Abgang - natürlich oder Ausschabung? Hebamme?

Hallo nochmals, wie angekündigt spamme ich nun ein bisschen ;-)

Nochmal kurz zusammengefasst: mein ICSI Bummler war leider wie befürchtet ein Windei - nun warte ich auf den Abgang.

An die Sternchenerfahrenen: hattet ihr mal einen natürlichen Abgang? Wie lief es?

Habt ihr euch dafür eine Hebamme genommen? (falls man so kurzfristig überhaupt eine findet...) Und falls ja: was habt ihr da alles in Anspruch genommen?

Was ich mir von einer Hebamme erhoffen würde, wären Tipps, wie ich das ganze beschleunigen kann, wie ich es gut rumbringe, wann ich im Ernstfall doch ins Krankenhaus muss. Vielleicht helfende Kräuterchen & was ich an Bewegung etc. dazu tun kann. Gefühlsduselei ist jetzt nicht so meins, aber ein Backup, das ich im Ernstfall um Tipps fragen kann (außer Onkel Google) würde ich schon gut finden...

Und an die Sternchenerfahrenen, die eine Ausschabung hatten: warum habt ihr euch dafür entschieden? Und wann habt ihr das entschieden?

Ich würde gerne noch mindestens eine Woche warten, ob mein Körper das alleine schafft (zu irgendwas muss mein Körper ja doch zu gebrauchen sein ;-))

Mein Arzt ist jetzt im Urlaub. Er hat mir zwar seine private Handynummer gegeben (ein toller Mann!!!), aber ich mag ihm und seiner Frau nun auch mal ihre Erholung gönnen. Im Urlaub mit einer Fehlgebärenden telefonieren zu müssen, stelle ich mir wenig entspannend vor ;-)

Ich hoffe, dass ich das jetzt schnell gut rumbringe, dann kurze Sommerpause und auf gehts in die 3. ICSI #huepf

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Huhu,

das tut mir leid für dich, fühl dich gedrückt ❤️

Ich hatte schon beides. Ich fand die AS als solche nicht schlimm, aber würde trotzdem immer einen natürlichen Abgang vorziehen, wenn es geht. Ist für den Körper schonender als die OP.

Was für einen selbst psychisch besser zu verkraften ist, ist wohl individuell und auch von der konkreten Situation abhängig.

Bei meiner ersten FG (MA in der 10. SSW) hat das Herz aufgehört zu schlagen, es war nicht absehbar, dass sich von alleine etwas tut und ich wollte nicht wochenlang mit einem toten Baby im Bauch herumlaufen müssen, daher habe ich mich nach wenigen Tagen für die AS entschieden.

Bei meiner 2. FG war von Anfang an das HCG zu niedrig und ab der 7. SSW tendenziell sinkend. Ich hatte auch schon SB. Und es waren nie richtige embryonale Anlagen zu sehen, nur eine winzige Fruchthöhle von ein paar mm. Da war klar, dass sich das von alleine erledigen würde.

In der 8. SSW hat eine Blutung eingesetzt, die nicht viel anders war als eine normale Periode, nur etwas länger und das war es dann auch schon.

Ich hatte dabei außer den US- und Blutkontrollen in der Kiwu-Klinik keine weitere Unterstützung (keine Notwendigkeit dafür) und auch keine Medikamente oder Mittelchen genommen.

Wünsche dir alles Liebe 🍀😘

LG Luthien mit ⭐⭐

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Hallo,

dein Verlust tut mir ehrlich leid.

Ich hatte inzwischen 6 Frühabgänge, alle in den SSW 5-8, alle natürlich.

Bei mir war zum Glück nie die Notwendigkeit gegeben, über eine Ausschabung nachzudenken.

Meine Abgänge haben mit der Blutung meist innerhalb von 1-2 Wochen nach „Bekanntwerden“ eingesetzt.

