5. Versuch negativ - was kann ich noch tun?

Hallo an alle #stern,
ich bin jetzt zwei Jahre lang Mitleser in diesem Forum und traue mich nun, selbst einen Beitrag zu verfassen. Zu meiner Geschichte:

Kinderwunsch besteht seit 2018 (aufgrund einer Chemotherapie meines Mannes ist nur mehr ICSI mit eingefrorenen Spermien möglich).
Wir startetetn also Ende 2018 mit unserem Projekt "Kinderwunsch" (ich damals 28) in der Annahme, dass es gleich einmal funktionieren würde. Wieso auch nicht? Bei mir passt ja alles...Dem war dann doch nicht so.

1. ICSI Nov 2018 - 5 Eizellen, 2 befruchtet - 1 Blastozyste eingesetzt - Negativ :-(
1. KRYO März 2019 - Blastozyste - biochemische SS - danach negativ :-(
Wechsel in eine Privatklinik:
2. ICSI Juni 2019 - 4 Eizellen, 2 befruchtet, 1 entwickelt - 1 Blastozyste eingesetzt - negativ
Danach Gebärmutterspiegelung im Juli - alles tip top! :-)
Danach sämtliche Untersuchungen - Schildrüse, Gentest, Blutgerinnung, Einnistungsfenster, und was weiß ich noch alles - alles perfekt, mein AMH sehr niedrig, aber noch im Normbereich bei 2,6.
Danach Nahrungsergänzungsmittelkur mit Gesdine, Vitamin D, CoQ10, DHEA, Omega3
3. ICSI November 2019 - immerhin 8(!) Eizellen (ich denke einmal, das waren die Nahrungsergänzungsmittel) - 4 befruchtet, 2 weiterentwickelt - 1 Blastozyste eingesetzt - biochemische SS - negativ :-(
Pause für 1 Jahr
2. Kryo März 2021 - eingesetzt - SS Test an TF+12 negativ , ich soll bis morgen (TF+15) die Medikamente weiternehmen und erneut testen, da laut Arzt die Kryo-Blastozysten langsamer sind und sich später einnisten - ich persönlich habe aber damit schon abgeschlossen und wenig Hoffnung.

Ich bin nun 31, also meiner Meinung nach eh noch "halbwegs" jung :) und trotzdem geistert in meinem Kopf nun die Angst, dass ich es womöglich nie schaffen werde, ein Kind in die Welt zu setzen.
Körperlich scheint alles top bei mir zu sein, warum ich nicht mehr Eizellen produziere, weiß ich auch nicht, wieso sich meine Embryos nicht einnisten, weiß ich auch nicht (aja, ich hatte auch Scratching, Embryo Glue, Assisted Hatching, Spermien zusätzlich eingespült für die "passende Umgebung" da unten).

Zusätzlich mache ich Shiatsu, schaue gut auf mich, versuche, mich wenig aufzuregen und hineinzusteigern (das gelingt natürlich nur mäßig), möchte jetzt auch Akupunktur probieren. Aber sonst fällt mir wirklich nicht mehr ein, was ich noch tun könnte bzw. warum es einfach nicht klappen will bei mir #heul

Ist es vielleicht jemandem hier ähnlich ergangen oder hat jemand einen Tip, was bei ihm dann schlussendlich geholfen hat?
Über jede Antwort bin ich sehr dankbar! #herzlich

Viele, liebe Grüße

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Ach tut mir leid zu lesen, dass ihr bereits so viele erfolglosen Versuche hattet. Hast du eine Bauchspiegelung gemacht? Endometriose kann symptomlos sein und der Einnistung oder Eizellqualität stören. Diese sollte unbedingt entfernt werden, bevor ihr weiter macht. Lies gerne in meiner VK.

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Dem kann ich nur zustimmen (BS wegen Endo). Eventuell eine GMSH Biopsie: Killer- und Plasmazellen, eventuell auch Mikrobiom? Da sind sich die Ärzte zwar nicht einig aber man kann es trotzdem versuchen. Du scheinst auch Low Responder zu sein, vllt. würde weniger Stimu besser passen...

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Danke für deine Antwort: Low responder bedeutet, dass ich wenige Eizellen produziere, oder?
Ja, das bin ich dann eindeutig!

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Hey das klingt nach einem echt langem und steinigem Weg! 😒

Hast du denn mal Killerzellen und das Mikrobiom untersuchen lassen? Ansonsten würden mir noch die KIR-Gene einfallen.

Wie wurde denn stimuliert bei dir? Vielleicht kann man daran noch was schrauben....

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Liebe Blondie123,
danke für deine Antwort! Ich habe jetzt darunter geantwortet (bin neu hier und noch nicht ganz vertraut mit dem System hier #winke).

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Hey!
Hast du vielleicht Über- oder Untergewicht? Wurde eine Insulinresistenz ausgeschlossen?
Wurdet ihr schon genetisch untersucht?
Welche Art Krebs hatte dein Mann denn? Ggf hat es doch Einfluss auf die Qualität des Spermas?

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das habe ich jetzt vergessen anzufügen: ich bin normalgewichtig
Insulinresistenz wurde noch nicht untersucht

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Ist dann wahrscheinlich auch nicht notwendig :)

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Erstmal vielen, vielen Dank für eure schnellen Antworten. DANKE!

