Partnerimmunisierung / Kosten, Erfolg, Ablauf

Hallo zusammen,

bin gerade im Warteschleifenkoller nach dem 3.Transfer / 5. Versuch und traue mich nicht zu testen. Falls es negativ wäre, ist der nächste Schritt/Idee die Partnerimmunisierung. Bei uns ist eigentlich alles traumhaft von den Voraussetzungen und es könnte auch natürlich. Keiner kann sich erklären warum nicht.
Hat jemand von euch das schon machen lassen und Erfolg?
Musstet ihr pausieren/verhüten? Wie lange dauert die Behandlung?
Wartezeit bis dahin?
Soweit ich gesehen hab zahlt die KK die Behandlung komplett nach 3 Transfers. Aber nur in Göttingen. Meine Klinik arbeitet eigentlich mit Reichel-Fentz zusammen. Kennt ihr euch da aus?

Viele liebe Sonntagsgrüße

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Hallo,

ich kann Dir nur aus Göttingen berichten, weil wir die Partnerimmunisierung da haben machen lassen.

Wir mussten insgesamt 3× hin. Der erste Termin ist ein Aufklärungsgespräch und es wird ne Menge Blut abgenommen. Hier wird auf Krankheiten getestet und ob man für die Immunisierung in Frage kommt. Auf den Termin haben wir vier Wochen gewartet.
Die erste Immunisierung war dann wieder vier Wochen später und die zweite ist acht Wochen später.
Es wird empfohlen zwischendrin zu verhüten und es sollten keine Transfere stattfinden.
Eine Woche nach der zweiten Immunisierung darf wieder ein Transfer stattfinden.

Nach 5,5 Jahren Kiwu und insgesamt 6 Icsi's ohne auch nur den Hauch einer Einnistung, hat der Versuch nach der Partnerimmunisierung geklappt. Ich bin jetzt in der 30. Schwangerschaftswoche.
Es hat bei vielen Paaren hier aus dem Forum danach geklappt.

Viel Glück 🍀✊

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Danke für deine Antwort. Das macht Hoffnung.
Göttingen zahlt die KK komplett oder?

Das heißt so gesamt 4 Pausenzyklen?
Auf die käme es jetzt nach 4,5 Jahren auch nicht mehr an #zitter

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Eine liebe Userin hier ist nach der ersten Immunisierung, während der Wartezeit auf die Zweite, auf natürlichem Wege schwanger geworden und es geht ihr und dem Krümel gut. Zwischendrin ist sie auch noch an Corona erkrankt🙄
Es ist also alles möglich. Ich will natürlich nicht dazu aufrufen jetzt die Regeln zu brechen🙈
Wir haben zwischendrin auch nicht verhütet, es aber auch nicht drauf angelegt.

Das Warten sind wir ja leider gewöhnt.

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Huhu,

ich habe vorletzte Woche die Partnerimmunisierung an der Uniklinik Kiel gemacht (bin privat versichert, ob es übernommen wird, weiß ich noch nicht).

Kosten sollen insgesamt etwa 2000 € sein, wir mussten bisher 500 € anzahlen, die komplette Rechnung haben wir noch nicht.

Die ersten Blutproben konnten wir per Post hinschicken, dabei wird auf Infektionen getestet und die HLA-Typisierung gemacht.

Die Auswertung hat etwa 3 Wochen gedauert und in der Folgewoche konnten wir schon hin, an 2 aufeinander folgenden Tagen. Am ersten Tag wird das Aufklärungsgespräch gemacht und noch einmal eine Blutentnahme beim Mann, und am zweiten Tag die Immunisierung selbst.

Nach 4 Wochen wird kontrolliert, ob sich Antikörper gebildet haben (das geht auch per Post), ggf. wird die Immunisierung wiederholt.

Wir verhüten nicht, uns wurde nur gesagt, wir sollen in der Zwischenzeit kein Geld ausgeben für den Kiwu 😅

LG Luthien mit ⭐⭐

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Vielen Dank für die Infos. Kiel kommt für uns entfernungstechnisch am Wenigsten in Frage. Wenn dann Göttingen (da steht was von 4500 Euro) oder R-F. Wobei ich da nicht durchblicke ob das auch über Kasse geht

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Soweit ich weiß, übernehmen die GKVen nur über Göttingen. Am besten direkt mit der KK klären ☺️