Ich persönlich denke, dass ein Eingriff nur gemacht werden sollte, wenn es nötig ist. Ich hab schon von Fällen imBekanntenkreis gehört, wo sich nach Ausschabung die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr optimal aufgebaut hat.

Kann sein, dass sowas unwahrscheinlich und eher ein Einzelfall ist, da müsste man mit einem Arzt reden.

Jedenfalls hat sich mein letztes Windei in der 8. SSW von selbst abgestoßen. Nach Ende der Blutung war ich dann zur Kontrolle bei meiner Frauenärztin und danach konnten wir gleich weiter üben.

Wie weit wärest du denn, wenn es kein Windei gewesen wäre?

Lg und alles Gute

Tanja

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Ich wäre letzten Samstag bei 7+3 gewesen.... Allerdings war ich ja von Anfang an immer einige Tage zurück, daher ist alles noch wesentlich kleiner.

Vielen lieben Dank für deine Antwort, ich will nun auch Abwarten, dass das von alleine abgeht. Habe auch schon ständig Unterleibsschmerzen und hoffe, dass es bald losgeht.

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Hallo,

Das tut mir sehr leid 😢 Ich hatte vor kurzem auch ein Windei, was in der 8. SSW bestätigt wurde. Meine Klinik riet mir von einer AS ab. Ich war dann bei meinem Frauenarzt und er gab mir auf meinen Wunsch hin Cytotec, da ich nicht abwarten wollte. Nach drei Tabletten bekam ich Wehen und heftige Blutungen. Menstruation oder Wochenbett waren harmlos dagegen. Das Ganze wiederholte sich nach drei Tagen nochmal. Insgesamt hatte ich zwei Wochen lang Blutungen, aber immerhin ist laut Ultraschall alles weg und HCG wieder bei Null.

Ich hatte bereits eine Hebamme, sie war auch sehr hilfreich. Um es natürlich zu beschleunigen, hätte ich Hirtentäschel- oder rückbildungstee trinken sollen sowie Fußbäder in Senfmehl. Beides würde helfen.

Ich wünsche dir alles gute, auf dass es nicht so schlimm wird ubd du dann positiv in die nächste ICSI starte kannst ☺️

Glg malou

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Vielen Dank für deine Tipps #blume

Vor Cytotec etc. habe ich ehrlich gesagt mehr Angst als vor einer Ausschabung... Habe zwischenzeitlich mit einer Hebamme telefoniert, die meinte, sie würde das eher empfehlen als eine Ausschabung... Trotzdem bleibe ich erstmal beim Abwarten.

Zwischenzeitlich hab ich ständig Unterleibsschmerzen und hoffe, dass es bald losgeht :-)

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Tut mir leid, dass es nun leider so gekommen ist.

Ich schließe mich den Antworten bisher an. Ich würde, wenn möglich, eine Ausschabung vermeiden.
Bei frühen Abgängen oder eben einem Windei, würde ich es auch zunächst auf natürlichem Wege versuchen. Bei mir hat es zuletzt etwas gedauert und ich habe dann mit Cytotec nachgeholfen.
Zusätzlich habe ich mit meiner Hebamme gesprochen und sie hat auch Hitentäscheltee empfohlen. Ausserdem haben wir eine geburtstauslösende Akupunktur probiert. Wenn ich die Hebamme nicht schon von früher gekannt hatte, hätte ich vermutlich nicht angerufen, aber mir hat es geholfen und ihre Erfahrung hat mir sehr gut getan.
Möglich ist es also auf jeden Fall.
Alles Gute

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Ach Mensch das tut mir leid 😔

Ich hatte im April einen Abgang in der 10. Ssw.
Nachdem ich nach absetzen der Medikamente nur minimal geblutet habe, habe ich den Abgang mit cytotec eingeleitet. Hat gut geklappt, ich ging 2h nach Einnahme sehr stark an zu Bluten.
Musste abends tatsächlich ins kh weil mein Kreislauf schlapp machte, aber war nur über Nacht.

