Meine aktuelle Geschichte, Verdacht PCO und wie es weiter ging...

Achtung lang!

Hallo zusammen, ich wollte mal meine Geschichte teilen und vielleicht auf Gleichgesinnte stoßen ;)

Zu Mir(Uns), ich bin mit einer Frau verheiratet und wir sind gerade in der zweiten IUI ES+8 (bin sehr hibbelig) mit Ovitrell, Clomifen und aktuell Progesteron.

Der Weg hier her war absichtlich länger und da wollte ich mal erzählen. Meine Periode war schon immer etwas "nervig" da ich viele Tage vorbluten hatte und daher habe ich mir schon seid Jahren gedacht, das mit einem Kind könnte problematisch werden. Da wir ja so oder so zum Arzt müssen für ein Kind, bin ich 2019 Sommer zu einem Arzt der auch IUI macht und den Kinderwunsch begleitet. Ich fühle mich super wohl bei ihm. Damals wog ich 90 kg und der BMI war etwas über 30. Ideal also nicht. Er hat sich alles angesehen und sehr viele Zysten in den Ovarien gesehen. Aber er hat mir viel Mut gemacht. Wir haben uns für eine Punktation der Ovarien entschieden und eine Bauchspiegelung um die Eileiterdurchlässigkeit zu prüfen. Lief top. Gleichzeitig Blutuntersuchung beim Endokrinologen. Hier konnte der PCO Verdacht nicht ausgeschlossen werden aber auch erst mal nicht bestätigt. Sollte wiederkommen.

Ok dachte ich mir. Aber BMI über 30? Dann noch Bluttest beim Thrombosearzt (hatte mal eine Thrombose daher zur Vorsicht nochmal gecheckt). Der war auch nicht rosig. Also hab ich eine Pause gemacht und gesagt, erst mal Leben ändern. Gesagt getan:
1 Woche Fastenurlaub und danach ab in die Ketogene Ernährung.
5 Monate später erneuter Endokrinologen Test. Verdacht kann nicht bestätigt werden. JUHU! 10 kg weg. BMI unter 30.
August erste IUI im Spontanzyklus - negativ
Wieder Pause, damit ich runter komme, werde bei sowas zu hibbelig.
Jetzt hat sich alles richtig angefühlt zweite IUI wie oben beschrieben. Auf Anraten des Arztes einfach mal mit den Medis. Ich bin wirklich zufrieden mit dem Arzt und will absolut keine Tipps oder Aussagen was er vll nicht richtig gemacht hat;), da ich denke, es ist das Wichtigste, dass ich mich bei der Begandlung wohl fühle. Aber was ich euch erzählen wollte ist mein Erfolg mit Keto und dem Abnhemen. Mein Zyklus ist viel schöner geworden. Im Moment habe ich zwar diese vorblutung. Aber es ist nicht mehr so krass wie früher. Schleimhaut und alles ist perfekt, Folikel sind regelmäßig da und die Größe passt.
Durch das lesen im Forum habe ich natürlich Angst, dass es trotz allem nicht klappt. Man versucht alles richtig zu machen, Die Ärzte sagen alles ist super und dann die erste IUI negativ. Das hat mich fertig gemacht. Jetzt die zweite...ich habe furchtbar schiss in einen Kreisluaf zu kommen eine negative IUI nach der anderen... und für mich ist klar, mehr als IUI werde ich nicht machen. Auch nicht ewig viele IUI weil ich merke, wie hibbelig es mich macht. Trotzdem wer von euch ähnliche Probleme hatte mit PCO Verdacht oder ähnlichem. Ich würde mich sehr über einen Austausch :) freuen!

1

Also ich habe nicht nur PCO-Verdacht, sondern bewiesen. Das lässt sich ja per Ultraschall und AMH-Wert recht leicht feststellen.
Ich hibbel aktuell und kann erst am 31.12. (ES+14) safe testen. Sollte es (mal wieder...) nicht geklappt haben, versuch ich aber mal die Ernährungsumstellung. Mein BMI ist zwar bei 23,8 und somit absolut im Normalbereich, aber weniger Körperfett und etwas mehr Achtung kann ja nicht schaden :-)

Hast du dir mal "pimp my egg" angeschaut? So im google eingeben und dann der erste Link (Wegweiser Kinderwunsch). Ich nehm vieles nun nebenher ein und fühl mich auch merklich besser.

