Musste von euch jemand das Medikament Tacrolimus bzw. Prograf nehmen?

Hallo zusammen,

nach unserer 3. negativen Kryo hatten wir eine immunologische Untersuchung machen lassen. Bei mir passen die Zytokinwerte nicht, welche als Botenstoffe der weißen Blutkörperchen zuständig sind (so in etwa wurde es mir erklärt). Diese sind wichtig u.a. für die Einnistung.

Das Medikament ist eigentlich gedacht gegen Abstoßungsreaktionen des Körpers bei Transplantationen. Anscheinend soll es bei mir den Embryo nicht abstoßen.

Meine Frage, hatte das Medikament schon mal jemand von euch? Wenn ja, wie waren/sind eure Erfahrungen?

1

Hi, im Rahmen von Kinderwunschbehandlungen habe ich noch nie davon gehört. Aber es gehört ebenso wie Cortison zu den Immunsuppressiva, und das kommt ja relativ häufig zum Einsatz.

Ich denke an deiner Stelle würde ich vom Arzt eine genauere Erläuterung der Vor- und Nachteile einfordern. Bei einem Blick in die Beipackzettel kommt mir das Cortison vergleichsweise harmlos vor, aber ich habe absolut keine medizinische Fachkenntnis und weiß auch nicht, wie sich das Risiko bei geringen Dosen tatsächlich verhält bzw, wie genau dieses Prograf bei dir wirken soll und ob Cortison überhaupt eine Alternative wäre.

2

Hallo danisahne,
Kurz zu mir: Bin 38 (PCO, keine Eisprunge mehr, Eizellreifungsstörung, Gelbkörperschwäche, KIR AA, NK im Blut sing nicht erhöht, Schilddrüde in Ordnung, keine Gerinnungsstörung, leider einige Werte erhöht), habe einen 10. Jährigen Sohn (spontane Schwangerschaft), T4/T8 Index leicht erhöht.

Ich hab mittlerweile auch schon 5 Embryonenspenden in Tschechien hinter mir. Bis jetzt kein Erfolg.

Folgender Gedanke lässt mir keine Ruhe - Kortison.

Hilft es mir oder ist er bei mir kontraproduktiv .
Wie gesagt, nach 2.EMS (Embryonenspende) bei Gennet wurde ich schwanger bis 5 SSW. , da habe ich ab 1.ZT 5mg Prednisolon, ab 13.ZT 40mg . Leider 2-0-2 Utrogest war anscheinend für Kryoversuch viel zu wenig für mich, eine schöne Fruchthöhle war sogar zusehen, dann bekam ich plötzlich 1 woche nach dem positiven SST die Stürtblutungen…

Bei diesem kurzen erfolgreichen Versuch (Kryo) hatte ich folgende Medis: 1-1-1 Estrofem 2mg; Clexane 40mg, Prednisolon, ASS100, Utrogest 2-0-2, Duphaston 10mg 0-2-0.Omega3 hochdosiert

Ich bekomme leider Nebenwirkungen von hohen Dosen an Cortison ( Cuching Syndrom, Wassereinlagerungen sowie Schlafstörungen), habe aber wenigstens eine Einnistung gehabt.

Bei den letzten Behandlungen habe ich auf anrate von REPROFIT 5mg, dann ab Punktion der Spenderin 10mg Prednisolon gehabt, keine Einnistung.

Ich habe Fr. R.-F. bezüglich Intralipidinfusionen angesprochen, da ich ein wenig verschobenes T4/T8 Index habe (2,6). Sie schrieb: „das Prednisolon war wohl auch mehr empirisch, man muss das nicht zwingend machen, wenn Sie es nicht vertragen.
Intralipid löst das Problem alleinig leider sicher auch nicht, denn die NK-Zellen sind eigentlich unauffällig. Wenn, gibt es eine Alternative in Richtung Tacrolimus. Zytokinprofil wäre sinnvoll für eine Entscheidung.“

Da habe ich mit meinen Recherchen bzg. Tacrolimus angefangen, wollte zuerst im Forum Userinnen kennen lernen und nachfragen, wem dieses Medikament tatsächlich geholfen hat, bei welchen Baustellen und ob es für mich auch in Frage kommt.

So wie ich es verstanden habe, geht es um TNFa blocker. Wird nach Einnahme dieses Medikamentes mein Immunsystem überhaupt in der Lage ein Embryo zu akzeptieren?

Eine Userin hat mir Tipp gegeben IVIGs auszuprobieren, falls mein Immunsystem inaktiv bei der Einnistung ist! Erstens können wir IVIGs leider nicht bezahlen, zweitens habe ich immer noch nicht kapiert ob mein Immunsystem zu stark oder zu schwach ist ! Wieso kommt es bei mir ab TF+4 zu diesen plötzlichen Schwitzattaken?

Danisahne, hast du Tacrolimus selbst schon ausprobiert? Hat es dir was gebracht?

Über deine Antwort und deine Erfahrungen freue ich mich sehr und wünsche dir alles alles Liebe, melde dich jederzeit.

Liebe Grüße
Natascha