Ich würde es wieder so machen.
Eine as ist auch ok und schnell, aber sie tut der gebärmutterschleimhaut definitiv nicht besonders gut.

Ich drück dir die Daumen, dass alles glatt läuft!!

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Hallo du,

Tut mir leid, dass es nicht geklappt hat.

Ich hatte mittlerweile 5 Frühaborte zwischen 5. u. 8 Wo. und eine MA in der 12. Woche. Ich habe immer gewartet bis die Blutung eintraf, was auch immer in 1-2 Wochen der Fall war, wenn sich die weitere Entwicklung einstellte.

Ich würde es immer und immer wieder so für mich entscheiden. Die Vorstellung einer Ausschabung stelle ich mir furchtbar vor und wäre eher die Notlösung.

Es war schon heftig, aber absolut ok und ich hatte das Gefühl mir dadurch immer die Zeit für den Abschied nehmen zu können.

Bei der MA hatte ich tatsächlich eine Hebamme bei Seite und sie hat all das gemacht, was du oben beschrieben hast.
Ich hatte Glück, denn meistens findet man so kurzfristig keine. Versuchs einfach? Hat alles die Krankenkasse übernommen.

Zusätzlich war ich bei der Frauenärztin, die überwacht hat, ob das HCG sinkt. Das hat teilweise Wochen gedauert.

Alles Gute dir und dran denken, dass du danach auf jeden Fall Deinen Eisenwert checken lässt.

Achso und bedenke, dass du sowohl nach Cytotec als auch nach einer Ausschabung 3 Monate pausieren solltest.
Entscheidest du dich für ganz natürlich, könnt ihr den Kiwu weiter verfolgen, so bald das HCG wieder unten ist...

Liebe Grüße 😊

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Achso und mir hat es immer geholfen, dass wahrscheinlich 1000 mal mehr Frauen auf der Welt außerhalb der westlichen Welt nur so mit nicht intakten Schwangerschaften umgehen können, da gibt es die Möglichkeit von Krankenhaus und Ausschabung gar nicht.
Ich meine damit nicht, dass das schlecht ist, sondern nur dass in vielen Orten der Welt Abgänge zum Leben gehören und in den meisten Fällen auch alles ganz natürlich seinen Gang geht...

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Mein Arzt hatte ja dazu tendiert, mich zur Ausschabung zu schicken.... Als ich aber sagte, dass ich mit so einer Entscheidung gerne warten möchte, hat er mich gleich richtig verstanden ;-) und meinte "früher gab es auch keine Ausschabung" :-)

Ihm war auch ganz ganz wichtig, mich mehrfach drauf hinzuweisen, dass ich danach uuuuuunbedingt zur Nachkontrolle kommen muss.

Mein Arzt ist wirklich ein toller Mann :-) Er hat mir für den Ernstfall sogar seine private Handynummer gegeben... Obwohl er jetzt im Urlaub ist. Ich mag ihn nur nicht immer so furchtbar ausnutzen ;-)

Habe zwischenzeitlich 3 Hebammen angeschrieben.... Die erste ist im Urlaub (automatische Antwort), die zweite hat keine Erfahrung mit Fehlgeburten.... Hat mir aber eine dritte empfohlen, die sich dann tatsächlich direkt Zeit für mich genommen hat :-)

Hatte also ein sehr freundliches und informatives Telefonat. :-) Wurde direkt überfahren mit "SIE SIND NICHT SCHULD!!" #freu

Ich hab die Dame dann erst mal ausgebremst, und ihr erklärt, dass ich weniger wegen der Psyche anrufe (die ist ja zwischenzeitlich einiges gewohnt nach 4 Jahren Kinderwunsch, unzähligen GVnPs, 3 IUIs und 2 ICSIs #schwitz), sondern eher nach praktischen Tipps suche.

