gelegt, aber einen auch nie unter Druck gesetzt. Naja, das macht man selber genug 😅

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Mein Sohn wurde 35+1 geholt.
Blieb 6 Wochen lang (3 davon auf intensiv) in der Klinik.
Ich würde nach 5 Tagen entlassen.
Hätte im Ronald McDonald Haus unter kommen können. Später hätte ich ein paar Tage in ein rooming in Zimmer gekonnt.
Stillen ging zu Anfang nicht, da das Kind zu schwach war. Habe von Anfang an gepumpt und nach ca 2 Wochen haben wir das anlegen geübt.
Als der lütte nach den 6 Wochen entlassen wurde konnte ich schon voll stillen.

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Darf ich fragen wieso dein Baby „so lang“ im Krankenhaus bleiben musste?
Ich fiebere momentan auf 34+0 hin, weil die Ärzte schon gesagt haben, dass ab da alles „leichter“ ist.

Danke!!

Viele Grüße,
Sonnenblume2112

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Er hatte viele Anpassungsstörungen. Kam blitzeblau auf Die Welt. Wurde beatmet, bekam Infusionen und ne magensonde.
Er hatte auch Probleme mit dem Herzen.
Erst war seinnherz viel zu schnell, dann teils zu langsam. Er durfte dann halt erst entlassen werden wenn es keine Alarme mehr gab.

Ich hatte allerdings auch eine schwere präeklampsie (und Insulinpflichtigen gestationsdiabetes)

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Hallo, ich habe meinen Sohn bei 30+2 aufgrund einer Plazentaablösung per Not ks entbunden. Er km 4 Tage vor ET nach Hause.
Nach der Geburt wurde er kurz intubiert, es war alles eine sehr schwere Zeit für uns. Da es uns komplett unvorbereitet getroffen hat , hatten wir keine Lungenreife bekommen. Er wurde auf 1600g geschätzt, hatte aber letztlich nur 1370g.

Er kam nach 8 Wochen dann mit Monitor nach Hause.

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Achso ich bin nicht mit im KH geblieben, da ich noch weitere Kinder habe und es sich nicht einrichten lies. Ich hatte allerdings Muttermilch ohne Ende und hab die immer abgepumpt und war jeden Tag mehrere Stunden im KH. Den Fahrtweg hat die Kasse bezahlt, ich musste in einer Klinik mit Level 1 Perinatalzentrum entbinden (GANZ WICHTIG!) und da hatten wir ein Stück zu fahren.

Alles Gute für euch und ich hoffe dein Baby kommt nicht so früh auf die Welt