Ich hatte eine Gebärmutterspiegelung - Eileiter durchgängig, keine Endometriose
die Killerzellen hab ich (glaube ich) auch schon untersucht (ehrlich gesagt habe ich schon den Überblick verloren, welche Untersuchungen ich schon gemacht habe, welche nicht).
Hatte auch JENA - Test und ERA-Test.

Gentest wurde auch schon bei beiden gemacht - Ergebnis: alles gut
Auch die Qualität der Spermien ist sehr gut (Krebs war Morbus Hodgkin im Alter von 24 - also vor gut 10 Jahren).

Stimuliert wurde in der Privatklinik bei mir immer mit
Meriofert und Ganirelix hatte ich dann auch (ich habe ehrlich gesagt die alten Zettel alle schon entsorgt, weil ich sie nicht mehr sehen wollte, jetzt weiß ich leider nicht mehr auswendig, welche Medikamente es genau waren :( )
Dann 3x täglich Estrofem, 3x täglich 2 Utrogestan vaginal, 1x Thrombo ASS, 2x Duphaston, 2x Aprednislon und Einnistungsspritze Decapeptyl 1 Tag nach Transfer.

Liebe Grüße

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Hey,

was du evtl noch versuchen könntest, wäre Heparin und Intralipid. Das hat bei mir nach fünf erfolglosen Versuchen ohne Einnistung, so wie es aktuell aussieht, zum Erfolg geführt.

Bei uns liegt es, angeblich, auch nur am schlechten Spermiogramm meines Freundes. Aber da ich Hashimoto habe, ist mein Immunsystem scheinbar etwas überaktiv. Meine Ärztin hat dann als letzten Strohhalm vorgeschlagen es mal mit 10mg Prednisolon ab Stimu, Heparin ab Transfer und alle drei Wochen einer Intralipidinfusion zu versuchen. Jetzt kam es tatsächlich das erste Mal zu einer Einnistung.
Ob es gut ausgeht, weiß ich zwar noch nicht, aber immerhin hatte ich nach einem Jahr KiWu und fünf ICSI endlich mal einen positiven Test in der Hand.

Drücke dir die Daumen, dass du auch bald positiv testen darfst!

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Liebe Emilia89 (das klingt nach Geb.Jahr 1989, so wie ich :))

Danke für die Hinweise.
Wow, 5 ICSI in einem Jahr, das klingt sehr belastend und körperlich auch sehr anstrengend.
Ich freue mich immer, wenn ich Erfolgsgeschichten lese, schön, dass du einen positiven Test vor dir hast #herzlich

Ich werde mich auf jeden Fall darüber informieren , habe das mit dem Intralipid gerade gegoogelt - eingesetzt bei biochemischen SS und Einnistungsversagen - das trifft ja genau auf mich zu!! (Prednisolon - bei mir heißt es Aprednislon nehme ich immer schon)

Es "freut" mich auch zu lesen, dass auch nach mehreren erfolglosen Versuchen doch immer wieder Hoffnung besteht, wenn ich diese Geschichten so lese.
Am schlimmsten finde ich doch immer die Aussagen anderer Paare "wir haben die Pille abgesetzt und bumm, nach 1 Monat waren wir schwanger" oder "Das war ein Unfall, trotz Verhütung" oder "Nach der ersten ICSI hat's geklappt". Das ist alles schön und gut, aber für einen selber noch mehr deprimierend.

Ich wünsche dir alles Gute #klee

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Hallo
Ich kann gut nachvollziehen wie es Euch geht
Wir merkten vor ca 4 Jahren das es einfach nicht klappen will. Dann kam heraus das es an meinem Mann liegt (hauptsächlich) da er keine guten Spermien hatte. Wir hatten uns dann für Spendersamen entschieden. Es war ein langer und teurer Weg da wir komplette Selbstzahler waren. Es dauerte knapp 2 Jahre und ich hab alles ausprobiert TCM ,Tees , Akupunktur etc. bei der 7. und letzten IVF bzw ICSI hab ich nix mehr zusätzlich gemacht und was soll ich sagen es hat geklappt und unsere Motte wird bald 2
Tapfer durchhalten
Alles Gute
Mona

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Liebe Mona,
danke für deine Geschichte, das macht Mut.
Ich bin aus Österreich und hier werden 4 Versuche vom Fond unterstützt, seit diesem Versuch sind wir nun auch komplette Selbstzahler.

Ich denke ja auch, dass mein Kopf eine große Rolle spielt, ich bin ein Grübler durch und durch.
Und im Unbewusstsein laufen da viele Dinge nicht rund, befürchte ich 🤦‍♀️

Danke für die aufbauenden Worte

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Es tut mir sehr leid für dich. Ich kenne deine Gefühle nur zu gut. Auch wir mussten lange Zeit warten. Wir haben insges. 7. ICSIs gehabt. Davor hatten wir 5 IUIs. Glaub mir es war so furchtbar. Aber als ich dann endlich SS war waren alle Strapazen schnell vergessen.
Eigentlich hätte es nach der 6. ICSI keinen Versuch mehr gegeben. Aber mein Schatzi hat gemerkt wie ich darunter gelitten habe und so sagte er mir eines Tages komm wir machen nochmals einen Versuch. Ich brauchte obwohl ich es so sehr wollte eine Pause. Nach fast 8 Monaten hatte ich wieder Kraft. Es war wir immer nichts war anders die Embryonen wie immer super und ich war SS ich konnte es nicht glauben.
Warum wir so viele Tiefschläge erleben müssen bleibt unbeantwortet aber es gibt auch immer wieder Hoffnung und an die müssen wir uns halten. Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg. LG