Sie hat mich auf jeden Fall auch direkt zu einem natürlichen Abgang ermutigt.

Nach meiner Info, dass ich Endometriose habe, meinte sie nur "ah ja, dann sind sie die Schmerzen ja gewohnt...." #schock ;-)

Sie hat mich dann gefragt, wie ich das da mit den Schmerzen mache und gemeint, ich solle das einfach genau gleich aussitzen. Heftiger als meine Endometriose-Periode sollte es in einem so frühen Schwangerschaftsstadium jedenfalls nicht werden. Das war schon mal sehr beruhigend :-)

Habe auch ansonsten viele viele nützliche Tipps bekommen. Im Wesentlichen: machen Sie alles das, wonach Sie sich fühlen - und lassen Sie alles, wonach Sie sich nicht fühlen. Das war der Kommentar zu Sport ja oder nein, Baden ja oder nein,.......

Sie meinte man kann den Abgang mit nichts verzögern oder verhindern.... aber entsprechend auch leider nicht beschleunigen.

Sie meinte aber, erfahrungsgemäß passieren die meisten Abgänge dann, wenn zeitlich auch eine Periode anstehen würde. Das wäre bei mir die nächsten Tage.... Und dem Gefühl nach (Unterleibsschmerzen) könnte sie damit recht behalten. Ich hoffe ja nicht, dass das nochmal 4 Wochen dauert #zitter ;-)

Sie hat mir auch gesagt, ich solle sofort wieder versuchen schwanger zu werden, da die höchste "Baby-Take-Home-Rate" (also wirklich lebende, gesunde Geburten) direkt im Folgezyklus an eine Fehlgeburt entstünden... Ok, damit werden wir schlechte Karten haben als ICSI-Kandidaten ;-) Sie hat mich aber ermutigt, es trotzdem zu versuchen.

Bin sehr froh, mit der Dame telefoniert zu haben. Freue mich schon auf die nächste Schwangerschaft, da werde ich dann auch direkt mit dem positiven Schwangerschaftstest eine Hebamme suchen. Hat sie mir auch empfohlen, das so zu machen - sie selbst ist leider zu weit weg, wurde mir ja "nur" wegen dem Abgang weiter empfohlen.... Ich hoffe, Ihre näher gelegenen Kolleginnen sind auch alle so nett wie sie :-)

Auf jeden Fall sollte man nicht mit der Hebammensuche bis zur "sicheren" Schwangerschaft warten. Ich habe mich angesichts meines Krimis ja noch gar nicht richtig schwanger gefühlt und daher gar nicht daran gedacht, dass das Sinn machen würde. Nächstes mal weiß ich es besser und hole mir von Anfang an so eine kompetente Frau an die Seite :-)

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Hallo,
dein Verlust tut mir sehr leid..

Ich hatte 2 frühe FG - davon 1x Windei im März und einmal hat das Herz aufgehört zu schlagen (Herbst 2020).
Ich habe beide Male Cytotec bekommen, da ich keine AS wollte - leider halfen die Tabletten bei mir nicht.

Im Herbst war ich total am Sand, weil sich nichts tat und hatte bald mal die Ausschabung.
Leider hatte ich danach ein paar Zyklen Probleme mit der Schleimhaut, hatte schon Angst vor Asherman, war aber dann zum Glück nicht der Fall. Hatte da Anfang d. Jahres eine Gebärmutterspiegelung.

Im März ging mal ein Großteil beim Spazieren ab (Bewegung half - wir sind da eine zeitlang bergauf gegangen), das war 4 Tage nach Absetzen d. Progesteron.
Ich dachte das wars, weil es war sehr, sehr, sehr viel Blut.
War aber ein unvollständiger Abort, danach 2 Wochen Cytotec (mit allen Nebenwirkungen, Schüttelfrost, Fieber, Durchfall, etc.. nur haben die Blutungen aufgehört).
Hirtentäscheltee hat die Blutung wieder ein bisschen in Gang gebracht, aber nach fast 4 Wochen warten konnte ich nicht mehr und wollte die AS..
Irgendwann wollte ich abschließen.