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Also ich muss ehrlich sagen, nach 3 Transfers würde ich erst noch ein paar andere Dinge probieren. Cortison zum Beispiel. Du darfst nicht vergessen, die Partnerimmunisierung ist nicht ohne. Durch das Blut deines Mannes in deinem Kreislauf, kommen bei einer eventuell irgendwann nötigen Organspende für dich nicht mehr alle Spenderorgane in frage. Möglicherweise liegt hier gar nicht euer Problem und ihr würdet dieses Risiko umsonst eingehen. Was habt ihr denn sonst schon alles checken lassen? Gerinnung, Killerzellen und Plasmazellen wurden schon gemacht? Das würde ich sonst auf jeden Fall an deiner Stelle vorher noch machen. Wir hatten 5 negative Transfers und 4 Transfers mit frühen Abgängen. Die Partnerimmunisierung ist für viele (wie für mich und die beiden Frauen die mit mir zusammen dort behandelt wurden auch) die letzte Hoffnung. An diesem Punkt sehe ich euch noch nicht oder?
Ganz ganz liebe Grüße 🍀

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Plasmazellen, Humangenetik, Gerinnung, 1 Versuch auf Verdacht mit Cortison und Heparin, Bauchspiegelung 1mal, Gebärmutterspiegelung 2mal, Insulinresistenz getestet, ganz leicht erhöht. Metformin nehme ich seit 2 Monaten. Intralipid bei einem Versuch probiert

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Alles klar, dann hast du ja auch schon einiges durch. Dann ist die Partnerimmunisierung sicher auf jeden Fall eine Option 😊
Wir waren in Göttingen und waren dort sehr gut zufrieden. Bei uns hat es komplett die Krankenkasse übernommen. Wir mussten nichts bezahlen, außer die Hotelübernachtungen dort. Haben ca. 300km Anreise.
Ob es uns was bringt, weiß ich noch nicht. Wir sind jetzt gerade mit der Kryo gestartet.

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Hi,
Ich kann mich nur anschließen. Wir haben die Immu nach 6 negativen TF gemacht und ich bin tatsächlich auch auf natürlichem Weg schwanger geworden. Bin aktuell in der 15 Ssw. Viel Glück und alles Liebe🍀

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Das macht mir Hoffnung. Ich war ja 2 Mal im 1. ÜZ schwanger, beim zweiten Mal incomplete Abort. Wurde erst 7 Monate später mit extrem hohen Entzündungswerten ausgeschabt. Seitdem nichts mehr. Irgendwie sagt mein Bauchgefühl dass sich mein Körper wehrt

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Ich wurde nach der 3.ICSI mit FG immunisiert. Bei uns wurde festgestellt, dass mir ein Antikörper fehlte, weshalb mein Körper die Embryonen abgestoßen hat. Wichtig ist aber vor einer Immu, dass auch andere Dinge ausgeschlossen wurden. Bei mir wurden ja im Vorfeld 3 Gebärmutterspieglungen gemacht.... und trotzdem wurde das dumme Septum übersehen oder ernst genommen. Ausserdem Killerzellen, Schilddrüse, Genetik, Gerinnung (wobei da bei mir damals nichts gefunden wurde... und nun habe ich doch eine MTHFR-Gen – Mutationen). Muss dieses mal ab Stimutag ggf. schon Zyklustag 1 mit Clexane 60mg spritzen. Bei uns war es ein umfangreichen BT in der KIWU. Musst damals 10 oder 11 Röhrchen abgeben. Nach der 4.ICSI und FG haben wir uns an Reichel-Fentz in Heidelberg gewandt. Sie untersucht eben tiefgründiger und in alle Richtungen.... falls eine Immu nötig wäre, könnte man dies auch da machen lassen. Nachteil bei Heidelberg ist, dass man da die Kosten selbst tragen muss... sind pro Sitzung um die 350 oder 370€. Wir waren damals in Kiel und da wurde alles von der gesetzlichen KK übernommen.
Nach der 4.ICSI haben sie sich ebenfalls an Heidelberg gewandt und wurden auf den Kopf gestellt. Sie waren zur Immu und nun hofft sie, dass sie im Januar die nächste ICSI angehen kann. Teils liegt es im Auge des Betrachters. Ich muss sagen, dass ich Heidelberg was das Untersuchungsspecktrum angeht empfehlen kann. Doof sind die langen Wartezeiten... wobei eine Pause hatte uns nach der letzten FG eh gut getan... und, dass man eben gewisse Leistungen selbst tragen muss. Aber auch dies nimmt man in Kauf. Wir hätten, wenn es in Heidelberg erneut zur Immu gekommen wäre die Rechung bei der KK eingereicht und um Einzelfallentscheidung gebeten... war vorher schon telefonisch geklärt.
Liebe Grüße