Guten Abend darf ich mich vorstellen

    • (1) 17.02.19 - 20:41

      Hallo liebe MitschreiberInnen

      nach ein paar panischen Fragethreads aus akutem Anlass und ein paar mitlese Tagen möchte ich mich gerne vorstellen als neu hier :)

      Ich heiße Anna, bin 35 und komme aus Nürnberg und mein Mann(43) und ich starten jetzt im Februar unseren ersten ICSI Versuch

      Nach 4 Jahren ohne Verhütung haben wir uns vor zwei Jahren an meinen Frauenarzt gewendet und nach den üblichen Versuchen kam heraus, dass ich zwar trotz 3 Konis ansonsten top fit bin und alles funktioniert, mein Mann aber ein desolates SG hat. Weniger als 3% gute Spermien machen in laut Aussage des Andrologen quasi steril.
      Nach dem wir diese Nachricht verkraftet hatten und uns auch erklären ließen, dass für uns nur die ICSI eine echte Hilfe wäre, haben wir erstmal in Ruhe geheiratet und mein Mann hat die Krankenkasse gewechselt.

      Jetzt ging es zum 12.02. richtig los mit Ovaleap spritzen, US Kontrolle am 15.02. und seit heute Orgalutran. Nächste Kontrolle dann am Dienstag und ich denke, dann kommen auch die PU Termine und hoffentlich kommt es zum TF.

      ich bin ein durchweg positiver Mensch aber diese Woche hat mich an den Rand der verzweiflung gebracht... zwischen in Tränen ausbrechen aus dem nichts, nicht richtig arbeiten können und der Frage, ob ich das alles durchstehen kann war alles dabei.

      Wir haben im letzten Jahr zwei Nichten bekommen... sowohl seine Schwester als auch mein Bruder haben je ein gesundes Kind aus dem nichts einfach so... und allein die Fragen, wann es jetzt mal bei uns endlich soweit wäre mit gut gemeinten Tipps und Ratschlägen haben uns zusätzlich unter Druck gesetzt.

      Da ich niemandem von unseren Plänen erzählt habe und somit auch mit niemandem in meinem Freundes und Familienkreis reden kann... da noch niemand diesen Weg gehen musste... war ich unendlich dankbar, dass es dieses Forum hier gibt.

      entschuldigt den langen Text...
      LG
      Anna

      • möchtest du deiner Familie nicht Bescheid sagen? Vielleicht geht es dann besser. Ich denke die denken nicht so weit, dass es da Probleme gibt.

        • ich habe mich blöd ausgedrückt... an sich habe ich mit engen Freunden und meinen Eltern drüber geredet, welchen Weg wir gehen müssen. Meine Eltern waren eher entsetzt am Anfang aber sagen, wir müssen das selbst wissen... nicht die reaktion, die wir uns erhofft hatten, aber ich denke, sie werden es mit der Zeit verdauen ;)

          ich habe nur nicht gesagt, dass es jetzt los geht... ich möchte vermeiden, zu vielen Menschen erzählen zu müssen, dass der erste Versuch nicht geklappt hat. :-(

      Hallo Anna,
      Ich hoffe das du bald weiterreisen darfst 😊. Denke positiv, du bist jetzt in einer Behandlung.
      Vielleicht traust du dich ja doch jemanden aus der Familie oder Freunde einzuweihen.
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gut tut jemanden zum Reden zu haben und die Fragereien hören auf. Das fand ich immer sehr belastend.
      Lg frami mit Frieda fest im Herzen ❤️🌟

    Hallo und willkommen im Forum 😊💕
    In welcher Klinik bist du?

Hallo Anna,
erst einmal herzlich willkommen. Ich bin von der Stimulation her etwa so weit wie du. Ich spritze seit Freitag Orgalutran. Das ist die 2. ICSI von meinem Mann und mir. Es liegt leider auch an seinem desolaten SG.
Alle unsere Freunde haben in den 4 Jahren unseres Kinderwunsches mehrere Kinder bekommen, auch meine Cousine und mein Cousin und mein Zwillingsbruder erwartet Mitte März sein erstes Kind.

Ich bin jedes Mal in ein Loch gefallen und brauchte ein paar Tage um die freudigen Neuigkeiten zu verdauen.
Das du ein positiver Mensch bist ist gut und wird dir auf deinem Weg helfen!
Die Behandlung ist aber gerade von der psychischen Seite her so anstrengend und belastend, dass solche negativen Gedanken ganz normal sind. Es ist einfach eine Ausnahmesituation in der wir uns befinden und jeder hat sich sicher schon mal die Frage gestellt, ob er das durchsteht.
Aber glaube mir, man steht es durch und man wächst daran.

Nach der 1. negativen ICSI und den beiden negativen Kryos war ich am Boden und konnte mir nicht vorstellen noch mal einen Fuß in die Kiwu-Klinik zu setzen.
Ein dreiviertel Jahr und eine traumhaften Hochzeitsreise später, hatten wir aber wieder genug Kraft.

Vielleicht magst du ja doch eine enge Freundin einweihen. Bei mir war es sogar eine Arbeitskollegin, daraus ist sogar eine ganz tolle Freundschaft geworden, sie hat letztes Jahr einen Sohn bekommen und hat immer mit uns mit gefiebert und uns Mut gemacht. Ansonsten sind hier im Forum, aber so viele liebe Frauen, die dir immer gerne Mut machen werden und für dich stark sind, wenn du es gerade nicht sein kannst.

Da bei dir alles in Ordnung ist, habt ihr auch gute Chancen, dass es über kurz oder lang auch bei euch klappt und ihr euer Wunder bekommt. Alles Gute für dich🍀💪🏻

  • Liebe Phia

    vielen Dank für deine liebe Nachricht!
    ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es bei euch diesmal klappt!

    Meine beste Freundin weiß bescheid, sie hat sich aber schon vor Jahren fest gegen Kinder entschieden... genau wie zwei gute Freundinnen hier, weil sie mit fast 40 jetzt den richtigen Partner noch nicht gefunden haben... daher ist es etwas schwierig, mit ihnen zu sprechen aus unterschiedlichen Gründen... die einen haben selbst einen unerfüllten Kinderwunsch die andere kann mich zwar unterstützen, es aber doch nicht nachvollziehen... und weiter Frauen in meiner Umgebung werden gefühlt beim ersten Versuch schwanger... versteh mich nicht falsch, ich liebe meine zwei kleinen Nichten und gönne allen ihre Kinder von Herzen und bin froh, dass sie es so "Leicht" hatten... ich muss aber dennoch jeden Tag feststellen, dass auch der Neid zum Menschsein gehört...
    letzte Woche habe ich den Geburtstag meines besten Freundes früher verlassen und Kopfschmerzen erfunden, weil ich das Kindergetue und die schwangeren um mich nicht ertragen konnte. :( und ich fühle mich so mies dabei

    • Das Gefühl kenne gut, bei mir hat der Neid auch immer voll zugeschlagen. Und ich finde es gehört dazu und wir sollten uns weder schämen noch ein schlechtes Gewissen haben müssen.
      Meine Freundin lag mir in den Ohren, als es nach 5 Monaten mit dem zweiten Kind noch nicht geklappt hatte. Da war die letzte negative Kryo gerade mal ein paar Wochen her.
      Ich glaube deine Freundinnen würden ähnlich fühlen, wären sie in deiner Situation.

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