Eine Freundin hatte 2 FG die komplett mit Cytotec abgingen.
Man kann also vorher nie sagen, wie es ausgeht bzw. wie es einem damit geht, wie lange es dauert oder man es aushält usw..

Alles Liebe 🍀

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Hatte zwischenzeitlich ein Telefonat mit einer Hebamme...

Sie hat mir auch gesagt, man könne das eigentlich nur mit Cytotec beschleunigen. Meinte aber, sie kennt Ärzte, die das komplett verweigern, und einen Arzt, der das nur unter Aufsicht in der Praxis gibt, um die Wirkung beobachten zu können...

Mit "natürlichen" Mitteln (Sport, Sex, Baden,...) könne man den Abgang weder verzögern.... Noch beschleunigen.

Ich hoffe nun einfach, dass es zackig von alleine abgeht - und dann hoffentlich auch komplett. Auf eine Ausschabung habe ich jedenfalls am wenigsten Lust. Zum Einen körperlich (noch ne Vollnarkose + die Risiken von Infektion und Folgen), zum Anderen aber auch einfach psychisch. Schwanger rein, halbe Stunde später nichtschwanger wieder raus. #gruebel Das ist mir dann doch eins zu krass, glaube ich.

Tut mir leid, dass das bei dir schon mehrfach so schief gegangen ist... :-(

Ich hoffe, dass das jetzt doch auch einmal ein Kelch ist, der an mir vorübergeht ;-) Als ich meinem Mann sagte, dass wohl jede fünfte Schwangerschaft ein Windei ist, und jedes zehnte Paar eine Kiwu-Behandlung braucht, und beides uns getroffen hat, meinte er, wir sollten Lotto spielen ;-)

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Es tut mir sehr sehr leid für dich und auch wenn jetzt alles wild und schrecklich ist, es wird eines Tages wieder besser, versprochen!

Ich möchte dich ermutigen auf einen natürlichen Abgang zu warten. Meine Hebamme sagte mir, dass die Narbenbildung eine zukünftige Einnistung erschweren kann und das sich die Plazenta häufig an dem Narbengewebe festsetzt und später zu Komplikationen führen kann.
Interessant fand ich auch die Tatsache, dass wir hier in Deutschland Vorreiter in Sachen AS sind, ganz einfach, weil es schnell geht und viel Geld gibt. Widerlich!
Ich hatte zwei AS, ist auch schon acht Jahre her, ich war deutlich jünger und hatte irgendwie auch keine Wahl. Der Eingriff als solches war überhaupt nicht schlimm, aber heute würde ich mich definitiv anders entscheiden.
Alles Gute für dich 🌻

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Vielen Dank für deine Antwort #blume

Die Ausschabung wäre mir vor allem psychisch eins zu viel... Schwanger rein, 30 Minuten später nichtschwanger wieder raus #schwitz das ist schon krass, obwohl ich schon echt abgehärtet bin, nach 4 Jahren Kinderwunsch ;-)

Ich hoffe es geht alles problemlos. Habe aber zwischenzeitlich auch mit einer Hebamme telefonieren dürfen und die hat mich auch absolut dazu ermutigt, das natürlich zu versuchen.

Mein Arzt war ja eher für Ausschabung, hat meine "Entscheidung" (bzw. dass ich nicht direkt entscheiden wollte ;-) ) kommentiert mit "früher gab es auch keine Ausschabung".

Die Hebamme, mit der ich telefoniert hab, war von der Aussage schon fast begeistert... Scheinbar gibt es heute kaum noch Ärzte, die einen nicht regelrecht zur Ausschabung drängen.

