Blastozystenkultur Vor- und Nachteile

Hallo zusammen.

Ich komme gerade von der KiWu-Klinik und bin etwas erschrocken was die Blastozystenkultur kostet :/

5-6 gute Follikel sind zu sehen und ich soll bis Mittwoch noch weiter stimulieren. Dann wird nochmal geschaut.

Wahrscheinlich habe ich am Freitag PU.

Grundsätzlich sind es mir die 528euro natürlich wert ,
Aber das ist natürlich auch kein Geld was hier eben mal rumliegt .
Erst recht nicht da wir uns gerade nebenher noch selbstständig machen.

Daher meine Frage, was habt ihr für Erfahrungen.
Wie steigert sich durch die Kultur die Chance auf robuste Eizellen
Und mit Spezialkamera oder nicht.

Ich bin gerade etwas ratlos, was wirklich sinnvoll ist und was nur ein klammern am Strohhalm ist.

Jeder Rat ist mir willkommen.

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Hi Jennie,

naja, vor ein Embryo zur Bastozyste wird, kann man eben noch nicht so viel über die Qualität und das Entwicklungspotential aussagen.

Ich finde, dass ist auch irgendwie Vertrauenssache. Ich vertraue in die Wissenschaft, deshalb lasse ich gerne meine Eizellen in der Petrischale heranreifen, andere sagen, dass die Mutter ein bessere Ort für einen Embryo ist um sich zu entwickeln.

Mich würde ein Blastozystentranfer beruhigen, weil ich halt weiß, dass es schon ein fortgeschrittenes Stadium der Entwicklung erreicht hat. Statistisch gesehen stehen die Chancen mit einem Blasto auch höher aber grundsätzlich sind die Schwangerschaftsraten ja vom persönlichen Fall abhängig. Ich denke, dass man sich das z.B. als 25-jährige mit 3 Versuchen und keinerlei Problemen sparen könnte, aber eben nicht wenn man vielleicht schon älter ist. Dann kommt es auch noch auf die Anzahl der EZ an.

Im Grunde ist es eine individuelle Entscheidung und eine finanzielle. Wenn du das Geld nicht dafür ausgiebst, ist es nicht so, dass deine Chancen automatisch schlechter stehen... und ich würde doch auf die Ärzte hören, klar ist alles Geldmacherei ABER z.B. im Ausland wird fast nur auf Blastos gesetzt. Ist ja auch logisch, man erkennt das Entwicklungspotenzial besser.

LG
Dot

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Der Vorteil der Blasto-Kultur ist, dass man bei mehreren Eizellen diejenigen herausfindet, die die beste Qualität haben.

Angenommen du hast 6 Eizellen. Davon haben 2 das Potential, sich zur Blasto zu entwickeln und 4 nicht.

Wenn du den TF schon an Tag 3 machst, weißt du nicht, ob die guten dabei sind oder nicht. Du brauchst also mehr TF, um die guten zu erwischen.

Dadurch entstehen natürlich auch wieder Kosten, die TF selbst, Medikamente für den Kryo-Zyklus und für's Einfrieren und Lagern.

Wenn du Blastos nimmst, werden dir die 4 schlechten, die an Tag 3 oder 4 stehen bleiben, gar nicht erst eingesetzt.

Die Chancen pro TF sind mit Blastos besser.

Ich würde immer auf Blastos setzen, wenn ausreichend Eizellen vorhanden sind.

Viel Glück 🍀

LG Luthien mit ⭐⭐

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Dem kann ich mich nur anschließen.
Ich hatte 3 zur blasto kultivieren lassen, eine hat es nicht geschafft gehabt, eine war eine frühe blasto zum Schluss und eine eine blasto mit sehr guter Qualität. Die hatte ich auch zurück bekommen. Chancen sind dadurch definitiv höher. Soo auch die Aussage von meiner kiwu Ärztin damals.
Was soll ich sagen. Wurde damals auch mit dieser blasto schwanger und bin nun in der 24ssw mit einem jungen💙 wurde auch jederzeit wieder auf blastos setzen. Das Geld wäre es mir wert.

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Wir haben auch eine Blastokultur machen lassen. Unsere Ärztin sagte das es die Chancen erhöht einen "starken" Embryo aus zuwählen.
Ob man sich für Tag 3 oder Tag 5 entscheidet ist dann glaube ich auch eine Gefühlssache.
Ich meine in dem Jahresbericht zur IVF/ICIS gelesen zu haben das bei einem Blastozysten Transfer die Chancen minimal höher sind.

LG

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Vielen Dank für eure Antworten.

Ihr bestätigt letztendlich mein Gefühl.

Heute waren 5-6 gute Follikel zu sehen und ich hoffe dass es am Mittwoch vielleicht noch 1-2 schaffen 😊
Dann geht es am Freitag zur Punktion.

Ob dann noch genügend zur Kultur übrig bleiben , steht dann noch einmal auf einen anderen Blatt geschrieben .