Hysdrosalpinx und IVF

Hallo,

ich habe schon eine Weile hier mitgelesen. Jetzt weiß ich gerade selber nicht weiter und Frage daher euch wie ihr weiter machen würdet.

Wir haben vor 4 Jahren angefangen zu "üben". Ich war mir im ersten Zyklus schon sicher das es geklappt hat, aber habe dann mit 6 Tagen Verspätung meine Periode bekommen. Ab da hab ich angefangen Temperatur zu messen und viel zu viel zu googeln :/.
Innerhalb von einem Jahr habe ich 5 Mal meine Periode erst 20 Tage nach meinem Eisprung bekommen. Getestet habe ich irgendwann nicht mehr, wenn waren sie 2-3 Tage vor der Periode hauchzart positiv.
Meine FÄ hat mich ermutigt es einfach weiter zu versuchen. Irgendwann wirds schon klappen. Irgendwann hat mich mein Hausarzt an eine Abortsprechstunde überwiesen. Die haben dann sofort veranlasst das Hormone, Genetik und Gerinnung abgeklärt wurden. Alles unauffällig. Dort ist dann auch eine Zyste im Ultraschall aufgefallen die weiter beobachtet wurde.
Vor zwei Jahren wurde dann eine Bauchspiegelung veranlasst da die Zyste entfernt werden sollte. Bei der Spiegelung hat man festgestellt das beide Eileiter komplett dicht sind und in einem Eileiter war Flüssigkeit und zwei Zysten (Hydrosalpinx). Diese wurden entfernt. Dann wurde uns gesagt das wir nur mit IVF schwanger werden können.
Wir haben dann letztes Jahr erst einmal geheiratet und wollten dann dieses Jahr loslegen. Nachdem wir nach dem ersten Corona Lockdown endlich starten durften haben wir unsere 1. IVF gestartet - 4 Wochen später hatte ich nen positiven Test in der Hand.
Ich konnte unser Glück kaum fasse... eine Woche später war der HCG Wert wieder unter 5.
Unser Arzt in der KIWU war sehr optimistisch da zumindest die Einnistung ja irgendwie schon ein wenig funtionieren würde. Seid dem haben wir zwei weitere ET mit jeweils zwei schönen 8 Zellern- ohne jegliche Einnistung.

Jetzt zu meinem Hauptanliegen. Bei der Kontrolle im Letzten Kryozyklus hat der Arzt ne Zyste gesehen. Er hat gemeint ist überhaupt kein Problem die stört nicht. Ich hab mir da erst nichts weiter gedacht aber später habe ich darüber nachgedacht das die Hydrosalpinx vor zwei Jahren auf dem Ultraschall auch wie eine Eierstockzyste aussah. Die Ärztin von der Abortsprechstunde hatte mir vor zwei Jahren erklärt das diese Flüssigkeit aus dem Eileiter in die Gebärmutter laufen kann und so die Einnistung stören kann. Deshalb war ich heute nochmal zum FA und der hat sich auf dem Ultraschall meine Eileiter angesehen und der eine war wirklich wieder geschwollen. Jetzt weiß ich nicht ob ich mir den Eileiter entfernen lassen soll. Oder direkt beide?

Der FA hat mir jetzt Arilin aufgeschrieben was ich 10 Tage holen soll und will dann nochmal kontrollieren wie der Eileiter aussieht. Arghh... ich weiß einfach nicht was das beste ist.

Wir haben noch 3 Eizellen auf Eis und ich hab echt Angst vor ner neuen Stimulation. Bei der letzen bin ich wenige Stunden nach Transfer mit absolut höllischen Schmerzen im Krankenhaus gelandet. Ich setze meine ganze Hoffnung in den letzten Kryoversuch.

Was würdet ihr machen? Im Moment tendiere ich dazu zu sagen sie sollen den einen Eileiter raus nehmen. Dann kann ich immer noch Wunderhibbeln wenn wir mit IVF aufgegeben haben und ich immer noch nicht schwanger bin.

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Hallo, du hast ja eine Geschichte. So ähnlich ist meine auch, nur dass ich auf meine erste künstliche Befruchtung bis Dezember/Januar warten muss.

Also ich kann dir da keinen Rat geben wegen dem Eileiter, das musst du ganz alleine wissen.

Ich habe auch schon einen Hydrosalpinx mit Flüssigkeit im Bauchraum und wurde 2018 bei einer großen Bauchspiegelung entfernt. Der 2. Eileiter hat nun wieder Flüssigkeit und ich könnte manchmal nur heulen. Aber hab mich iwie damit abgefunden, dass wir so keine Kinder bekommen.

Mein zweiter Eileiter wird so nicht entfernt, wenn ich keine Schmerzen habe, da kein Arzt mehr in mein Bauch haben möchte, da ich schon viele Bauch OPs hinter mir habe. Ich weiß nicht wie es bei dir ist.

Was meinst du mit Wunderhibbeln nach der Eileiterentfernung? Ohne künstl. Befruchtung geht danach nichts mehr, ich hoffe du weißt das.

Viel Erfolg für die richtige Entscheidung. Ich würde mir nur bei extremschmerzen noch was entfernen lassen oder wenn es gar nicht mehr geht.

Ärzte kennen sich auch nicht immer aus, die wollen immer gleich operieren. Ich entscheide jetzt immer bedachter nachdem ich soviel durch habe 🙁. Der Kinderwunsch zerrt an einem und kinderlos bleiben ist sehr hart.

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Das ist schwierig zu beantworten. Ich kann dir nur meine Erfahrungen erzählen. Auch ich habe Endometriose und einen Hydrosalpinx. Dieser ist allerdings so verschlossen, dass die Flüssigkeit eben nicht in die Gebärmutter laufen kann (das würde mittels Bsuchspiegelung festgestellt, die Flüssigkeit ist nicht abgelaufen). In sofern entschieden wir uns mit den Ärzten erstmal gegen die Entfernung. Bei uns hat es auch direkt mit der IVf geklappt. Man hat ja leider immer nur so 30 bis 40 % Chance, dass es überhaupt funktioniert bei einem Versuch.
Ich persönlich finde, dass man das wirklich selbst entscheiden muss. Ich würde es immer wieder so machen, denn die Eileiterentfernung ist eben auch ein operativer Eingriff, eine weitere Narkose und vor allem noch mehr Vernarbungen im Unterleib. Allerdings ist der Eileiter an sich ja ohne Funktion. Ist wie oben schon geschrieben wirklich schwer, auch die Entscheidung dazu.

Liebe Grüße