Mut zur Insemination

Hallo ihr Lieben..
ich hoffe ihr könnt mir etwas Mut/Hoffnung für den neuen Zyklus machen.

Kurz zu mir: Hashimoto/Killerzellen/7 Fehlgeburten (die letzte im Oktober 2020; da wusste man noch nichts von den NK)/bisher nur mit Clomifen stimuliert+ES ausgelöst/ich habe bereits eine Tochter (5), da hat es wunderbar nach 4 Zyklen natürlich geklappt.

Nun hatte ich große Hoffnung in den aktuellen Zyklus und HCG ist da, der Test war an ES+13 auch zart positiv. Ich bekam heute die nächste Intralipid-Infusion und dabei hat der Arzt auch Blut abgenommen: Negativ.
Ich bin so niedergeschlagen. Nach so vielen Jahren und so vielen Rückschlägen hatte ich einfach gehofft, dass auch wir nochmal Glück haben dürfen. 😓
Wir würden gerne wegen Endometriose nachschauen lassen, aber aufgrund Corona geht das gerade nicht. Mein Arzt meinte, dass wir trotzdem im nächsten Zyklus eine IUI versuchen könnten, da in meinem bisherigen Verlauf keine Anzeichen erkennbar wären, dass die Eileiter zu sind…
Ich habe aber Angst! Ich weiß, viele von euch machen eine IVF/ICSI durch, aber ich bin einfach ein kleiner Angsthase und fürchte mich vor den Spritzen etc.

Andererseits hab ich Hoffnung, diesen Zyklus war ja auch etwas da, sonst wär der Test nicht positiv..
Neben Intralipid bekomm ich auch Prednisolon und Progesteron. Im kommenden Zyklus kommt auch ASS100 hinzu. Der Arzt sprach bei der Stimulation von FSH, das sagt mir aber nichts.

Habt ihr Tipps oder Erfahrungen für mich? Habt ihr irgendwas bestimmtes förderliches gemacht, nach der IUI?

Ich kann langsam nicht mehr. Wir wünschen uns so sehr ein zweites Kind, aber mir geht echt die Kraft aus. Immer nur so kurz vorm Ziel. Ich möchte am liebsten abschließen, will aber auch nicht aufgeben. Zu groß ist einfach der Wunsch nach Zuwachs 😔.

Sorry fürs Jammern, aber das musste mal raus. In meinem Umfeld gibt es nicht viele, die meine Situation verstehen.

Danke für eure Antworten! 🧡🧡

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Hallo liebe susano, du Arme hast ein ganz schönes Päckchen zu tragen. Fühl dich mal feste gedrückt von mir.
Ich kann deinen Wunsch nach dem zweiten Kind absolut nachvollziehen, geht mir gerade auch so, und manchmal hat man das Gefühl keine Kraft mehr zu haben. Aber wenn du diesen Weg schon so weit gegangen bist, dann zeigt das doch, was für einen starke und mutige Frau du bist und darauf kannst du absolut stolz sein. Halt dich daran fest, wenn du den Weg noch weiter gehen möchtest.
Leider kenne ich mich mit vielen deiner Diagnosen gar nicht aus aber magst du mal erzählen, was dir an der IUI genau so Angst macht? Hast du sie denn nun schon sicher vor?
LG

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Vielen Dank für deine Worte! Das hat mich jetzt direkt zu Tränen gerührt. 🥲
Die Insemination steht zu 90% fest. Ich bin noch mit meinem Mann im Gespräch.. bei ihm haben die letzten Jahre und die „Prozedur“ auch seine Spuren hinterlassen und man merkt, dass langsam die Luft/Energie raus ist.
Ich müsste Ende der Woche meine Periode bekommen dann sollte ich mich am 2./3. Zyklustag beim Frauenarzt zum Ablaufgespräch treffen. Aber große Hoffnung hab ich nicht mehr.. irgendwie kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass es jetzt doch noch klappt. Den Weg der IVF/ICSI möchte mein Mann nicht gehen.
Ich weiß nicht woher die Angst rührt. Vielleicht, weil es da nicht in mehr ganz in der eigenen Hand liegt. Und auch das Einführen des Katheters in die Gebärmutter.. davor fürchte ich mich auch, auch wenn ich schon öfter gehört habe, dass das nicht weh tut und man es gar nicht spürt. 🙈 eventuell hab ich auch einfach nur Angst, dass ich alles wieder umsonst auf mich nehme. 😅 du siehst, gefühlt 1000 Gedanken.
LG