3.ICSI negativ. Wie geht es weiter?

Guten Morgen Mädels

Wie zu erwarten habe ich heute an PU 12, TR 7 negativ getestet. Die Mens wird wohl heute noch eintrudeln, da ich PMS habe und die Brüste seit Montagabend nicht mehr weh tun (ist bei mir immer so kurz vor der periode).

Ich hatte so viel Hoffnung in die 3. ICSI gesetzt, da ich diesmal zusätzlich Heparin gespritzt habe und wir wirklich super Blastos hatten (1a und 1b).

Ich bin völlig niedergeschlagen. Merke wie ich physisch und psychisch echt an meine Grenzen komme.

Wir hatten bei diesem Versuch das erste Mal das Glück, noch was zum einfrieren zu haben. 2 Blastos liegen also auf Eis.
Bevor ich diese aber zurück nehme, möchte ich noch Untersuchungen machen lassen.

Was macht eurer Meinung nach Sinn, testen zu lassen? Und übernimmt die KK das alles, da bisher alle 3 ICSIs negativ waren? Nicht mal eine Einnistung gab es.

Das einzige was "positiv" ist, dass ich diesmal nicht so früh die Blutung habe. Bei den vorherigen Versuchen setzte die Mens schon bei Pu10 ein. Aber im Endeffekt nützt mir das ja nichts, da es ja wieder negativ ist.

Ich freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen.

Viele Grüße,

Leolinchen

1

Hi Leolinchen,

es tut mir sehr Leid, dass die 3. ICSI auch erfolglos war. :(
Ich schick dir ganz viel Kraft und positive Gedanken.

Ich finde es super, Ursachenforschung zu betreiben. Hier meine Empfehlungen für dich:

- Bauch- & Gebärmutterspiegelung
- Mikrobiom und Killerzellen (Biopsie GMSH)
- Genetik
- Gerinnung (aber dafür hast du ja schon Heparin)
- KIR-Gene
- ERA-Test (wenn auch teuer & umstritten)

Was die KK davon zahlt, weiß ich leider nicht. :(

2

Hallo Blondine,

Danke für deine Anteilnahme und auch für deine Ideen.
All das werde ich beim nächsten Termin ansprechen.

Evtl rufe ich morgen mal die KK an und frage nach, was die alles bezahlen würden an weiterer Diagnostik.

3

Hallo Leonlinchen,

ich habe auch 3 ICSIs hinter mir und noch 3 auf Eis. Ich wollte nichts an Diagnostik auslassen und habe per Überweisung alles bei Dr. Reichel-Fentz testen lassen.
Konsequenz: Partner-Immunisierung.
Mit Privigen (im Selbstversuch) hatte ich minimal HCG.
Du siehst: ich bin der "Immunisierungs-Fan".
Gebärmutter-Biopsie wollte ich auch machen lassen. Das ging aber anatomisch nicht.

Aber das würde ich dir auch raten. Bei der Gebärmutter-Biopsie kannst du schon viel ausschließen (Killerzellen, Plasmazellen).
Gerinnung ist auch sehr wichtig.

Liebe Grüße
Pharmia

4

Also an deiner Stelle würde ich weitermachen, solange es psychisch, physisch und finanziell mit uns vereinbar ist. Aber das muss wahrscheinlich jeder selbst entscheiden, da es ja alles nicht einfach ist. Es gibt ja auch genug Paare die auf rein natürlichem Wege jahrelang versuchen. Wenn man da die ÜZ ausrechnet... bekommt es irgendwie mehr Gewicht.
Trotzdem ist da immer die Wahrscheinlichkeit (wie schon erwähnt ca. 34%) und trotz manch anders lautender Meinungen addieren sich Wahrscheinlichkeiten nicht auf. Auch wenn die KK das mit ihren "drei Versuche unterstützen wir" ebenfalls zu meinen scheint. Die Wahrscheinlichkeit ist jedesmal gleich groß, und wenn man dank IVF/ICSI die gleichen Wahrscheinlichkeiten erreicht wie normale Paare ohne Hilfe, ist für mich der Unterschied nicht ganz so groß und ich mache weiter so lange es geht. Die Chancen sinken erst bei steigendem Alter. Einen Arztwechsel würde ich auch nur machen, wenn ich mich in unwohl fühle, oder das Gefühl habe, nicht fachlich genug beraten zu sein. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen und wünsche dir viel Glück für die Zukunft, egal wie es weiter geht.