Ich drück euch die Daumen, dass es bald funktioniert #klee#herzlich

2

Hallo Schnatti, das mache ich dann mal vor dem nächsten Zyklus 👍 danke für den Tipp.
Ein BMI ist ja nie eine perfekte Aussage über den Körper sondern ein grober Richtwert. Was ich Dir mal empfehlen kann ist das Buch von Dr.Fleck es erzählt viel über stille Entzündungen im Körper und welche Lebensmittel da helfen. Es gibt übrigens in den USA erste PCOs Studien die mit LowCarb oder Keto schwanger wurden. Also falls du umstellen willst kann ich versuchen dir dazu was rauszusuchen.

Du bist also ähnlich wie ich dran mit dem Testen? Und das um Weihnachten herum. Ich hielt es ja für eine Top Idee, da ich mich ablenken kann. Pustekuchen!!!! 😅😂 Heute Abend dann mit Familie ohne Alkohol und meine Mutter hibbelt eifrig mit. Ohne Alkohol muss man leider bei uns triftig begründen. Ganz schlimm ist das Sie selbst vom Angucken Schwanger wurde. 2 Kinder und 3 Abtreibungen, da Schwanger trotz Spirale und all solche Späße. Man ärgert sich so, das man nicht die selbe Veranlagung hat.

Ich drücke dir fest die Daumen. 👍

3

Hm, stille Entzündungen im Körper kann bei mir fast nicht sein. Ich hab ja meine Immunologie letzte Woche machen lassen und sämtliche T-Zellen sind erhöht, sprich ich habe eher ein zu aktives Immunsystem, denke ich.
Das Telefonat zu den Ergebnissen habe ich aber erst am 11.1..

Ja, die Ungeduld ist wahnsinnig groß in mir. Es hibbeln einige auf Silvester hin #huepf

4

Hallo SAM338,

Ich bin auch mit einer Frau verheiratet. Der Kinderwunsch begleitet uns schon länger. Wir haben es über ein Jahr in einer Kinderwunschklinik mit IUIs probiert, beide. Insgesamt kommen wir auf Versuche im zweistelligen Bereich. Kein einziges Mal auch nur der Hauch einer Einnistung.

Wir sind mit der Einstellung in das Projekt gestartet,dass wir eigentlich auf keinen Fall eine IVF wollen. Wir haben beide keinerlei körperlichen Probleme. Hormone super, beide noch nicht sonderlich alt und auch sonst alles top. Meine Gynäkologin hat irgendwann gemeint sie hat schon viele Frauenpaare begleitet und mit IUI hat es fast nie geklappt. Meistens dafür dann mit IVF schnell und unkompliziert. Sie meint das liegt an der Qualität vom Spendersamen nach dem Auftauen.

Die Klinik hatte uns auch schon länger dazu geraten zu einer IVF zu wechseln und schlussendlich haben wir das auch gemacht. Ich bin im ersten Versuch gleich schwanger geworden.

Ich will dir nicht den Mut nehmen,dass eine IUI auch klappen kann. Nur mach dich nicht fertig, wenn es nicht funktioniert. Die Methode ist einfach leider nicht sehr effektiv und man braucht auch eine dicke Portion Glück. Wenn du es wirklich nur mit IUIs probieren willst,dann ist es denke ich wichtig sich gedanklich darauf einzustellen,dass das eben auch länger dauern kann.

Liebe Grüße und ganz viel Glück für deinen Versuch,

Karamellschnecke

5

Danke Karamellschnecke!

Nein mein Mut ist noch nicht genommen 😅 bei uns kommt nur ich in Frage für die Versuche.
Toll das es bei euch direkt dann beim ersten mal geklappt hat.

Natürlich kann man es nie ganz ausschließen, dass man es am Ende doch so versucht. Wir wollen auch auf keinen Fall zu viele Versuche machen, weil es einfach sehr auf die Psyche schlägt. Und im Moment kann ich mir auch noch gut ein Leben ohne Kind vorstellen.

Es ist aber spannend mal deine Seite gehört zu haben. Ich kenne fast nur Homo Paare die direkt bei der ersten IUI schwanger wurden 😂 das frustriert.

Freue mich sehr für euch! ❤

6

Zumindest wir fühlen uns oft sehr allein auf dieser Welt,da freu ich mich besonders über den Austausch :-D Durch Corona sind leider unsere Kontaktmöglichkeiten zu anderen Regenbogen-Familien stark eingeschränkt.

Von unserer Klinik hab ich mal gelesen, dass bei ihnen von den Frauenpaaren 1/3 nach IUI schwanger werden, 1/3 nach IVF und ein 1/3 geht ohne Kind wieder weg. Wobei ich mir sehr sicher bin,dass es beim letzten drittel viele es dann doch privat versuchen und Erfolg haben. Ich kenn solche Fälle jedenfalls. ;-)

Danke :-) wir sind noch bisschen platt, weil im ersten US plötzlich zwei zu sehen waren. Wir hatten nur eines transferiert...

weitere Kommentare laden