Was motiviert euch, weiter zu machen?

Hallo ihr lieben Mädels,

irgendwie hab ich das Gefühl, dass eine negative Woche hinter uns liegt - im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich ist das wahrscheinlich nur meine Wahrnehmung, aber nichtsdestotrotz würde mich interessieren: Was lässt euch weiter machen? Was motiviert euch, auch nach dem xten Rückschlag das Krönchen zu richtien (oder das Schwert zu ziehen, wie ich bei einer von euch hier gelesen habe)? Ist es die ungebrochene Hoffnung oder eine tiefe Überzeugung, dass es doch irgendwann klappen wird? Oder ist es die Alternativlosigkeit, weil Aufgeben einfach grundsätzlich keine Option ist? Habt ihr euch ein Ultimatum gesetzt? Und was tut ihr aktiv, um euch zu motivieren?

Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen 😍

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Huhu,

1. wird der Kinderwunsch nicht weniger mit jedem negativen Versuch, 2. bringt mich Verzweiflung auch kein Stück weiter, 3. weiß ich, dass ich grundsätzlich schwanger werden kann, 4. kann ich wahrscheinlich damit leben, kein Kind zu bekommen, aber wenn ich nicht alles versucht hätte, würde ich es später sicher bereuen.

Nicht schwanger bin ich im Moment auch, schlimmer kann der Zustand ja nicht mehr werden, also was habe ich zu verlieren?! (OK, Zeit, Geld, Nerven, Lebensqualität ...aber die Hoffnung auf ein Kind ist es wert).

Ich werde es so lange versuchen, bis ich zu alt bin.

LG Luthien mit ⭐⭐

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Genau so sehe ich es aus . 💯
Ich probiere es so lange bis ich zu alt bin , kein Geld mehr da ist oder der Arzt sagt, dass es nix bringt- wobei ich hier mit definitiv ne Zweitmeinung holen würde.🖤

Wir schaffen das!🍀🍀🍀

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Zu mir, ich bin ein ziemlicher Kopfmensch, weshalb ich auch ab und zu einen Blick in die Statistik werfe und mir denke "die Chancen sind ja doch gar nicht sooo schlecht". Ist natürlich nur bedingt richtig, denn was bring es mir, wenn es bei x Prozent klappt und ich aber auf der y Seite stehe? Gleichzeitig finde ich, sind die Voraus2schin ganz gut. Wir haben schon ein Kind und es liegt "nur" am OAT meines Mannes... Und letztendlich stehen wir erst am Anfang unserer Reise... Und fürs Aufgeben ist es viel zu früh 🤗

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Ich sage schon lange, dass ich weiß, dass es bei uns nie klappen wird es
Trotzdem bin ich gerade PU+12 und im März kommt dann halt der 8. Versuch.
Der ebenfalls negativ sein wird..

Heute dachte ich:" warum tue ich das?"
Wenn ich dich weiß, dass es nie klappen wird...

Vielleicht weil die Behandlung und das warten vorhersehbar ist.
Ich weiß jedesmal, dass es nichts wird. Jedesmal weine ich.

Aber der Schmerz, den ich zu erwarten habe, wenn ich mit den blödsinnigen Icsi aufhöre, wird schlimmer sein. dann muss ich jeden Tag dorthin schauen. In meine Welt ohne Familie. Die auch schön ist! Aber eben ohne Familie.

Jetzt kann ich mich vor "seht ihr, ich sage doch, dass klappt nicht" verstecken...

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Luthien hat schon die passenden Worte gefunden. Man hat nichts zu verlieren. Deshalb mache ich jetzt auch "langsam" und beeile mich nicht mehr. Ich werde im Mai 41, aber mit meinem Weg (Embryospende) kann ich auch noch ein paar Jahre gut schwanger werden. Ich bin gesund und es spricht nichts dagegen.

LG

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Ich denke oft, jetzt gebe ich auf, aber ich weiß es würde mich noch unglücklicher machen, weil es dann ja auf keinen Fall klappt. Resthoffnung und verzweifelter Aktionismus also.

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Hi, sehr schön ausgedrückt. Das trifft es bei mir ziemlich gut. Mich ernsthaft mit einem Plan B ohne Kind auseinandersetzen zu müssen...tut noch zu sehr weh und macht mir auch Angst. Außerdem will ich mir nicht irgendwann vorwerfen, nicht alles versucht zu haben, auch wenn der Kinderwunsch mir sehr viel abverlangt. Ich habe sehr spät damit angefangen und will auch einfach nicht akzeptieren, dass es zu spät war. Sehr vernünftig ist das vielleicht nicht, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Lg

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Das geht mir genauso. Wollte, das alles perfekt ist und ich einem Kind genug bieten kann und jetzt ist es vielleicht bald zu spät... Aber noch geben wir nicht auf.

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Ich war bereits schwanger und weiß somit, das es geht. Also hoffe ich darauf, dass wir die richtige Schraube finden werden, damit es nochmal klappt. Wir sind beide Anfang 30 (31 u. 32) und haben wenn es gut läuft noch 9 bis 10 Jahre, um uns den Traum einer Familie zu erfüllen. Solange die finanziellen Mittel da sind, geht es weiter ohne Frage. Wir möchten uns in 10/15 Jahren nicht vorwerfen, wir hätten nicht alles versucht.

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Bei mir ist es aktuell nur der Gedanke "Aufgeben ist keine Option".
Und wie Luthien schrieb: Der Kinderwunsch wird ja nicht kleiner durch die vielen negativen Tests...