Meiner ist aber auch noch ein Arzt vom alten Schlag, Arzt mit Herz und Seele :-)

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Ich habe auch viel gelesen und gefragt nachdem meine Diagnose MA feststand.
Meine Hebamme war strikt gegen eine AS, meine Frauenärztin dafür es machen zu lassen. Ich wollte auf den natürlichen Abgang warten, meine FA meinte es wird nicht schön da ich bereits kurz vor der 12.SSW war. Dazu muss ich sagen, ich bin selbstständig und somit Vollzeit berufstätig. Termin für eine AS war für Anfang Januar eingeplant, wenn bis dahin nix geschieht. Ich hatte im Dezember letzten Jahres meine AS, weil ich es nicht mehr ertragen konnte totes Gewebe in mir zu haben und das Gefühl hatte, das muss jetzt raus. Im Ultraschall haben wir gesehen, dass die Fruchthülle weitergewachsen war, mein Körper hatte also noch nicht gecheckt, dass da was nicht stimmt... Der Eingriff an sich war überhaupt nicht schmerzhaft, es wurde alles entfernt und ich hatte 2 Tage nur starke Blutungen. Diese Entscheidung war für mich die richtige. In der Nachsorge, haben wir gesehen das mein Körper bereits wieder richtig arbeitet und ich bin der Meinung schon meinen Eisprung gehabt zu haben .... Jede Frau sollte auf ihren Körper hören, der sagt einem genau was man tun soll. So viele sind gegen eine AS weil es unnatürlich ist aber bei einer künstlichen Befruchtung hinterfragt niemand die Praktiken .... Alles im Leben hat seinen Sinn

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Das kann ich verstehen, dass du das "tote Gewebe" weg haben wolltest...

Bei mir ist allerdings gar kein Baby "drin", ich habe ja eine leere Fruchthöhle... Und irgendwie kann ich mich nicht mit dem Gedanken abfinden, schwanger da rein zu laufen und ne halbe Stunde später nichtschwanger wieder raus. Ich war ja schon ab Beginn "nicht so richtig" schwanger, und irgendwie brauche ich jetzt wenigstens den Abschluss. Irgendwas muss mein Körper ja auch mal ohne Eingriff hinbekommen ;-)

Durfte zwischenzeitlich mit einer ganz tollen Hebamme telefonieren. Diese hat gemeint, dass ich mit Endometriose ja Schmerzen gewohnt sei #schock ;-) und dass das in einem so frühen Stadium der Schwangerschaft voraussichtlich kaum schlimmer werden würde wie meine Periode. Da war ich schon mal sehr beruhigt :-) Ich solle das einfach genau so aussitzen, wie sonst meine Periodenschmerzen...

Was ich schön finde, ist dass wir eine Wahlmöglichkeit haben, so konntest du den passendsten Weg für dich nehmen... Und ich den (hoffentlich) passenden für mich. So wie ich die Hebamme verstanden habe, muss ich dafür auch wirklich dankbar sein, dass mein Arzt mich zu nichts drängt... Viele drängen wohl extrem zu der Ausschabung.

Du hast schon recht, die künstliche Befruchtung ist auch alles andere als Natur.... Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass unsere 4 Jahre Kinderwunschzeit hauptsächlich genau daher rührten: wir wollten das einfach nicht einsehen, dass wir "die einen" sein sollten, bei denen es natürlich nicht doch irgendwann mal klappt.

Im Nachhinein hätten wir viel früher in die Kinderwunschklinik gehen sollen. Aber wir waren einfach noch nicht soweit. Mein Mann war eigentlich auch bei der 1. ICSI noch nicht soweit, und das habe ich auch deutlich zu spüren bekommen ;-) Zur 2. ICSI ging es dann auch bei ihm schon besser, und zum Glück verkraftet er grade auch den Abgang (relativ) gut...

Insofern möchte ich mir (uns) jetzt wenigstens den natürlichen Abschied gönnen :-)