Allerdings wäre ich etwas zuversichtlicher, wenn ich wüsste, dass ich schwanger werden kann.
Mein Mann ist bei uns die große Stütze. Er tut wirklich alles, damit ich weiter nach vorn schau.
Ein Ultimatum gibt es bei uns, ja. Die Kassenversuche plus 3 als Selbstzahler könnten wir uns leisten. Und danach ist Sense und wir orientieren uns Richtung Adoption oder Pflegschaft.
Aktiv tu ich nichts mehr, außer die Pillendöschen jeden Samstag neu zu richten für die kommende Woche #rofl Ich hab ja noch einige Untersuchungstermine anstehen, bevor ich Richtung IVF gehe. Das pusht mich ein wenig, weil natürlich Hoffnung dabei ist, dass endlich gefunden wird, was eine Schwangerschaft verhindert.

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Hallo Schnatti, und warum geht ihr die Adoption nicht parallel an?
Man wird ja nicht jünger und für die Bestätigung geht ja auch wieder Zeit ins Land. Adoption ist aber auch nicht einfach.

Wir sind bestätigte Adoptiveltern, aber das passende Kind zu finden und eins zu bekommen 🤷‍♀️, schwierig. Hab jetzt auch wieder einiges dazu gelernt.


Also ich versteh hier schon viele und ja, mit jedem negativen Test wird der Kinderwunsch nicht weniger, er verstärkt es nur.
Und ich sehe das auch so, man sollte es schon wenigstens probiert haben, um nicht später sagen zu müssen ".. hätte ich nur". Man kennt das ja auch von etlichen Stars und das Thema Kiwu ist doch sehr aktuell, auch bei den Stars, deshalb bekommt man da auch einiges mit.

Aber irgendwann ist halt einfach Schluss und die Kraft zuende, außerdem müssen die Männer ja auch mitmachen.

Mich wundert es doch, dass sooo viele Frauen soooviel Geld dafür ausgeben. Ich könnte mir nicht mal ein Versuch als Selbstzahler leisten, ich finde selbst 2500€ sehr viel plus Sonderleistungen (es bleibt ja meist nie bei einem "einfachen" Zyklus ohne Sonderleistungen).
Ich bin froh, dass ich jetzt überhaupt 1-2 Versuche machen kann. Mit ganz viel Glück auch noch einen dritten.

Für mich wäre es super, wenn ich wüsste dass ich schwanger werden kann.

Alles Gute für euch 🍀.

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Letzte Woche hätte ich meine 5. ICSI haben sollen...Leider sind am Tag der PU alle EZ bereits gesprungen (max.2). Davor hatte ich monatlich ne ICSI seit ich erfahren habe, dass mein AMH Wert nicht so toll ist (Panik). Viele der ICSIs sind ja nicht optimal gelaufen, ich denke die Ärzte haben es in meinem Fall nicht so drauf. Ich war natürlich super traurig und dann ist mir klar geworden, dass ich es nicht kontrollieren bzw. erzwingen kann...wenn es will, dann kommt es - natürlich gebe ich erst dann auf wenn es gar nicht mehr geht (Plan B ist EZS) aber ich möchte das nicht zum Mittelpunkt meines jeden Tages stellen, sondern leben. Das ist dann meine Motivation: leben und es nebenbei "laufen lassen", und dann wird es schon kommen, und wenn nicht, dann lebe ich ja weiter.

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Huhu 🙋🏻‍♀️

Ich bin dann wohl die "mit dem Schwert ziehen" 😁🤗

Ich habe im Februar meine zuerst gesetzte Grenze leider erreicht ☹
Mein 40. Geburtstag; eigentlich wollte ich da mit diesem Thema auf hören, habe aber beschlossen meine Grenze auf 42 zu erweitern 😅
Haben bisher 8 negative IUIs und 2 negative IVFs hinter uns. Die 3. IVF endete im November mit einer biochemischen Schwangerfschaft, das erste mal durfte ich in der 3. IVF und 8 Jahren Kiwu einen positiven Schwangerschaftstest mit eigenem HCG in Händen halten, und das ist meine Motivation dass ich noch nicht aufgeben möchte.
Bin heute 4. IVF PU+2 und hoffe so sehr dass mein Körper nun weiß "wies geht"
Außerdem haben wir in einer Woche unseren Termin in Göttingen zur Partnerimmunsierung, dann haben wir außer ALICE, ERA, EMMA alles durch was man diagnostizieren kann und was wir diagnostizieren wollen und somit das Thema Diagnose für uns abgeschlossen, das heißt jetzt geht's für uns "nur" noch mit Versuchen weiter ohne lästige Termine zu sämtlichen Untersuchungen und das ist für mich ebenso Motivation, weil ich weiß dass wir (fast) alles dafür getan haben was man tun kann und was wir tun wollten
Ich wollte mir später nie vorwerfen müssen, hätte ich nur...
Das zumindest haben wir geschafft und das ist ein gutes Gefühl
Jetzt probieren wir noch so oft wies das finanzielle zulässt und bis ich 42 bin und dann schließen wir (zumindest mit dem unterstützten) Kiwu ab und entweder es klappt oder es klappt nicht, das entscheidet für mich der liebe Gott und ich hab alles dafür getan was ich wollte und konnte

Aaaalso bleib ich meinem Leitspruch noch ein Weilchen treu:
Prinzessinnen richten ihr Krönchen, aber Königinnen ziehen ihr Schwert ⚔⚔⚔

Sei lieb gegrüßt und alles Gute 🙋🏻‍♀️

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Ja, genau... Das warst du und ich LIEBE diesen Leitspruch. Vielen Dank dafür 💕

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Auf uns Königinnen 💪🏻⚔😉😁😏

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